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Archiv für September, 2014

Toyota startet eCarsharing in Grenoble

30. September 2014 Juliane Keine Kommentare

Elektroautos und öffentliche Verkehrsmittel formen in der französischen Stadt Grenoble künftig ein nachhaltiges Netz individueller und öffentlicher Mobilitätslösungen. Fünf Partner – neben Toyota und der Stadt Grenoble sind dies die Metropolregion Grenoble-Alpes, das Energieunternehmen EDF und dessen Tochter Sodetrel – haben diese Vision in die Tat umgesetzt und den Carsharing-Service „Cité lib by Ha:mo“ initiiert. Die 70 Elektroautos können für Kurz-Trips einschließlich einfacher Fahrten ohne Rückfahrt genutzt werden, die Fahrzeuge müssen nicht zum Ausgangspunkt der Reise zurückgebracht werden. Fahrzeuge und Ladestationen sind nahtlos in das IT-System des öffentlichen Nahverkehrs von Grenoble eingebunden und lassen sich damit problemlos in die Routenplanung miteinbeziehen sowie online oder per Smartphone-App reservieren.

Die Fahrzeugflotte besteht aus 35 Toyota i-ROAD – einem agilen dreirädrigen Fahrzeug, das die Wendigkeit eines Rollers mit dem Komfort eines geschlossenen Pkw verbindet – und 35 vierrädrigen Elektroautos des Typs COMS. Die Autos werden auf speziell ausgewiesenen Flächen abgestellt, eine Parkplatzsuche entfällt. Die äußerst kompakten Abmessungen der Fahrzeuge erleichtert zudem das Planen und Bauen weiterer Parkplätze und Ladestationen. Toyota steuert nicht nur die Elektrofahrzeuge bei, sondern ist auch für das Carsharing-Managementsystem Ha:mo verantwortlich, das bereits in Toyota City eingeführt wurde. „Dieses Projekt konnte verwirklicht werden, weil alle Beteiligten dabei mithelfen wollten, die urbane Mobilität der Zukunft zu entwickeln“, sagte Takeshi Uchiyamada, Chairman der Toyota Motor Corporation. „Wir freuen uns darauf, gemeinsam mit den Menschen in Grenoble an der Lösung städtischer Verkehrsprobleme zu arbeiten.“

Zweites Leben für BMW i3-Akkus

29. September 2014 Juliane Keine Kommentare

Nach einem erfolgreich beendeten sechsmonatigen Probebetrieb hat Frank Horch, Senator für Wirtschaft, Verkehr und Innovation, Mitte September 2014 in der HafenCity zwei von Vattenfall und der BMW Group entwickelte Anwendungen mit “Second Life”-Batterien in den Regelbetrieb übergeben. Die beiden Unternehmen haben im Rahmen des Förderprojektes “Hamburg – Wirtschaft am Strom” gemeinsam eine Möglichkeit entwickelt, Batterien weiter sinnvoll zu nutzen, die zuvor in BMW i-Elektrofahrzeugen verwendet wurden. Die Batterien, die nach dem Fahrzeugleben in der Regel noch über eine hohe Kapazität verfügen, wurden zu stationären Speichersystemen zusammengeschlossen. Nun werden sie als flexible Speicher für Erneuerbare Energien und zur Sicherung der Stabilität des Stromnetzes eingesetzt. Die Belastbarkeit und die Effizienz dieser Speicher werden an zwei Anwendungsfällen untersucht: als Leistungspuffer für Schnellladestationen sowie zur Speicherung von Solarstrom und zur Erhöhung des Eigenverbrauchs.

“Gebrauchte Batterien im realen Anwendungsfall zu erproben, ermöglicht in Zukunft die Brücke zwischen nachhaltiger Elektromobilität und der Energiewende in Deutschland zu bilden. Die Erkenntnisse aus den Projekten können auf viele weitere Anwendungen übertragen werden und so zusätzliche Möglichkeiten an der Schnittstelle von eMobilität und der Nutzung regenerativer Energien schaffen”, sagt Dr. Julian Weber, Leiter Innovationsprojekte Elektromobilität bei der BMW Group. Und Pieter Wasmuth, Vattenfall Generalbevollmächtigter für Hamburg und Norddeutschland, ergänzt: “Unser erklärtes Ziel ist es, diese Batteriespeicher in das Energiesystem zu integrieren und einer Vielzahl solcher kleinen, lokalen Anlagen über den Stromhandel einen Marktzugang zu verschaffen. Dafür wird jetzt zum Beispiel versucht, die Batterien entsprechend den Anforderungen des Stromnetzes zu laden und zu entladen. Am Ende sollen sie unter anderem dem Strommarkt als Primärregelenergie zur Verfügung stehen.”

