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Next Generation Energy, Teil 1

barkawi_logoDer Jahreswechsel – gern ergriffene Gelegenheit für mal mehr, mal weniger sinnvolle Rückblicke. An den von Barkawi Management Consultants Anfang November im Grandhotel Schloss Bensberg veranstalteten Event “Next Generation Energy” denkt man gerne als besonders gelungenes Beispiel einer kleinen, überschaubaren Fachkonferenz zurück, die weniger auf Frontalunterrichtung als vielmehr auf Dialog setzte. Im Gegensatz zu vielen erstmals in das Thema einführenden Veranstaltungen hatte man bei diesem von den Veranstaltern erstmals erprobten Format den Eindruck, dass sich hier Fachleute aus den Bereichen Automotive Industry, EVU, Logistik, Medien, Kommunen/Stadtwerke und Verbände auf hohem Vorwissensniveau austauschten und vorhandene Lösungsansätze durchaus kontrovers diskutierten.

Dabei war durchaus hoch gezielt worden, schon was die Referentenliste anging. Craig Davis, Sales and Marketing Director Tesla Motors Europe, war dann doch verhindert gewesen. Doch die meisten Besucher konnten sich wohl mit den exzellenten anderen Vortragenden ebenso trösten wie mit der Möglichkeit, an Testfahrten mit dem Elektrosportwagen selbst teilzunehmen… Nach einer straffen Begrüßung und Einführung seitens Karim Barkawi, Geschäftsführer, stellte Rolf Schumann – Country Engagement Manager Germany von Better Place – sehr anschaulich und anekdotenhaft die Grund-Idee und -Crux des Ansatzes seines von Ex-SAP-Manager Shai Agassi gegründeten Unternehmens dar. “Wir sind nicht die Batterietausch-Firma”, räumte er mit einem häufigen Mißverständnis auf. Stattdessen verkaufe Better Place Mobilität. Elektroautos würden so erschwinglicher, da die Batterie nicht mehr Bestandteil der Autokalkulation sei und über einen Vertrag mit dem Endkunden von Better Place bereitgestellt werde. Diese Mobilität werde nach Kilometern abgerechnet und werde die Total Cost of Ownership (TCO) heutiger Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor keinesfalls übersteigen. Der Batterietausch sei in diesem Konzept nur die ultima ratio, falls für eine konkrete Strecke die Reichweite von heute ca. 150 km nicht ausreiche.

barkawi1Dr. Wolfgang Warnecke, Leiter weltweite Kraftstoffentwicklung Shell Group gab im Folgenden einen besonders interessanten Einblick in die vielfältigen Mobilitäts-Engagements eines Unternehmens, das von der Öffentlichkeit weitgehend als “Ölkonzern” wahrgenommen wird: Diese erstrecken sich von Biokraftstoffen (mit einem erwarteten kurzfristigen Marktanteil von 20-30%) über stets weitr als Treibstoff optimiertes Erdöl und verflüssigtes Gas sowie Wasserstoff (nicht vor 2020 als Individualantrieb) bis hin zur Elektromobilität. Warnecke lenkte die Aufmerksamkeit u.a. auf den Punkt, dass “nur” 23,5 Prozent der weltweiten CO2-Emissionen auf Verkehr/Transport zurückzuführen sind.

Über “Intelligente Netze” der Zukunft referierte nun Dr. Wolfram Münch, Bereichsleiter Forschung und Innovation EnBW Energie Baden-Württemberg GmbH und beleuchtete dabei die zentrale Rolle von intelligenten Stromzählern (”Smart Meter”) in einem Szenario, in dem Haushalte Verbraucher und Erzeuger sind.

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