Am 24. August 2010 hatten der DIN e.V. und das Forum ElektroMobilität zur ROADSHOW nach Berlin eingeladen. Neben dem Fahrerlebnis mit einem Elektroauto des DIN-Fuhrparks tauschten sich die Teilnehmer intensiv über Normungs- und Standardisierungsbedarfe im Technologiefeld Elektromobilität aus. Vor dem Hintergrund der weltweiten Veränderungsprozesse und Entwicklungen im Bereich der nachhaltigen Mobilität hat der DIN e.V. im Auftrag des BMWI eine Studie zu internationalen Standardisierungs- und Normungsvorhaben im Bereich Elektromobilität erstellt. “Auf dieser Basis arbeiten wir weiterhin mit führenden Experten zusammen und leiten aktuell die Normungsroadmap Elektromobilität ab”, resümierte Rüdiger Marquardt vom DIN. Dabei müssten die Schnittstellen zwischen den verwendeten Technologien besonders berücksichtigt und alle Entwicklungsrichtungen offen gelassen werden, ergänzte Dr. Torsten Bahke, Direktor des DIN.
Das Elektroauto tritt nach und nach seinen Siegeszug um die Welt an. Doch wie werden die Nutzer auf die neue Mobilitätsform reagieren? Diese und andere Fragen stellen sich Verkehrsexperten an der TU Berlin. Sie arbeiten derzeit an einer Nutzeranalyse als Basis für die Einführung der neuen Antriebstechnologie. Elektromobilitätsnutzer müssten sich zum Beispiel auf kürzere Reichweiten einstellen oder den Ladeprozess in ihren Alltag integrieren. Die TU Berlin ist neben RWE, der TU Dortmund und SAP Partner im Forschungsprojekt “e-mobility: IKT-basierte Integration der Elektromobilität in die Netzsysteme der Zukunft”, in dessen Fokus die Erforschung der Nutzer und die Erstellung eines Szenarios der Elektromobilität 2025 steht. Das Projekt wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie bis September 2011 gefördert.
Die Nutzeranalyse wird auf einer qualitativen Befragung von Elektroautofahrern basieren, die im Rahmen eines Feldversuchs mit 100 Fahrerinnen und Fahrern in Berlin Elektro-Smarts auf ihre Alltagstauglichkeit testen sollen. Da der öffentliche Straßenraum begrenzt ist, insbesondere dort, wo viel Verkehr herrscht, drängen sich Radwege, Werbeanlagen, Schilder, Parkplätze und Gehwege am Rande der Fahrbahnen. Nutzungskonflikten in Bezug auf die Ladeinfrastruktur scheinen vorprogrammiert. Aufgrund der Interessenkonflikte wird seitens der Politik inzwischen auch auf Ladelösungen im privaten und halböffentlichen Raum verwiesen. So bieten sich dafür beispielsweise Supermarktparkplätze oder Parkhäuser in der Nähe von Shoppingcentern und Bürokomplexen an. Die Nutzerinnen und Nutzer in den Befragungen werden auch mit Zukunftsbildern aus der Szenario-Analyse, in der Einflussfaktoren auf die künftige Elektromobilität in Berlin untersucht werden, konfrontiert. So können zukünftige Nutzerpräferenzen besser abgebildet werden. Die Ergebnisse des Szenarios der Elektromobilität für Berlin werden im Herbst 2010 veröffentlicht.
Im Rahmen des zweitägigen Clean Energy Ministerial Meeting in Washington D.C. ist das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie heute drei internationalen Initiativen zur Entwicklung und Verbreitung klimafreundlicher Energietechnologien beigetreten. Auf dem von US-Energieminister Steven Chu geleiteten Gipfel treffen hochrangige Regierungsvertreter aus 24 wichtigen Industrie- und Schwellenländern zusammen, um zukunftsweisende Kooperationen im Bereich der internationalen Energiepolitik anzustoßen. Neben der Umsetzung energie- und klimapolitischer Ziele soll die Konferenz die Schaffung neuer Märkte für emissionsarme Energieträger und Energieeffizienz durch projektbasierte Zusammenarbeit mit der Industrie vorantreiben. Die drei Initiativen, denen das Bundeswirtschaftsministerium beitritt, haben die internationale Zusammenarbeit bei der Steigerung der Energieeffizienz von Produkten, beim Ausbau von Elektromobilität sowie bei der Weiterentwicklung von Kohlenstoffspeicherung, -nutzung und -lagerung (Carbon Capture, Use and Storage, CCS) zum Ziel.
