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Artikel Tagged ‘Elektrobus’

Erste elektrische Buslinie in Berlin im Einsatz

1. September 2015 Juliane Keine Kommentare

In Zukunft wird es leiser in manchen Bussen der Berliner Verkehrsbetriebe – und drumherum auch deutlich sauberer. Die BVG betreibt seit 31. August 2015 eine Buslinie mit Elektrofahrzeugen. Vier Fahrzeuge der Linie 204 fahren nun ohne Abgase zwischen Bahnhof Zoo und Südkreuz. Die Chefin der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG), Sigrid Nikutta, sagte dem rbb, die Elektrobusse seien ein grundlegender Schritt in Richtung grüner Busverkehr. “Heute ist ein besonderer Tag, denn das Projekt war extrem schwierig und es hat sehr lange gedauert. Es endlich geschafft zu haben, ist quasi, wie ein Kind zu bekommen.”

Das Besondere an den gelben Vehikeln: Die Busse sind nicht nur abgasfrei, sondern auch vibrationsarm und leise. Außerdem werden sie mit dem Primove-Ladesystem von Bombardier kabel- und kontaktlos geladen – ähnlich wie die elektrische Zahnbürste im heimischen Badezimmer. Fahrgäste können sich unter e-bus.berlin über weitere Details informieren und nachsehen, wo die eBusse aktuell unterwegs sind.

Weiterer Elektrobus für Aachen

11. August 2015 Juliane Keine Kommentare

Seit dieser Woche setzt die ASEAG, Aachener Straßenbahn und Energieversorgungs-AG, einen weiteren Elektrobus im Linienverkehr ein. Den Standardbus des in Salzgitter ansässigen Herstellers Sileo testet das Unternehmen zunächst für rund zwei Wochen. Der zweiachsige Bus mit zwölf Metern Länge fährt rein elektrisch. Als Speichermedium nutzt er Lithium-Eisenphosphat-Akkumulatoren mit einer nutzbaren Kapazität von insgesamt 200 Kilowattstunden. Die Reichweite einer Ladung beträgt nach Herstellerangaben mehr als 200 Kilometer. Dann muss das Fahrzeug wieder an die Steckdose. Unterwegs wandelt der Motor – wie vom Hybridbus bekannt – Bremsenergie in elektrische Energie um, die in den Akkumulatoren gespeichert und zum Betrieb des Fahrzeugs genutzt wird.

Während des Testbetriebs wird zum einen das Fahrverhalten im Straßenverkehr untersucht, zum anderen die Technik in der Werkstatt auf die Probe gestellt. Zudem steht im Mittelpunkt der Untersuchungen, welche Reichweite das Fahrzeug tatsächlich zurücklegt und wie zuverlässig seine Technik ist. Vor allem der Einfluss der Topographie auf den Energieverbrauch im hügeligen Aachen ist von großem Interesse. Auch der elektrisch betriebenen Gelenkbus, den das Unternehmen im Mai 2015 auf die Straße gebracht hat, ist nach wie vor im Linieneinsatz auf Aachens Straßen – und übertrifft im täglichen Betrieb die Erwartungen in Hinblick auf seine Reichweite und Zuverlässigkeit. Und auch die für ein solches Fahrzeug notwendigen Hintergrundsysteme im Werkstattbereich beherrschen die Mitarbeiter der roten Flotte nicht zuletzt durch die Erfahrungen, die sie während der Umbauphase sammeln durften. Die ASEAG hatte zuvor in ihren Werkstatthallen einen Hybrid-Gelenkbus zu einem Elektrobus umgebaut – ein Pilotprojekt, mit dem das Unternehmen den ersten rein elektrisch angetriebenen Bus auf Aachens Straßen gebracht hat.

Erste rein elektrische Buslinie Dresdens

23. Juni 2015 Juliane Keine Kommentare

Auf der Buslinie 79 der Dresdner Verkehrsbetriebe (DVB) wird künftig komplett auf fossile Energie verzichtet. Statt mit Diesel fährt der Bus mit Strom zwischen den Endhaltestellen Dreyßigplatz in Mickten und der Mengstraße in Übigau. Der Bus verkehrt künftig im 20-Minuten-Takt. Laut Sächsischer Energieagentur ist damit am 17. Juni 2015 die erste rein elektrische Buslinie des Freistaates Sachsens in Betrieb gegangen. Der Betrieb ist möglich, weil die Fahrzeuge von Endpunkt zu Endpunkt innerhalb von 16 Minuten nur vier Stationen anfahren müssen. Damit wird nur ein Wagen benötigt, um den 300 Kilometer Linienbetrieb pro Tag zu gewährleisten. Lediglich vier Minuten werden benötigt, um den Akku am Endpunkt Mickten wieder aufzufüllen. Dafür ist eine Ladestation am Dreyßigplatz installiert worden, die mit dem Bremsstrom der ankommenden Straßenbahnen die Busbatterien aufladen kann.

