Die Technische Akademie Esslingen und Mobility 2.0 veranstalten in Kooperation mit e-mobil BW am 20. Juni 2012 das Symposium Elektromobilität. Mit Fokus auf Batteriesysteme, Brennstoffzellen und Infrastruktur erhalten die Fachbesucher einen Überblick über aktuelle politische und technische Entwicklungen. Nutzen Sie die Möglichkeit, sich über aktuelle Lösungen, Strategien und Geschäftsmodelle zu informieren und Ihr Netzwerk zu erweitern.
Weitere Informationen zur Veranstaltung finden Sie hier.
Das WBZU Praxis-Seminar: Elektromobilität bietet vom 13. bis 15. März 2012 die Möglichkeit, sich einen umfassenden und praxisnahen Überblick zu verschaffen. Neben den Grundlagen und einem Überblick über den Aufbau eines Elektrofahrzeuges stehen Themen wie Infrastruktur, elektrische Sicherheit, Steuer- und Regelsysteme sowie Batterien und Brennstoffzellen als Schlüsseltechnologien für Elektrofahrzeuge im Mittelpunkt des Seminars.
Elektrofahrzeuge vor Ort gibt es auch: die Stadwerke Ulm/Neu-Ulm zeigen ihren i-MiEV und car2go stellt den smart electric drive vor. Dipl.-Ing. Udo Werges wird von seinen 50.000 rein elektrisch gefahrenen Kilometern im Tesla Roadster berichten. Natürlich ist auch dieses Fahrzeug vor Ort.
Weitere Informationen und die Möglichkeit zur Anmeldung finden Sie hier.
General Motors (GM) und LG wollen künftig bei der Entwicklung von Fahrzeugen mit elektrischem Antrieb zusammenarbeiten. Beide Unternehmen intensivieren damit ihre Kooperation, wie der US-amerikanische Automobilhersteller mitteilt. Begonnen hatte die Zusammenarbeit mit LG als Batteriezellenlieferant für den Chevrolet Volt und den Opel Ampera. Künftig sollen Teams aus GM- und LG-Ingenieuren gemeinsam an der Entwicklung von Kernkomponenten, Fahrzeugstrukturen und -architekturen arbeiten. Die Kooperation soll es GM ermöglichen, mit dem Knowhow von LG bei Batterien und anderen Technologien die Typenvielfalt sowie die Produktionskapazitäten von Elektrofahrzeugen zu erweitern. LG wiederum baue durch das Übereinkommen sein Angebotsportfolio für den Automobilbau weiter aus.
So vielfältig die unterschiedlichen Anwendungsmöglichkeiten von Batterien zum Antrieb von eFahrzeugen sind, so vielfältig werden auch die Entwicklungen auf dem Gebiet der verwendeten Materialien und Batterietypen sein. Das ist das Ergebnis der Technologie-Roadmap, die das Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung ISI im Rahmen der Innovationsallianz „Lithium-Ionen-Batterie (LIB 2015)“ veröffentlicht hat. Lithium-Ionen-Batterien sind die Schlüsseltechnologie für die Einführung und den Marktdurchbruch der Elektromobilität. Der erste Zwischenbericht liefert nun den Fahrplan für die Entwicklung effektiver Batterien zum Einsatz in eFahrzeugen der Zukunft. Das Spektrum der Untersuchungen durch das Fraunhofer ISI reicht von der Betrachtung rohstofflicher Aspekte, wie der Verfügbarkeit kritischer Rohstoffe und dem Recycling, über Anwendungsszenarien in verschiedenen Einsatzfeldern bis hin zu einem integrierten „Roadmapping“, mit dem über das Jahr 2015 hinaus die technologischen Entwicklungen mit den Anforderungen der Märkte bis 2030 abgeschätzt werden sollen. „Der damit angestoßene Prozess bietet die Chance für eine langfristig angelegte, koordinierte und kontinuierlich aktualisierte Abschätzung der Chancen und Perspektiven der Lithium-Ionen-Batterie“, so Projektleiter Dr. Axel Thielmann vom Fraunhofer ISI.
Nähere Informationen sowie die Roadmap zum Download finden Sie hier.
Tesla Motors und Think Global haben eine Entwicklungsvereinbarung im Wert von 43 Millionen US-Dollar unterzeichnet. Das kalifornische Unternehmen will künftig Batterien für das Elektroauto Think City liefern. “Dies ist eine wichtige Vereinbarung für Think. Die Zusammenarbeit gibt uns die Gelegenheit, mit einem der innovativsten Elektroautobauer in den USA zusammenzuarbeiten,” erklärte Think Vorstandsvorsitzender Jan Olaf Willums.
