Home > news > Berliner Modell wird Realität

Berliner Modell wird Realität

Der Staatssekretär für Verkehr und Umwelt Christian Gaebler hat am 22. April 2015 die erste Ladesäule nach dem neuen „Berliner Modell“ in Betrieb genommen. „In Berlin ist es uns gelungen, die Informationsangebote zu vereinheitlichen und die Unterschiede bei der Anmeldung an den Ladesäulen zu beseitigen. Erstmals in Deutschland wird eine Ladeinfrastruktur mit einfach zu bedienender Benutzeroberfläche realisiert“, so der Staatssekretär. Das „Berliner Modell“ sieht eine einheitliche Ladekarte für Fahrzeuge für den Zugang zu allen Lademöglichkeiten im öffentlichen Raum vor – unabhängig vom Betreiber der Ladeinfrastruktur. Die Ladesäulen erhalten ein einheitliches Design, die Anmeldung an den Ladesäulen und ihre Nutzung werden einheitlich. Eine Informationsplattform bei der Verkehrsinformationszentrale Berlin bündelt anbieterneutral alle Standort- und Technikinformationen der Ladesäulen und bietet Echtzeit-Informationen über deren Verfügbarkeit. Als anbieterunabhängige Authentifizierungsplattform übermittelt sie zugleich die Zugangsberechtigungen aller Kunden an alle Ladesäulen und erfüllt damit die Forderung des Datenschutzes nach Datensparsamkeit. Bis September 2016 werden 400 Wechselstrom-Lademöglichkeiten im öffentlichen Raum errichtet, die dem Berliner Modell entsprechen. Deren Standorte sind vom Land Berlin vorgegeben. Anfang 2016 schließt eine weitere Ausbauphase bis zum Jahr 2020 an. Die Anzahl der Lademöglichkeiten und die eingesetzte Technik hängen dann vom nachgewiesenen Bedarf ab.

Die Ladesäulen werden von dem BEM-Mitgliedsunternehmen Allego, einem Tochterunternehmen der holländischen Alliander-Gruppe betrieben, das BEM-Mitgliedsunternehmen The New Motion Deutschland ist verantwortlich für die Abrechnung und bietet als Mobilitätsanbieter eine Ladekarte an. Geliefert werden die Ladesäulen von einem weiteren BEM-Mitgliedsunternehmen: EBG compleo zeichnet sich für die Hardware verantwortlich. Das Bieterkonsortium hatte am 9. Januar 2015 nach einem rund zweieinhalbjährigen wettbewerblichen Vergabeverfahren den Zuschlag für die Erweiterung und den Betrieb von Ladeinfrastruktur erhalten.

  1. Bisher keine Kommentare
  1. Bisher keine Trackbacks