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Artikel Tagged ‘Elektromobilitätsgipfel’

Österreich: Vorrang für 100% Erneuerbare eMobilität

27. Mai 2011 Juliane Keine Kommentare

Vor einer drohenden Fehlzündung bei der Mobilitätsentwicklung warnten gestern Greenpeace, Klimabündnis und VERBUND in einer gemeinsamen Pressekonferenz. Der Grund für die ungewöhnliche Allianz: Die Forderung nach Vorrang und mehr Tempo für eMobilität betrieben mit Strom aus hundert Prozent Erneuerbaren Energien. “Es braucht einen gesetzlichen Fahrplan, der in erster Linie sicherstellt, dass Elektrofahrzeuge ausschließlich mit Strom aus Erneuerbaren Energien betrieben werden, sonst droht der Fortschritt zum ökologischen Rückschritt zu werden”, sind sich Umweltorganisationen und Energieversorger einig. Eine gemeinsame Studie, die bis Herbst diesen Jahres erarbeitet wird sowie die Initiative zu einem Elektromobilitätsgipfel sollen den politischen Prozess unterstützen. “Nur wenn die Stromherkunft aus Erneuerbaren Energien sicher gestellt ist, kann der Mobilitätswandel den positiven ökologischen Effekt erfüllen, den man sich von ihm verspricht”, so Klimabündnis-Geschäftsführer Peter Molnar.

BITKOM-Umfrage: Elektrofahrzeugen gehört die Zukunft

Elektrofahrzeugen gehört die Zukunft. Sie werden herkömmliche Autos mit Verbrennungsmotoren ablösen. Das glauben 60 Prozent der Deutschen, wie der Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e.V. (BITKOM) vor dem Elektromobilitätsgipfel am 3. Mai im Kanzleramt mitteilte. Basis ist eine repräsentative Umfrage des Marktforschungsinstituts Aris im Auftrag des BITKOM. „Die Bundesbürger wollen saubere, nachhaltige und zuverlässige Fortbewegungsmittel – der Elektromobilität trauen sie all das am ehesten zu“, erklärte BITKOM-Präsident Prof. Dr. August-Wilhelm Scheer. Männer und Frauen sehen die Zukunft für Elektroautos gleichermaßen positiv. Bei den jüngeren Befragten (66 Prozent) ist das Vertrauen in die Zukunft der Elektroautos etwas höher als bei Senioren (55 Prozent). Elektromotoren genießen laut der Umfrage im Vergleich zu anderen alternativen Antrieben das höchste Ansehen: Wenn die fossilen Energiereserven wie Erdöl oder Erdgas erschöpft sind, favorisieren 40 Prozent der Deutschen elektrische Antriebe als Ersatz. Dabei ist der Anteil bei den Jüngeren mit 46 Prozent deutlich höher als bei den Senioren mit 33 Prozent. Einer im März veröffentlichen BITKOM-Studie zufolge erwägen vier von zehn Deutschen den Kauf eines Elektroautos.

Einer im März veröffentlichten BITKOM-Studie zufolge erwägen vier von zehn Deutschen den Kauf eines Elektroautos

Ramsauer will Strom geben

30. April 2010 Juliane Keine Kommentare

Vor dem Elektromobilitätsgipfel im Kanzleramt am 3. Mai erklärte Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer: “Wir dürfen uns auf diesem wichtigen Zukunftsfeld nicht den Rang von anderen Ländern ablaufen lassen.” Er betonte gegenüber dem Magazin “Auto Motor und Sport”, dass Deutschland zukünftig die besten Elektroautos der Welt bauen müsse. Er appellierte an die Fahrzeughersteller, möglichst schnell in die Serienproduktion von Elektroautos einzusteigen, um den Anschluss an ausländische Märkte nicht zu verpassen. “Führende Autohersteller in Deutschland haben mir zugesichert, dass sie im Jahr 2014 mit kundentauglichen Elektroautos auf den Markt kommen werden. In Zukunft sollte es so attraktiv sein, ein Elektroauto zu fahren, dass man im Idealfall auch ohne Kaufprämie zugreift.”

BEM vertritt Mitgliederinteressen auf Elektromobilitätsgipfel

29. April 2010 Juliane Keine Kommentare

Der Bundesverband eMobilität e.V. (BEM) fordert die schnelle Integration von Elektromobilität im Alltag der Menschen. „Elektromobilität muss jetzt praxisnah auf den deutschen Straßen umgesetzt werden. Wir fordern deshalb ein 100.000 Elektroauto-Programm, wie bereits von McKinsey vorgeschlagen, das in wenigen Jahren umgesetzt werden muss“, betont BEM-Präsident Kurt Sigl. Auf dem Elektromobilitätsgipfel am 3. Mai wird Kurt Sigl die Positionen des Bundesverbands und seiner Mitglieder im Kanzleramt vertreten. Der BEM will die „Nationale Plattform Elektromobilität“ aktiv und tatkräftig unterstützen, um Elektromobilität als realistische Mobilitätsalternative in Deutschland zu etablieren und sie weiterhin auf die öffentliche Tagesordnung setzen.