Am 30. Juni hat der Vizepräsident der EU-Kommission, Antonio Tajani, in Brüssel den europäischen Normungsorganisationen CEN, CENELEC und ETSI das Mandat erteilt, EU weite Standards für ein einheitliches Ladesystem für Elektrofahrzeuge zu erarbeiten. Der Bundesminister für Wirtschaft und Technologie, Rainer Brüderle erklärte dazu: “Gemeinsame Standards sind entscheidend für die Zukunft der Elektromobilität, da sich nur so ein einheitlicher Markt für Elektrofahrzeuge entwickeln kann. Standards gewährleisten zum Beispiel, dass Elektrofahrzeuge in Europa grenzüberschreitend fahren können. Die Frage einheitlicher Stecker ist dabei nur eine von vielen. Weitere wichtige Aspekte sind zum Beispiel einheitliche Batteriestandards und Sicherheitsstandards. Ich begrüße es daher ausdrücklich, dass Kommissar Tajani den europäischen Normungsorganisationen das Mandat erteilt hat, gemeinsame Standards für ein einheitliches Ladesystem für Elektrofahrzeuge zu erarbeiten. Ich erwarte jetzt von den Standardisierungsinstitutionen und den beteiligten Unternehmen rasche Ergebnisse.” Deutsche Unternehmen arbeiten in den zuständigen Normungsinstitutionen aktiv mit. Basierend auf Vorarbeiten deutscher Normungsorganisationen und Unternehmen wurde zum Beispiel ein Vorschlag zur Standardisierung der Ladestecker für Elektrofahrzeuge in die internationalen Normungsgremien eingebracht. Die deutsche Variante ist die derzeit universellste, da ihr Einsatz sowohl am Haushaltsanschluss als auch am Drehstromanschluss möglich ist.
Am 31. Mai 2010 hat die Nationale Plattform Elektromobilität (NPE) ihre Arbeit aufgenommen. Erstmals trafen sich die Arbeitsgruppen. Die Tagung fand im Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie statt. In der Plattform kommen Spitzenvertreter aus Wissenschaft, Industrie, Verbänden und Politik zusammen. Die NPE wurde am 3. Mai 2010 bei einem Treffen mit Bundeskanzlerin Dr. Merkel ins Leben gerufen. Ziel der Plattform ist, Deutschland bis 2020 nicht nur zum Leitmarkt, sondern auch zum Leitanbieter für Elektromobilität zu machen. Dr. Bernhard Heitzer, Staatssekretär im Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie, sagte anlässlich der ersten Sitzung: “Wir verfügen in Deutschland über ein dichtes Netz von kleinen und großen Unternehmen, von Wirtschaft und Wissenschaft. Mit diesem Pfund müssen wir wuchern. Hier sehe ich auch eine wichtige Aufgabe der Plattform.” Rainer Bomba, Staatssekretär im Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung, betonte: “Wir beschäftigen uns nicht mit einer abstrakten Technologiefrage. Im Kern geht es darum, wie das Verkehrssystem der Zukunft aussehen soll. Das ist ein technologischer Kraftakt und ein Paradigmenwechsel, der nicht über Nacht und nicht von einzelnen Akteuren alleine in Gang gesetzt werden kann. Wir haben deshalb mit der Gründung der Nationalen Plattform den Schulterschluss mit Vertretern aus Politik, Industrie, Wissenschaft und Verbraucherverbänden organisiert.” Beim Thema Elektromobilität stellen sich neue Fragen, die jetzt in den sieben Arbeitsgruppen der NPE vertieft werden sollen.Beispiele für die Themenvielfalt der NPE sind Stromerzeugung, Stromversorgung, Batterietechnik, neue Antriebskonzepte, Normierung und berufliche Qualifizierung. Die Arbeitsgruppen sollen bis November erste Arbeitsergebnisse vorlegen. Staatssekretär Heitzer: “Wir machen uns heute konkret an die Aufgaben. Dafür brauchen wir viel Sachverstand, der in der Plattform versammelt ist. Elektromobilität bietet enorme Chancen für Verkehr, Industrie und Umwelt. Dieses Potential müssen wir nutzen. Ich erwarte von der Nationalen Plattform schnelle Ergebnisse.”
