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Archiv für Juli, 2012

Erste Flotten: Flughafengesellschaften und Flughafenbetreiber

31. Juli 2012 Juliane Keine Kommentare

Im August endet der knapp anderthalb Jahre dauernde Feldversuch, den die Lufthansa Technik gemeinsam mit dem BEM-Mitgliedsunternehmen Brose-SEW auf den Großflughäfen in Düsseldorf und Frankfurt am Main initiiert hatte. Zwei auf Elektroantrieb umgebaute Chevrolet Matiz sind seit April 2011 auf den Flughafengeländen unterwegs. Das Düsseldorfer Auto wurde per Kabel geladen, der Matiz am Airport Frankfurt dagegen induktiv über eine in den Boden eingelassene Spule sowie ein Empfangsmodul im Fahrzeugboden.

Kurz vor Ende der Testphase zieht die Lufthansa Technik bereits eine positive Bilanz. Das induktive Laden verlief über den gesamten Versuchszeitraum ohne Probleme. Die Mitarbeiter bei Lufthansa Technik schätzten zudem die Komfort-Vorteile gegenüber dem Laden mit Kabel. Außerdem sieht die Lufthansa-Tochter große Chancen für den künftigen Einsatz von Elektroautos auf Flughäfen. Da in der Regel nur sehr kurze Strecken gefahren werden und die Höchstgeschwindigkeit selten 30 km/h übersteigen darf, haben hier Elektrofahrzeuge eindeutige Vorteile gegenüber Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor, die bei diesem Fahrprofil kaum ihre Betriebstemperatur erreichen. Fazit: Die Fahrzeugflotten der Fluggesellschaften und Flughafenbetreiber stellen bereits heute einen interessanten Markt für Elektromobilität dar.

Zunahme von Elektrofahrzeugen entlastet Stromnetz

31. Juli 2012 Juliane Keine Kommentare

Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) hat gemeinsam mit Partnern untersucht, welche Chancen und Herausforderungen die Zunahme von Elektrofahrzeugen für das Energiesystem und die Stromversorgung mit sich bringt. Fazit: Elektrofahrzeuge können – gerade bei einem hohen Anteil an Erneuerbarer Energie – die Effizienz der Stromerzeugung erhöhen, das Stromnetz entlasten und zu deutlichen CO2-Einsparungen führen. Etwa 53,5 Terrawattstunden Strom würden 27 Mio. Elektrofahrzeuge demnach im Jahr 2050 verbrauchen. Das entspricht 10 Prozent des aktuellen Stromverbrauchs in Deutschland. Intelligente Ladesysteme würden auf der anderen Seite viel überschüssigen Ökostrom in die Akkus der Elektrofahrzeuge pumpen und diese als stationäre Zwischenspeicher nutzen. Die vollständige Studie “Perspektiven von Elektro-/Hybridfahrzeugen in einem Versorgungssystem mit hohem Anteil dezentraler und erneuerbarer Energiequellen” steht Ihnen hier zum Download zur Verfügung.

Versicherungsschutz für eFahrzeuge zum Produkt des Monats gekürt

31. Juli 2012 Juliane Keine Kommentare

Der spezielle Versicherungsschutz für Elektrofahrzeuge der Zurich Gruppe in Deutschland wurde mit dem Titel
“Produkt des Monats August 2012″ ausgezeichnet. Gekürt wurde das im April eingeführte Produkt vom Branchenmedium Versicherungsmagazin, das die Besonderheiten und Vorteile des innovativen Konzepts unterstreicht und Zurich damit als derzeit einzigen Versicherer in Deutschland hervorhebt, der den Akku und damit den wertvollsten Teil eines Elektrofahrzeugs universal absichert.

Die Zurich Absicherung gilt für elektrisch betriebene Pkw sowie für Zweiräder mit amtlichem Kennzeichen. Mit dem Baustein “Elektro-Plus” besteht die Möglichkeit, den Akku als einen zentralen und teuren Teil eines Elektrofahrzeugs erstmals auch über den Kaskoschutz hinaus rundum abzusichern. Damit sind die Fahrzeugbesitzer unter anderem auch vor den finanziellen Folgen von Bedienfehlern abgesichert. Wird der Akku beispielsweise im Winter bei Frost nicht regelmäßig voll aufgeladen, kann es zum Ladeschaden kommen. Dies ist ein Risiko, das nicht über den Kaskoschutz läuft, jedoch nun mit dem Zurich Elektro-Plus Baustein abgesichert werden kann.