Elektrobus knackt die 200-Kilometer-Marke

28. September 2014 Juliane Keine Kommentare

Die Firma Bozankaya GmbH aus Salzgitter zeigt, was im Bereich elektrischer Busse aktuelle möglich ist: Ihr Elektrobus “TCV Sileo” schafft mit vollgeladenen Akkumulatoren eine Reichweite von mehr als 200 Kilometern. Ein für die meisten Städte durchaus alltagstauglicher Wert. Bei dem 10,7 Meter langen Sileo handelt es sich um eine türkisch-deutsche Koproduktion. Das Chassis wird vom Bozankaya-Tochterunternehmen TVC in der Türkei gefertigt. Der Elektroantrieb wird im deutschen Werk in Salzgitter nachgerüstet. Als Antrieb kommt die in Fachkreisen bekannte Elektro-Portalachse AVE 130 von ZF Friedrichshafen zum Einsatz. Diese wird von zwei wassergekühlten radnahen Asynchron-Elektromotoren gespeist. Von Außen ist der Sileo bis auf die fehlende Abgasanlage kaum von herkömmlichen Dieselbussen unterscheidbar. Die Hochvoltaggregate sowie die Lithium-Yttrium-Ionen-Akkus befinden sich auf dem Dach des Sileo. Der Motorraum ist für die benötigte Niedervolttechnik reserviert. Hier befinden sich Luftkompressor, Lenkhydraulik und Standheizung. Auch in Sachen Gewicht setzt der Sileo Maßstäbe. Mit 12 Tonnen Leergewicht ist er nahezu eine Tonne leichter als die meisten Busse vergleichbarer Größe. Weitere 400 Kilogramm sollen in den kommenden Evolutionsstufen eingespart werden. Das erhöht zusätzlich die Reichweite.

Zwar führte die Testfahrt im Rahmen des Praxisforum Elektromobilität lediglich über eine Distanz von 57,4 Kilometer durch den Saale-Holzland-Kreis, der vollbesetzte Sileo hatte danach allerdings noch eine verfügbare Restreichweite von 234,5 Kilometern. Möglich macht dies die sehr hohe Rekuperationsrate. Zirka 75 Prozent der abgerufenen kinetischen Energie wird in die Batterien zurückgespeist. Der Verbrauch liegt durchschnittlich bei 0,69 kWh. Das eigens von Bozankaya entwickelte Batterieladesystem SCL (Single-Cell-Loading) kommt hier zum Einsatz. Dabei wird jede der insgesamt 300 Lithium-Yttrium-Ionen-Zellen über das Batteriemanagementsystem überwacht und angesteuert. So wird sichergestellt, dass die Akku-Zellen nie zuviel Strom bekommen und somit auch nicht überhitzen können, eine Batteriekühlung ist damit am Sileo überflüssig. Die in Reihe geschalteten Akkumulatoren können insgesamt 270 kWh an Energie speichern, wovon 200 kWh nutzbar sind.

DRIVE-E startet in eine neue Runde

27. September 2014 Juliane Keine Kommentare

DRIVE-E, das gemeinsame Nachwuchsprogramm des Bundesministeriums für Bildung und Forschung und der Fraunhofer-Gesellschaft zum Thema Elektromobilität, findet vom 08. bis 13. März 2015 in Erlangen und der Metropolregion Nürnberg statt. Hochschulpartner 2015 ist die Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg. Für die Teilnahme an der DRIVE-E-Akademie können sich Studenten aller deutschen Hochschulen und Universitäten ab dem dritten Semester bewerben, deren Studiengang einen technischen oder wirtschaftlichen Bezug zur Elektromobilität hat. Während der einwöchigen Veranstaltung wird den 50 von einer Jury ausgewählten Teilnehmern ein abwechslungsreiches Programm zu allen Aspekten der Elektromobilität geboten: von Vorträgen und Diskussionen mit Experten aus Wissenschaft und Wirtschaft über Exkursionen zu namhaften Industriebetrieben bis hin zu Beiträgen von DRIVE-E-Alumni und der Möglichkeit zum intensiven Netzwerken. Die Teilnahme ist inklusive Unterbringung und Verpflegung kostenlos, nur An- und Abreise sind selbst zu tragen.

