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TÜV SÜD schickt alle marktreifen eAutos in den Praxis-Test

Die Elektromobilität tritt bei TÜV SÜD zur Reifeprüfung an. Ein Jahr lang wird die Alltagstauglichkeit aller auf dem Markt zur Verfügung stehenden Elektrofahrzeuge von den TÜV SÜD-Experten getestet. Im Fokus: der Aktionsradius. Zum Auftakt ging es für acht Modelle gleich an die Grenzen: auf einer knapp 50 Kilometer langen Tour durchs Voralpenland bei minus dreizehn Grad. Erste Bilanz: Alle haben das Ziel erreicht. Die Testreihe führt TÜV SÜD in Kooperation mit der Firma Next Generation Mobility (NGM) durch – beide Mitglied im Bundesverband eMobilität. Ziel: Die Ermittlung realitätsnaher Reichweiten von eFahrzeugen durch TÜV SÜD für die NGM-Fuhrpark-Software. Unter den Teilnehmern auch BEM-Präsident Kurt Sigl, der die Strecke auf einem Elmoto absolvierte und BEM-Finanzvorstand Michael Hofmann in einem Stromos. Um möglichst gleiche Startbedingungen zu schaffen, mussten alle Fahrzeuge zwei Stunden lang zum Cool-Down in die Kälte, bevor es auf die Strecke ging – Profil: Autobahn, Landstraße und Stadtverkehr im Mix. Die Aufgabe für die Piloten: normale Fahrweise bei angenehmen Innentemperaturen. Im Fokus der Experten: Außentemperatur, Batterietemperatur und die Verbräuche.

Die TÜV SÜD-Experten testen in den kommenden Monaten nacheinander alle 2012 am Markt erhältlichen Elektroautos. Auf dem Programm stehen zudem Praxistests einzelner Flotten mit Messparametern wie Ladekurven, Fahrverhalten, Fahrprofilen und Temperatur, um flottenspezifisch Fahrzeuge mit dem geringsten Verbrauch zu ermitteln. „Per Knopfdruck passende Fahrzeuge vorzuschlagen, die Abschätzung der Reichweiten zu automatisieren ohne die Nutzer dabei zu verunsichern und somit den CO2-Ausstoß von Flotten durch die Integration von Elektrofahrzeugen zu minimieren – das ist unser Ziel“, so Projektleiter Volker Blandow von TÜV SÜD.