Mehr Informationen zum speziellen Versicherungsschutz für Elektrofahrzeuge finden Sie auch in einem Interview mit Detlev Knoll in der aktuellen Ausgabe der NEUEN MOBILITÄT.

BMW Elektroroller reif für die Serie

30. Juli 2012 Juliane Keine Kommentare

BMW Motorrad hat die Entwicklung seines rein elektrisch angetriebenen Motorrollers für den Stadtverkehr fast abgeschlossen: In London stellte das Unternehmen den fahrbereiten Prototyp “C evolution” jetzt vor. Nach Angaben des BMW-Sprechers sei der Scooter bis auf wenige Details sehr nah am Serienfahrzeug. Der flüssigkeitsgekühlte Elektromotor entwickelt laut BMW eine Spitzenleistung von 35 kW/48 PS und eine Dauerleistung von 11 kW/15 PS. Der Antrieb soll später auch im Serienfahrzeug Fahrleistungen auf dem Niveau eines Großrollers mit Benzinmotor ermöglichen. Zugunsten der Reichweite von 100 Kilometern wurde die Höchstgeschwindigkeit auf 120 km/h limitiert.

2014 soll der Elektroroller in den Handel kommen. Dabei nutzt er einen Teil des Akkus, der im Elektroauto BMW i3 zum Einsatz kommt, welches wiederum bereits 2013 auf den Markt kommen soll.

Mehr Reichweite mit intelligenten Navigationssystemen

30. Juli 2012 Juliane Keine Kommentare

Durch die Nutzung intelligenter Navigationssysteme könnte die Reichweite von Elektroautos um etwa 10 Prozent gesteigert werden, sagen Forscher der University of California Riverside. Die Forscher betonen, dass die kürzeste Strecke zum Ziel nicht immer dem geringsten Verbrauch entspricht. Das Verkehrsaufkommen, das Gewicht des Fahrzeuges, sowie die aktuelle Straßen- und Wetterlage hätten ebenfalls Einfluss auf die genutzte Energie. Auch bei Fahrzeugen mit Verbrennungsmotoren könnten durch intelligente Navigationssysteme Verbrauchseinsparungen erreicht werden: Die Forscher rechnen hier mit möglichen Effizienzsteigerungen von 5 bis 15 Prozent. Weitere Informationen dazu finden Sie hier.

Renault plant Batterieproduktion für eFahrzeuge

30. Juli 2012 Juliane Keine Kommentare

Um seine Position als europäischer Marktführer bei der Großserienfertigung von Elektrofahrzeugen auszubauen, plant der französische Autokonzern Renault eine gemeinsame Fertigung von Lithium-Ionen-Batterien mit dem koreanischen Spezialisten LG Chem. In der 2. Jahreshälfte 2013 wollen die Partner ein Abkommen über den Bau einer neuen Fertigungsstätte in Frankreich unterzeichnen. Das Werk soll 2015 die Produktion aufnehmen und den gesamten europäischen Markt mit Batterien für Elektrofahrzeuge beliefern. Darüber hinaus planen die Partner ab 2017 die Serienproduktion der nächsten Batteriegeneration, die sich durch längere Lebensdauer und schnellere Ladezyklen auszeichnet. Renault entwickelt die zukünftigen Batterien im Rahmen eines Projektes mit LG Chem und dem staatlichen, französischen Kommissariat für Kernenergie und alternative Energien.

Swiss Electric Mobility Award

29. Juli 2012 Juliane Keine Kommentare

Das Schweizer Forum Elektromobilität sowie die BRUSA Elektronik AG schreiben erstmals den Förderpreis “Swiss Electric Mobility Award” aus, der künftig jedes Jahr anlässlich des Kongresses des Schweizer Forum Elektromobilität vergeben werden soll und dem Visionär Arno Mathoy gewidmet ist. Der Preis ist mit mehr als CHF 10 000.- dotiert und prämiert herausragende Projekte aus dem Bereich der Elektromobilität. Der Förderpreis soll Vordenkern und Pionieren die Möglichkeit bieten, ihre Ideen zu verwirklichen und dadurch die Entwicklung von nachhaltigen Mobilitätskonzepten voranzutreiben.

