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Artikel Tagged ‘Carolin Reichert’

RWE installiert Stromtankstelle b.d. ETEC

16. Dezember 2009 klaus Keine Kommentare

Im Beisein von Reinhard Paß, dem Oberbürgermeister der Stadt Essen, ETEC-Geschäftsführer Andreas Hillebrand sowie Prof. Fritz Vahrenholt, Vorsitzender der Geschäftsführung der RWE Innogy GmbH, eröffnete Carolin Reichert, Geschäftsbereichsleiterin E-Mobility der RWE Effizienz GmbH, im Innenhof der ETEC soeben offiziell zwei neue Strom-Ladepunkte für Elektrofahrzeuge. Damit gibt es in Essen nun 36 Ladestationen für eMobiles. Auf dem Dach der ETEC mit Blick auf die A 40 wird mit zwei neu installierten Klein-Windanlagen im Testbetrieb Strom produziert. RWE arbeitet laut eigener Aussage derzeit an intelligenten Tarifen, “die eine bessere Integration der Erneuerbaren in das Stromnetz ermöglichen” sollen. Bislang hat muss sich RWE noch den Vorwurf von Greenpeace und anderen gefallen lassen, deutschlandweit den geringsten EE-Anteil im Strommix zu haben. Bis Ende 2010 plant RWE über 400 Ladepunkte in NRW mit dem Schwerpunkt Ruhrgebiet.

R&S produziert RWE-Ladestationen

16. November 2009 klaus Keine Kommentare

Rohde & Schwarz Teisnach (R&S) hat sich durch einen Volumenauftrag des RWE Konzerns in Deutschland als Produzent von Ladestationen für Elektrofahrzeuge positioniert. Seit Beginn des von der RWE AG initiierten, bundesweit angelegten Projekts Elektromobilität wurden bereits 500 Stück gefertigt. Als Dienstleistungsanbieter übernimmt das Fertigungswerk Teile der Entwicklung, Konstruktion und Produktion der Ladestationen.

Carolin Reichert, Leiterin d. GB Elektromobilität bei RWE, präsentiert eine Ladesäule zusammen mit Torsten Frieb-Preis (Mitte), Vertriebsleiter und Johann Kraus, Werkleiter von Rohde & Schwarz Teisnach.

Carolin Reichert, Leiterin d. GB Elektromobilität bei RWE, präsentiert eine Ladesäule zusammen mit Torsten Frieb-Preis (Mitte), Vertriebsleiter und Johann Kraus, Werkleiter von Rohde & Schwarz Teisnach.

Neben dem ADAC, Sixt, Siemens und Deutschlands größtem Parkraumanbieter APCOA gehört auch R&S zum Projektteam des RWE für Elektromobilität. Inzwischen wurden 60 Ladepunkte in Berlin installiert. 150 weitere Ladepunkte wurden in Metropolen wie Dortmund, Düsseldorf, Essen, Frankfurt/Main und München errichtet. Da das Aufladen der Elektrofahrzeuge mehrere Stunden dauert, werden die Ladepunkte vor allem dort errichtet, wo die Autos ohnehin parken – also in Parkhäusern oder auf Großparkplätzen. Doch auch für den privaten Bereich gibt es eine Lösung. Das Fertigungswerk in Teisnach hat diesen Folgeauftrag bereits erhalten: “Für ein gemeinsames Projekt zwischen der RWE AG und der Daimler AG werden wir die ersten 100 Ladestationen produzieren, die man an der Wand befestigen kann. Damit bietet RWE auch privaten Haushalten eine eigene Tankstelle für die Garage, die wir bei uns produzieren”, freut sich R&S-Vertriebsleiter Thorsten Frieb-Preis. Langfristiges Ziel der Projekt-Beteiligten ist es, ein flächendeckendes Netz mit Ladepunkten in ganz Europa zu errichten.

Milliardenthema Ladestationen u. Stecker

21. September 2009 klaus Keine Kommentare

normsteckerBereits ab Dezember soll es für die Fahrer von Elektroautofahrzeugen erste Ladestationen für die eigene Garage oder Carport zu kaufen geben. Eine “für Europa genormte” Initiative dazu stellte jetzt RWE vor. Vorteil gegenüber dem Laden per normaler Schuko-Dose ist die deutlich kürzere Ladezeit. Weil die Haushaltssteckdose nur 3,7 kW zulässt, würde ein Kleinwagen die ganze Nacht brauchen, um Energie für die nächsten 100 Kilometer zu ziehen. Mit den neuen Ladestationen soll es bis zu fünfmal schneller gehen. Öffentliche Ladestationen könnten mit 40 kW nochmal fixer laden. Eine Batterie mit 20 kWh Kapazität wäre dort in weniger als einer Stunde voll.

