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Artikel Tagged ‘Energiewende’

Promotionsprogramm: eFahrzeuge als mobile Speicher

17. Juni 2014 Juliane Keine Kommentare

Derzeit forschen Promotionsstipendiaten an der Niedersächsischen Technischen Hochschule (NTH) rund um das Thema Smart eMobil. Die NTH, eine Allianz der TU Braunschweig, der TU Clausthal und der Leibniz Universität Hannover, hatte vor einem Jahr in Zusammenarbeit mit der Hochschule Hannover und der Ostfalia Hochschule insgesamt 20 Stipendien im Rahmen des kooperativen Promotionsprogramms Elektromobilität ausgeschrieben. Bis zu drei Jahre lang sind die Doktoranden in fünf Forschungsgebieten rund um das Thema Smart eMobil tätig.

Zwei der Promotionsstipendien sind bei Prof. Dr. Ekkehard Boggasch im Institut für energieoptimierte Systeme (EOS) am Campus Wolfenbüttel der Ostfalia angesiedelt. Das dort im Rahmen der Promotionen zu bearbeitende Forschungsgebiet umfasst als Rahmenthema die Integration des Smart eMobil in das Smart eGrid. Der Schwerpunkt der Untersuchungen liegt auf der Nutzung eines möglichst hohen Anteils Erneuerbarer Energien für die eMobilität, die in einem Gebäudeumfeld dafür zur Verfügung gestellt wird. Detaillierte Informationen rund um die Forschungsarbeit finden Sie hier.

Sparkassenkunden tanken Sonnenstrom

4. Juni 2014 Juliane Keine Kommentare

Die Energiewende ist der Sparkasse ein großes Anliegen. Schon seit langem nutzt das Unternehmen die Möglichkeiten der Stromversorgung aus Erneuerbaren Energien und hat in vielen Geschäftsstellen Photovoltaik-Anlagen auf den Dächern installiert. Die Anschaffung und Einweihung einer Ladesäule zum 150-jährigen Jubiläum der Sparkassengeschäftsstelle in Rotenburg an der Fulda war dabei nur ein weiterer Schritt. „Die Ladesäule ist ein Alleinstellungsmerkmal. Außerdem haben wir in der Region viele Elektrofahrräder. Wenn Fahrer von Elektrobikes oder Elektroautos in die Geschäftsstelle kommen, können sie bei uns kostenlos Strom tanken. Das stärkt die Attraktivität Rotenburgs“, erklärt Gerhard Heß, Vorstandsmitglied der Sparkasse Bad Hersfeld-Rotenburg. Für ihn war es auch wichtig, dass die Kunden in Echtzeit im Internet oder via App prüfen können, ob die Ladesäule verfügbar ist.

„Noch ist die Sparkasse in Bad Hersfeld-Rotenburg mit ihrer Ladestation ein Vorreiter, aber wir hoffen natürlich, dass andere ihrem Beispiel folgen werden. Die Energiewende kann nur gelingen, wenn wir eine flächendeckende und grenzüberschreitende Ladeinfrastruktur haben”, so Sebastian Bachmann, Geschäftsführer der BELECTRIC Drive GmbH, die mit zahlreichen Unternehmen, Verwaltungen und Stadtwerken bei der Umstellung ihres Fuhrparks auf Elektromobilität zusammen arbeiten. Durch den Aufbau eines zielorientierten Flottenmanagements und die Nutzung von Solarenergie werden erhebliche Energieeinsparpotenziale ermöglicht und ein wesentlicher Beitrag zur Reduzierung schädlicher CO2-Emissionen geleistet.

Sieger der eTourEurope 2014 stehen fest

2. Juni 2014 Juliane Keine Kommentare

Aus sechs teilnehmenden Nationen haben Ralf Zimmermann und Co-Pilot Heiner Sietas vom deutschen Team LEMnet im CITROËN Saxo electrique in der Kategorie C2 (Fahrzeuge mit Reichweite unter 250 km) das Rennen gemacht. Als schnellstes Team von insgesamt 6 Tour-Teilnehmern in ihrer Kategorie absolvierten sie die 4.200 km lange Strecke mit einer Reisezeit von 67 Stunden und 10 Minuten. Das holländische Team Mulder im Tesla Model S ging als Gewinner der Kategorie CO (Open Category) hervor. Das drei Generationen starke Team mit Pilot Klaas, seinen beiden Söhnen sowie der 78-jährigen Mutter bzw. Großmutter an Bord, punktete mit der Strategie, sehr effizient zu fahren und möglichst gar nicht zwischenzuladen.

Werner Hillebrand-Hansen, Organisator der eTourEurope 2014, erklärt: „Good News für alle eAutofahrer: Wenn das Gesamtsystem stimmt – nämlich, dass das Auto in Verbindung mit der Infrastruktur leistungsfähiges Laden ermöglicht und ein einheitlicher Zugang zum Strom gegeben ist – wird die Akzeptanz für die Elektromobilität noch schneller steigen. Die notwendige Vereinheitlichung – etwa über eine Ladekarte – ist nicht nur nationale, sondern auch europäische Aufgabe, um Elektromobilität im Kontext der Energiewende weiter zu bringen.“ Vorbild seien hier die Niederlande. Hier ermöglichen die wesentlichen Betreiber den einfachen Zugang mit einer einheitlichen Ladekarte.