Unabhängig von der Akademie können sich Studierende und Absolventen auch für einen der DRIVE-E-Studienpreise 2015 bewerben. Hier werden Projekt-, Studien- und Abschlussarbeiten aus dem Bereich Elektromobilität mit neuartigen Forschungsansätzen und fundierten Analysen gesucht. Bis zu 6.000 Euro Preisgeld winken den Gewinnern. In der vorangegangenen DRIVE-E-Runde ließ sich die Jury unter anderem von einer Bachelorarbeit zur hochpräzisen Batterieüberwachung in automobilen Anwendungen sowie einer Masterarbeit zum Radnabenantrieb mit elektrisch erregter Synchronmaschine überzeugen. Alle Informationen rund um die Bewerbungsmöglichkeiten für den Award und die Akademie finden Sie hier.

Uni Stuttgart untersucht elektrisch betriebene Bürgerbusse

26. September 2014 Juliane Keine Kommentare

Im ländlichen Raum ist eine engmaschige Versorgung durch den Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) nicht flächendeckend rentabel, da die Wegstrecken kurz sind und in kleinen Gemeinden oft nur ein bis zwei Haltestellen bedient werden. Gerade in diesen Orten können Bürgerbusse, die mit bürgerschaftlichem Engagement beispielsweise durch einen Verein betrieben werden, das Angebot im ÖPNV partnerschaftlich ergänzen. Gleichzeitig bieten Bürgerbuslinien aufgrund der kurzen Wegstrecken zwischen 80-120 km/Tag ein optimales Einsatzszenario für die Elektromobilität.

Wissenschaftler des Betriebswirtschaftlichen Instituts und des Instituts für Eisenbahn- und Verkehrswesen der Universität Stuttgart untersuchen gemeinsam mit weiteren Partnern aus der Region, in wieweit durch bürgerschaftliches Engagement und den Einsatz der Elektromobilität der öffentliche Nahverkehr auf dem Land verbessert werden kann. Der Startschuss für das auf zwei Jahre angelegte Projekt „e-Bürgerbus“ ist am 22. September 2014 gefallen. Weitere Informationen rund um das Forschungsprojekt finden Sie hier.

Mercedes plant Plug-In-Offensive

25. September 2014 Juliane Keine Kommentare

Offenbar will Mercedes künftig ihr Plug-In Hybrid-Angebot ausbauen. Der Entwicklungsvorstand verfolgt anscheinend ein klares Ziel. “Wir beginnen jetzt mit dem S 500 Plug-In und bringen bis zum Jahr 2017 zehn Modelle”, sagte Entwicklungsvorstand Thomas Weber der Branchen- und Wirtschaftszeitung Automobilwoche. Dazu zählten im ersten Schritt die C- und E-Klasse und dann die großen Geländewagen. Auch Coupés und Cabrios seien für den Akku-Antrieb vorbereitet. “Wir rechnen bis zum Ende der Dekade mit sechsstelligen Stückzahlen”, sagte Weber der Zeitung. Dann werde der Plug-In genauso selbstverständlich sein wie ein Diesel oder ein Benziner. Den vollständigen Artikel dazu können Sie hier nachlesen.

Auszeichnung für Elektrofahrzeug-Verkäufe

24. September 2014 Juliane Keine Kommentare

Zwei deutsche Renault Partner gehören zu den 29 besten Händlerbetrieben für Renault Z.E.-Elektrofahrzeuge weltweit. Die RRG Niederlassung Hamburg und das Autohaus Vorndran in Bad Neustadt an der Saale wurden von Carlos Ghosn, Präsident und Chief Executive Officer des BEM-Mitgliedsunternehmens Renault, sowie Jérôme Stoll, Chief Performance Officer, für ihre hervorragenden Verkaufszahlen bei den rein elektrischen Z.E.-Modellen mit dem Z.E. Award ausgezeichnet. Die deutschen Renault Partner nahmen gemeinsam mit den weiteren Preisträgern die Auszeichnung zum besten Z.E.-Händler­betrieb im Atelier Renault auf den Pariser Champs Elysées entgegen. Neben den exzellenten Absatzzahlen im Zeitraum Juni 2013 bis Juni 2014 würdigte Renault mit dem Z.E. Award auch das Engagement der Händlerbetriebe als Botschafter für die Elektro­mobilität.