RWE und Daimler haben eine Allianz von immerhin über 20 europäischen Stromversorger und Herstellern auf einen einheitlichen Stecker eingeschworen. Mitte kommenden Jahres sollen Stecker und Buchse normiert werden. Europäische Elektroautos und Plug-In-Hybride könnten dann also künftig je zwei Stecker an Bord haben – einen für Schnelllade-Systeme und einen für die Standarddose. Ladestationen für daheim werden in den USA mit rund 1.300 Euro pro Einheit gefördert. Für Deutschland nennt die RWE, die ab Dezember für Privatpersonen Ladestationen zum Kauf oder zum Leasen anbieten wird, noch keine Summen. Dazu sagte Carolin Reichert, Leiterin des Geschäftsbereichs E-Mobility bei RWE: “Zurzeit gehen wir stark in Vorleistung, um dem Endkunden zu zeigen, dass Elektromobilität schon heute funktioniert und um nicht dem Henne-Ei-Problem zu erliegen.” Für schnelles Wachstum hofft sie aber doch auf staatliche Förderung. Die Investitionen für eine flächendeckende Ladeinfrastruktur in Deutschland schätzt RWE auf rund drei Milliarden Euro. Als besonders wichtiger europäischer Hersteller in diesem Bereich gilt der Steckerhersteller Mennekesaus dem westfälischen Kirchhundem.

sae-steckerEs ist nicht bekannt, inwieweit sich die europäischen Normierungsbestrebungen mit denen in Nordamerika vertragen. Die Society of Automotive Engineers (SAE) hat die Standardisierung eines Ladesystems für Elektrofahrzeuge bereits abgeschlossen. Die Spezifikationen von Steckverbinder und Fahrzeugbuchse sollen in Kürze veröffentlicht werden. Der Standard “J1772” wurde vom SAE Hybrid Standards Committee in Zusammenarbeit mit dem Japanese Automotive Research Institute entwickelt. Beteiligt sind hier die Hersteller GM, Chrysler, Ford, Toyota, Honda, Nissan und Tesla.

