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Opel-Entwicklungschefin bricht Tabu

22. März 2010 Juliane Keine Kommentare

Die Opel-Entwicklungschefin Rita Forst hat mit ihrer Forderung nach mehr Kooperation innerhalb der Automobilbranche ein Tabu gebrochen. Der Süddeutschen Zeitung erklärte sie, dass die Wettbewerber enger kooperieren sollten und sich teure Komponenten wie Batterien einfach teilen sollten, anstatt gegeneinander zu kämpfen. Solch einen Vorschlag hat es in dieser Form noch nicht gegeben. Wenige Wochen vor dem Elektroauto-Gipfel am 3. Mai mit Kanzlerin Merkel scheint Opel verstanden zu haben, dass strategische Partnerschaften wichtig sind, um Elektromobilität wettbewerbsfähig zu  machen und den Technologieanschluss an den asiatischen Markt nicht zu verlieren. “Ich würde sehr gerne mehr Kooperation mit anderen Autobauern machen”, erklärte Forst. “Vor allem, wenn es um Zukunftstechnologien wie das Elektroauto geht, müssen alle zusammenarbeiten.” Laut Forst müsse die Automobilbranche gemeinsam “an einem Strang ziehen” und mehr als nur Grundsatzvereinbarungen verabschieden. Ihr Vorschlag stößt bei ihren Mitkonkurrenten in der Automobilbranche auf wenig Gegenliebe. Da die Batterietechnik in den kommenden Jahren den Verbrennungsmotor ablösen wird, will jeder für sich allein am Technologievorsprung arbeiten und damit die Batterie zum Teil der Marke machen. Opels Konkurrenten sind sich fast alle einig: Die Batterie müsse künftig eine Möglichkeit sein, sich von Wettbewerbern zu unterscheiden. Deshalb wird es wohl eher unwahrscheinlich, dass es beim Gipfel Anfang Mai zu Annäherungen zwischen den Automobilherstellern kommen wird.