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Artikel Tagged ‘Chademo’

Nissan Leaf versorgt Büro und Kaffeemaschine mit Strom

19. August 2015 Juliane Keine Kommentare

Espresso-Liebhaber wissen: Um eine stabile Crema zu brühen, braucht man eine gute Maschine mit mindestens neun Bar Arbeitsdruck, 93 Grad heißes Wasser, frisch gemahlene Bohnen und einen Netzanschluss. Bis jetzt! Im Hauptsitz vom BEM-Mitgliedsunternehmen The Mobility House (TMH) mitten in München wird guter Espresso nun etwas anders zubereitet. Hier kommt der Strom aus dem Auto. In der Tiefgarage steht ein Nissan Leaf als Energiespender für das ganze Büro. Aus der Batterie des elektrischen Kompaktwagens wird der Strom direkt in das Hausnetz des Bürogebäudes eingespeist. Das umwälzende Resultat: Ein klassischer Stromnetzanschluss wird zumindest zeitweise überflüssig.

Technisch möglich wird das mit dem CHAdeMO Schnell-Ladeanschluss des Elektroautos. Über die bidirektional ladefähige Schnell-Ladestation von ENDESA steuert TMH die Fahrzeugbatterie kontrolliert an und entnimmt so dem eAuto Strom fürs Büro. Idee und Umsetzung stammen von den visionären Köpfen bei TMH: „Alle reden vom Klimawandel, wir tun etwas”, sagt Thomas Raffeiner, CEO von The Mobility House. „Mit diesem Projekt zeigen wir, dass wir die Energiewende beschleunigen und die Zukunft emissionsfrei gestalten können: Das Auto versorgt Haushalt und Büro mit Strom und ermöglicht Unabhängigkeit vom Netz.”

TÜV SÜD gibt grünes Licht für Multicharger bei Nissan

2. Dezember 2014 Juliane Keine Kommentare

Die Experten des BEM-Mitgliedsunternehmens TÜV SÜD haben nach eingehender Prüfung der elektrischen Installation und aller in der Prüfnorm vorgeschriebenen Sicherheitsmaßnahmen grünes Licht für die Inbetriebnahme des „Dual-Chargers“ beim Nissan Autohaus Mückra in München gegeben. Das duale Schnellladesystem ermöglicht die Ladung von Elektrofahrzeugen nach zwei Internationalen Ladestandards, dem europäischen-amerikanischen Combined Charging System CCS, sowie dem aus Japan stammenden CHAdeMO System. „Wir freuen uns über jedes Elektrofahrzeug, das zu uns zum Aufladen kommt. Aktuell hilft jedes Elektrofahrzeug, das auf der Straße unterwegs ist, die Akzeptanz der Elektromobilität zu vergrößern. Die Menschen müssen die Fahrzeuge im Alltag wahrnehmen, dann profitieren am Ende alle Hersteller. Darum haben wir uns entschieden, einen Schnelllader für beide Standards und alle Fahrzeuge aufzustellen“ sagt Martin Pick, Geschäftsführer des Nissan Autohauses Mükra in München.

Zur Inbetriebnahme übergab Volker Blandow, Leiter der Elektromobilität bei TÜV SÜD, das Sicherheitsgutachten. „Mir ist das Thema Schnellladung sehr wichtig, darum wollte ich Herrn Pick gerne persönlich zur Entscheidung für den Dual-Charger gratulieren. Ich hoffe auf viele Nachahmer“. Pick und Blandow sind sich einig: Schnellladung ist sicher nicht die Regel im elektromobilen Alltag, aber manchmal ist es einfach notwendig. Die Schnellladung erweitert im Bedarfsfall den Aktionsradius von Elektrofahrzeugen von 150 auf über dreihundert Kilometer pro Tag ohne größere Wartezeiten. „Der normale Autofahrer braucht die Option, sein Auto im Bedarfsfall schnell einmal nachladen zu können, auch wenn er es im Alltag vielleicht gar nicht ständig nutzen wird. Oft genügen zehn bis 12 Minuten am Schnelllader, um die Kapazität von 30 Prozent wieder auf über 70 Prozent zu heben. Damit befindet sich der Fahrer wieder in der „elektromobilen Wohlfühlzone“, berichtet Blandow.