Hinter dem Stichwort “Elektromobile Infrastruktur für den Massenmarkt” verbirgt sich ein innovatives Konzept für den Betrieb von Elektrofahrzeugen. Rolf Schumann von Better Place Deutschland wird im Rahmen des Informatiktags der Hochschule für Technik Stuttgart dazu einen informativen Vortrag halten. Better Place wurde 2007 von Ex-SAP-Manager Shai Agassi mit dem Ziel, eine flächendeckende Infrastruktur für den Massenbetrieb von Elektroautos aufzubauen, gegründet. Anstatt nur ein Auto zu kaufen, soll zukünftig zusätzlich ein Mobilitätsvertrag für Laufleistung in Kilometer abgeschlossen werden. Batterien können in kürzester Zeit getauscht werden, lange Aufladezeiten entfallen. Rolf Schumann wird am Donnerstag, den 22. April um 16:30 Uhr in der Aula der HFT Stuttgart das Konzept direkt aus erster Hand vorstellen. Der Vortrag findet statt im Rahmen des Informatiktags und des Kontakt- und Informationstags Wirtschaft – Hochschule. Von Seiten der Hochschule für Technik Stuttgart sind die Studienbereiche Informatik, Mathematik und Wirtschaft involviert. Interessierte Gäste sind herzlich eingeladen.
Weitere Informationen
Am Imperial College London wird derzeit an einem Verbundmaterial aus Karbon geforscht, das auf der einen Seite elektrische Energie speichern kann und gleichzeitig so leicht und stabil ist, dass es für die Fahrzeugkarosserie genutzt werden kann. In einem Pilotversuch mit Volvo wird das Material zunächst in den Kofferraumboden eingesetzt und mit dem dort gespeicherten Strom die Antriebsbatterie des Fahrzeuges entlastet. Zukünftig könnten auch Türen, Dächer und Motorhauben mit dem Stromspeicher-Kunststoff hergestellt werden, sodass man auf die schweren und großen Akkus von heute verzichten könnte.
Die US-Regierung fördert die Entwicklung nachhaltiger Antriebsalternativen für den Individual- und Güterverkehr mit einem Milliarden schweren Entwicklungsprogramm. Im Rahmen dieser Förderinitiative bekommt Nissan ein Darlehen in Höhe von 1,4 Milliarden US-Dollar. Damit sollen die notwendigen Modifikationen am Standort Smyrna in Tennessee umgesetzt werden. Geplant ist die Modifikation bestehender Bänder für die Produktion des Nissan LEAF und ein vollkommen neues Werk zur Batterieherstellung. Der japanische Autobauer wird bereits Mitte des Jahres mit den Umbauarbeiten beginnen und verspricht bis zu 1300 zusätzliche Arbeitsplätze in der neuen Produktionsanlage. Nach Fertigstellung können jährlich 150.000 Autos und 200.000 Lithium-Ionen-Batterien vom Band laufen.
Das Fraunhofer-Institut für Integrierte Systeme und Bauelementetechnologie (IISB) hat ein neuartiges intelligentes Energiespeichersystem für Hybrid- und Elektrofahrzeuge vorgestellt. Neben der Antriebselektronik beinhaltet es außerdem die gesamte Leistungs- und Steuerelektronik und wird damit als Meilenstein in Richtung einer Systemintegration angesehen. Nicht nur ein geringerer Raumbedarf und niedrigere Kosten sondern auch eine höhere Funktionalität werden dem neuen System zugesprochen. Das “Smart-Battery”-System besteht aus acht Modulen mit Lithium-Eisen-Phosphat-Zellen. Das luftgekühlte Batteriesystem hat einen Energiegehalt von 2,1 KWh. Ein Batterie-Management-System regelt die Lade- und Entladevorgänge, die Sicherheitsüberwachung, die Datenerfassung sowie das thermische Management. Damit soll für maximale Lebensdauer und Sicherheit gesorgt werden. Entwickelt wurde das neue Batteriesystem im Rahmen des vom BMU geförderten Forschungsprojekts “Flottenversuch Elektromobilität” in Zusammenarbeit mit VW und weiteren Fraunhofer-Instituten.
Das innovative Unternehmen DBM-Energy hat mit der Entwicklung einer neuartigen Autobatterie den Innovationspreis der Vernunft des Verlagshauses Burda gewonnen. Mit dieser technischen Neuentwicklung soll es möglich sein mit Elektroautos eine Reichweite von 500 Kilometern zu erreichen. Wenn die Batterie hält was sie verspricht, würde das die Elektromobilität ein ganzes Stück nach vorn bringen. Die Innovation der DBM-Energy besteht darin nicht mit Lithium-Ionen zu arbeiten sondern mit Lithium-Metall-Polymer-Akkus (LMP). Dabei kommt 90 Prozent weniger Lithium zum Einsatz, was die Batterie sehr viel kostengünstiger und leichter macht. Das noch junge Unternehmen geht davon aus, dass man damit Batterien um 50 Prozent günstiger anbieten kann. Sollte es zu einer Massenproduktion kommen, könne der Preis dann noch einmal um die Hälfte reduziert werden. Die Haltbarkeit der neuen Batterie ist zwar noch nicht geklärt, dennoch ist sich das Unternehmen sicher, dass die einsatzbereite, leistungsfähigere und leichtere LMP Batterie die Serienreife für Elektroautos bedeutet.