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Artikel Tagged ‘Batterieforschung’

Batterien für eAutos: Industrielle Produktion in Deutschland

18. Februar 2015 Juliane Keine Kommentare

Im industriellen Maßstab automobiltaugliche Lithium-Ionen-Batterien herzustellen – das könnte bald auch in Deutschland möglich sein. Ein großer Schritt in diese Richtung ist jetzt dem Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW) gelungen. Auf einer im Dezember fertig gestellten Forschungsproduktionslinie in Ulm hat das Institut als Erster hierzulande seriennah Lithium-Ionen-Zellen für Plug-in Hybridautos produziert. Die Kapazität der Zellen liegt bei 23 Amperestunden (Ah) und damit auf gleichem Niveau wie kommerzielle Zellen aus Asien. Künftig soll sich dieser Wert noch um Einiges erhöhen. Die Forschungsplattform am ZSW wurde von Bund und Land gefördert und steht Industrieunternehmen und Forschungspartnern zur Entwicklung fortschrittlicher Zell-Technologien offen.

„Das ist ein großer Erfolg, sowohl für die Forschung und Wirtschaft als auch für die Politik, die Deutschland zum Leitanbieter für die Elektromobilität entwickeln will“, sagt Prof. Werner Tillmetz, ZSW-Vorstand und Leiter des Geschäftsbereichs Elektrochemische Energietechnologien. „In unserem Land wettbewerbsfähige Batterien für Elektroautos zu produzieren, wird möglich.“ Die Zellen haben eine Lade-Endspannung von 4,1 Volt, ein Gewicht von 650 Gramm und entsprechen dem PHEV-1-Standard für Plug-in-Hybride. Eine Optimierung soll demnächst vorgenommen werden. „Das Ende der Fahnenstange ist noch nicht erreicht“, so Tillmetz weiter. „Durch verbesserte Prozesse können wir die Kapazität, Qualität und Ausbeute in den nächsten Monaten deutlich erhöhen.“

Fortschritte bei Lithium-Luft-Batterie

4. Dezember 2013 Juliane Keine Kommentare

Lithium-Luft-Batterien können potentiell zehn Mal mehr Energie als Lithium-Ionen-Batterien speichern und gelten daher als deren vielversprechende Nachfolger. Die „luftige Super-Batterie“ ist besonders für die Elektromobilität interessant, steckt aber teilweise noch in den Kinderschuhen, beispielsweise was die Leitfähigkeit der Elektroden betrifft. In Zusammenarbeit mit der schottischen St. Andrews University haben Batterieforscher der TU Graz mit dem Einsatz von Titancarbid die Leitfähigkeit und Effizient der Lithium-Luft-Batterie entscheidend verbessert. Die Arbeit wurde in der aktuellen Ausgabe des renommierten Fachjournals Nature Materials publiziert. Weitere Informationen rund um die neuen Forschungsergebnisse können Sie zusammengefasst auch hier nachlesen.

Batterieforschungsprojekt: Well2Battery2Wheel

2. Juli 2013 Juliane Keine Kommentare

Sicherheit und Zuverlässigkeit der kommenden Fahrzeuggeneration werden entscheidend dafür sein, ob sich Elektromobilität langfristig durchsetzen kann. Ohne ein zuverlässiges Batteriesystem hat ein Elektrofahrzeug auf Dauer keine Chance. Genau hier setzen die Forschungen der Materialwissenschaftler der Justus-Liebig-Universität Gießen (JLU) an. Gemeinsam mit Forscherteams des Fraunhofer-Instituts für Betriebsfestigkeit und Systemzuverlässigkeit (LBF, Darmstadt) und des Fraunhofer-Instituts für Windenergie und Energiesystemtechnik (IWES, Kassel) arbeiten sie jetzt im Projekt „Well2Battery2Wheel“ zusammen.

