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Zweites Leben für BMW i3-Akkus

Nach einem erfolgreich beendeten sechsmonatigen Probebetrieb hat Frank Horch, Senator für Wirtschaft, Verkehr und Innovation, Mitte September 2014 in der HafenCity zwei von Vattenfall und der BMW Group entwickelte Anwendungen mit “Second Life”-Batterien in den Regelbetrieb übergeben. Die beiden Unternehmen haben im Rahmen des Förderprojektes “Hamburg – Wirtschaft am Strom” gemeinsam eine Möglichkeit entwickelt, Batterien weiter sinnvoll zu nutzen, die zuvor in BMW i-Elektrofahrzeugen verwendet wurden. Die Batterien, die nach dem Fahrzeugleben in der Regel noch über eine hohe Kapazität verfügen, wurden zu stationären Speichersystemen zusammengeschlossen. Nun werden sie als flexible Speicher für Erneuerbare Energien und zur Sicherung der Stabilität des Stromnetzes eingesetzt. Die Belastbarkeit und die Effizienz dieser Speicher werden an zwei Anwendungsfällen untersucht: als Leistungspuffer für Schnellladestationen sowie zur Speicherung von Solarstrom und zur Erhöhung des Eigenverbrauchs.

“Gebrauchte Batterien im realen Anwendungsfall zu erproben, ermöglicht in Zukunft die Brücke zwischen nachhaltiger Elektromobilität und der Energiewende in Deutschland zu bilden. Die Erkenntnisse aus den Projekten können auf viele weitere Anwendungen übertragen werden und so zusätzliche Möglichkeiten an der Schnittstelle von eMobilität und der Nutzung regenerativer Energien schaffen”, sagt Dr. Julian Weber, Leiter Innovationsprojekte Elektromobilität bei der BMW Group. Und Pieter Wasmuth, Vattenfall Generalbevollmächtigter für Hamburg und Norddeutschland, ergänzt: “Unser erklärtes Ziel ist es, diese Batteriespeicher in das Energiesystem zu integrieren und einer Vielzahl solcher kleinen, lokalen Anlagen über den Stromhandel einen Marktzugang zu verschaffen. Dafür wird jetzt zum Beispiel versucht, die Batterien entsprechend den Anforderungen des Stromnetzes zu laden und zu entladen. Am Ende sollen sie unter anderem dem Strommarkt als Primärregelenergie zur Verfügung stehen.”

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