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Ein Glücksfall für die DEKRA Prüfer

Ein 15 Jahre altes Elektroauto mit über 90.000 Kilometern auf dem Buckel – solchen „Besuch“ bekommt DEKRA Prüfingenieur Friedemann Braus nicht jeden Tag. Der Citroën Saxo, Baujahr 1997, mit dem Heiko Weidling aus Reutlingen in der Prüfhalle der DEKRA Hauptverwaltung in Stuttgart-Vaihingen vorfuhr, ist ein echter Glücksfall für den Prüfer. „Ein solches Fahrzeug ist für unser Forschungsprojekt Gold wert“, sagt Braus, der im DEKRA Competence Center Elektromobilität arbeitet. Insgesamt 5.000 Fahrzeuge sollen bis Januar 2013 geprüft werden. Ergebnis des Feldversuchs soll ein Vorschlag zur Weiterentwicklung des Prüfkatalogs für Fahrzeuge mit batterieelektrischem oder Hybridantrieb sein, insbesondere mit Blick auf die Hochvoltkomponenten.

Die beteiligten Fahrzeuge müssen mindestens zwei Jahre alt sein oder 25.000 Kilometer gelaufen sein. Nur dann, so Friedemann Braus, wird es bei der Hauptuntersuchung aussagekräftige Erkenntnisse zu besonderen Mängelschwerpunkten oder Verschleißproblemen geben. Heiko Weidling fährt den Elektro-Saxo seit vier Jahren und pendelt damit jeden Tag von seinem Wohnort Reutlingen zur Arbeitsstelle in Stuttgart und zurück. Das sind insgesamt 82 Kilometer pro Tag. Im Jahr ist er so rund 23.000 Kilometer mit dem Fahrzeug unterwegs. Die Original-Akkus hat er vor zwei Jahren ausgetauscht, ansonsten funktioniert die Technik aus den 90er Jahren nach wie vor einwandfrei. „Es gibt ja im Elektromotor auch keine Verschleißteile wie Zahnriemen, Zündkerzen oder ähnliches“, sagt Weidling und zieht ein durchweg positives Fazit seiner Erfahrungen mit elektrischer Mobilität: „Ich möchte nichts anderes fahren.“

Für das Forschungsprojekt sucht das BEM-Mitgliedsunternehmen DEKRA weitere Fahrer von Elektro- und Hybridfahrzeugen zur Teilnahme. Interessierte Halter werden gebeten, sich direkt mit dem DEKRA Competence Center Elektromobilität in Verbindung zu setzen (e-mobility@dekra.com).

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