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Diskussion um diskriminierungsfreie Ladeinfrastruktur

Thomas Hausch, Geschäftsführer des BEM-Mitgliedsunternehmens Nissan Center Europe empörte sich am Mittwoch vor der Presse in Köln über das Förderprojekt für Schnellladestationen entlang der A9. “Es ist ein Skandal, dass ein mit den Steuern der Bundesbürger bezahltes Projekt, die Besitzer der überwiegenden Mehrzahl der derzeit in Deutschland zugelassenen Elektrofahrzeuge ausschließt.” Die acht neuen Schnellladestationen unterstützen ausschließlich den “Combined Charging Standard” (CCS). Damit kann etwa der Nissan Leaf dort nicht aufgeladen werden, denn er braucht den CHAdeMO-Standard, um schnellgeladen werden zu können.

Rund zwei Drittel der meist von Importeuren verkauften derzeit auf deutschen Straßen befindlichen zirka 4.000 Elektrofahrzeuge benötigen laut VDIK-Angaben den “CHAdeMO”-Standard. Lediglich sieben Prozent seien derzeit mit dem europäischen CCS-Standard ausgerüstet. Andere Staaten, bei denen die Verbreitung von Elektrofahrzeugen deutlich weiter fortgeschritten ist, beispielsweise Norwegen und die Niederlande, empfehlen in Puncto Schnellladestruktur die sogenannten Multicharger, die alle schnellladefähigen Elektrofahrzeuge bedienen können.

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