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Artikel Tagged ‘Bolivien’

BDI: Rohstofflücke u.a. bei Elektroautos

31. August 2009 klaus Keine Kommentare

Da Deutschland bei Kupfer, Zink und Lithium sowie Schrott eine “Rohstofflücke” drohe, sieht der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) Innovation und Tausende Arbeitsplätze bedroht. “Wir steuern geradewegs auf eine Rohstofflücke zu”, warnte Ulrich Grillo, Vorsitzender des BDI-Ausschusses Rohstoffpolitik, unlängst in Berlin. Der Chef der Duisburger Grillo-Werke sieht dadurch den wirtschaftlichen Aufschwung und Arbeitsplätze bedroht. Er verdeutlichte seine Befürchtungen am Beispiel Elektroautos. Diese brauchten wesentlich mehr Metalle als derzeitige Fahrzeuge, so steige etwa der Kupferanteil in einem Pkw von heute 25 kg auf 65 kg. Zusätzlich erfordere eine durchschnittliche Lithium-Ionen-Batterie 50 kg Aluminium, 40 kg Kupfer, 10 kg Zink und seltene Erden und Metalle wie Lanthan oder Neodym. Laut Grillo lagere beispielsweise knapp die Hälfte der weltweit bekannten Lithiumreserven in einem bolivianischen Vorkommen. Laut Lorenz Erdmann, Experte für seltene Metalle beim Institut für Zukunftsstudien und Technologiebewertung (IZT) wird speziell Neodym im Jahr 2030 voraussichtlich 3,8 Mal stärker nachgefragt werden, als die Minenproduktion heute hergibt.

Der BDI fordert von der nächsten Bundesregierung eine ganzheitliche, von allen Ressorts getragene, internationale Rohstoffstrategie. Zudem sieht der Verband auch Handlungsbedarf auf nationaler Ebene. In einem Zehn-Punkte-Plan fordert der Industrieverband deshalb, heimische Lagerstätten zugunsten der Rohstoffsicherheit zu öffnen. Und nicht zuletzt müsste Deutschland dafür Sorge tragen, dass auch der Metallschrott im Lande bleibt.
via VDI nachrichten

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Rohstoffe – Die Lithium-Abhängigkeit

28. Juli 2009 frecker Keine Kommentare

Neben den Umweltvorteilen der elektischen Möbilität gib es noch ein anderes Ziel. Mit dieser Technologie soll auch die Abhängigkeit des Westens vom Öl reduziert werden. Es deutet sich aber bereits jetzt an, dass mit Lithium-Ionen Batterien die westlichen Industrienationen wieder in eine Abhängigkeit geraten und sich auf ausländische Lieferanten zu verlassen haben, stellt Jason Kirby in seinem Artikel fest. Neben China sind Chile und Argentinien zur Zeit die Hauptquellen des Minerals. Die größte unentwickelte Lithiumablagerung der Welt liegt allerdings in Bolivien. Und das südamerikanische Land hat bereits angezeigt, dass es keine ausländischen Gesellschaften an seine Reserven lassen wird. Ein Problem besonders für die USA. Bolivien hat kürzlich erst den US-Botschafter ausgewiesen. In einem Kongressbericht warnten Regierungsverantwortliche das, die Vereinigten Staaten von einer Abhängigkeit in eine neue Abhängigkeit geraten könnten.

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