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Archiv für Mai, 2010

Zweimal um London herum mit einer Akkuladung

31. Mai 2010 Juliane Keine Kommentare

SRZero In der Nacht zum Freitag umrundeten Studenten des Imperial College in London mit einem Elektrorennwagen zweimal den Autobahnring M25 ohne den Akku aufladen zu müssen. Das Team Racing Green Endurance (RGE) startete in dem umgebauten Rennwagen vom Typ SR8 des britischen Herstellers Radical – in der Elektrovariante SRZero. Angetrieben wird der Elektrorenner von zwei Motoren mit einer Dauerleistung von 72 kW und einer Spitzenleistung von 144 kW. In 7 Sekunden kommt der SRZero auf 100 km/h. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 200 km/h. Ein Lithium-Eisenphosphat-Akku kann für rund 400 km Energie speichern. Danach dauert es 6 Stunden, bis der Akku wieder voll ist. Die Umrundung Londons war nur der erste Streich. Der zweite soll am 8. Juli folgen. Dann wollen die Studenten die Panamericana bezwingen. Die Straße gilt als eine der längsten der Welt und verläuft von Alaska bis in den Süden Argentiniens. In Tagesetappen von knapp 300 km wollen die Londoner Studenten in gut 3 Monaten die 26.000 km durch die beiden amerikanischen Kontinente zurücklegen.

ZVEI-Positionspapier zum Thema Elektromobilität

31. Mai 2010 Juliane Keine Kommentare

Der Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie e.V. (ZVEI) hat ein Positionspapier zum Thema Elektromobilität veröffentlicht. Um das von der Regierung vorgegebenen Ziel von einer Million Elektrofahrzeuge bis zum Jahr 2020 zu realisieren, müssten verschiedene Grundvoraussetzungen geschaffen werden. In diesem Zusammenhang soll die Ladeinfrastruktur ausgebaut und die Fertigung leistungsfähiger Batterien aufgebaut werden. Der ZVEI tritt für einen ganzheitlichen Ansatz ein und fordert eine symbolische Beziehung von Fahrzeugen und Infrastruktur.

Das vollständige ZVEI-Positionspapier

TU Illmenau: Mobilität der Zukunft

31. Mai 2010 Juliane Keine Kommentare

Die Technische Universität Ilmenau forciert die Entwicklung spritsparender, kostengünstiger und sauberer Autos. Am 2. Juni treffen sich Vertreter von Industrie und Universität zur Veranstaltungsreihe „Wirtschaft trifft Wissenschaft“, um Kooperationen zu neuen energieeffizienten Getrieben und Antriebssystemen auszuloten. Unter dem Motto „Nachhaltige Mobilität – ein Leitmarkt der Zukunft“ will die TU Ilmenau helfen, das Bundesland Thüringen zum grünen Motor Deutschlands zu machen. Die Universität strebt an, zusammen mit Wirtschaft und Industrie alternative Antriebstechniken für Hybrid- und Elektrofahrzeuge zu entwickeln, Technologien zur Verringerung von Kraftstoffverbrauch und Emissionen sowie zur Energiespeicherung und -steuerung zu erforschen und neuartige Leichtbaumaterialien zu schaffen. So sollen neben optimierten Fahrzeugen auf der Basis von Verbrennungsmotoren zügig moderne Hybridfahrzeuge und Elektroautos entwickelt werden. Die Veranstaltungsreihe „Wirtschaft trifft Wissenschaft“ richtet sich an Unternehmen, die an einer Zusammenarbeit mit der TU Ilmenau interessiert sind. Hier kommen die Teilnehmer direkt mit den Wissenschaftlern ins Gespräch. Neben Fachvorträgen und Besichtigungen der Institute und Fachgebiete steht auch eine wissenschaftliche Ausstellung auf dem Programm. Ziel ist ein intensiver Technologie-, Wissens- und Personaltransfer zwischen Universität und Unternehmen.