Rund 900.000 Euro haben die DVB in das Projekt investiert. Rund die Hälfte davon fördert der Bund mit dem „Schaufenster Elektromobilität“. Dazu kommt noch Geld der TU Dresden für die fünf umzugskistengroßen Batterien aus Lithium-Eisenphosphat und die Kosten für die wissenschaftliche Begleitung des Projekts. Weitere Informationen zur Dresdner eBus-Linie finden Sie hier.

Thüringen: Umweltministerium setzt auf eBusse

14. Juni 2015 Juliane Keine Kommentare

In Suhl hat ein Elektrobus seinen Testbetrieb aufgenommen. Eine Woche ist der Bus zwischen Stadtzentrum und Klinikum im Einsatz. Die Probefahrten sind Teil eines Forschungsprojektes. Das Thüringer Umweltministerium will in den nächsten Jahren verstärkt auf Elektrobusse in Innenstädten setzen. Dresdner Verkehrsexperten hatten dazu die Machbarkeit in Altenburg, Eisenach, Mühlhausen, Suhl und Weimar geprüft. Referatsleiter Jörg Kallenbach sagte MDR THÜRINGEN, in der Untersuchung seien pro Stadt zwei bis drei Elektrobusse in den nächsten vier bis fünf Jahren vorgeschlagen worden. Wegen der hohen Anschaffungskosten sei es nicht möglich, von Null auf Hundert umzustellen. Kallenbach fügte hinzu, Fördermittel sollten die Betreiber des Öffentlichen Nahverkehrs überzeugen. So könne das Land die Mehrkosten übernehmen, die Nahverkehrsbetriebe für einen Elektro- statt Diesel-Bus bezahlen müssten. Von der Umstellung erhofft sich das Ministerium CO2-Einsparungen, reduzierte Luftschadstoffe und ruhigere Innenstädte.

Elektrobus als ÖPNV-Ergänzung im ländlichen Raum gestartet

10. Juni 2015 Juliane Keine Kommentare

Nachhaltige Mobilitätsangebote sind für die Zukunftsfähigkeit des ländlichen Raums essentiell. Gerade für Kommunen mit einer großen Flächenausdehnung sind Mobilitätsangebote, die an den Bedürfnissen der Bürger ausgerichtet sind von entscheidender Bedeutung für ihre zukünftige Entwicklung. Es gilt, ländliche Kommunen als vitale und attraktive Wohn- und Wirtschaftsstandorte zu sichern. Gut durchdachten Konzepten, die auf Antriebskonzepten mit Erneuerbaren Energien aufsetzen, kommt dabei eine hohe Bedeutung zu. Die Initiative Zukunftsmobilität hat genau dieses Thema in der Gemeinde Baiersbronn im Schwarzwald bearbeitet. Die Experten für nachhaltige Mobilität im Ländlichen Raum haben im Dialog mit der Kommunalverwaltung und den kommunalen Gremien, dem örtlichen Handel, Taxi- und Busunternehmen, dem Tourismus, den Genehmigungsbehörden und anderen Akteuren das Konzept des “E-Bus Baiersbronn” entwickelt und es gemeinsam umgesetzt.

In Form eines einzigartigen Public-Privat-Partnerships wird nun der öffentliche Nahverkehr auf die Teilorte der großen Flächenkommune im Nordschwarzwald ausgedehnt und das bestehende Angebot ergänzt. Umgesetzt wird das Projekt mit Hilfe eines vollelektrisch angetriebenen Fahrzeugs, das 20 Fahrgästen Platz bietet. Mit einer Reichweite von bis zu 150 km und einer Höchstgeschwindigkeit von 70 km/h ist gewährleistet, dass die erforderlichen Strecken befahren und alle Steigungen auch im vollbeladenen Zustand und bei winterlichen Temperaturen gemeistert werden können. Zur Realisierung des Projektes haben die Fachleute der Zukunftsmobilität die Elektrofahrzeuge Schwaben GmbH, EFA-S empfohlen, die im Auftrag des örtlichen Busunternehmens, der Omnibusverkehr Klumpp GmbH, ein konventionelles Fahrzeug auf vollelektrischen Betrieb umgerüstet haben. Weitere Informationen rund um das Projekt des BEM-Mitglieds finden Sie hier.