Neben dem Preisgeld erhalten die Gewinner eine IP-Beratung durch das Patentbüro Paul Rosenich, die Möglichkeit einer Projektvorstellung in der Zeitschrift touring des Schweizer Mobilitätsclubs TCS sowie die Gelegenheit, das Projekt im Folgejahr auf dem Kongress des Schweizer Forum Elektromobilität vorzustellen. Projektideen – auch aus Deutschland und Österreich – können ab sofort bis zum 14. Oktober 2012 eingereicht werden. Teilnahmebedingungen und weitere Informationen finden Sie hier.

Die mia on Tour

28. Juli 2012 Juliane Keine Kommentare

Der BEM-Mitgliedsunternehmen mia electric hat sich bei den Neuzulassungen von Elektroautos in Frankreich im Juni 2012 erstmals an die Spitze gesetzt. Auf das gesamte erste Halbjahr 2012 gesehen, belegt mia electric damit den dritten Platz hinter den Branchengrößen Bluecar von Bolloré und Nissan Leaf. Die positive Entwicklung in Frankreich wird begleitet durch einen guten Start in Deutschland, England, Norwegen und Italien. „Das ist ein sehr vielversprechender Anfang. Für die kommenden Monate zeichnet sich dank neuer Projekte, die derzeit entwickelt werden, eine weiterhin steigende Tendenz ab“, so Jean-Philippe Brun, Vertriebschef bei mia electric.

Derweil präsentiert sich die mia in fünf deutschen Großstädten im Rahmen einer Roadshow. Nach München und Frankfurt stehen noch Düsseldorf (28. Juli), Hamburg (31. Juli/01. August) und Berlin (03./04. August) auf dem Programm. Vorbeischauen lohnt sich..!

Texanische Kleinstadt macht vor, wie es geht

27. Juli 2012 Juliane Keine Kommentare

Die kleine Gemeinde Mueller in der Nähe von Austin im US-Bundesstaat Texas ist bereits heute mit einem intelligenten Stromnetz ausgestattet und deckt ihren Bedarf an Strom vollständig aus Erneuerbaren Energien. Das Energie-Management der Häuser läuft über modernste Smart-Meter, die den Hausbewohner auf Wunsch alle 15 Minuten über den aktuellen Stand des Stromverbrauchs und der Stromerzeugung informieren. Alle Häuser in Mueller wurden ohne toxische Substanzen gebaut und sind nahezu vollständig recycelbar. Für vier Parkplätze wird mindestens ein Baum gepflanzt, um den Erhitzungseffekt zu senken. Zwanzig Prozent der Gesamtfläche von Mueller sind für Parks und Spielplätze reserviert, die mit Geräten aus recycelten Materialien bestückt sind.

Jetzt soll Mueller zur Teststadt für Elektroautos werden. In Zusammenarbeit mit der Regierung, Forschern und einigen NGOs will General Motors Informationen dazu sammeln, wie sich eine hohe Elektroauto-Dichte auf das Stromnetz auswirkt. 60 der insgesamt 600 Haushalte wurden vor diesem Hintergrund mit Chevrolet Volts ausgestattet. Die Einwohner konnten die Fahrzeuge entweder mit einem Rabatt von 15.000 US-Dollar kaufen oder aber mit einem Rabatt von 3.000 US-Dollar leasen. Wir sind auf die Ergebnisse gespannt..!

Nobelpreisträger sieht Zukunft in eMobilität

27. Juli 2012 Juliane Keine Kommentare

Biosprit? Ineffizient und klimaschädlich. Nobelpreisträger Hartmut Michel, der Photosynthese-Experte im Land, spricht sich im Interview mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung bei der Frage, wie er sich die Mobilität der Zukunft vorstelle, eindeutig für Elektromobilität aus.

“Der Individualverkehr wird auf Elektroautos beruhen. Die umgewandelte Energie des Sonnenlichts wird in elektrischen Batterien gespeichert, welche Elektromotoren antreiben. Die Effizienz eines solchen Systems ist etwa 600-mal höher als beim Antrieb mit Biokraftstoffen und Verbrennungsmotor. Das liegt auch daran, dass der Elektromotor 80 Prozent der Energie aus der Batterie für den Antrieb verwendet. Außerdem ist der Elektromotor viel leichter, was auch Energie spart. Wenn jetzt noch die Speicherdichte in Batterien um einen Faktor zehn verbessert werden kann, haben Sie die gleiche Reichweite wie mit einem Benzinauto”, so Michel.

Das vollständige Interview finden Sie hier.