So stellt RRG Hamburg unter anderem Elektro­fahrzeuge für das Projekt „Hamburg – Wirtschaft am Strom“ und liefert Z.E.-Modelle an die Hamburger Hafen und Logistik AG, die Deutsche Telekom sowie die Stadt Hamburg. Das Autohaus Vorndran hat sich den Ruf eines Expertenbetriebs für Elektrofahrzeuge erworben. Der Betrieb aus der unter­fränkischen Kleinstadt Bad Neustadt an der Saale verkauft Z.E.-Modelle in ganz Deutschland. Darüber hinaus arbeitet das Auto­haus eng mit dem BEM-Mitgliedsunternehmen Mennekes zusammen, die als Z.E. Ready-Partner Ladestationen für die Standard- oder Schnell­ladung der Renault Z.E.-Elektro­fahrzeuge liefert.

eFahrzeuge im Flotteneinsatz

23. September 2014 Juliane Keine Kommentare

Elektroautos sind in der Anschaffung teurer als vergleichbare konventionelle Fahrzeuge, haben aber danach bei den Kosten pro Kilometer deutliche Vorteile. Was also liegt näher als Elektroautos gemeinsam zu nutzen? Natürlich am besten durch mehrere Unternehmen, die sich eine Elektrofahrzeugflotte teilen. Doch dafür fehlten bislang geeignete Systeme und IT-Lösungen. Das vom Bundeswirtschaftsministerium geförderte Projekt Shared E-Fleet schließt diese Lücke. Das Projekt zeigt, wie Elektromobilität sinnvoll im Unternehmenskontext eingesetzt werden kann. Die Cloud-basierte IKT-Lösung steigert den Auslastungsgrad der Fahrzeuge und damit die Wirtschaftlichkeit im Betrieb.

In Modellversuchen an vier Standorten in Deutschland sollen die IKT-Lösungen eingesetzt werden. In München sollen künftig rund ein Dutzend Unternehmen den Einsatz einer gemeinsamen Elektroflotte aus BMW i3-Fahrzeugen erproben. Weitere Informationen rund um das Projekt finden Sie hier.

AKASOL präsentiert Weltneuheit

22. September 2014 Juliane Keine Kommentare

Vom 25. September bis 02. Oktober 2014 präsentiert das BEM-Mitgliedsunternehmen AKASOL eine Weltneuheit auf der IAA Nutzfahrzeuge in Hannover. Mit dem AKAMODULE HHP (Hybrid High Power) und AKASYSTEM HHP setzt AKASOL einen Meilenstein für Lithium-Ionen-Batteriesysteme speziell für Hochleistungs- und Hybrid-Anwendungen. Das hochfunktionale Modul überzeugt mit seiner sehr hohen Lebensdauer von bis zu 7.000 Vollzyklen (100% DoD, 25°C), einer maximalen Leistung von 2.600 W/kg und einer Dauerleistung von 10C RMS. Weitere Informationen dazu finden Sie hier oder in Hannover auf der IAA Nutzfahrzeuge in Halle 13 auf Stand G15.

Neues Webportal informiert ausführlich über die Fahrradbranche

20. September 2014 Juliane Keine Kommentare

Das neue Webportal www.fahrradwirtschaft.de informiert ausführlich über Zahlen, Daten und Fakten aus der Fahrradwirtschaft. Es ist eingebunden in den Webauftritt des Branchenkongresses vivavelo, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, Politik, Fahrradwirtschaft und Medien zusammenzubringen und auf diesem Weg für bessere Bedingungen für den alltäglichen Radverkehr einzutreten. „Das politische Gewicht der Fahrradbranche wird sich nur dann nachhaltig erhöhen, wenn die ökonomische Bedeutung der Branche stärker ins gesellschaftliche und politische Bewusstsein dringt“, so Initiator Albert Herresthal vom Verbund Service und Fahrrad (VSF e.V.). „Bisher wird die Fahrradbranche in dieser Hinsicht jedoch vielfach völlig zu Unrecht noch als ‚Leichtgewicht’ gesehen.“

Das neue Portal soll durch eine transparente Aufbereitung der Informationen aus der Fahrradwirtschaft dazu beitragen, die Fahrradbranche in der Öffentlichkeit anschaulich zu präsentieren. Die Zielgruppen des Portals sind in erster Linie Politik, Medien, Hochschulen und die interessierte Öffentlichkeit. Die Webseite informiert über die ökonomische Bedeutung der Branche und listet alle relevanten, die Fahrradbranche berührenden Verbände auf. Es benennt die Hersteller mit Produktion in Deutschland, gibt einen Überblick zu den politischen Akteuren der Radverkehrsentwicklung, listet einflussreiche Medien innerhalb und außerhalb der Branche auf und benennt die wichtigsten Messen und Kongresse. Außerdem finden sich hier Hinweise zu interessanten Umfragen und Forschungsergebnissen, sowie eine Reihe von „Standpunkten“ zu aktuellen Themen der Fahrradwelt.