“Elektromobilität Made in Austria hat Zukunft”, so die österreichische Infrastrukturministerin Doris Bures bei der Präsentation des Nationalen Einführungsplans Elektromobilität in Wien. In diesem Plan sind klare Zielsetzungen für die Einführung von eMobilität in Österreich formuliert. Konkret geht es darum, eMobilität in Österreich marktfähig zu machen. “Elektromobilität ist ein Umwelt-, ein Verkehrs-, ein Technologie- und ein Energiethema, insgesamt ein ganz zentrales Zukunftsthema und wir stellen heute gemeinsam die Weichen, um die Nase in diesem Bereich vorn zu haben”, so Bures. Drei konkrete Bereiche sind im Einführungsplan definiert: Maßnahmen in Forschung und Entwicklung, die Errichtung und Finanzierung der notwendigen Infrastruktur sowie die Verkehrsplanung. Ziel ist es, im Automobilbereich und in der Zulieferindustrie eine Vorreiterrolle einzunehmen. Das österreichische Verkehrsministerium unterstützt Forschung, Entwicklung und Produktion in diesen Bereichen und hat die Mittel dafür, wie auch schon 2009, um 50 Prozent erhöht – von 40 auf 60 Millionen Euro. Zwei Drittel davon werden in die Forschung an alternativen Antriebssystemen investiert. Bis 2020 sollen 900.000 Hybridfahrzeuge und 130.000-150.000 Elektroautos auf Österreichs Straßen fahren, also ein Viertel der 4,3 Millionen zugelassenen Fahrzeuge. “So wird der CO2-Ausstoß um sieben Prozent reduziert”, so Bures, die Grund zum Optimismus hat: ”Die Zusammenarbeit zwischen Industrie, Forschung, Entwicklung und Politik in Österreich funktioniert gut – die Voraussetzung für Erfolg.” Die vom Verbund koordinierte Plattform Austrian Mobile Power etwa verbindet bereits wichtige Partner in Forschung und Produktion. Ein wichtiges Projekt ist emporA, das zum Ziel hat, Leuchtturmprojekte in der eMobilität zu fördern.

Die e-WOLF GmbH aus Neuenrade bietet seit neuestem auch Kleinwagen an: Auf einer Fahrveranstaltung der Trianel-Gruppe in Aachen demonstrierte ein elektrifizierter Fiat Panda eindrucksvoll seine Fähigkeiten auf der Teststrecke. Die Reichweite betrug 140 Kilometer. Als besonders gelungen erwies sich die Integration der elektrischen Systeme: Im Vergleich zum Serienfahrzeug zeigten sich keinerlei Unterschiede im Bezug auf Optik, Bedienbarkeit oder Fahrdynamik. e-WOLF verfolgt dabei einen modularen Ansatz für die Produktion von elektrisierten Kleinwagen. Ob Panda, Corsa oder MiTo spielt dabei eine untergeordnete Rolle.
Garantierte Reichweite NEFZ: 100 km
Batteriekapazität: 13,8 kWh
Motorleistung: 18 kW
Höchstgeschwindigkeit: ca. 110 km/h
Ladezeit Vollladung: 5 Stunden
Energie: Li-Tec CERIO® Flachzellen mit keramischen Separator
Preis: < 40.000 Euro
Auslieferung: August 2010
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Die Nachfrage nach leistungsfähigen, leichten und langlebigen Akkus könnte aktuell nicht größer sein, denn immer mehr Anwendungen vom Handy über Laptops bis hin zu Elektroautos brauchen Akkus für die Stromversorgung. Wissenschaftler aus Rom haben aus zwei Akkutechnologien einen Zinn-Schwefel-Lithium-Ionen-Akku gemacht. Durch seine hohe Energiedichte soll er sich auch für Elektroautos eignen. Jusef Hassoun und Bruno Scrosati haben dafür die Vorteile eines Lithium-Ionen-Akkus und eines Lithium-Schwefel-Akkus kombiniert. So haben zwar Lithium-Schwefel-Akkus eine höhere Energiedichte als Lithium-Ionen-Akkus, aber die Elektroden lösen sich nach einiger Zeit auf, was die Haltbarkeit des Akkus deutlich einschränkt. Außerdem sei die Gefahr groß, dass die Elektroden, die aus Lithium bestehen, Kurzschlüsse herbeiführen können. Im Gegensatz dazu bestehen die Elektroden in Lithium-Ionen-Akkus nicht aus Metall, sondern aus einem Material, dass Lithium-Ionen aufnehmen und wieder freigeben kann. Diese beiden Vorteile wurden im neuen Superakku aus Italien miteinander verbunden. Damit sei die Energie des neuen Akkus nun fünfmal höher als bei herkömmlichen Akkus und durch die Ersetzung des Flüssigelektrolyts durch eine Polymermembran sei zudem die Herstellung des Akkus sicherer und einfacher.

