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Artikel Tagged ‘Diskriminierung’

Diskriminierung von CHAdeMO-Säulen und Multiladern

31. Oktober 2014 Juliane Keine Kommentare

Aktuell kommt Bewegung in das vom Bundeswirtschaftsministerium geförderte Projekt SLAM zum Aufbau einer CCS-Infrastruktur. Vor wenigen Tagen wurde der Fonds geöffnet, über den Investoren nun Zuschüsse für die Errichtung von rund 200 DC-Schnellladesäulen erhalten können. Und damit ist auch eine Entscheidung im Konflikt der Ladesysteme gefallen: CHAdeMO-Säulen und Multilader bleiben außen vor. Besitzer von eFahrzeugen, die nicht in Deutschland hergestellt wurden, werden damit nicht an den SLAM-Ladepunkten tanken können. Mehr dazu finden Sie hier bei den Kollegen vom electrive.net. Lesenswert..!

Förderprojekt diskriminiert viele eAuto-Fahrer

15. Mai 2014 Juliane Keine Kommentare

Die meisten Elektrofahrzeuge, die in Deutschland und auch Europa aktuell gefahren werden, können nur über den sogenannten CHAdeMO-Standard mit Gleichstrom schnell geladen werden. Dies sind in Deutschland zurzeit ca. 4.000 und europaweit ca. 35.000 Elektrofahrzeuge. Den europäischen „Combined Charging Standard“ (CCS) unterstützen aktuell bisher europaweit lediglich ca. 7 Prozent, den CHAdeMO-Standard jedoch rund 66 Prozent der schnellladefähigen Elektrofahrzeuge.

In einer aktuellen Pressemeldung erklärt VDIK-Präsident Volker Lange dazu: „Das mit Steuergeldern geförderte Projekt mit 8 neuen Schnellladestationen entlang der A9, die ausschließlich den CCS-Standard unterstützen, stellt eine unglaubliche Diskriminierung der Autofahrer dar, die sich bereits sehr frühzeitig ein Elektrofahrzeug angeschafft haben, das über den CHAdeMO-Standard schnellgeladen werden muss. Diese Autofahrer sind mit hohem Anteil deutsche Steuerzahler. Auch aus wirtschaftlichen Gründen sind die staatlichen Fördermittel nicht sinnvoll eingesetzt, da sich für die Schnellladesäulen an der A9 aufgrund kaum vorhandener kompatibler Elektrofahrzeuge in den nächsten Jahren kein tragfähiges Geschäftsmodell ergeben wird. Andere Staaten, bei denen die Verbreitung von Elektrofahrzeugen deutlich weiter fortgeschritten ist, beispielsweise Norwegen und die Niederlande, empfehlen in Puncto Schnellladeinfrastruktur sehr pragmatisch die mittlerweile in großer Zahl am Markt verfügbaren sogenannten Multicharger, die alle schnellladefähigen Elektrofahrzeuge entsprechend bedienen können. Dieser pragmatischer Ansatz sollte auch für Deutschland und für aus Steuermitteln finanzierte Projekte beispielgebend sein.“