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Artikel Tagged ‘BDEW’

Aktuelle Erhebung: Ladeinfrastruktur in Deutschland

13. April 2015 Juliane Keine Kommentare

In Deutschland gibt es immer mehr Ladepunkte für Elektrofahrzeuge. Im letzten Jahr standen insgesamt 5.500 öffentlich zugängliche Ladepunkte zur Verfügung. Seit Mitte 2014 sind damit über 800 neue Ladepunkte hinzugekommen, das entspricht einer Steigerung von 18 Prozent. So lautet das Ergebnis einer neuen Erhebung des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) unter seinen Mitgliedern und weiteren Marktteilnehmern. Nach Angaben des BDEW sind mittlerweile 839 Städte und Gemeinden mit mindestens einer öffentlichen Ladestation ausgestattet. Nordrhein-Westfalen ist das Bundesland mit den insgesamt meisten öffentlichen Ladepunkten (1.321), unmittelbar gefolgt von Baden-Württemberg (1.115) und Bayern (756). Unter den deutschen Städten sind Stuttgart (384), Berlin (247) und Hamburg (236) mit den meisten öffentlichen Ladestationen ausgestattet.

“Der Zuwachs an Ladepunkten zeigt, dass die Energiebranche den Ausbau der Infrastruktur für Elektrofahrzeuge vorantreibt und weiter hinter dieser zukunftsweisenden und klimaschonenden Antriebstechnologie steht”, sagte Roger Kohlmann, Mitglied der BDEW-Hauptgeschäftsführung. Es werde aber auch deutlich: Allein kann die Energiebranche den Aufbau der Infrastruktur nicht schultern. “Um den weiteren Zuwachs der defizitären öffentlichen Ladeinfrastruktur parallel zum Fahrzeughochlauf in Deutschland sicherzustellen, brauchen wir ein partnerschaftliches Konzept zur Finanzierung zwischen öffentlicher Hand und der Wirtschaft. Der BDEW entwickelt dazu aktuell Vorschläge und wird ein entsprechendes Konzept für ein Marktaktivierungsprogramm voraussichtlich im Sommer dieses Jahres vorstellen”, sagte Kohlmann.

Einheitliche Identifikationsnummern für Elektromobilität

1. März 2014 Juliane Keine Kommentare

Der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) wird ab 1. März 2014 einheitliche Identifikationsnummern für Elektromobilität vergeben und damit seine Aktivitäten zum Thema Mobilität weiter ausbauen. Diese Nummern sind eine wichtige Voraussetzung dafür, dass die Fahrer von Elektroautos in Zukunft einen kundenfreundlichen Zugang zu möglichst allen Ladesäulen im öffentlichen Raum bekommen. “Die Energiewirtschaft engagiert sich von Anfang an für den Aufbau der Elektromobilität in Deutschland und unterstützt die ehrgeizigen Ziele der Bundesregierung unter anderem durch den bedarfsgerechten Aufbau der Ladeinfrastruktur. Der BDEW übernimmt deshalb gerne die Verantwortung, die einheitlichen Identifikationsnummern für E-Mobility zu vergeben und damit das Fahren von Elektroautos noch verbraucherfreundlicher zu machen”, sagte Hildegard Müller, Vorsitzende der Hauptgeschäftsführung des BDEW.

Interessierte Unternehmen werden künftig auf Antrag vom BDEW eine Identifikationsnummer für die Teilnahme als Provider von Elektromobilität sowie eine Identifikationsnummer für die Teilnahme als Ladesäulenbetreiber erhalten. In Abstimmung mit dem BMWi und den Marktpartnern wird ein kostendeckendes Entgelt für die Codenummernvergabe erhoben. Die einheitliche Codenummernvergabe, die den Aufbau eines funktionierenden Roaming-Systems ermöglicht, wurde im Rahmen des Technologieprogramms “IKT für Elektromobilität” des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) entwickelt.

Zahl der Ladepunkte nimmt zu

31. Oktober 2013 Juliane Keine Kommentare

Die Zahl der Ladestationen für Elektrofahrzeuge in Deutschland ist von Ende 2012 bis Mitte 2013 um rund 15 Prozent auf nunmehr 4.400 gestiegen. Einer Erhebung des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) zufolge sind in diesem Zeitraum rund 500 neue Ladepunkte hinzu gekommen. Insgesamt seien nun 652 Städte und Gemeinden mit Ladestationen ausgestattet. Angeführt wird die Liste von Nordrhein-Westfalen mit 1.051 Ladepunkten, gefolgt von Baden-Württemberg mit 916 Stationen und Bayern mit 627. Bezogen auf die Anzahl der Ladepunkte pro 1.000 Quadratkilometer ist Berlin mit 312 Stationen führend. Die aktuellen Zahlen finden Sie hier.

Vergabe von Identifikationsnummern für eAutos

17. Juni 2013 Juliane Keine Kommentare

“Die Energiewirtschaft engagiert sich von Anfang an für den Aufbau der Elektromobilität in Deutschland und unterstützt die ehrgeizigen Ziele der Bundesregierung unter anderem durch den bedarfsgerechten Aufbau der Ladeinfrastruktur. Der BDEW übernimmt daher gerne die Aufgabe, einheitliche Identifikationsnummern für Elektromobilität zu vergeben. Wir sehen darin einen wichtigen Schritt für den Erfolg dieser Zukunftstechnologie in Deutschland.” Das sagte Hildegard Müller, Vorsitzende der Hauptgeschäftsführung des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW), anlässlich der heutigen Bekanntgabe des Bundeswirtschaftsministeriums, dass der BDEW in Zukunft die einheitlichen Identifikationsnummern für Elektromobilität vergeben wird.

