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Artikel Tagged ‘Elektroautos’

Erste Erfahrungen mit Elektroautos im Großstadtverkehr

26. Februar 2010 Juliane Keine Kommentare

Elektroautos können für Stadtbewohner eine realistische Alternative zu herkömmlich betriebenen Fahrzeugen sein. Dies zeigt die Auswertung einer ersten Testphase mit E-MINI-Fahrzeugen der BMW Group in Berlin durch Wissenschaftler der Technischen Universität Chemnitz unter Leitung von Prof. Dr. Josef Krems. Die unter 800 Bewerbern ausgewählten 40 Testpiloten waren ein halbes Jahr lang mit den Versuchsfahrzeugen unterwegs. Die Gruppe bestand überwiegend aus Männern mit überdurchschnittlichem Einkommen, einem Durchschnittsalter von 48 Jahren und häufiger Fahrzeugnutzung im Alltag. “Erstmals haben nicht Techniker der Fahrzeughersteller, sondern alltägliche Nutzer die Fahrzeuge detailliert getestet”, berichtet Studienleiter Krems. Zwei Drittel der Nutzer fühlten sich mit dem MINI E genauso flexibel wie mit einem herkömmlichen Fahrzeug. Problematisch sei in den meisten Fällen nicht die geringe Reichweite von 150 Kilometern mit einer Akkuladung gewesen, sondern der eingeschränkte Lade- und Passagierraum wegen der 260 Kilogramm schweren Lithium-Ionen-Batterie. Als angenehm empfanden die Probanden die geringe Geräuschkulisse der Elektrofahrzeuge. Für Fahrspaß sorgte die hervorragende Beschleunigung dank guter Drehmomentwerte, die für Elektroantriebe typisch sind. Derzeit startet in Berlin die zweite Testphase, an der wieder 40 Probefahrer teilnehmen sollen. Das Projekt der BMW Group und von Vattenfall Europe wird für zwei Jahre vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit gefördert.

Der im Vorjahr gegründete Bundesverband eMobilität (BEM) hat rasche Fortschritte bei der Entwicklung des Elektroantriebs angemahnt. Es sei bereits fünf nach zwölf, sagte BEM Präsident Kurt Sigl mit Blick vor allem auf die chinesische Konkurrenz beim “Tag der Elektromobilität” in Berlin. Sein 2009 gegründeter Verband will sich langfristig für die Umstellung auf Elektromobilität, den Einsatz erneuerbarer Energien und für die Verbesserung der gesetzlichen Rahmenbedingungen einsetzen. In naher Zukunft sollen sowohl Vertretungen des BEM in den einzelnen Bundesländern als auch so genannte e-shops entstehen, die eMobilität für Verbraucher anfass- und erlebbar machen.

Kölner Psychologen untersuchen die Erwartungen von Autokäufern an Elektroautos

28. Januar 2010 klaus Keine Kommentare

ABF_logoDas qualitativ-psychologische Marktforschungsinstitut ABF führt derzeit eine Grundlagenstudie zum Thema Elektromobilität durch. Mit dem Projekt sollen Fragen wie diese geklärt werden: Wie realistisch, ernst gemeint und nachhaltig ist das Interesse der künftigen Käufer wirklich? Welche Produkteigenschaften und Argumente überzeugen die anspruchsvolle Pioniergruppe der “Early Adopter”, welche dagegen den normalen Autofahrer? Welche Kundenwünsche die Anbieter von Produkten und Services rund um die e-Mobility beachten sollten, darüber ist noch wenig bekannt.

ABF möchte deshalb bereits in der frühen Startphase der Marktentwicklung das Thema eMobility marktforschend unterstützen. Allgemeine Zielsetzung des Initiativprojektes ist es, Autokunden zum ersten Mal umfassend, ausführlich und vertiefend zum Thema Elektroauto zu befragen. Die Anforderungen potentieller Kunden werden detailliert erhoben und mit tiefenpsychologischen Methoden wird die Motivation analysiert, die den Erwartungshaltungen, Meinungen und dem “Hörensagen” zur Technik zugrundeliegen.

