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“Diesel wird Auslaufmodell” – Ergebnisse d. Wissenschaftsforums Automotive

Mit rund 300 Teilnehmern gut besucht war das erste Wissenschaftsforum Automotive an der Universität Duisburg-Essen (UDE) am 1. Juli. Im
Mittelpunkt der Veranstaltung, zu der Spitzenmanager wie der BMW-Aufsichtsratsvorsitzende Prof. Milberg, der Magna-Technikchef Prof. Burkhard Göschel und die NRW-Wirtschaftsministerin Christa Thoben angereist waren, standen die Themen Innovation am Standort Deutschland und Elektromobilität. Auf den Punkt brachte es Joachim Milberg: “Deutschland kann nur als Innovationsstandort überleben.” Dazu brauche es die Wissenschaft, vor allem die Naturwissenschaften, neben der Industrie und Politik, um Innovationen im Markt umzusetzen. Um 0,5 % unterschreitet Deutschland seit Jahren das Ziel, 3 % des Sozialprodukts für Forschung und Entwicklung auszugeben. Das entspricht pro Jahr 11,2 Milliarden Euro oder 90.000 Menschen, die in der Forschung eingestellt und bezahlt werden könnten. Eine Gefahr für den Innovationsstandort Deutschland sei zudem, so Milberg, dass deutsche Hochschulen jährlich “nur” 42.000 Absolventen der Ingenieurwissenschaften hervorbringen.

Der österreichisch-kanadische Zulieferer Magna strebt gemeinsam mit einem Konsortium immer noch an, den Autobauer Opel zu übernehmen. Prof. Dr. Burkhard Göschel, Chief Technical Officer (CTO) der Magna International, skizzierte in seinem Vortrag die Rolle der Zulieferindustrie: “Die Bedeutung der Zulieferer wächst in Zukunft signifikant.” Dabei spiele die Elektromobilität eine wichtige Rolle, denn batteriegetriebene Elektrofahrzeuge erlauben weniger differenzierende Faktoren für die Autobauer. Göschel zeigte sich in der Diskussion davon überzeugt, dass die Kosten der Hybridsysteme um die Hälfte gesenkt werden können. Die Stickoxid-Abgasanforderungen an den Diesel, die SCR-Katalysatoren erforderlich machen, treiben den Preis für den Dieselantrieb nach oben. Kleine, aufgeladene Benzinmotoren und Hybrid lassen viele Fragezeichen hinter die Zukunft des Diesel machen, so Göschel.

Gemeinsam mit Ford und anderen Partnern bewirbt sich die UDE mit dem eigenen Modellprojekt “Simply e-Mobility” an dem Wettbewerb der Modellregion NRW. Dabei spielt die Verkehrsprognose, so Stauforscher Prof. Michael Schreckenberg, zur Abbildung und Entwicklung der richtigen Verkehrsinfrastruktur eine Schlüsselrolle.
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