Mit den Nummern sollen die Fahrer von Elektroautos in Zukunft kundenfreundlich Zugang zu möglichst allen Ladesäulen im öffentlichen Raum bekommen. Die ID-Codes sind für die im Hintergrund laufenden IT-Prozesse wie Freischaltung der Ladesäule, Messung und Abrechnung nötig. Diese Codes müssen standardisiert sein und zentral vergeben werden, um damit anbieterübergreifend und verbraucherfreundlich arbeiten zu können. Der BDEW wird diese Aufgabe zunächst für drei Jahre übernehmen.

Zusammenschluss zur Förderung der Elektromobilität

4. Februar 2010 Juliane Keine Kommentare

Die deutsche Industrie will Elektromobilität auf die Straße bringen. Die Verbände aus der Automobilindustrie, der Energiewirtschaft und der Elektroindustrie – VDA, BDI, BDEW und ZVEI – haben einen Lenkungsausschuss Elektromobilität und alternative Antriebe gegründet. Der soll künftig als zentraler Ansprechpartner für die Regierung zur Verfügung stehen. Auf politischer Seite wurde die so genannte Geschäftsstelle Elektromobilität ins Leben gerufen, die diesen Montag mit ihrer Arbeit begonnen hat. Sie ist ein erstes Ergebnis des vor einem halben Jahr ins Leben gerufenen “Nationalen Entwicklungsplans für Elektromobilität” des Bundeswirtschaftsministeriums und des Bundesverkehrsministeriums. Auch die Bundeskanzlerin widmet sich mit dem geplanten Spitzengespräch zur Elektromobilität am 03. Mai 2010 dem Thema. Vertreter aus Wirtschaft und Wissenschaft sollen eine “Roadmap” zur Elektromobilität verabschieden. Ziel der Regierung ist es Deutschland als Leitmarkt für Elektromobilität zu etablieren und bis 2020 eine Million Elektrofahrzeuge auf die Straße zu bringen. Im Vorfeld des Spitzengesprächs mit Angela Merkel wollen sich die Geschäftsstelle für Elektromobilität und der Lenkungsausschuss auf eine Struktur für ein gemeinsames Arbeitsprogramm einigen.

via Frankfurter Allgemeine Zeitung, 01. Februar 2010

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Große E-Koalition: Gemeinsames Positionspapier

15. Juli 2009 frecker Keine Kommentare

Für ein koordiniertes Vorgehen bei der Einführung der Elektromobilität haben sich gestern erstmals drei große Branchenverbände ausgesprochen. “Vor einer breiten Einführung von Elektrofahrzeugen sind zahlreiche politische, regulatorische, technische und infrastrukturelle Voraussetzungen zu schaffen, die einen Schulterschluss von Politik, Industrie und Energiewirtschaft erfordern”, heißt es in einem gemeinsamen Positionspapier, das vom Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW), dem Verband der Automobilwirtschaft (VDA) und dem Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie (ZVEI) verabschiedet wurde.
Die Verbände regen dabei eine gemeinsame Plattform der Bundesregierung sowie der Verbände und Unternehmen der Automobilindustrie, der Energieversorgung, der chemischen und der elektrotechnischen Industrie sowie der Batteriehersteller an. Diese würde dazu beitragen, die industrielle Basis Deutschlands bei dieser Technologie zu stärken. Verständlich, wurde doch durch diverse strategische Entscheidungen der Industrie in den 90er Jahren diese Basis erheblich beschädigt. Insbesondere im elektrochemischen Bereich wurde vieles von Deutschland nach Asien verlagert. “Man Power und Know-How fehlt im Land. Und die in Asien gefertigten Laptop- oder Handy-Akkus, die in Deutschland nur verbaut werden, sind für Elektroautos nicht optimiert. Bemerkenswert in diesem Zusammenhang ist die Li-Tec. Hier versucht Daimler, auch mit Kapital aus Abu Dhabi, in diesem Technologiebereich wieder auf eigene Füße zu kommen.
Die drei Verbände sprechen sich aber auch für eine realistische Erwartung an die Elektromobilität aus. Aus heutiger Sicht würden Verbrenner die Mobilität noch für eine lange Übergangsphase gewährleisten. Die Fragen der Reichweite, der Ladezeiten und Kosten der Batterie würden die Marktdurchdringung beeinflussen. Auch die notwendige kundenorientierte Infrastruktur müsse erst noch installiert werden. Zudem werde die Domäne reiner Elektrofahrzeuge in näherer Zukunft zunächst eher im Nahbereich liegen.
Das unternehmerische Wagnis ausblendend, erwarten die drei Verbände von der Regierung eine langfristige und sichere Perspektive für die weitere Entwicklung der Elektromobilität. Bislang bearbeiten vier Ministerien – die Ressorts Verkehr (BMVBS), Umwelt (BMU), Wirtschaft (BMWi) und Forschung (BMBF) – dieses Thema. Die Verbände regen an, einen hochrangigen Beauftragten für Elektromobilität bei der Bundesregierung einzusetzen, um eine Straffung der Arbeit zu erreichen.

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