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Artikel Tagged ‘Brennstoffzellenauto’

VDIK: Elektromobilitätsgesetz zügig verabschieden

1. April 2014 Juliane Keine Kommentare

Die Bundesregierung hat in ihrem Koalitionsvertrag das klimapolitische Ziel bestätigt, eine Million Elektrofahrzeuge aller Varianten bis 2020 auf Deutschlands Straßen zu bringen. Die Erfüllung dieses Ziels wird wesentlich von der Akzeptanz der Elektromobilität bei gewerblichen Nutzern sowie bei privaten Kunden, für die Elektrofahrzeuge aufgrund ihrer zurückgelegten Strecken wirtschaftlich interessant sind, abhängen. Die Mitglieder des VDIK verfügen bereits seit 2010 über ein breites Angebot an Elektrofahrzeugen. Die aktuelle Übersicht „marktreife Elektrofahrzeuge“ des VDIK weist mittlerweile 17 Modelle der internationalen Fahrzeughersteller aus und enthält bereits ein für Gewerbekunden verfügbares Brennstoffzellenfahrzeug. Die Steuerbefreiung der Elektrofahrzeuge für 10 Jahre sowie der Nachteilsausgleich bei der Dienstwagenbesteuerung für Elektrofahrzeuge sind erste Maßnahmen zum Ausgleich eines Teils der anfänglichen Mehrkosten.

VDIK-Präsident Lange: „Die bereits beschlossenen Maßnahmen zur Förderung der Elektromobilität reichen jedoch nicht aus, um einen erfolgreichen Markthochlauf sicher zu stellen. Wir begrüßen daher die Absicht von Bundesverkehrsminister Dobrindt ausdrücklich, der Elektromobilität mit einem Elektromobilitätsgesetz zum Durchbruch zu verhelfen. Dieses Gesetz muss jedoch sehr zügig verabschiedet werden, da jeglicher weiterer Zeitverlust die Ziele der Bundesregierung gefährden würde. Der VDIK fordert in diesem Zusammenhang klare definierte Nutzervorteile sowie endlich eine klare Kennzeichnung von Elektrofahrzeugen. Darüber hinaus muss die Ladeinfrastruktur insgesamt verbessert und insbesondere ein effektives Netz an Schnellladesäulen geschaffen werden, an dem alle bisher und zukünftig von Kunden gekauften Elektrofahrzeuge unabhängig vom verwendeten Schnellladestandard geladen werden können. Für einen erfolgreichen Markthochlauf ist nach unserer Auffassung zusätzlich eine effiziente Käuferförderung erforderlich, die die Preisdifferenz zu konventionellen Antrieben deutlich reduziert. Gewerbliche Nutzer sollten zudem die Möglichkeit erhalten, Elektrofahrzeuge schneller abzuschreiben.“

Der VDIK, der seit langem Partner des Bundesverbands eMobilität ist, begrüßt das vorgesehene KfW-Programm mit zinsgünstigen Krediten zur Anschaffung besonders umweltfreundlicher Fahrzeuge. Allerdings muss das Finanzvolumen so ausgestaltet werden, dass ein spürbarer Anreiz geschaffen wird um Elektrofahrzeuge (einschließlich der Brennstoffzellenfahrzeuge) anzuschaffen.

BMW: Nach dem eAuto folgt die Brennstoffzelle

5. August 2013 Juliane Keine Kommentare

BMW gibt in Sachen Innovationen weiter Gas: Gerade erst hat das Elektroauto BMW i3 Weltpremiere gefeiert, da kündigt der bayerische Automobilhersteller bereits die Entwicklung serienreifer Fahrzeuge mit Brennstoffzelle an. In Kooperation mit Toyota sollen bis 2015 erste Prototypen und bis 2020 serienreife Fahrzeuge gebaut werden, sagte BMW-Chef Norbert Reithofer in München bei der Vorlage eines Zwischenberichts. Die Architektur des Brennstoffzellenautos soll entsprechend der elektrifizierten i-Famile für diese Technologie maßgeschneidert werden.

Ob die gemeinsamen Pläne von BMW und Toyota in einer neuen Submarke münden werden, wie jetzt beginnend mit dem BMW i3, ließ Reithofer offen. Klar sei aber, dass die Brennstoffzellentechnologie nicht einfach in ein bestehendes Modell verpflanzt, sondern um Brennstoffzelle, Motor und Batterie herum komplett neu entwickelt werde. Dabei könnte BMW zumindest auf Komponenten der i-Familie zurückgreifen. Reithofer begründete die Notwendigkeit für diesen erneut mit hohen Kosten verbundenen Entwicklungsschritt mit den immer höheren Abgasgrenzwerten. BMW habe den Flottenverbrauch mittlerweile auf 138 Gramm Kohlendioxid (CO2 ) je Kilometer gesenkt und Mühe, die von der EU bis 2020 geforderten 95 Gramm zu erreichen. Darüber hinaus seien bis 2025 verschärfte Grenzwerte zwischen 68 und 78 Gramm in der Diskussion. „Wir können uns nicht vorstellen, wie man das erreicht”, erklärte der Automanager. Für BMW heiße das aber auf alle Fälle „weiter investieren und elektrifizieren“.