Pilotprojekt Elektro-Postbus

Wirtschaftsministerin Eveline Lemke und Integrationsministerin Irene Alt setzen auf Elektromobilität. Künftig wird die Post zwischen allen Ministerien und der Staatskanzlei in Rheinland-Pfalz mit dem elektrisch betriebenen „ELCI“ ausgefahren. Die Ministerinnen weihten am 07. Mai 2015 den neuen Leicht-LKW der Firma Orten ein und starteten damit ein vom Wirtschaftsministerium finanziertes Pilotprojekt, dass die Alltagstauglichkeit von eTrucks untersucht. Begleitet wird der Pilotversuch vom „Commercial Vehicle Cluster (CVC) Südwest“. „Emissionsfrei, geräuschlos und dennoch mit gut 350 Kilogramm beladbar – das ist der kleine Lieferverkehr der Zukunft und eine große Chance für innovative Technik aus Rheinland-Pfalz“, sagte Wirtschaftsministerin Eveline Lemke. „Ich freue mich, dass die in meinem Ministerium angesiedelte Zentrale Poststelle der Landesregierung jetzt mit einem Elektrofahrzeug ausgestattet ist. Die Landesregierung geht hier mit gutem Beispiel voran und demonstriert, wie sich Luftverschmutzung und Lärm in Städten reduzieren lässt“, sagte Integrationsministerin Irene Alt.

„ELCI“ spielt sein ganzes Können da aus, wo Mensch und Motorenlärm sonst leicht kollidieren: In der Innenstadt, in Kommunen, auf dem Werksgelände. 120 Kilometer kann der kleine eTruck mit einer Batterieladung zurücklegen, ausreichend für die Arbeitsfahrten über den Tag hinweg. Am Abend lädt sich das elektrifizierte Nutzfahrzeug binnen sieben Stunden an der Steckdose wieder auf.

Erster vollelektrischer 20-Sitzer Bus im ländlichen Raum

4. März 2015 Juliane Keine Kommentare

Die Firma Klumpp Omnibusverkehre hat bei der Trossinger Zukunftsmobilität einen so genannten Beratungsgutschein „Strukturwandel Elektromobilität“ in Anspruch genommen. 600 Euro hat das Busunternehmen in den Beratungsgutschein investiert, der vonseiten des Landes mit 80% gefördert wird. Im Anschluss an die Beratung hat das Unternehmen eine Förderzusage vom Land über knapp 80.000 Euro erhalten. Damit kommt ab April 2015 der erste vollelektrische 20-Sitzer im ländlichen Raum auf die Straße. „Durch die Beratung konnten wir erkennen, dass Elektromobilität für unser Unternehmen absolut sinnvoll einsetzbar ist“, so Andreas Klumpp, Geschäftsführender Gesellschafter des Unternehmens. „Darüber hinaus konnten wir mithilfe des Elektromobilitätsberaters ganz neue Geschäftsideen entwickeln.“

Im Rahmen der Beratung wurden Szenarien erarbeitet, mit welchen Elektrofahrzeugen sich die Fahrzeugflotte des Busunternehmens sinnvoll ergänzen lässt. Die Bandbreite reichte von Hybridfahrzeugen im Bereich von Personen-Kleintransportern über Fahrzeuge mittlerer Größe bis zum Einsatz von Bussen der 12-Meter-Klasse. Diskutiert wurden die konkreten Einsatzszenarien der Elektrofahrzeuge im bestehenden Leistungsportfolio, wie auch in möglichen Wachstumsfeldern. Klumpp: „ Für mich waren die Ergebnissen wirklich überraschend. Erstens hat uns die Beratung vor einer Fehlinvestition bewahrt, zweitens hätte ich niemals gedacht, dass sich Elektrofahrzeuge wirklich perfekt für den ÖPNV-Ergänzungsverkehr eignen. Und das mitten im Schwarzwald seiner Topografie und seinen Minusgraden im Winter. Ich zumindest bin gespannt auf das erste Elektrofahrzeug in unserer Fahrzeugflotte.“ Wer einen der Beratungsgutscheine „Strukturwandel Elektromobilität“ beantragen will, muss sich beeilen – die Förderung läuft Mitte des Jahres aus. In Anspruch genommen werden kann die Förderung nur, wenn die Beratung durch einen zertifizierten Berater erfolgt. Informationen dazu gibt es unter www.die-elektromobilitaetsberater.de.