Diskriminierung von CHAdeMO-Säulen und Multiladern

31. Oktober 2014 Juliane Keine Kommentare

Aktuell kommt Bewegung in das vom Bundeswirtschaftsministerium geförderte Projekt SLAM zum Aufbau einer CCS-Infrastruktur. Vor wenigen Tagen wurde der Fonds geöffnet, über den Investoren nun Zuschüsse für die Errichtung von rund 200 DC-Schnellladesäulen erhalten können. Und damit ist auch eine Entscheidung im Konflikt der Ladesysteme gefallen: CHAdeMO-Säulen und Multilader bleiben außen vor. Besitzer von eFahrzeugen, die nicht in Deutschland hergestellt wurden, werden damit nicht an den SLAM-Ladepunkten tanken können. Mehr dazu finden Sie hier bei den Kollegen vom electrive.net. Lesenswert..!

Diskussion um diskriminierungsfreie Ladeinfrastruktur

23. Mai 2014 Juliane Keine Kommentare

Thomas Hausch, Geschäftsführer des BEM-Mitgliedsunternehmens Nissan Center Europe empörte sich am Mittwoch vor der Presse in Köln über das Förderprojekt für Schnellladestationen entlang der A9. “Es ist ein Skandal, dass ein mit den Steuern der Bundesbürger bezahltes Projekt, die Besitzer der überwiegenden Mehrzahl der derzeit in Deutschland zugelassenen Elektrofahrzeuge ausschließt.” Die acht neuen Schnellladestationen unterstützen ausschließlich den “Combined Charging Standard” (CCS). Damit kann etwa der Nissan Leaf dort nicht aufgeladen werden, denn er braucht den CHAdeMO-Standard, um schnellgeladen werden zu können.

Rund zwei Drittel der meist von Importeuren verkauften derzeit auf deutschen Straßen befindlichen zirka 4.000 Elektrofahrzeuge benötigen laut VDIK-Angaben den “CHAdeMO”-Standard. Lediglich sieben Prozent seien derzeit mit dem europäischen CCS-Standard ausgerüstet. Andere Staaten, bei denen die Verbreitung von Elektrofahrzeugen deutlich weiter fortgeschritten ist, beispielsweise Norwegen und die Niederlande, empfehlen in Puncto Schnellladestruktur die sogenannten Multicharger, die alle schnellladefähigen Elektrofahrzeuge bedienen können.

Förderprojekt diskriminiert viele eAuto-Fahrer

15. Mai 2014 Juliane Keine Kommentare

Die meisten Elektrofahrzeuge, die in Deutschland und auch Europa aktuell gefahren werden, können nur über den sogenannten CHAdeMO-Standard mit Gleichstrom schnell geladen werden. Dies sind in Deutschland zurzeit ca. 4.000 und europaweit ca. 35.000 Elektrofahrzeuge. Den europäischen „Combined Charging Standard“ (CCS) unterstützen aktuell bisher europaweit lediglich ca. 7 Prozent, den CHAdeMO-Standard jedoch rund 66 Prozent der schnellladefähigen Elektrofahrzeuge.

In einer aktuellen Pressemeldung erklärt VDIK-Präsident Volker Lange dazu: „Das mit Steuergeldern geförderte Projekt mit 8 neuen Schnellladestationen entlang der A9, die ausschließlich den CCS-Standard unterstützen, stellt eine unglaubliche Diskriminierung der Autofahrer dar, die sich bereits sehr frühzeitig ein Elektrofahrzeug angeschafft haben, das über den CHAdeMO-Standard schnellgeladen werden muss. Diese Autofahrer sind mit hohem Anteil deutsche Steuerzahler. Auch aus wirtschaftlichen Gründen sind die staatlichen Fördermittel nicht sinnvoll eingesetzt, da sich für die Schnellladesäulen an der A9 aufgrund kaum vorhandener kompatibler Elektrofahrzeuge in den nächsten Jahren kein tragfähiges Geschäftsmodell ergeben wird. Andere Staaten, bei denen die Verbreitung von Elektrofahrzeugen deutlich weiter fortgeschritten ist, beispielsweise Norwegen und die Niederlande, empfehlen in Puncto Schnellladeinfrastruktur sehr pragmatisch die mittlerweile in großer Zahl am Markt verfügbaren sogenannten Multicharger, die alle schnellladefähigen Elektrofahrzeuge entsprechend bedienen können. Dieser pragmatischer Ansatz sollte auch für Deutschland und für aus Steuermitteln finanzierte Projekte beispielgebend sein.“

EU-Parlament einigt sich auf Ladestecker-Standard

16. April 2014 Juliane Keine Kommentare

Das EU-Parlament hat nun offiziell den Richtlinienvorschlag beschlossen, der den Mennekes-Stecker als europäischen Standard vorgibt. Bei dem gewählten Typ-2-Stecker handelt es sich um ein Modell für das Tanken von Wechselstrom, das in Deutschland bereits jetzt verwendet wird. Außerdem werden Multi-Standard-Lader für schnelles DC-Laden empfohlen. Bereits errichtete CHAdeMO-Ladepunkte sollen weiterhin nutzbar bleiben. Der Rat, in dem die 28 EU-Staaten vertreten sind, muss die Vorlage nun noch formal absegnen.