Der BEM fordert innovative, branchenübergreifende Kooperationskonzepte zwischen Energieversorgern, Herstellern von Elektrofahrzeugen, Systemzulieferern und Forschungseinrichtungen, um die notwendigen technischen und wirtschaftlichen Voraussetzungen zu schaffen, um wettbewerbsfähig zu werden und zu bleiben. „Damit wir Elektroautos erfolgreich in Serienproduktion auf die Straßen bringen können, brauchen wir eine Cluster-Bildung von Netzwerkpartnern und eine Zusammenführung von OEM´s, EVU´s und First Tiers mit mittelständischen Unternehmen.“ erklärt der Geschäftsführer der German E Cars GmbH Dirk Fräger.

Außerdem müssen seitens der „Nationalen Plattform Elektromobilität“ sowohl rechtliche als auch technische Standardisierungen und Qualitätssicherungs maßnahmen durchgesetzt werden, um insbesondere für den Mittelstand die nötige Planungssicherheit zu schaffen. Der BEM setzt sich für stabile Rahmenbedingungen in Form von konkreten Gesetzgebungen und Maßnahmen ein. So könnten beispielsweise die bürokratischen Hürden beim Fahrzeugprototypenbau entschärft werden, um dadurch Entwicklungs- und Produktionspotenziale in Deutschland besser zu nutzen.

Im Austausch mit den BEM-Mitgliedern wurde außerdem deutlich, dass sowohl Konzepte für eine grundlegende Finanzsicherheit als auch geeignete Verkaufsmodelle nötig sind, um die Serienproduktion von Elektrofahrzeugen zu ermöglichen. Dies kann durch innovative Leasingmodelle mit integrierter Steuerbefreiung oder staatliche Anreizprogramme für die Anschaffung von Elektrofahrzeugen geschehen. Daneben müssen auch nicht-monetäre Anreize, wie die Nutzung der Busspur oder das Gratisparken im Innenstadtbereich, für Elektrofahrzeug-Halter angedacht werden.

„Wir erhoffen uns einen branchenübergreifenden Diskussionsaustausch, der konkrete Ergebnisse liefert, um Deutschland als Leitmarkt für Elektromobilität zu etablieren“, betont Kurt Sigl im Vorfeld des Elektromobilitätsgipfels.

Der Bundesverband eMobilität setzt sich dafür ein, die Mobilität in Deutschland mit dem Einsatz Erneuerbarer Energien auf Elektromobilität umzustellen. Zu den Aufgaben des BEM gehört die Forderung nach gesetzlichen Rahmenbedingungen für den Ausbau der Elektromobilität als nachhaltiges und zukunftsweisendes Mobilitätskonzept und die Durchsetzung einer Chancengleichheit bei der Umstellung auf Elektromobilität. Als Sprachrohr der gesamten Branche setzt der BEM sich aktiv für die Erfahrbarkeit von Elektrofahrzeugen ein und integriert die Faszination für Elektromobilität im Alltag der Menschen.

VKU-Umfrage: eMobilität findet immer mehr Zuspruch

29. April 2010 Juliane Keine Kommentare

Elektromobilität findet in der Bevölkerung immer mehr Anklang. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Online-Umfrage des Verbandes kommunaler Unternehmen (VKU) unter 800 Berliner Bürgern, die von dem Beratungsunternehmen YouGovPsychonomics im April 2010 durchgeführt wurde. Nahezu zwei Drittel der Befragten (und sogar 73 Prozent der befragten Männer) wünschen sich demnach mehr Elektromobilität auf den städtischen Straßen. Davon versprechen sie sich eine geminderte Lärmbelästigung (80 Prozent) und ein besseres Stadtklima durch weniger Emissionen (79 Prozent). Die Befragten gehen mehrheitlich davon aus (61 Prozent), dass sich mit Elektromobilität das Image von großen Städten verbessern und damit die Attraktivität der urbanen Gegenden steigen könnte. Zwar äußern 40 Prozent der Befragten die Sorge, dass die Reichweite von Elektrofahrzeugen noch zu gering sei; ein gutes Drittel der Befragten kann sich aber gut vorstellen, ein Elektro-Fahrzeug als Zweitwagen anzuschaffen. Ein Viertel hält die Reichweite schon heute für völlig ausreichend. Auch die positiven Effekte auf die Wirtschaft werden von den Befragten unterstrichen; 45 Prozent erwarten durch Elektromobilität mehr Arbeitsplätze in der Industrie. Allerdings fordern die Befragten auch mehr nicht-monetäre Anreize für künftige Nutzer, wie die Erlaubnis zur Nutzung von Busspuren oder günstigere Parkplätze. “Die Studie zeigt noch einmal deutlich, dass Elektromobilität ein Thema mit Zukunft ist. Viele Stadtwerke sind schon heute aktiv und kümmern sich um deutlich mehr als Steckdosen und Ladesäulen”, unterstreicht VKU-Hauptgeschäftsführer Hans-Joachim Reck. “Ohne die kommunalen Energieversorger und die Kommunen kommt die Elektromobilität nicht auf die Straße”, so Reck weiter. “Das muss beim Elektromobilitätsgipfel am 3. Mai 2010, bei dem die Stadtwerke auch präsent sind, noch einmal ganz klar gemacht werden. Nachhaltige Mobilität funktioniert nur, wenn alle Akteure vor Ort kundennah mitwirken. Die Batterie- und Autoentwicklung allein greift zu kurz.”

