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eMobility à la Austria: Austrian Mobile Power

austin-powersDie österreichische CleanTech-Branche hat zeitnah u.a. auf die Erhöhung der öffentlichen Fördersummen für konventionelle und alternative Technologien im Automotivbereich um 50 Prozent reagiert und eine “überregionale Initiative für Elektromobilität” gegründet. Der Verbund startete gemeinsam mit Siemens Österreich, Magna, KTM, AVL und dem AIT (Austrian Institute of Technology) eine Plattform namens Austrian Mobile Power. Ziel der Kooperation ist es, Österreich ins Zeitalter der Elektromobilität zu führen. Dies soll in mehreren konkreten Schritten umgesetzt werden. Bis Jahresende sind der Abschluss verbindlicher Verträge sowie die Vorbereitung der Pilotphase vorgesehen. Diese beginnt 2010 mit einer Testflotte von 100 Elektrofahrzeugen in mindestens einem noch auszuwählenden städtischen Ballungsraum. In diesem sollen dann bis 2012 bis zu 1.000 E-Kfz unterwegs sein. Parallel dazu soll Schritt für Schritt die zugehörige Infrastruktur eingerichtet werden, vor allem die Stromtankstellen und Abrechnungssysteme, etwa via Mobilfunk.

Spätestens ab 2013 soll die “Rollout-Phase” starten, in welcher zunächst bis zu 10.000 Fahrzeuge in der Modellregion angestrebt werden. Dann ist eine sukzessive Steigerung auf 100.000 E-Fahrzeuge bis 2020 vorgesehen. Die von “Austrian Mobile Power” angestrebten 100.000 E-Autos benötigen jährlich 200 Mio. kWh Strom. Diese Menge wird allein der Verbund zusätzlich aus heimischer erneuerbarer Energie gewinnen, und zwar durch neue Wasserkraftwerke bzw. Erweiterung oder Erneuerung von bestehenden Anlagen. Bis 2015 errichtet bzw. plant der Verbund neue Wasserkraftwerke in Österreich, mit denen jährlich zusätzlich fast 900 Mio. kWh Strom erzeugbar sind. Dazu kommen 100 Mio. kWh, die der Verbund zusätzlich in den kommenden Jahren aus heimischer Windkraft gewinnen will. Somit könnte allein der Verbund im Jahr 2015 eine Mehrerzeugung an Strom aus heimischen erneuerbaren Energiequellen von 1 Mrd. kWh anbieten – damit können 500.000 Elektro-Autos in Österreich betrieben werden. Einer groben Kalkulation zufolge belaufen sich die Investitionskosten auf 5 Mrd. Euro; davon entfallen allein 4 Mrd. auf die Fahrzeuge, 200 Mio. auf Infrastruktur, 400 Mio. auf die Stromerzeugung sowie je 50 Mio. auf die erwähnten Entwicklungskosten und die Betriebskosten der Infrastruktur.

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