In unterschiedlichen Teilprojekten erforschen die Experten die Anforderungen an den Energiespeicher im Einsatz als Traktionsbatterie und mobiler Speicher sowie die sich daraus ergebenden Anforderungen an das Elektrofahrzeug. Das Projekt an den drei Standorten Gießen, Darmstadt und Kassel wird vom Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst (HMWK) mit rund 700.00 Euro gefördert; 150.000 Euro fließen nach Gießen. Das Projekt knüpft an das laufende Projekt „Well2Wheel“ an, das vom Bundesumweltministerium gefördert wird und sich mit der Integration von Elektrofahrzeugen als mobile Speicher in das Smart Grid beschäftigt. „Well2Wheel“ hat die Potenziale von Elektrofahrzeugen als mobile Speicher und als Fortbewegungsmittel im Fokus. Die Blickwinkel entsprechen denen des Energieversorgers und des Nutzers. Die Projektbeteiligten von„Well2Battery2Wheel“ erweitern den Blickwinkel und betrachten die Systeme Elektromobilität und Smart Grid aus Sicht des mobilen Energiespeichers. Weitere Informationen rund um die Forschungsaktivitäten finden Sie hier.

Neue Geschäftsfelder für KMU

30. September 2012 Juliane Keine Kommentare

Das MEET Batterieforschungszentrum richtet gemeinsam mit dem Kompetenzzentrum Batterie/Elektromobilität NRW am 15. November eine Veranstaltung für kleine und mittelständische Unternehmen aus. Unter dem Titel „Die Batterie als Schlüsseltechnologie der Zukunft. Neue Geschäftsfelder für KMU.“ soll interessierten Firmen ein Überblick über mögliche Anknüpfungspunkte auf dem Feld der elektrochemischen Energiespeicher geliefert werden.

Zielgruppe sind in erster Linie KMU aus NRW – die Veranstaltung ist aber natürlich offen für Interessenten aus ganz Deutschland. Weitere Informationen finden Sie hier.

Neue Energiespeicher für Elektrofahrzeuge

21. September 2012 Juliane Keine Kommentare

Neuartige Batterie-Technologien spielen für eine Neue Mobilität eine Schlüsselrolle. Um die Forschungsaktivitäten und den Technologietransfer auf diesem Gebiet zu fördern, hat das Bundesministerium für Bildung und Forschung das Programm „ExcellentBattery“ initiiert. Als erstes Vorhaben startete nun das Exzellenz-Zentrum für Batterie-Zellen an der TU München (ExZellTUM) mit dem Ziel, neue Energiespeichersysteme zu entwickeln. In den nächsten drei Jahren unterstützt das BMBF ExZellTUM mit 4,3 Millionen Euro.

An ExZellTUM sind neben der TUM die Fraunhofer-Gesellschaft, die BMW AG, die Manz Tübingen GmbH sowie die TÜV SÜD Battery Testing GmbH beteiligt. Die Verbundpartner verfolgen das Ziel, neuartige Energiespeicher entwickeln. In der ersten Projektphase arbeiten die Forscher daran, Lebensdauer und Sicherheit großformatiger Lithium-Ionen-Zellen zu optimieren. Sie untersuchen, wie sich Fertigungsprozesse verbessern und effizienter machen lassen. Diese Erkenntnisse sollen in der zweiten Projektphase auf Entwicklungen jenseits der Lithium-Ionen-Technologie übertragen werden. Die TUM bündelt in dem Vorhaben ihre fachübergreifenden Kompetenzen zur Entwicklung, Produktion und Prüfung von Energiespeicherzellen für die Elektromobilität. Der Schwerpunkt von ExZellTUM liegt auf dem Design neuartiger Materialsysteme, mit denen sich die Energiedichte der Zellen steigern lässt.

BASF setzt auf Batteriematerialien für Elektroautos

16. Juli 2012 Juliane Keine Kommentare

Der Chemiekonzern BASF will den Zukunftsmarkt Elektromobilität für sich erobern. Bis 2020 wollen die Ludwigshafener zu den drei führenden Batteriematerial- und Komponentenherstellern der Welt gehören. Noch ist das Geschäft bei BASF klein, doch die Batterietechnik-Sparte wird derzeit kräftig ausgebaut. Im Zeitraum 2011 bis 2016 will BASF einen mittleren dreistelligen Millionen-Euro-Betrag in der Batteriesparte investieren. So kaufte BASF im April von der Darmstädter Merck die bereits vermarkteten Elektrolyt-Produkte für Hochleistungsbatterien sowie das Forschungsportfolio. Auf Einkaufstour ging BASF aber auch in den USA. Dort akquirierte die Gesellschaft mit der Ovonic Battery Company im Februar den Weltmarktführer bei den auch in Elektroautos gebräuchlichen Nickel-Metallhydrid-Batterien. Mit dem Kauf von Novolyte Technologies im April erwarb BASF zudem einen globalen Hersteller von Elektrolytformulierungen für Lithium-Batterien mit Produktionsstandorten in den USA und China. Ebenfalls in diesem Jahr beteiligte sich BASF an der US-Gesellschaft Sion Power, dem Weltmarktführer bei der Entwicklung von Lithium-Schwefel-Batterien. Neben Zukäufen setzt der Konzern auch auf die eigene Stärke. In den USA baut BASF derzeit eine erste eigene Produktionsanlage für Kathodenmaterialien. Sie soll Ende des Jahres in Betrieb gehen.

