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BITKOM-Studie: Akzeptanz von eAutos steigt stark

8. September 2011 Juliane Keine Kommentare

69 Prozent der Bundesbürger können sich vorstellen, ein Elektroauto zu kaufen. Das geht aus einer repräsentativen Umfrage im Auftrag des Hightech-Verbandes BITKOM anlässlich der IAA hervor. Im Februar 2010 waren es erst 39 Prozent. Ein Großteil der Bevölkerung (71 Prozent) ist bereits überzeugt, dass Elektroautos an Bedeutung gewinnen. “Den Bürgern ist bewusst, dass Mobilität in Zukunft anders funktioniert als heute”, so BITKOM-Präsdiumsmitglied Martina Koederitz. “Die traditionellen Verhaltensmuster müssen überprüft und in vielen Fällen sehr grundsätzlich verändert werden.” In Zukunft seien Fahrzeuge per Internet mit ihrer Umgebung und anderen Autos vernetzt und würden ständig Informationen austauschen – etwa über Parkplätze, Staus und Unfallgefahren. Auch müsse die Stromversorgung der Autos mit Hilfe von IT intelligent gesteuert und in bestehende Energienetze integriert werden. “Deutschland hinkt mit der Förderung der Elektromobilität hinter anderen Industrieländern zurück”, gibt Koederitz zu bedenken. So haben die USA bis 2015 Investitionen von 22 Milliarden Euro vorgesehen, China von 10 Milliarden Euro. Deutschland dagegen stelle bis 2013 nur 1,5 Milliarden Euro Fördermittel zur Verfügung. “Der internationale Vergleich macht deutlich, dass andere Länder mit enormen Mitteln in den Wettlauf um den Leitmarkt für Elektromobilität eingestiegen sind. Um hier mit den bei uns verfügbaren Mitteln gewinnen zu können, ist eine besonders intelligente und effiziente Förderung nötig”, so Koederitz weiter. “Dabei sollten die Themen E-Mobility und Smart Grids eng miteinander verzahnt werden. Bis dato laufen sie weitgehend losgelöst voneinander.”

BITKOM-Umfrage: Elektrofahrzeugen gehört die Zukunft

Elektrofahrzeugen gehört die Zukunft. Sie werden herkömmliche Autos mit Verbrennungsmotoren ablösen. Das glauben 60 Prozent der Deutschen, wie der Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e.V. (BITKOM) vor dem Elektromobilitätsgipfel am 3. Mai im Kanzleramt mitteilte. Basis ist eine repräsentative Umfrage des Marktforschungsinstituts Aris im Auftrag des BITKOM. „Die Bundesbürger wollen saubere, nachhaltige und zuverlässige Fortbewegungsmittel – der Elektromobilität trauen sie all das am ehesten zu“, erklärte BITKOM-Präsident Prof. Dr. August-Wilhelm Scheer. Männer und Frauen sehen die Zukunft für Elektroautos gleichermaßen positiv. Bei den jüngeren Befragten (66 Prozent) ist das Vertrauen in die Zukunft der Elektroautos etwas höher als bei Senioren (55 Prozent). Elektromotoren genießen laut der Umfrage im Vergleich zu anderen alternativen Antrieben das höchste Ansehen: Wenn die fossilen Energiereserven wie Erdöl oder Erdgas erschöpft sind, favorisieren 40 Prozent der Deutschen elektrische Antriebe als Ersatz. Dabei ist der Anteil bei den Jüngeren mit 46 Prozent deutlich höher als bei den Senioren mit 33 Prozent. Einer im März veröffentlichen BITKOM-Studie zufolge erwägen vier von zehn Deutschen den Kauf eines Elektroautos.

