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Sportlich – Renault/Nissan eCar-Projekt startet

Trotz Wirtschaftskrise treibt der französisch-japanische Autohersteller Renault/Nissan sein Elektroautoprojekt „in vollem Umfang“ voran. Auf der 2. EUROFORUM-Konferenz “Elektromobilität” sprach Dr. Carsten Reimann von der Renault/Nissan AG von einem momentan geführten Wettlauf in der Autoindustrie um die industrielle Fertigung der Fahrzeuge.

 Nissan Studie Pivo 2: Die Antriebstechnik soll bald auf den Markt kommen  Quelle: Nissan

Nissan Studie Pivo 2: Die Antriebstechnik soll bald auf den Markt kommen Quelle: Nissan

Sein Unternehmen werde bereits Anfang 2010 die industrielle Fertigung von Elektroautos in Japan aufnehmen, so Reimann weiter. Das Ziel der Reduzierung von Die Sicht der Endkunden auf die Elektromobilität sei entscheidend, betonte Carolin Reichert (RWE AG) auf der 2. EUROFORUM-Konferenz „Elektromobilität“ in Köln. Während die Autoindustrie das Thema positiv bewerte und die Energiewirtschaft keine Probleme bei der Stromversorgung erkenne, zeigen Marktforschungen von RWE jedoch, dass der Endkunde noch nicht begeistert und wenig informiert sei. Bei den heute verfügbaren Reichweiten zwischen 200 und 250 Kilometern könnte bereits von einem massenfertigen Produkt ausgegangen werden, da 90% aller Fahrten nur Kurzfahrten seien. In der Frage der Infrastruktur seien die Versorger gefragt und das Problem der Ladezeiten sei gemeinsam mit den Batterieherstellern zu lösen. Bei Stadtfahrten sei die CO2-Bilanz schon heute besser als bei Verbrennungsmotoren. Eine der größten Herausforderungen für die Versorger stelle die Einbindung der erneuerbaren Energien dar, um die Emissionsbilanz noch weiter zu verbessern. Der Markterfolg hänge entscheidend vom Fahrspaß und von der Alltagtauglichkeit ab und darum sei der Aufbau einer komfortablen, sicheren und flächendeckenden Ladeinfrastruktur wichtig. Der Kunde erwarte die öffentliche Ladestationen und eine attraktive Preisgestaltung. Die Umstellung auf eine CO2-basierte Kfz-Steuer werde laut Reichert nicht reichen, um die Elektromobilität beim Kunden durchzusetzen. Angesichts der hohen Anschaffungspreise müsste der Kunde stärker durch Kaufanreize animiert werden. Im Sinne der Alltagstauglichkeit forciere RWE auch das schnelle Laden von Elektro-Autos. “Laden” heißt heute noch nicht “Tanken” und es sei noch ein Zeitaufwand von bis zu sechs Stunden zu berücksichtigen. „Bei öffentlichen Ladestationen braucht man intelligente Stationen, damit die Abrechnung korrekt erfolgen kann“, sagte sie weiter. Reichert verwies auf den fehlenden Ordnungsrahmen für den Aufbau von öffentlichen Ladestationen und gab auch zu bedenken, dass die Infrastrukturkosten und der regulatorische Rahmen zurzeit noch gar nicht berücksichtigt wurden. Dennoch sei man überzeugt, dass das Nischenthema Elektromobilität zu einem Massengeschäft werden kann.
CO2-Emissionen verfolge sein Unternehmen dabei über die ganze Wertschöpfungskette hinweg und ein Schwerpunkt sei die Elektromobilität.
„Nissan sieht nicht nur auf Deutschland, sondern auf die globalen Trends“, sagte der Renault/Nissan-Manager weiter. „Der Wettlauf um das Elektroauto wird sich an den Batterien entscheiden“, so Reimann. Darum habe sein Unternehmen ein Joint Venture gegründet, um die Batterien selbst herzustellen. Die Reichweiten der entwickelten Lithium-Ionen-Batterien seien bereits gut und man sei optimistisch bereits noch in 2009 mit der Fertigung beginnen zu können. Zur Deckung der hohen Batteriekosten denke man über Leasing-Konzepte für die Batterien nach. „Wir gehen davon aus, dass man die Preise für die Autos im heutigen Rahmen halten muss“, sagte er. In Japan und den USA plane sein Unternehmen, bereits 2010 die ersten serienmäßigen Elektroautos über Flottenverkäufe anbieten zu können. Der Einstieg in das Europa-Geschäft sei erst für 2011 und 2012 geplant, je nachdem, wie sich das Marktumfeld bis dahin entwickelt habe.

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