Trianel: eRoadshows

30. Mai 2010 Juliane Keine Kommentare

Elektrische Mobilität ist in aller Munde. Aber welche Fahrzeuge sind heute schon verfügbar, welche technischen Daten und welche Vor- und Nachteile haben diese? Antworten auf diese Fragen können Interessierte jetzt im wörtlichen Sinne erfahren. Innerhalb von sechs Wochen zeigen die Stadtwerke Trier, die GSW Kamen-Bönen-Bergkamen, die Stadtwerke Soest und die Stadtwerke Heidelberg im Rahmen der vom Bundesverband eMobilität (BEM) organisierten eRoadshows Interessierten zwischen dem 29. Mai und dem 8. Juli eine Auswahl bereits jetzt auf dem Markt erhältlicher Elektrofahrzeuge. Neben Elektroautos und Elektrorollern stehen zum Test City eBikes, aber auch Pedelecs und ein eMotorrad bereit. Mit den eRoadshows erhalten die Kunden der Stadtwerke einen Einblick in die neue Form der Mobilität.
Zum Aufbau der nötigen Infrastruktur für elektrische Mobilität sind die Stadtwerke Partner erster Wahl. Als Energielieferanten stehen sie den Bürgern vor Ort mit Rat und Tat zur Seite. An jeder Steckdose beliefern sie ihre Kunden schon heute mit dem notwendigen Treibstoff von Morgen auch mit grünem Strom, so Thomas Spinnen, Leiter Neue Technologien der Trianel GmbH. Denn wenn die Fahrzeuge Strom aus Erneuerbaren Energien nutzen, fahren sie vollständig ohne CO2-Emissionen. Derzeit engagieren sich 15 Stadtwerke im Trianel Netzwerk eMobilität. Ihr Ziel: Elektromobilität fit für den Alltagseinsatz machen. Das heißt nicht nur, dass die entsprechende Ladeinfrastruktur, also das Tankstellennetz, aufgebaut werden muss, sondern den Bürgern auch attraktive Angebote rund um die Elektromobilität zu machen.

Schwarzenegger testet den Mitsubishi i-MiEV

29. Mai 2010 Juliane Keine Kommentare

Der US-Bundesstaat Kalifornien will probeweise zwei Mitsubishi i-MiEV in seine Fahrzeugflotte aufnehmen. Das hat Gouverneur Arnold Schwarzenegger nach einer Probefahrt mit dem Stromer angekündigt. In den kommenden Wochen soll das Elektroauto von Mitarbeitern der kalifornischen Behörden und der Regierung im Alltag getestet werden. Die Reichweite des 1080 Kilogramm leichten Wagens beträgt laut Hersteller 144 Kilometer. In Deutschland soll es den i-MiEV ab Herbst diesen Jahres geben. Der Verkauf in Amerika soll 2011 beginnen.

Daimler und BYD wollen gemeinsam Elektrofahrzeuge entwickeln

28. Mai 2010 Juliane Keine Kommentare

Der deutsche Autobauer Daimler und der chinesische Batterien- und Automobilhersteller BYD haben in Peking einen Vertrag zur gemeinsamen Entwicklung eines Elektrofahrzeugs unterzeichnet. Zu diesem Zweck wollen beide Unternehmen das Joint Venture “Shenzhen BYD Daimler New Technology” einrichten. Gemeinsam wollen sie rund 71 Millionen Euro in das Joint Venture investieren. “Mit unserem neuen Joint Venture sind wir gut aufgestellt, um das enorme Potenzial der Elektromobilität in China bestmöglich zu nutzen,” betonte Dieter Zetsche, Vorstandsvorsitzender der Daimler AG.