Erst vor wenigen Monaten hat die e-WOLF GmbH mit dem Modell e-1 ihren Automobiltrend der Zukunft vorgestellt. Ein innovativer Elektro-Extremsportwagen, der so manchen Boliden mit Verbrennungsmotor in den Windschatten stellen wird. Doch das genügt der High-Tech-Schmiede aus dem Sauerland nicht. Inzwischen haben die Entwickler den Aufsehen erregenden Technologieträger mächtig modifiziert und mit dem e-1 SRF eine FIA-Rennversion in Startposition gebracht. Die Präsentation des e-1 war ein voller Erfolg. Über 600-mal wurde weltweit im TV von ihm berichtet. Die Kombination aus Ultraleichtbauweise und leistungsstarkem elektrischen Antriebssystem sorgte international für Furore. Doch die Ambitionen des Technologieführers für Elektrofahrzeuge sind noch sportlicher. So planen und entwickeln die Sauerländer längst an einer FIA-Rennversion des e-1. Diese soll bei Interesse schon Mitte 2010 erhältlich sein. Die spezielle Software (Track-AutoAdaptive Software) nimmt Mess- und Fahrdaten auf, verrechnet sie mit der vorhandenen Energiemenge und gibt sie als “ideales Fahrverhalten” an den Fahrer weiter. So wird ein Maximum an Leistung und Effizienz gewährleistet. Per Software-Konfiguration kann es auf jede Rennstrecke individuell angepasst werden, um – je nach Anforderung – ein Maximum an Leistung oder Effizienz zu gewährleisten. “Die Zeiten der Prototypen sind vorbei. Heute starten wir mit sicherer Serientechnik aus dem Rennsport durch. Auch auf der Straße.”, verrät Kai Schöneberg, Marketingmanager bei e-WOLF.
Der Ur-e-1 kommt also bald im neuen, renntauglichen Gewand daher. Und das atemberaubend schnell: Unter 4 Sekunden soll die Beschleunigung von Tempo Null auf 100 Km / h betragen. Kein Wunder, denn die zwei Motoren entwickeln einen Launch Torque von bis zu 2400 Nm. “Im Juli 2010 machen wir ernst. Dann wird auf einer deutschen Rennstrecke die erste aussagekräftige Rundenzeit ermittelt”, so Schönenberg. Dank dem Radical-Chassis und der revolutionären Li-Tec Batterietechnologie mit CERIO®-Flachzellen liegt das Gesamtgewicht des e-1 SRF bei nicht einmal 1000 kg. Die beiden Hochleistungsmotoren liefern dabei eine Leistung von temporär 300 kW.Der zweisitzige SRF ist im Race-Setup absolut FIA-konform. “Die Reichweite ist für uns nicht aussagekräftig, viel wichtiger ist die Dauer einer Vollgasfahrt – denn niemand wird mit dem SRF mit 50 km / h über die Nordschleife fahren um 500 km weit zu kommen”, fügt der Sauerländer augenzwinkernd hinzu. Die absolut rennsporttaugliche Performance bestätigt auch DTM-Rennfahrer Johannes Seidlitz: “Der e-1 SRF hat alles, was ein Rennfahrer braucht … es fehlen lediglich der Motorenlärm und CO2-Ausstoß.”
Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle hat die erste öffentliche eTankstelle in Duisburg auf dem Parkplatz der Stadtwerke eröffnet. Der Bund trägt im Rahmen des Modellprojekts “Smart Wheels” die Hälfte der entstehenden Kosten für den Aufbau einer flächendeckenden Infrastruktur für Ladesäulen. Für über 500.000 Euro können nun in der Modellregion Ladesäulen für eFahrzeuge eingerichtet werden. Duisburgs Oberbürgermeister Adolf Sauerland wollte nach seiner Testfahrt mit dem eRoller gar nicht mehr absteigen und schien begeistert von der schnellen und gleichzeitig leisen elektrischen Fortbewegung. Ein günstiger Nebenaspekt der eMobilität ist die Funktion der eFahrzeuge als Energiespeicher. Denn immer noch müssen mangels Abnehmer nachts Windkraftanlagen abgeschaltet werden. Vor diesem Hintergrund zeigte sich auch Bundeswirtschaftsminister Brüderle äußerst euphorisch: “Wir in Deutschland haben das Automobil erfunden. Wir erfinden es jetzt neu”. Aktuell machen jedoch immer noch die hohen Kosten für die Batterien Schlagzeilen. Diese Kosten würden jedoch durch den niedrigeren Strompreis kompensiert. “Umgerechnet liegen wir derzeit bei 3,50 Euro auf 100 Kilometern”, erklärte Peter Wolters, der zuständige Ingenieur. Da kann kein noch so sparsamer Verbrennungsmotor mithalten.

Ab 2012 soll der Trabi wieder auf unseren Straßen rollen, diesmal aber als sauberes, leises eAuto. Die Idee zum eTrabi kam aus Bayern. Klaus Schindler, Geschäftsführer des Miniaturmodell-Herstellers Herpa, erwarb vom Verein Trabant-Register e.V. die Rechte an der Marke Trabant und entwickelte die elektrische Neuauflage Trabant nT. Außerdem stieg der sächsische Spezialfahrzeugbauer Indikar mit in die Entwicklung ein. Derzeit fehlt nur noch ein Großinvestor wie ein Autohersteller oder Energieversorger für das Projekt. Der 47 kW Motor schafft eine Höchstgeschwindigkeit von 130 km/h. Nach Angaben der Hersteller reicht eine Ladung der Lithium-Ionen-Batterie für 160 Kilometer.
Der 12. Technische Kongress des VDA findet am 24. und 25. März 2010 in Ludwigsburg statt. Es werden über 400 internationale Gäste zu dem europaweit wichtigsten Technologie-Symposium erwartet. Gemeinsam werden Vertreter der Hersteller, Energieversorger und Zulieferer über die Fortschritte und Perspektiven der eMobilität diskutieren. Das Tagungsprogramm und Anmeldeformular stehen hier zum Download bereit.