ADAC sagt Teilnahme am Elektromobilitätsgipfel ab

27. April 2010 Juliane Keine Kommentare

ADAC-Präsident Peter Meyer hat seine Teilname am Elektromobilitätsgipfel im Kanzleramt am 3. Mai abgesagt. In einem Brief an Bundeskanzlerin Angela Merkel bemängelte er, dass fast ausschließlich Vertreter der Industrie, der Wissenschaft und der Politik über die Mobilität der Zukunft diskutieren würden und die Verbraucherseite deutlich unterrepräsentiert sei. Aus Sicht des ADAC könne jedoch ohne eine umfangreiche Einbeziehung der Verbraucher Elektromobilität als realistische Mobilitätsalternative nicht auf die Straße gebracht werden.

VDE-Trendreport zur eMobilität

22. April 2010 Juliane Keine Kommentare

Deutschland wird bis 2020 im Bereich eMobilität Innovationsführer und internationaler Leitmarkt. Dies hat der aktuelle VDE-Trendreport ergeben, eine Umfrage unter den 1.300 VDE-Mitgliedsunternehmen sowie Hochschulen der Elektro- und Informationstechnik. Rund 63 Prozent der Befragten halten das Koalitionsziel der Bundesregierung, bis 2020 Leitmarkt der Elektromobilität zu werden, für realisierbar. Der VDE begrüßt deshalb den Aufbau der “Nationalen Plattform Elektromobilität”. Bundeskanzlerin Merkel empfängt hierzu am 3. Mai Vertreter aus Industrie- und Wissenschaft zum Elektromobilitätsgipfel in Berlin. Eine große Rolle beim Ausbau der eMobilität messen laut VDE-Trendreport fast drei Viertel der VDE-Unternehmen und Hochschulen der branchenübergreifenden Zusammenarbeit der Elektro- und Automobilindustrie zu. Drei Viertel sind der Meinung, dass Verbände und Fachgesellschaften einen wichtigen Beitrag zur Technologieführerschaft Deutschlands leisten können. Staatliche Fördermaßnahmen, Feldversuche und Pilotprojekte halten 89 Prozent für nötig, damit Elektroautos eine schnelle Marktdurchdringung erreichen.
Die wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Potenziale von eMobilität sehen die befragten Unternehmen und Hochschulen vor allem in der Technologieführerschaft, in der Stärkung des Wirtschaftsstandorts, im Umweltschutz und in der Nutzung knapper Energieressourcen. Etwa zwei Drittel der Befragten sind der Meinung, dass die Elektromobilität in der Bevölkerung daher auf hohe Akzeptanz trifft und ihr Ausbau einen wichtigen ökologischen Beitrag leistet. Profitieren werden vom Ausbau der Elektromobilität der Umfrage zufolge vor allem die Technologiefelder Automobiltechnik und Energietechnik. 87 Prozent der Befragten erwarten, dass die Elektro- und Automobilindustrie sich stärker verzahnen werden. Um die Potentiale der Elektromobilität zu nutzen, müssen nach Meinung des VDE die Innovationskraft des Mittelstandes mobilisiert und die Automobil-, Elektro- und Informationstechnik in einem neuen, branchenübergreifenden Systemdenken zusammengeführt werden. Angesichts der tragenden Rolle der Autoindustrie für die Wirtschaft und den Arbeitsmarkt kommt es nach Auffassung des VDE nun darauf an, das Elektroauto so schnell wie möglich ans Netz und auf die Straße zu bringen. Zwar warnen die Experten vor überzogenen und vorschnellen Erwartungen, für den Wirtschaftsstandort Deutschland prognostiziert der VDE aber großes Exportpotential.

