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Wissmann fordert gemeinsame Anstrengung von Politik und Wirtschaft

Auf dem 12. Technischen Kongress des Verbandes der Automobilindustrie (VDA) in Ludwigsburg machte der Präsident des VDA, Matthias Wissman eines ganz deutlich: Deutschland braucht den Schulterschluss zwischen Politik und Wirtschaft, um Leitmarkt für eMobilität zu werden. “Der weltweite Wettlauf um die Elektromobilität hat begonnen. Wichtige Autoländer sehen in der Elektromobilität die strategische Chance, die Spitzenstellung der deutschen Automobilbranche bei Verbrennungsmotoren wettzumachen. Es kommt nun entscheidend darauf an, dass der Industrie- und Forschungsstandort Deutschland keinen Wettbewerbsnachteil erleidet. Es gilt durch schnelles, unbürokratisches Handeln das notwendige Know-how in Deutschland aufzubauen.” Deutschland habe die Chance, als Industrie- und Wissenschaftsstandort die Führung bei der Elektromobilität zu übernehmen. Bislang seien die Batteriekosten für den Volumenmarkt noch deutlich zu hoch. “Hier ist die Politik gefordert. Sie kann die Markteinführung von Elektroautos nicht allein dem Markt überlassen. Aber sie kann auch nicht im nationalen Alleingang den Königsweg suchen. Sonst geraten wir in einen Subventionswettlauf verschiedener Nationen, der letztlich der Industrie und dem Kunden nicht wirklich weiterhilft”, erklärte Wissmann. Die Branche brauche international vergleichbare Standards, eine leistungsfähige Infrastruktur und ein vergleichbares Wettbewerbsumfeld bei den Rahmenbedingungen, der Forschungsförderung und den Markteinführungsimpulsen. Wichtige erste Schritte im Bereich der Standardisierung seien bereits durch Kooperationen der Automobilindustrie, Energiewirtschaft und Elektroindustrie realisiert worden. “Die Politik ist gut beraten, der Industrie keine Steine in den Weg zu legen – und das Autofahren für den Bürger nicht weiter zu verteuern. Ihre Aufgabe sollte es daher sein, die enormen Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen der gesamten Automobilindustrie durch langfristig angelegte Anstrengungen bei Hochschulen und Forschungsinstituten zu begleiten, die Einführung der Elektromobilität durch ein gemeinsames Wettbewerbsumfeld in Europa zu flankieren, eine faire Besteuerung für Elektrofahrzeuge zu gewährleisten, und den Aufbau einer funktionstüchtigen flächendeckenden Infrastruktur zu unterstützen”, betonte Wissmann.

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