Ziel 2020 – Eine Million auf die Straße

13. Juli 2009 frecker Keine Kommentare

Dem E-Antrieb gehört die Zukunft. Bevor aber die batteriebetriebenen Fahrzeuge zum Alltagsbild auf deutschen Straßen gehören, werden noch einige Jahre vergehen. Noch sei die Technologie zu teuer, um den Benzin- und Dieselfahrzeugen eine echte Konkurrenz zu sein. Dies war die Grundstimmung auf dem Ersten Deutschen Elektro-Mobil-Kongresses in Bonn. Rund 500 Experten aus Energiewirtschaft, Automobilbau, Zulieferindustrie, Elektrotechnik und Politik diskutierten die Chancen und Probleme der Verbreitung des elektrischen Antriebs im Straßenverkehr. Der Bund stellt 700 Millionen Euro bis 2015 für die Förderung in der Sparte Elektroauto zur Verfügung. Davon fließen 115 Millionen Euro in acht “Modellregionen Elektromobilität”. Ziel der Bundesregierung sei es, bis 2020 mindestens eine Million Elektro- und Hybridfahrzeuge auf die Straße zu bringen. Ein Ziel, das nach Dr. Wolf-Dieter Lukas, Abteilungsleiter Schlüsseltechnologien im Bundesforschungsministerium, erreicht werden kann.
Deutschland hat zwar die Leittechnik im Automobilbau und so eine führende Rolle, beim Elektroantrieb allerdings muss es sich die Leittechnik noch erarbeiten, sagte Prof. Gernot Spiegelberg, Vice President Strategie und Technologie, Siemens AG. Während sich die deutschen Hersteller noch für die “grüne Zukunft” rüsten, starte die ausländische Konkurrenten bereits kräftig durch. Man dürfe hier den Zug nicht verpassen, so Spiegelberg weiter.
Nach Einschätzungen des Energiekonzerns RWE kann es im Jahr 2020 auf Deutschlands Straßen bis zu 2,4 Millionen Elektroautos geben. Diese Zahl stellte die Leiterin der Abteilung Neue Geschäfte beim Essener Stromkonzern, Carolin Reichert vor. Ein anderer Energieversorger, die E.ON Energie AG, betrachtet den Markt betriebswirtschaftlich eher zurückhaltend. Dr. Wolfgang Woyke, Bereich Technische Grundsatzfragen und Neue Technologien der E.ON, sieht noch kein Geschäftsmodell aufgrund der zu geringen Umsätze und der hohen Investitionen in die Ladeinfrastruktur. 15 Prozent Marktanteil von Elektroautos würde den Strombedarf nur um fünf Prozent steigern.
Das Unternehmen Better Place will sich als Anbieter von Elektromobilität am Geschäftsmodell von Mobilfunkanbietern orientieren. Der Kunde kauft Kilometer pro Jahr, erklärte Rolf Schumann, Leiter für Business Development in Europa. Die Kilometerzahl kann dabei auch auf mehrere Verkehrsträger verteilt werden. Man kauft beispielsweise 30.000 Kilometer. Davon 20.000 Kilometer für Batteriebetrieb und den Rest für Bahn oder Autovermietungen. Better Place will es dem Kunden jedenfalls ermöglichen Batterieelemente auszutauschen. Damit könnten auch längere Strecken, welche die Kapazität der Batterie übersteigen, ohne Verzögerung zurückgelegt werden können. Der Tauschvorgang dauere lediglich eine Minute, so Schumann. “Der Markt ist vorhanden”, ist sich Schumann sicher. Auftrieb erhalten seine Pläne, die in Israel bereits teilweise umgesetzt sind, durch die subventions- und regulierungsfreudige US-Regierung. In Europa ist Better Place bereits mit einem Projekt in Dänemark am Start.

Park and Load – RWE kooperiert mit APCOA

12. Juni 2009 frecker Keine Kommentare

Der Energiekonzern RWE will Ladestationen für Elektroautos in öffentlichen Parkgaragen installieren. Kooperationspartner für dieses Projekt ist die APCOA Autoparking GmbH. APCOA ist der größte europäische Parkraumbewirtschafter. Zunächst geplant sind RWE-Ladestationen in 20 Parkgaragen der APCOA in Berlin.

In Berlin sollen die ersten APCOA Parkhäuser mit Ladestationen der RWE ausgerüstet werden   Quelle: RWE

In Berlin sollen die ersten APCOA Parkhäuser mit Ladestationen der RWE ausgerüstet werden Quelle: RWE


In einem weiteren Schritt soll die Ladeinfrastruktur dann auch in Parkhäusern in Hamburg, Düsseldorf, Frankfurt am Main, Stuttgart und München aufgebaut werden. „Elektrofahrzeuge werden eine wichtige Rolle für die Mobilität der Zukunft spielen. APCOA investiert bewusst in die Tankstelle der Zukunft und bietet seinen Kunden damit richtungsweisende Services“, erklärte Thomas Veith, Geschäftsführer der APCOA. Durch die Ladestationen sollen Elektrofahrzeuge aufgeladen werden, während die Fahrer einkaufen. Den Angaben zufolge rückt RWE mit der Kooperation seinem Ziel näher, bundesweit ein flächendeckendes Tankstellennetz für Elektrofahrzeuge aufzubauen. “Wir freuen uns, Europas Marktführer unter den Parkraumbewirtschaftern als Partner zum Aufbau unserer Ladeinfrastruktur gewonnen zu haben. Gemeinsam wollen wir dem Verbraucher zeigen, dass unkompliziertes Laden in der Öffentlichkeit schon bald zum Alltag gehört”, sagte Carolin Reichert, verantwortlich für Elektromobilität bei RWE.

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Sportlich – Renault/Nissan eCar-Projekt startet

10. Juni 2009 frecker Keine Kommentare

Trotz Wirtschaftskrise treibt der französisch-japanische Autohersteller Renault/Nissan sein Elektroautoprojekt „in vollem Umfang“ voran. Auf der 2. EUROFORUM-Konferenz “Elektromobilität” sprach Dr. Carsten Reimann von der Renault/Nissan AG von einem momentan geführten Wettlauf in der Autoindustrie um die industrielle Fertigung der Fahrzeuge.

