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Artikel Tagged ‘ARCD’

Parkscheinautomaten als Ladesäulen

22. Mai 2010 Juliane Keine Kommentare

Nach Überzeugung des ARCD Auto- und Reiseclub Deutschland sind Innovationen gefragt, die über die bisherigen Vorstellungen von einem entsprechenden Ladenetz weit hinausgehen. Ob im Parkhaus, beim Einkaufen, vor dem Restaurant oder beim Kinobesuch – das Elektromobil tankt bei der Parkautomatenlösung “EnergieParken” Strom, während Fahrer oder Fahrerin anderweitig beschäftigt sind. “Die Idee ist, dass der Lenker eines Elektrofahrzeugs überall dort Energie tanken kann, wo er für das Parken ohnehin bezahlen muss”, sagt Uwe Hahner von Signalbau Huber, einem von sechs Unternehmen, die gemeinsam das Projekt entwickeln. Es folgt der Erkenntnis, dass Autos im urbanen Umfeld häufiger stehen als fahren. Das technische Grundprinzip funktioniert so: Ein “Parkautomaten-Master” steuert per Datenfernübertragung (DFÜ) mehrere andere Parkautomaten als Satelliten, die in Zweier-, Dreier- oder Vierergruppen aufgestellt werden. Am Master wird der Ladevorgang gesteuert und bezahlt, die Satelliten sind nur für den Ladevorgang mit Normsteckern zuständig. Der Fahrer muss nur die Ladezeit eingeben und das Ladekabel anschließen. Bezahlt wird wie an herkömmlichen Parkscheinautomaten.

Elektroauto: Zwischen “Kostenfalle” u. “Massenphänomen”

1. September 2009 klaus Keine Kommentare

dudenhofferLaut Autoexperte Prof. Dr. Ferdinand Dudenhöffer, Gründer des “Center of Automotive Research” (CAR) sowie Inhaber des Lehrstuhls für Allgemeine Betriebswirtschaftslehre und Automobilwirtschaft an der Fakultät Ingenieurswissenschaften der Universität Duisburg Essen wird der Elektromotor zur Antriebsart der Zukunft und ab dem Jahr 2015 das Elektroauto zum Massenphänomen. “Wir gehen davon aus, dass vom Jahr 2025 an alle Pkw, die in Europa verkauft werden, reine Elektro- oder Hybrid-Fahrzeuge sein werden”, prophezeit Dudenhöffer.

Der Auto- und Reiseclub Deutschland (ARCD) bezweifelt dies und verweist darauf, der Markterfolg von Elektrofahrzeugen hänge von deren Betriebskosten ab. Denn die Verbraucher würden die Tarife für den Ladestrom mit den gewohnten Benzin- und Dieselpreisen vergleichen. In einer Untersuchung stellte das Beratungsunternehmen Kreutzer Consulting fest, dass der neue RWE-Autostromtarif dreimal höhere Kosten für den E-Smart als die Nutzung eines vergleichbaren Dieselfahrzeugs verursache. Schuld daran sei vor allem die hohe monatliche Grundgebühr von 69 Euro, die der Stromkonzern verlangt. Bei einer monatlichen Fahrleistung von 800 km mit dem Smart electric drive würden nach dem RWE-Tarif 86,75 Euro Stromkosten anfallen, während der vergleichbare Smart mit Turbodieselmotor die gleiche Strecke für 29,20 zurücklegt. Die Autoren der Studie kritisieren nachvollziehbar, dass die Grundgebühr hier ein von der Fahrleistung unabhängiger Kostenfaktor sei.
via Elektroniknet