Einer im März veröffentlichten BITKOM-Studie zufolge erwägen vier von zehn Deutschen den Kauf eines Elektroautos

IT-Branche macht sich für eMobilität stark

12. März 2010 Juliane Keine Kommentare

Der IT-Branchenverband Bitkom warnt davor, dass die Automobilbranche neue Mobilitätskonzepte verschlafen könnte. August-Wilhelm Scheer, Präsident der Bitkom, erklärte diese Woche in Berlin: “Die hiesigen Autobauer müssen den Weg in die nächste Technologie finden”. Andernfalls könnten die Konkurrenten aus Asien die neuen Märkte besetzen und Deutschland hätte das Nachsehen. Scheer appellierte an die Automobilhersteller, dass man das Potenzial der eMobilität nicht verkennen solle. Es sei gefährlich sich einfach nur auf Studien zu verlassen, wonach in zehn Jahren lediglich ein Anteil von zwei Prozent an Elektroautos auf unseren Straßen unterwegs sein werde. Mit dieser Haltung sei die Gefahr groß, eine große Innovationswelle zu verpassen. Scheer sieht das Potenzial der deutschen Wirtschaft weniger im Bau von Batterien als in der Vernetzung, Kommunikation, Datenspeicherung und dem Aufbau entsprechender Versorgungsinfrastrukturen. Infrastrukturmodelle für die eMobilität könnten laut Scheer ein echter Exportschlager werden.

Einspeisegesetz für Autobatteriestrom gefordert

19. August 2009 klaus Keine Kommentare

Der Hightech-Verband BITKOM begrüßt den Beschluss des Bundeskabinetts zum Nationalen Entwicklungsplan Elektromobilität. BITKOM-Präsident Prof. Dr. August-Wilhelm Scheer: “Andere Länder wie die USA, Japan und China haben bereits ähnliche Förderprogramme ins Leben gerufen. Deutschland sollte alles tun, um in diesem wichtigen Zukunftsmarkt die Nase vorn zu haben.” Wichtig sei dabei, den Fokus nicht nur auf Antriebstechnik und Batterien zu richten. Ein wesentlicher Erfolgsfaktor ist der schnelle Aufbau eines intelligenten Stromnetzes. Scheer: “Intelligente Stromnetze sind die Basisinfrastruktur für Elektromobilität. Erst durch ein modernes IT-gestütztes Netzmanagement wird Elektromobilität überhaupt im größeren Rahmen möglich.” Es sei daher ein wichtiges Signal, dass im Nationalen Entwicklungsplan ein Schwerpunkt auf intelligente Stromnetze gelegt wurde.

Mit diesen sogenannten Smart Grids können vorhandene Kraftwerks-Kapazitäten besser ausgenutzt und auch Batterien in Elektrofahrzeugen ans Netz angeschlossen werden, die als Energiespeicher dienen. Wenn zum Beispiel in Spitzenlastzeiten besonders viel Strom benötigt wird, können nicht genutzte Elektroautos Energie wieder zurück ins Netz einspeisen. Dadurch würde weniger Reservekapazität im Kraftwerkspark benötigt und außerdem der weitere Ausbau der regenerativen Energien ermöglicht. Gespeichert in Autobatterien würde umweltfreundlich hergestellter Strom auch dann zur Verfügung stehen, wenn der Wind nicht weht oder die Sonne nicht scheint.

Um den Zukunftsmarkt Elektromobilität noch weiter zu befördern, plädiert BITKOM für eine zeitlich befristete finanzielle Förderung für die Einspeisung von Energie aus Autobatterien ins allgemeine Stromnetz. Der Aufbau des Ladenetzes für die Elektroautos biete außerdem eine einmalige Gelegenheit, ein kostengünstiges, öffentlich zugängliches Breitband-Kommunikationsnetz aufzubauen. Scheer weiter: „Für die Abrechnung mit dem Kunden müssen die Betreiber der Ladestationen ohnehin ein Kommunikationsnetz aufbauen. Dieses Netz kann ohne großen finanziellen Mehraufwand zu einem öffentlich zugänglichen Breitband-Kommunikationsnetz ausgebaut werden. Diese Chance sollten wir nicht ungenutzt verstreichen lassen”. Über ein solches Kommunikationsnetz könnten neue Mehrwertdienste angeboten werden. Beispielsweise könnte über dieses Kommunikationsnetz regelmäßig das Kartenmaterial der Navigationsgeräte aktualisiert werden.