Deutschland-Premiere: MIT, Denokinn, InnoZ und das EUREF Institut präsentieren das Hiriko Citycar

28. Mai 2010 Juliane Keine Kommentare

Hiriko City Car Der Prototyp des faltbaren Elektromobils Citycar wurde heute zum ersten Mal in Deutschland der Presse vorgestellt. Leise, klein und integraler Teil des modernen öffentlichen Verkehrs: Das preisgekrönte Hiriko Fahrzeugkonzept – vom Massachusetts Institute of Technology (MIT) erfunden und im Baskenland konstruiert – ist als kompakter Zweisitzer speziell für die urbane Nutzung gedacht. Das 2,5 m lange Elektrofahrzeug kann auf der Stelle drehen und die Achsen zum Parken auf nur 1,5 m zusammenschieben. Die Reichweite beträgt 120 Kilometer. Angetrieben von Radnabenmotoren erreicht es in drei Sekunden die Spitzengeschwindigkeit von 50 km/h. Die Aufladezeit beträgt nur 12 Minuten.
Dr. Jürgen Peters, Geschäftsführer des Innovationszentrums für Mobilität und gesellschaftlichen Wandel (InnoZ) GmbH, erklärt zu dem Mobilitätskonzept: „Eine zukunftsfähige Energie- und Klimastrategie verlangt für die Mobilität neue Lösungen, vor allem für den Verkehr in Ballungsräumen. Damit Elektrofahrzeuge aus Kundensicht einen relevanten Beitrag dazu liefern können, sind substanzielle Innovationen erforderlich: Der Strom muss für den Betrieb der Elektrofahrzeuge nachweislich aus Erneuerbaren Energiequellen stammen, die Fahrzeuge sind als Teil des öffentlichen Verkehrs zu verstehen, ohne große Anforderungen ans Selbstmanagement. Die Nutzung von Elektrofahrzeugen erfolgt als Teil des öffentlichen Verkehrs in kollektiver, vernetzter Form und orientiert sich z. B. an den Nutzungskonzepten öffentlicher Fahrradverleihsysteme. All dies berücksichtigt das Konzept von Hiriko.“

Nissan: Schnellladestation für Elektrofahrzeuge

28. Mai 2010 Juliane Keine Kommentare

Ladestation Nissan
In Vorbereitung auf die Einführung des Nissan Leaf hat Nissan eine eigene Ladestation entwickelt. Diese wurden jetzt bei 200 Nissan-Händlern in Japan installiert, wobei die Händler so ausgewählt wurden, dass der Kunde nie mehr als 40 Kilometer zur nächsten Ladesäule fahren muss. Die Schnellladestation soll die Leaf-Batterie innerhalb von 30 Minuten fast vollständig aufladen können. In der Grundversion wird die Ladestation etwa 13.400 Euro kosten.

TÜV SÜD nimmt erstmals Hauptuntersuchung an Elektrofahrzeugen ab

27. Mai 2010 Juliane Keine Kommentare

TÜV SÜD treibt energisch die Hauptuntersuchung an Elektrofahrzeugen voran. Dazu wurde am Mittwoch, 26. Mai, erstmals die periodische Hauptuntersuchung (HU) an vier MINI E durchgeführt. Auf einer Pressekonferenz in der TÜV SÜD Auto Partner Prüfstelle in Hoppegarten bei Berlin hob Wolfgang Eichler, Mitglied der Geschäftsleitung der TÜV SÜD Auto Service GmbH, die Vorteile der Zusammenarbeit mit BMW auf diesem Gebiet hervor: “Die Durchführung des “TÜV” an den MINI E ist eine hervorragende Möglichkeit, wichtige Erfahrungswerte hinsichtlich der Prüfpraxis bei Elektroautos zu sammeln, und diese Erfahrungen in die Fahrzeugprüfung einfließen zu lassen.”
Was sind die Herausforderungen, wenn Elektrofahrzeuge zukünftig zur Hauptuntersuchung müssen? Welche zusätzlichen Prüfschritte erfordern der Elektro- und Hybridantrieb im Vergleich zum Verbrennungsmotor? Welche Standards müssen im Interesse der Verkehrssicherheit entwickelt werden? Fragen, die TÜV SÜD in den kommenden Monaten beantworten will. Ziele sind, detaillierte Empfehlungen für neue Richtlinien und Prüfpflichtpunkte an die periodische Fahrzeuguntersuchung zu erstellen. “Reine eFahrzeuge sind zwar noch selten, was wir aber zunehmend auf den Straßen sehen, sind Hybrid-Autos. Insofern ist es von großer Bedeutung, dass Klarheit geschaffen wird, wie man bei der HU beispielsweise mit dem Thema Hochvolttechnologie umgeht. Ein weiteres Ziel ist natürlich, dass die TÜV-Untersuchung beim Elektroauto genauso bequem und kundenfreundlich ablaufen soll, wie das jetzt bei konventionellen Fahrzeugen der Fall ist”, betonte Eichler.