Ziel ist es, die Mobilität von Fahrern, die mit Elektroautos etwa in Grenzgebieten oder beim Urlaub im EU-Ausland unterwegs sind, zu verbessern. Der nun angenommene Gesetzentwurf enthält keine Vorgaben für den Aufbau der Stromtankstellen. Ursprünglich wollte die EU-Kommission jedem Land eine bestimmte Anzahl vorschreiben. Für Deutschland wären es 150.000 Ladestationen gewesen, für Österreich immerhin 12.000. Dieser Vorschlag scheiterte im Rat am Widerstand mehrerer EU-Staaten. Weitere Informationen finden Sie hier.

Schnellladesäulen bei TOTAL Tankstellen in Berlin

17. Juni 2013 Juliane Keine Kommentare

Als erster Tankstellenbetreiber erweitert TOTAL für das eCarsharing-Angebot Multicity von Citroën in Berlin, mit Ladestationen des BEM-Mitgliedsunternehmens e8energy, das Schnellladenetz in der Hauptstadt. Mit Ladeleistungen von bis zu 22 Kilowatt können Elektrofahrzeuge künftig in der Margarete-Sommer-Straße und in der Holzmarktstraße in ca. 30 Minuten zu 80 Prozent aufgeladen werden. Die Ladesäulen unterstützen neben dem CHAdeMO-Protokoll, mit dessen Hilfe Elektrofahrzeuge wie Citroën C-Zero, Nissan Leaf, Peugeot iOn, Mitsubishi iMiEV und künftig auch der Plug-In Hybrid Mitsubishi Outlander geladen werden können, auch andere Elektrofahrzeuge durch eine Typ 2 Anschlussdose bis 22 kW AC. Der Ladevorgang ist aktuell noch kostenfrei.

E.ON elektrifiziert die A8

28. August 2011 Juliane Keine Kommentare

Der Energiekonzern E.ON beginnt mit dem Aufbau von Schnellladestationen für Elektroautos entlang deutscher Autobahnen. Die erste Station dieser Art wurde am 24. August 2011 an der A8 an der Ausfahrt Irschenberg in Bayern installiert. In Deutschland kommt so erstmalig an Autobahnen die Gleichstromladetechnik zum Einsatz. Mit Ladeleistungen von bis zu 50 Kilowatt können Elektrofahrzeuge an diesen Stationen in 20 bis 30 Minuten die Batterie wieder aufladen. Bei den bisher eingesetzten Stromtankstellen mit Wechselstrom beträgt die Ladedauer für eine Vollbeladung etwa sechs Stunden, bei einer Ladeleistung von 3,5 Kilowatt. Die neuen Stationen unterstützen das CHAdeMO-Protokoll, einen einheitlichen Standard, mit dessen Hilfe in Deutschland bereits erhältliche Elektrofahrzeuge wie Mitsubishi iMiEV, Peugeot iOn, Citroën C-Zero und künftig auch der Nissan Leaf geladen werden können. Das Schnellladen wird in einer ersten Testphase pauschal fünf Euro kosten. Der zum Laden verwendete Strom wird ausschließlich in E.ON-eigenen deutschen Wasserkraftwerken erzeugt.

Japan: Zusammenschluss zur Förderung von eFahrzeugen

18. März 2010 Juliane Keine Kommentare

In Japan haben sich die führenden Unternehmen der Automobilindustrie – Mitsubishi, Toyota, Nissan und Subaru – und der Stromanbieter Tokyo Electric Power Company zusammengeschlossen, um die Förderung von Elektrofahrzeugen und eine Standardisierung von Schnellladestationen zu erarbeiten. Dazu haben sie die Vereinigung “Chademo” gegründet. Durch die angestrebte weltweite Standardisierung von Schnellladestationen soll die Verbreitung von Elektrofahrzeugen unterstützt werden. Auf dem Genfer Automobilsalon wurde ein Prototyp der “Chademo”-Ladesäule vorgeführt. Die Wartezeiten während des Ladens verringern sich durch die neue Technologie erheblich. Bis dato haben 158 andere Unternehmen aus der Automobil-, Zulieferindustrie, Energieversorger und Batteriehersteller ihr Interesse an einer Zusammenarbeit bekundet.