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Sonne im Tank

7. April 2010 Juliane Keine Kommentare

Elektroautos sind nicht nur gut für die Umwelt, sie werden künftig auch einen Fixplatz an der Sonne haben – nämlich um einen Teil ihres Energiebedarfs mit Solarenergie zu decken. Im Rahmen von E3Car, Europas größtem Forschungsprojekt für Elektrofahrzeuge, arbeiten Elektroniker der FH JOANNEUM Kapfenberg daran, Solarpaneele, die fix am Fahrzeug montiert sind, so zu optimieren, dass damit der Bordelektronik von Elektrofahrzeugen maximale Energie zugeführt werden kann. So bleibt den Fahrzeugbatterien mehr Energie für den Elektromotor.
Europas größter Forschungsverbund in Sachen Elektrofahrzeuge heißt E3Car: Unter diesem Namen wollen insgesamt 33 Projektpartner bis 2012 die Effizienz von Elektrofahrzeugen um 35 Prozent steigern. Das Transferzentrum von “Elektronik und Technologiemanagement” (ETM) der FH JOANNEUM Kapfenberg ist dabei in Gesellschaft von Weltkonzernen wie Fiat, Audi, Philips, Bosch und dem Chiphersteller Infineon. Sie haben sich die Ziele hoch gesteckt: Effizienzsteigerung und die Integration elektronischer Komponenten sollen den Energiebedarf von Elektroautos um 35 Prozent senken. Um das zu erreichen, werden neue Hochleistungs-Halbleitertechnologien entwickelt und für die Optimierung von Spannungskonverter, Battery Management und Fahrzeug-Sensoren angewandt. Die FH JOANNEUM hat die Aufgabe übernommen, den Ertrag von Photovoltaikmodulen am E3Car Demonstrator mittels Maximum Power Point Tracking (MPPT) auf Zellebene zu optimieren, um mit einem Maximum an Solarenergie Klimalüfter, Fensterheber, Scheibenwischer und andere Komponenten der Bordelektronik betreiben zu können. Auf diese Weise wird die Fahrzeugbatterie entlastet, und das Auto kann bis zu 2000 km höhere Reichweiten pro Jahr erzielen. Die Arbeiten am E3Car sind Teil eines Forschungsschwerpunktes am FH-Transferzentrum “Elektronik und Technologiemanagement”. FH-Prof. Dr. Hubert Berger, der Leiter des Transferzentrums: “Da wir als übergeordneten Schwerpunkt unserer F&E-Aktivitäten das Thema der Zero Emission Mobility definieren, beschäftigen wir uns auch mit der Stromerzeugung aus regenerativen Quellen. Das größte Entwicklungspotenzial sehen wir dabei in der Photovoltaik. Im Rahmen von E3Car können wir nun zeigen, welche Möglichkeiten sich beim praktischen Einsatz der Photovoltaikanlagen in Elektrofahrzeugen auftun. Und das Projekt ebnet uns auch den Weg für künftige Projektpartnerschaften auf diesem Gebiet.”