Am 29. Juni 2010 findet der 2. Kongress zu Smart Grids, dem Internet der Energie und der intelligenten Elektromobilität im Eurogress Aachen statt. Seien Sie dabei wenn sich der Kongress 2010 in einer neuen größeren Umgebung, mit einem breiteren Programm, mehr Partnern und einer noch breiteren Ausstellung zum Thema Smart Metering, Smart Grids und der intelligenten Elektromobilität präsentiert. Die Schirmherrschaft hat Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle übernommen. „Klimawandel, Rohstoffknappheit und der steigende Energiebedarf einer wachsenden Weltbevölkerung erfordern neue Antworten darauf, wie die Energieversorgung und Mobilität unserer Gesellschaft effizient und umweltverträglich gestaltet werden können. Hierzu leisten die beiden BMWi-Förderprojekte „Smart Watts“ und „Smart Wheels“ einen wichtigen Beitrag”, so Rainer Brüderle.
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Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle hat die erste öffentliche eTankstelle in Duisburg auf dem Parkplatz der Stadtwerke eröffnet. Der Bund trägt im Rahmen des Modellprojekts “Smart Wheels” die Hälfte der entstehenden Kosten für den Aufbau einer flächendeckenden Infrastruktur für Ladesäulen. Für über 500.000 Euro können nun in der Modellregion Ladesäulen für eFahrzeuge eingerichtet werden. Duisburgs Oberbürgermeister Adolf Sauerland wollte nach seiner Testfahrt mit dem eRoller gar nicht mehr absteigen und schien begeistert von der schnellen und gleichzeitig leisen elektrischen Fortbewegung. Ein günstiger Nebenaspekt der eMobilität ist die Funktion der eFahrzeuge als Energiespeicher. Denn immer noch müssen mangels Abnehmer nachts Windkraftanlagen abgeschaltet werden. Vor diesem Hintergrund zeigte sich auch Bundeswirtschaftsminister Brüderle äußerst euphorisch: “Wir in Deutschland haben das Automobil erfunden. Wir erfinden es jetzt neu”. Aktuell machen jedoch immer noch die hohen Kosten für die Batterien Schlagzeilen. Diese Kosten würden jedoch durch den niedrigeren Strompreis kompensiert. “Umgerechnet liegen wir derzeit bei 3,50 Euro auf 100 Kilometern”, erklärte Peter Wolters, der zuständige Ingenieur. Da kann kein noch so sparsamer Verbrennungsmotor mithalten.
Bereits vor über einem halben Jahr hat Fröschl Systems vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technik eine Absichtserklärung für die Förderung eines Projekts bzgl. der Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge erhalten. Nach einer ausgiebigen Prüfung des Förderantrags fiel nun endgültig der positive Beschluss des Deutschen Bundestags, die Entwicklung der Stromparkplatz-Software finanziell zu unterstützen. Dies wurde in Form eines offiziellen Zuwendungsbescheids bestätigt und Fröschl Systems erhält somit für die Dauer des Projekts eine Zuwendung von knapp 600.000 Euro aus dem Bundeshaushalt Wirtschaftsplan des Sondervermögens „Investitions- und Tilgungsfonds (ITF)“.