 Nissan Studie Pivo 2: Die Antriebstechnik soll bald auf den Markt kommen  Quelle: Nissan

Nissan Studie Pivo 2: Die Antriebstechnik soll bald auf den Markt kommen Quelle: Nissan

Sein Unternehmen werde bereits Anfang 2010 die industrielle Fertigung von Elektroautos in Japan aufnehmen, so Reimann weiter. Das Ziel der Reduzierung von Die Sicht der Endkunden auf die Elektromobilität sei entscheidend, betonte Carolin Reichert (RWE AG) auf der 2. EUROFORUM-Konferenz „Elektromobilität“ in Köln. Während die Autoindustrie das Thema positiv bewerte und die Energiewirtschaft keine Probleme bei der Stromversorgung erkenne, zeigen Marktforschungen von RWE jedoch, dass der Endkunde noch nicht begeistert und wenig informiert sei. Bei den heute verfügbaren Reichweiten zwischen 200 und 250 Kilometern könnte bereits von einem massenfertigen Produkt ausgegangen werden, da 90% aller Fahrten nur Kurzfahrten seien. In der Frage der Infrastruktur seien die Versorger gefragt und das Problem der Ladezeiten sei gemeinsam mit den Batterieherstellern zu lösen. Bei Stadtfahrten sei die CO2-Bilanz schon heute besser als bei Verbrennungsmotoren. Eine der größten Herausforderungen für die Versorger stelle die Einbindung der erneuerbaren Energien dar, um die Emissionsbilanz noch weiter zu verbessern. Der Markterfolg hänge entscheidend vom Fahrspaß und von der Alltagtauglichkeit ab und darum sei der Aufbau einer komfortablen, sicheren und flächendeckenden Ladeinfrastruktur wichtig. Der Kunde erwarte die öffentliche Ladestationen und eine attraktive Preisgestaltung. Die Umstellung auf eine CO2-basierte Kfz-Steuer werde laut Reichert nicht reichen, um die Elektromobilität beim Kunden durchzusetzen. Angesichts der hohen Anschaffungspreise müsste der Kunde stärker durch Kaufanreize animiert werden. Im Sinne der Alltagstauglichkeit forciere RWE auch das schnelle Laden von Elektro-Autos. “Laden” heißt heute noch nicht “Tanken” und es sei noch ein Zeitaufwand von bis zu sechs Stunden zu berücksichtigen. „Bei öffentlichen Ladestationen braucht man intelligente Stationen, damit die Abrechnung korrekt erfolgen kann“, sagte sie weiter. Reichert verwies auf den fehlenden Ordnungsrahmen für den Aufbau von öffentlichen Ladestationen und gab auch zu bedenken, dass die Infrastrukturkosten und der regulatorische Rahmen zurzeit noch gar nicht berücksichtigt wurden. Dennoch sei man überzeugt, dass das Nischenthema Elektromobilität zu einem Massengeschäft werden kann.
CO2-Emissionen verfolge sein Unternehmen dabei über die ganze Wertschöpfungskette hinweg und ein Schwerpunkt sei die Elektromobilität.
„Nissan sieht nicht nur auf Deutschland, sondern auf die globalen Trends“, sagte der Renault/Nissan-Manager weiter. „Der Wettlauf um das Elektroauto wird sich an den Batterien entscheiden“, so Reimann. Darum habe sein Unternehmen ein Joint Venture gegründet, um die Batterien selbst herzustellen. Die Reichweiten der entwickelten Lithium-Ionen-Batterien seien bereits gut und man sei optimistisch bereits noch in 2009 mit der Fertigung beginnen zu können. Zur Deckung der hohen Batteriekosten denke man über Leasing-Konzepte für die Batterien nach. „Wir gehen davon aus, dass man die Preise für die Autos im heutigen Rahmen halten muss“, sagte er. In Japan und den USA plane sein Unternehmen, bereits 2010 die ersten serienmäßigen Elektroautos über Flottenverkäufe anbieten zu können. Der Einstieg in das Europa-Geschäft sei erst für 2011 und 2012 geplant, je nachdem, wie sich das Marktumfeld bis dahin entwickelt habe.