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Artikel Tagged ‘Dienstwagenbesteuerung’

BEM begrüßt Nachteilsausgleich bei der Dienstwagenbesteuerung von Elektrofahrzeugen

7. Juni 2013 Juliane Keine Kommentare

Der Bundestag hat am 06. Juni 2013 die Beschlussempfehlung des Vermittlungsausschusses zur Besteuerung der privaten Nutzung von Elektrofahrzeugen als Dienstwagen angenommen, nachdem die Abstimmung zum Jahressteuergesetz 2013 Ende des letzten Jahres gescheitert war. Es ist davon auszugehen, dass der Bundesrat in seiner heutigen Sitzung diesem Votum ebenfalls folgen wird. Damit wird rückwirkend zum 01. Januar 2013 bei der Berechnung des geldwerten Vorteils von elektrisch betriebenen Dienstwagen künftig nicht mehr wie bei konventionellen Autos der komplette Listenpreis herangezogen, sondern ein um die Batteriekosten geminderter Betrag. Bei Anschaffung eines Plug-in-Hybrids oder Elektrofahrzeugs werden in Zukunft pro KWh des im Auto vorhandenen Energiespeichers 500 Euro von der zu versteuernden Summe abgezogen. Der Betrag sinkt ab 2014 jedes Jahr um 50 Euro bis 2022.

“Die erfolgreiche Marktdurchdringung von Elektrofahrzeugen wird in der Markthochlaufphase der Elektromobilität stark über den vermehrten Einsatz in Firmenflotten laufen. Vor diesem Hintergrund haben wir die Initiative zur Gesetzesänderung der Dienstwagenbesteuerung unseres Mitgliedsunternehmens juwi bereits im Februar 2012 aktiv unterstützt und begleitet”, so BEM-Präsident Kurt Sigl. Um auf die Diskrepanz in der Besteuerungspraxis hinzuweisen, hatte sich das BEM-Mitgliedsunternehmen in einem offenen Brief an Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble gewandt und sich für die im Mai 2011 im Regierungsprogramm Elektromobilität der Bundesregierung beschlossene Besteuerung nach dem sogenannten Nutzwertprinzip eingesetzt.

“Wir begrüßen die aktuelle Gesetzesänderung und den damit erwirkten Nachteilsausgleich bei der Besteuerung von elektrisch betriebenen Dienstfahrzeugen”, betont Sigl und macht gleichzeitig deutlich, dass der Bundesverband eMobilität hier noch Potenzial für eine weitere Förderung der Elektromobilität sieht. “Wir gehen mit unserem Vorschlag noch einen wesentlichen Schritt weiter und wünschen uns einen wirklichen Anreiz für eine Neue Mobilität. Solange Elektroautos in der Anschaffung teurer sind, als konventionelle Fahrzeuge, wäre mit der Einführung einer 0%-Regelung für elektrische Dienstwagen ein echter Marktanreiz für Erste Flotten geschaffen – ganz im Sinne einer mittelfristigen Marktfähigkeit der Neuen Mobilität. Daher setzten wir uns auch weiterhin für eine Aufhebung der Dienstwagenbesteuerung bis mindestens zum Ende der Schaufensterprojekte 2015 ein. Damit könnte die Politik ein aktives Zeichen setzen.”

Nachteilsausgleich für eFahrzeuge beschlossen

7. Juni 2013 Juliane Keine Kommentare

Nachdem das Paket zum Jahressteuergesetz 2013 – inklusive der Änderung zur Dienstwagenbesteuerung für Elektroautos – im letzten Jahr während der Abstimmung im Bundestag scheiterte, weil man sich über unterschiedliche Teilaspekte nicht einigen konnte, hat man nun offensichtlich eine Einigung gefunden. Das Gesetzespaket wurde jetzt vom Bundestag abgesegnet.