Der dafür eingereichte Förderantrag bezog sich auf die BMWi-Ausschreibung „Stromwirtschaftliche Schlüsselelemente: Speicher, Netze, Integration“ für den Bereich Konzepte zur Netzintegration. Im Rahmen des Projekts von Fröschl Systems sollen Stromparkplätze für eFahrzeuge entwickelt werden. Ziel ist hierbei die Schaffung eines unter realen Bedingungen genutzten Test-Systems, in dem sich die drei Bereiche eMobilität, Erneuerbare Energien und intelligente Stromnetze perfekt miteinander verbinden und gegenseitig ergänzen.
Auch in diesem Jahr präsentiert die CeBIT unter dem Motto “Green IT” umweltfreundliche und energieeffiziente IT-Technologien. Dabei stellen die beiden Förderinitiativen “IKT für Elektromobilität” und “E-Energy – Smart Grids made in Germany” des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie (BMWi) in ressortübergreifender Partnerschaft mit dem Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit ihre visionären Konzepte sowie die ersten prototypischen Entwicklungen vor.
Der Mehrwert dieser beiden Innovationsfelder für den Standort Deutschland ist enorm. Weltweit werden Smart Grids in Verbindung mit dem Thema Elektromobilität als die “Industrielle Revolution des 21. Jahrhunderts” mit besonders starken Impulsen für die wirtschaftliche – und ökologische Entwicklung eingeschätzt.
Hans-Joachim Otto, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie, wird dabei einen Impulsvortrag zum Thema “Ohne IKT und E-Energy ist Elektromobilität nicht möglich” halten. Im Anschluss findet eine hochkarätig besetzte Podiumsdiskussion zum Thema “IKT und Elektromobilität” mit Vertretern aus Wissenschaft und Wirtschaft sowie eine Kurzvorstellung der IKT-Modellprojekte statt.
Am 3.März 2010 von 10:00 bis 13:00 Uhr auf dem Green IT Forum in Halle 8.
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Zum „Tag der Elektromobilität“ am Donnerstagabend (18.2.) in Berlin würdigte der Präsident des Bundesverbands eMobilität e.V. (BEM), Kurt Sigl, auch die Forschungsarbeiten der EnBW Energie Baden-Württemberg AG. „Die EnBW wird bereits in wenigen Monaten Deutschlands größte Elektroflotte auf die Straße bringen. Dabei setzt der Energieversorger auf Zweiräder und schickt in der Region Stuttgart 500 E-Bikes in den
Feldtest.“ Die E-Bikes werden in Baden-Württemberg produziert und sind anders als Elektroautos schon heute in größerer Stückzahl und vergleichsweise günstig verfügbar. Die EnBW beteiligt sich mit ihrer Elektroflotte an der „Modellregion Stuttgart“, die das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung als eine von bundesweit acht Elektromobilitäts-Regionen fördert. Knapp 3.000 Privatpersonen hatten sich um die Teilnahme am Forschungsprojekt beworben. Derzeit läuft die Auswahl der 500 Testteilnehmer. Start des Feldtests ist der 1. Juli 2010.
„In der Modellregion Stuttgart testen wir mit unseren 500 E-Bike-Pionieren elektrisches Mobilitätsverhalten im realen Umfeld. Hierfür entwickeln und erproben wir im parallel laufenden Forschungsprojekt MeRegioMobil gemeinsam mit Partnern aus Industrie und Wissenschaft die Lade- und Abrechnungsinfrastruktur der Zukunft. Unsere langfristige Vision ist die Anbindung von Elektrofahrzeugen an ein Smart Home auf Basis des Intelligenten Stromzählers”, so Lars Walch, Projektleiter Elektromobilität bei der EnBW Energie Baden-Württemberg AG.
Als Konsortialführer von MeRegioMobil (Minimum Emission Region) wird sich die EnBW auch an einem kürzlich vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie angekündigten deutsch-französischen Flottentest beteiligen. Geplant ist ein grenzüberschreitendes Demonstrationsprojekt für Elektrofahrzeuge in der Region zwischen Straßburg und Stuttgart/Karlsruhe. Ziel der EnBW ist es, an der Entwicklung einer herstellerunabhängigen Infrastruktur mit einem einheitlichen europäischen Standard mitzuwirken.