Den umfassenden VDE-Trendreport können Sie hier bestellen

Reithofer fordert “Roadmap für Elektromobilität”

19. April 2010 Juliane Keine Kommentare

Angesichts der staatlichen Initiativen in anderen Ländern forderte BMW-Vorstandsvorsitzender Norbert Reithofer auf dem auto motor und sport-Kongress von der Bundesregierung eine “Roadmap für Elektromobilität”. “Jetzt sind Wirtschaft und Politik gefordert, eine Roadmap für Elektromobilität zu entwickeln – wie auch für die Koexistenz verschiedener Antriebsarten”, erklärte er auf dem Kongress. Bei der Einführung von Elektromobilität käme der Politik eine klare Führungsrolle zu. Deutschland brauche eine starke Allianz derer, die konkrete Lösungskompetenz besitzen – im Schulterschluss mit dem Gesetzgeber. “Es reicht nicht, nach Fördergeldern zu rufen. Wir brauchen ein stimmiges Konzept”. Allerdings müsse auf dem Elektromobilitätsgipfel am 3. Mai auch über eine Anschubfinanzierung für Elektrofahrzeuge gesprochen werden. Wichtig sei außerdem eine internationale Abstimmung, da im europäischen Binnenmarkt sichergestellt sein müsse, dass jedes Elektrofahrzeug auch in jedem europäischen Land an jeder Ladesäule geladen werden könne. “Wir brauchen globale Standards bei der Schnittstelle Laden und Infrastruktur. Nur so können wir gemeinsam gewährleisten, dass jedes eAuto an jeder eTankstelle geladen werden kann.”

MdB Dr. Peter Tauber testet EWE-E3

1. April 2010 Juliane Keine Kommentare

Auf Einladung des Energiekonzerns EWE testete der Bundestagsabgeordnete Dr. Peter Tauber den EWE-E3. Er hatte Gelegenheit zu einer kurzen Probefahrt durch Berlin. „Es ist beeindruckend, ein solches Fahrzeug zu fahren, das ohne Emissionen auskommt und fast keine Geräusche im Straßenverkehr macht. Das Auto fährt wie jeder andere Wagen auch und erfordert kein Umdenken. Nur die Schaltung fehlt, da das Auto kein herkömmliches Getriebe hat und nur die Fahrrichtung umgeschaltet wird“, schilderte Peter Tauber begeistert seine Eindrücke von der Probefahrt. Er selbst werde sich in seiner Fraktion für den weiteren Ausbau Erneuerbarer Energien sowie die Unterstützung von Forschung und Entwicklung gerade im Bereich der Elektromobilität stark machen. EWE und der vorgestellte Prototyp würden zeigen, dass es auch heute schon möglich sei, entsprechende Fahrzeuge zu bauen, die zum Schutz unseres Klimas beitragen, Ressourcen schonen und dennoch genügend Mobilität gewährleisten. „Das Konzept Elektroauto hat mich überzeugt, das ist der richtige Weg für die Zukunft“, resümierte der Abgeordnete Dr. Tauber, der große Hoffnungen auf den am 3. Mai 2010 geplanten Elektromobilitätsgipfel der Bundesregierung setzt.

Stadtwerke wollen Teufelskreis durchbrechen

26. März 2010 Juliane Keine Kommentare

Die Stadtwerke scheinen ernst zu machen: ab 2011 werden in über 33 Kommunen Ladestationen für Elektrofahrzeuge eingerichtet. Die 950 Stadtwerke in Deutschland wollen die Regierung bei ihrem Vorhaben, 2020 zum Leitmarkt für Elektromobilität zu werden, unterstützen. Der Vorstoß soll aus dem aktuellen Dilemma heraushelfen: da es zur Zeit kaum Ladestationen gibt, läuft der Verkauf von Elektrofahrzeugen nur schleppend, was wiederum die Stromversorger zögern lässt, in die nötige Infrastruktur zu investieren. Parallel wollen die Stadtwerke Druck machen, dass bei dem Elektromobilitätsgipfel am 3. Mai im Kanzleramt nicht nur geredet wird, sondern auch konkrete Ergebnisse präsentiert werden. Die kommunalen Anbieter wollen ihre Kunden durch mehr Service und Gratisleistungen rund um die elektrische Mobilität an sich binden. So sollen ihre Kunden ihre Elektrofahrzeuge mit speziellen Karten aufladen können, die Abrechnung erfolge dann über die normale Stromrechnung. Das Stadtwerk in Aachen geht noch einen Schritt weiter und will seinen Kunden zwei Jahre lang den Strom aus Erneuerbaren Energien gratis anbieten.