Gemeinsame Erklärung zur Elektromobilität in Europa

27. Mai 2010 Juliane Keine Kommentare

Wir, die Minister Deutschlands, Frankreichs und Portugals möchten uns bei der spanischen Präsidentschaft dafür bedanken, dass sie die Initiative für dieses strategische Vorgehen im Bereich Elektromobilität und anderer Technologien für saubere und energieeffiziente Fahrzeuge in Europa ergriffen hat. Der äußerst erfolgreiche informelle Rat in San Sebastian sowie die vorliegenden Ratsschlussfolgerungen stellen wesentliche Schritte auf dem Weg zu einer integrierten europäischen Strategie dar. Gemeinsam mit dem Minister Spaniens möchten wir auch der Kommission für ihre Mitteilung und den ehrgeizigen Katalog von Maßnahmenvorschlägen danken.
Unsere Regierungen haben sich dem Ziel der EU verpflichtet, intelligente und nachhaltige wirtschaftliche Entwicklung zu erzielen. Dieser Wandel bietet ein erhebliches Potenzial für Wachstum und Wohlstand unserer Wirtschaft. Dazu bedarf es anhaltender Verbesserungen im Bereich konventioneller Fahrzeuge sowie Weiterentwicklungen auf dem Gebiet alternativer Technologien. Das Elektrofahrzeug stellt nicht nur eine Lösung für effiziente und nachhaltige Mobilität dar, sondern bietet auch eine wichtige Chance für die europäische Automobilindustrie und verwandte Wirtschaftszweige wie beispielsweise Informations- und Kommunikationstechnologien und Energieerzeugung und -verteilung. Wenn wir sie sinnvoll einsetzen, gehört die Elektromobilität zu einer der Schlüsseltechnologien zur Gewährleistung von Beschäftigung und Wachstum der europäischen Wirtschaft in den kommenden Jahrzehnten. Unseres Erachtens muss das Elektrofahrzeug künftig in den Mittelpunkt von Entwicklungs- und Wettbewerbsfähigkeitsperspektiven unter Nutzung von Synergien in den Bereichen F&E, Innovation, industrielle Entwicklung und Nachhaltigkeit gerückt werden.
Wir glauben, dass die Schaffung eines integrierten, vollständig interoperablen europaweiten Ladesystems zu den großen Herausforderungen im Rahmen dieser Bemühungen gehört, und fordern rasch ein effektives Konzept zur Standardisierung auf EU-Ebene. Die Treffen der europäischen Expertengruppe müssen in kurzen Abständen stattfinden, damit ein gemeinsamer EU-Standard für Elektrofahrzeuge in der zweiten Hälfte dieses Jahres in den Grundzügen und bis Mitte 2011 in einer endgültigen Fassung vorliegt.
Wir rufen die Europäische Kommission auf, finanzielle Unterstützung für Pilotprojekte im Bereich der Elektromobilität, insbesondere für transnationale Projekte, bereitzustellen. Diese Projekte leisten einen praktischen Beitrag zur Entwicklung gemeinsamer Standards und tragen dazu bei, bestehende Hindernisse im Bereich der grenzüberschreitenden Mobilität zu überwinden. Darüber hinaus sollte die europäische Strategie für Elektrofahrzeuge Bestandteil der EU2020-Wirtschaftsstrategie sein, die im Juni vom Europäischen Rat beschlossen wird.

Christian Estrosi, Minister für Industrie, Frankreich
José Vieira da Silva, Minister für Wirtschaft und Innovation, Portugal
Rainer Brüderle, Bundesminister für Wirtschaft und Technologie
Miguel Sebastian, Minister für Industrie, Tourismus und Handel, Spanien

via BMWi

Gemeinsame Erklärung