Zentrale Fragestellungen der Initiativstudie sind: Welche psychologischen Motive bestimmen das Interesse der Autofahrer an Elektroautos? Welche Erwartungshaltungen und “Bilder im Kopf” bestehen heute zur Technik und zum konkreten Alltag mit Elektroautos? Auf welche Veränderungen ihrer Mobilitätsgewohnheiten werden die Autofahrer sich beim Elektroauto einlassen, wo liegen die Barrieren? Welche Voraussetzungen (Grundanforderungen) der Autokunden für den konkreten Kauf eines Elektroautos müssen erfüllt werden? Die Initiativstudie ist im Januar gestartet. Ergebnisse sollen Anfang März 2010 vorliegen. We’ll keep you posted…

Elektroautos als Firmenwagen

23. Dezember 2009 klaus Keine Kommentare

Unternehmen wollen in Firmenfuhrparks künftig verstärkt auf Elektroautos setzen. Während die Nutzung von Elektroautos in deutschen Dienstwagen-Flotten aktuell nahezu gegen Null geht, wollen in den nächsten drei Jahren neun Prozent mindestens ein solches Fahrzeug in Dienst stellen. Im gesamteuropäischen Vergleich soll dieser Wert sogar auf 18 Prozent steigen. Dies ist ein Ergebnis des “Barometers 2009″, einer telefonischen Umfrage des Corporate Vehicle Observatory (CVO) in zwölf europäischen Ländern.´Diesen Anstieg sagt die Studie für Unternehmen jeder Größe vorher: Bei kleinen Firmen mit weniger als zehn Mitarbeiter steigt der Wert auf zehn und bei Firmen mit zehn bis 99 Beschäftigten auf sechs. Bei mittleren Unternehmen liegt der Prozentsatz bei fünf und bei großen Unternehmen ab 1.000 Mitarbeitern gar bei 14 Prozent. Erklärt werden könne diese breite Absichtserklärung unter anderem damit, dass die Entscheider mit einem steigenden Angebot attraktiver Fahrzeuge rechnen. Die Studie brachte auch hervor, dass der Trend zum Leasing ungebrochen ist. Der Anteil der Unternehmen, die ihre Dienstwagen über diese Finanzierungsform anschaffen, liegt in diesem Jahr bei 42 Prozent und damit fast gleichauf mit dem Kauf (45 Prozent). Die Entwicklung geht damit zu Lasten des Autokredits, der nur mehr einen Anteil von 13 Prozent hat.
via pressetext

Standpunkt: Norbert Reithofer über Abwrackprämie u. eMobility

13. Dezember 2009 klaus Keine Kommentare

BMWs Konzernchef Norbert Reithofer sagte dem Rheinischen Merkur im Interview (Nr. 50 v. 10.12.09, S. 11):

Norbert_Reithofer_BMW

Die fünf Milliarden Euro für die Abwrackprämie haben technologisch nichts gebracht. Hätte man einen Teil davon in die Entwicklung neuer Antriebstechnologien gesteckt, wäre das weitaus sinnvoller gewesen. Beim Elektroauto muss man außerdem überlegen, wie man den Absatz zu Beginn ihrer Einführung fördert, denn diese Autos werden anfangs nicht billig sein.

Duisburg: Elektroroller vom EVU

3. Dezember 2009 klaus Keine Kommentare

Die Rheinische Post berichtet, dass der Duisburger Versorgungs- und Verkehrskonzern DVV aktiv in die Elektromobilität einsteigen will. Konkret sollen Elektroroller und -autos angeschafft sowie Stromtankstellen gebaut werden. Auch ein Carsharing-System für Duisburger Verbraucher ist angedacht. Noch im Januar, so erklärte DVV-Geschäftsführer Dr. Hermann Janning der RP, werde mit dem Bau von Duisburgs erster Elektrotankstelle auf dem Betriebsgelände an der Bungertstraße begonnen. Folgen sollen weitere “Aufladestationen” an zentralen Stellen im Stadtgebiet wie am Hauptbahnhof oder an der Uni. Wer in Duisburg heute schon über ein Elektro-Gefährt verfügt, kann sich besonders freuen: Das Tanken wird in der Einführungsphase 2010 kostenfrei sein. Die DVV kooperiert beim Thema eMobility mit der STAWAG.
via RP-Online