Hier noch einmal kurz, was sich künftig für Elektrofahrzeuge als Dienstwagen ändert: Bei der Berechnung des geldwerten Vorteils von eDienstwagen wird künftig nicht mehr wie bei konventionellen Autos der komplette Listenpreis herangezogen, sondern ein um die Batteriekosten geminderter Betrag. Bei Anschaffung eines Plug-in-Hybrids oder eines Elektrofahrzeugs kann man in Zukunft pro KWh des im Auto vorhandenen Energiespeichers 500 Euro von der zu versteuernden Summe abziehen. Für einen Nissan Leaf mit seinem 24-kWh-Akku setzt das Finanzamt dann beispielsweise nicht mehr rund 34.000 Euro, sondern nur noch 24.000 Euro an. Der Nutzer muss dann nicht mehr 340 Euro, sondern nur noch 240 Euro versteuern. Der Betrag sinkt ab 2014 jedes Jahr um 50 Euro bis 2022. Für Brennstoffzellenfahrzeuge soll bei deren Markteintritt eine vergleichbare Regelung gefunden werden. Gelten soll das Gesetz bis Ende 2015. Danach soll die Steuerbefreiung wieder wie bisher fünf Jahre betragen.

Neuregelung bei der Besteuerung von Dienst-Fahrrädern

3. Dezember 2012 Juliane Keine Kommentare

Die Landesfinanzminister haben die Finanzämter bundesweit angewiesen, rückwirkend für das Jahr 2012 Fahrräder, Pedelecs und eBikes wie Dienstwägen nach § 8 Absatz 2 Satz 8 EStG zu behandeln. Bekommt der Arbeitnehmer vom Arbeitgeber ein Dienstrad gestellt, muss dieser den geldwerten Vorteil künftig nur mit einem Prozent des Listenpreises monatlich versteuern.

“Da die bis dato geltende Regelung die Verbreitung von Elektrofahrzeugen als Dienstfahrzeuge bislang behinderte, haben wir die Initiative unseres Mitgliedsunternehmens LeaseRad zur Neuregelung der Besteuerung von Dienst-Fahrrädern gern aktiv unterstützt und freuen uns über die nun eingeführte steuerliche Neuregelung”, so BEM-Marketingvorstand Christian Heep.

Weitere Informationen rund um die Neuregelung finden Sie hier.

BEM-Präsident unterstützt Mitgliedsunternehmen juwi in der Dienstwagen-Debatte

24. Februar 2012 Juliane Keine Kommentare

“Nicht durch große Reden werden wir den Verkehr zunehmend elektrifizieren, sondern durch konkrete Maßnahmen, die auf der einen Seite die entsprechenden politischen, finanziellen und rechtlichen Rahmenbedingungen schaffen und auf der anderen Seite die Verbraucher – und hier in einem ersten Schritt die öffentlichen Körperschaften und kommunalnahen Unternehmen – zur Anschaffung von eFahrzeugen animieren und motivieren”, so BEM-Präsident Kurt Sigl.

“Insbesondere die Politik muss nun auch aktiv ambitioniertere Zeichen setzen. So hat die Bundesregierung es bisher nicht geschafft, die Nachteile der eAutos bei der Dienstwagenbesteuerung auszugleichen obwohl dies im Mai 2011 als entscheidender Punkt des Maßnahmenpakets angekündigt wurde. Und auch die aktuell diskutierten Mittelkürzungen in Bezug auf die Schaufensterbewerbung schaffen nur wenig bis gar kein Vertrauen in die elektromobile Regierungsposition”, erklärt Sigl weiter.

“Die erfolgreiche Marktdurchdringung wird zu Beginn stark über Firmenflotten laufen. Solange die steuerrechtliche Benachteiligung durch die 1%-Reglung aber derart eklatant ist, bleiben eAutos als Dienstwagen unattraktiv. Vor diesem Hintergrund unterstützen wir das aktuelle Schreiben der juwi-Gruppe an den Bundesfinanzminister als aktiven Impuls für eine Neue Mobilität”, so Sigl abschließend.