Call for Papers: Symposium Kraftwerk Batterie

11. Dezember 2011 Juliane Keine Kommentare

Der Call for Papers zum Symposium „Kraftwerk Batterie – Lösungen für Automobil und Energieversorgung“ vom 06. bis 07. März 2012 in Münster ist eröffnet. Zum vierten Mal veranstaltet das Haus der Technik in Essen die internationale Fachtagung – diesmal in Kooperation mit dem Batterieforschungszentrum MEET der Universität Münster. Mit dem Call for Papers sind nun Fachleute eingeladen, bis zum 15. Oktober 2011 ihre aktuellen Ergebnisse aus Forschung, Entwicklung und Praxis in Vorträgen und Postern einzureichen.

Erwartet werden zu der zweitägigen Konferenz wieder Wissenschaftler, Entwickler und Ingenieure, die die gesamte Bandbreite der Batteriewelt repräsentieren – angefangen von den Materialien bis zu den Anwendern. So können sich die Teilnehmer aus erster Hand über aktuelle Aspekte der Batterieentwicklung und des Batterieeinsatzes informieren. Das Gesamtprogramm wird durch eine Fachausstellung und eine Personalbörse für Studenten abgerundet. Zusätzlich stehen Räume für individuelle Meetings zur Verfügung. Konferenzsprache ist Englisch. Die Plenarsitzungen werden deutsch und englisch simultan übersetzt.

Informationen zur Veranstaltung sowie zum Einreichen der wissenschaftlichen Beiträge finden Sie hier.

Projekt zur Erforschung nachhaltiger Energiespeichersysteme

19. April 2011 Juliane Keine Kommentare

Am Batterieforschungszentrum MEET der Westfälischen Wilhelms-Universität (WWU) Münster ist am 15. April der Startschuss für das internationale Forschungsprojekt “LABOHR” gefallen. Im Fokus steht die Entwicklung neuartiger Energiespeicher auf Basis der Lithium-Luft-Technologie. Ziel ist es, das System für automobile Anwendungen praxistauglich zu machen, erklärte Prof. Dr. Stefano Passerini vom MEET bei der Auftaktveranstaltung. Gleichzeitig soll die Umweltverträglichkeit der Lithium-Luft-Batterie gestärkt und somit zu einer nachhaltigen Elektromobilität beigetragen werden. Die Europäische Union fördert das Vorhaben mit rund drei Millionen Euro, wovon mehr als 560.000 Euro auf die WWU entfallen.

Der Vorteil der Lithium-Luft-Batterie gegenüber der Lithium-Ionen-Batterie ist, dass sie bei geringerer Größe mehr Energie speichern kann. Doch bislang stand dem Einsatz der Technologie vor allem eines im Weg: Die Lithium-Luft-Batterie konnte nicht wieder aufgeladen werden. Das Problem gilt es nun, im Rahmen des LABOHR-Projekts zu überwinden. Darüber hinaus sollen die Energieinhalte der Batterie weiter erhöht und somit eine größere Reichweite von Elektroautos möglich gemacht werden.

Aber auch die Umweltverträglichkeit des Systems spielt in dem Projekt eine entscheidende Rolle, betonte Projektkoordinator Passerini. Denn nachhaltige Energiespeichersysteme sind die Basis einer “grünen” Elektromobilität. So ist beispielsweise die Recyclingfähigkeit der Lithium-Luft-Batterie ein wichtiges Kriterium. Außerdem sollen weniger giftige Zellkomponenten verwendet und durch den Einsatz von nicht entflammbaren Elektrolyten die Sicherheit verbessert werden.