Underwriters Laboratories (UL), ein weltweit führendes Unternehmen für Produktsicherheitstests und Zertifizierungen, kooperiert mit Better Place, dem führenden Service-Anbieter für eMobilität. Im Rahmen der Zusammenarbeit wurden die Sicherheitsanforderungen geprüft, damit Better Place die weltweit ersten eTaxis mit austauschbaren Akkus in Japan in Betrieb nehmen kann. “Mit der Hilfe von UL konnten die erforderlichen Untersuchungen durchgeführt werden und anschliessend die Lithium-Ionen-Akkus für dieses aufsehenerregende Taxi-Projekt freigegeben werden”, erläuterte Kiyotaka Fujii, Präsident von Better Place Japan und Leiter des Bereichs Geschäftsentwicklung Asien-Pazifik. “Dank der beispiellosen Fachkenntnisse von UL, dem weltweiten Netzwerk von Ingenieuren und der zügigen technischen Unterstützung war UL massgeblich daran beteiligt, den öffentlichen und den privaten Sektor erfolgreich zusammenzubringen. So konnten die zuständigen Behörden davon überzeugt werden, dass unser Projekt die entsprechenden Sicherheits- und Leistungsstandards erfüllt.” UL kann auf eine über hundertjährige Erfahrung im Bereich der Sicherheitsprüfung und Zertifizierung zurückblicken und setzt diese Kompetenz für die Weiterentwicklung der Elektroautoindustrie ein. Zu diesem Zweck entwickelt UL Sicherheitsstandards für Batterien sowie Komponenten die in der Infrastruktur eingesetzt werden und arbeitet mit den zuständigen Behörden zusammen, um Fragen bezüglich Sicherheits- und Umweltaspekten zu lösen.

So etwas musste erfunden werden: Spezielle Stromtankstellen zum Aufladen von Elektrorädern. Und alles geht bequem, schnell und sicher: Elektrofahrrad anschließen, Stecker des Ladegeräts in die Steckdose stecken und schon wird der Akku geladen. Nach einer Stunde ist der Akku wieder gut gefüllt, sodass die Radtour sorglos für viele weitere Kilometer fortgesetzt werden kann. Vor allem Biergärten, Cafes und Restaurants profitieren von der Stromtankstelle, denn zum Aufladen legen die Radfahrer einen bis zu einstündigen Extrastopp ein. Die Stromtankstellen werden im direkten Sichtfeld des Biergartens aufgestellt. An einem Ständer können immer zwei eBikes gleichzeitig geladen werden.
Elektrofahrräder boomen seit einigen Jahren. Neue Modelle, bessere Technik und bessere Ladezeiten werden auch 2010 dafür sorgen, dass der Markt erneut wachsen wird. Im zweiten Schritt wird jetzt auch die Infrastruktur verbessert. Zum einen betrifft es die Möglichkeit der spontanen Akkuladung. Da ist der vor wenigen Monaten neu konzipierte Fahrradsständer mit Steckdose das ideale Produkt. Zum anderen werden auch immer mehr Fahrradgaragen von Privatpersonen nachgefragt, die ein teures Elektrorad sicher abgestellt wissen wollen. Für den Sommer ist die Einrichtung einer eigenen Übersicht mit allen Stromtankstellen geplant. So können Besitzer von Elektrorädern auch bei größeren Radtouren gleich erkennen, wo sich der nächste Fahrradständer mit Steckdose befindet.
Aktuelle Fotos und weitere Informationen
Am 6.März wurde Hamburgs erstes Kompetenzzentrum für eMobilität eröffnet. Das Unternehmen arbeitet rein privatwirtschaftlich und ist eigenkapitalfinanziert. “Es wird viel geredet und angekündigt. Wir handeln! Und zwar mit eFahrzeugen, die schon heute erworben und gefahren werden können”, erklärte Swen Preiss, Geschäftsführer des Unternehmens. Hochwertige zwei- und vierrädrige eFahrzeuge stehen für Probefahrten bereit, denn “einmal selber fahren, ist mehr als 100 Testberichte lesen”, ergänzte Angela Rieke, Kundenberaterin des Unternehmens. Neben Probefahrten bietet das Kompetenzzentrum auch Beratung, Vorträge, Informationsveranstaltungen und Service rund um eMobilität. André Podszus, zuständig für Öffentlichkeitsarbeit und Vertrieb, erklärte: “Wir werden in den kommenden Wochen deutlich auf den Straßen sichtbar werden, um den Gedanken der eMobilität in Hamburg zu verankern. Das wird für manches Erstaunen bei denen sorgen, die noch meinen, Elektrofahrzeuge seien lahme Enten.”