EU-Förderung für die Elektrifizierung des ÖPNV

23. Februar 2015 Juliane Keine Kommentare

“Electrification of public transport in cities” – oder kurz ELIPTIC – ist ein neues Forschungs- und Demonstrationsprojekt, das der Senator für Umwelt, Bau und Verkehr in Bremen, Joachim Lohse, mit insgesamt 34 europäischen Projektpartnern erfolgreich im europäischen Forschungsprogramm “Horizon 2020″ akquirieren konnte. “Inhaltlich geht es um die Nutzungsmöglichkeiten der Elektromobilität im öffentlichen Personennahverkehr – wie zum Beispiel im Bereich von Bussen, aber auch in der Energieeffizienz von Straßenbahnen und in der Vielfachnutzung elektrischer Infrastruktur. Der ÖPNV ist eine der sinnvollsten Anwendungbereiche von Elektromobilität”, stellt Senator Lohse heraus. “So kann der Umweltvorteil des ÖPNV weiter ausgebaut werden.” Weitere Informationen rund um das Projekt finden Sie hier.

AKASOL liefert weitere Batterien für Braunschweiger Elektrobusse

10. Oktober 2014 Juliane Keine Kommentare

Das BEM-Mitgliedsunternehmen AKASOL hat weitere Lithium-Ionen-Batteriesysteme für insgesamt vier 18 Meter lange Elektro-Gelenkbusse an Bombardier Transportation ausgeliefert. Die Systeme verfügen über 45 flüssiggekühlte Batteriemodule, mit einem Energieinhalt von 92 Kilowattstunden und einer Ladeleistung von bis zu 200 Kilowatt. Die Li-Ion-Batterien werden in Nahverkehrsbussen in Braunschweig zum Einsatz kommen. Seit April 2014 fährt in der niedersächsischen Stadt bereits der erste vollelektrische, zwölf Meter lange Bus mit einem 60-Kilowattstunden-Batteriesystem von AKASOL auf der Linie M19.

High Performance Batteriesysteme made in Germany mit über 20 Jahren Erfahrung: Das deutsche Unternehmen AKASOL mit Sitz in Darmstadt gehört zu den weltweit führenden Entwicklern und Produzenten von mobilen und stationären Hochleistungs-Batteriesystemen. Einsatzgebiete der bereits mehrfach aus-gezeichneten Speicherlösungen sind Nutzfahrzeuge, Stadtbusse, Straßenbahnen, Sportwagen, Sonderfahrzeuge, Hafenlogistik und Marineanwendungen.

Elektromobilität bei Stadtbussen nimmt Fahrt auf

9. Oktober 2014 Juliane Keine Kommentare

Das BEM-Mitgliedsunternehmen Ziehl-Abegg hat auf der diesjährigen IAA Nutzfahrzeuge die zweite Generation des elektrischen Radnabenantriebs ZAwheel vorgestellt. Das Drehmoment wurde von 2100 Nm auf 2700 Nm erhöht; die Nennleistung stieg von 99 kW auf 113 kW pro Rad. Die optimierte Antriebsachse in Niederflurausführung erleichtert das Umrüsten von Dieselfahrzeugen. Ein Monitoringsystem lässt die Linienbetreiber sekundengenau online quasi in den Motor eines jeden Rades schauen. So können Ladezyklen optimiert und mögliche kritische Betriebspunkte früh erkannt werden. „Unser System ist der effizienteste Antrieb für Stadtbusse“, sagt Ralf Arnold, Geschäftsführer von Ziehl-Abegg Automotive. Auszeichnungen vom deutschen Bundesumweltministerium (Ecodesign-Award) sowie der Energy Globe Award und das ECW Innovationlabel der Busworld Kortrijk unterstreichen dies.

„Ein Elektrobus ist kein Selbstläufer, es bedarf sehr viel Aufklärungsarbeit bei Städten und Betreibern“, so Vertriebsleiter Harald Ludescher. Ein großer Erfolg ist die Zusammenarbeit mit dem niederländischen Bushersteller VDL Bus & Coach, der mit zwei Demobussen für das umweltfreundliche Antriebssystem wirbt. Bei VDL Bus & Coach gingen bereits mehrere Bestellungen für elektrische Stadtbusse aus Helsinki (Finnland), Byberg (Schweden) und Münster (Deutschland) ein. Der Hersteller Hybricon aus Schweden hat mehrere Bestellungen für 12m und 18m Stadtbusse mit ZAwheel für Umea (Schweden) erhalten. ebus Europa (Deutschland) wird im ersten Quartal 2015 mit zwei Demofahrzeugen Werbung für effizienten und leisen Stadtbusverkehr „Made by Ziehl-Abegg“ machen.