Batterieintensivseminar in Oberschleißheim

1. Juni 2014 Juliane Keine Kommentare

In dem Batterieintensivseminar mit Prof. Doron Aurbach und Shmuel De-Leon vom 08. bis 10. Juli 2014 in Oberschleißheim bei München wird Ihnen fundiertes Fachwissen zu modernen Batteriematerialien, mobilen und stationären elektrochemischen Energiequellen und Technologietrends in diesem Bereich vermittelt. Beide Redner sind international anerkannte Experten aus Israel. Sie haben langjährige Erfahrung und einen detaillierten Überblick über innovative Technologien.

Das dreitägige Seminar gibt einen breitgefächerten Überblick zu chemischen Energiespeichern. Das Seminarprogramm umfasst alle typischen Lebenszyklusaspekte chemischer Energiespeicher. Es beinhaltet einen weltweiten “State-of-the-Art”- Überblick über Rohmaterialien für Energiespeicher und technologische Entwicklungen in den Bereichen Anoden, Kathoden, Elektrolyse, Separatoren, Binder und andere Batteriekomponenten. Die Teilnehmer bekommen praktisches und anwendbares Wissen über Standards und neueste Entwicklungen in einem Bereich, der nicht erst seit der Energiewende und mit dem Thema Elektromobilität ein zukunftsträchtiges Geschäftsfeld mit Chancen ist. BEM-Mitglieder können zu Sonderkonditionen an der Veranstaltung teilnehmen. Bitte wenden Sie sich dafür an Alexander Böhm in der BEM-Hauptgeschäftsstelle. Weitere Informationen zur Veranstaltung finden Sie hier.

Sonnenstrom wird durch SGready® e-mobil

28. Mai 2014 Juliane Keine Kommentare

Der Gemeinschaftsstand in Halle B1, Stand 555 und 456 mit Top50-Solar Experts, wird auf der Intersolar 2014 in München zum Schauplatz der Energie- und Mobilitätswende. „Das bidirektionale Elektrofahrzeug allein reicht ja nicht. Erst die intelligente Integration mobiler Speicherlösungen in das SmartGrid stellt eine sinnvolle Verbindung zwischen Energie und Mobilität her“, so Energie-Innovator Markus Emmert, Geschäftsführer der ComBInation GmbH und Vorstandsmitglied im Bundesverband eMobilität, der sich für ein funktionierendes und bezahlbares intelligentes Stromnetz einsetzt.

„Sonnenstrom wird durch SGready® e-mobil“, so Emmert im Gespräch mit BEM-Vize­präsi­dent Christian Heep, der betont, dass die Messe­­ko­operation die Potentiale mobiler Spei­cher für das SmartGrid und die Integra­tion Erneuer­barer Energien verdeutlicht. „Auf der InterSolar können wir gemeinsam zeigen, dass diese Art der Neuen Mobilität einen wichtigen Beitrag leisten wird, um unseren Um­gang mit Energie und Umwelt nachhaltig zu verändern sowie unser Bewusstsein für eine dynamische Energie-Ökonomie zu schärfen.“

ComBInation zeigt in Kooperation mit der MMD Automobile GmbH (Mitsubishi Motors Deut­schland Auto­mobile), der Telekom Deutschland GmbH, der Telit wireless solutions, der Lechwerke AG mit der LEW-Eco-Box Solar, nic-base, AL-KO KOBER SE, AktivhausPlus e.V., BEM und dem Burda Verlag mit „DasHaus“ branchen- und systemübergreifende Lösungen für eine smarte Energiearchitektur. Ein Besuch auf der InterSolar lohnt sich..!

Energiewende im Verkehrssektor

24. April 2014 Juliane Keine Kommentare

Während der Anteil Erneuerbarer Energien an der Stromversorgung dynamisch wächst, steht die Wende bei den im Verkehrssektor verwendeten Energieträgern noch aus. Auch wenn es bei der Elektromobilität mit erstmals mehr als 100.000 Fahrzeugen mit teil- oder vollelektrischem Antrieb, einer Vielzahl von elektrischen Zweirädern und wachsenden Leistungen des Schienenpersonenverkehrs positive Entwicklungen gibt, sind weiterhin rund 95 Prozent der für Mobilität eingesetzten Energie fossilen Ursprungs.

„Die Energiewende darf sich nicht nur auf den Strombereich beschränken, während der Einsatz Erneuerbarer Energien im Wärme- und Verkehrssektor stagniert oder sogar rückläufig ist. Mobilität ist ein hohes Gut, das auch in Zukunft für alle verfügbar sein muss – aber eben umwelt- und klimafreundlich“, kommentiert Philipp Vohrer, Geschäftsführer der Agentur für Erneuerbare Energien den bislang unterdurchschnittlichen Anteil Erneuerbarer Energien im Verkehrssektor. Rund 20 Prozent des deutschen Treibhausgasausstoßes resultiert aus dem weiter zunehmenden Transport von Menschen und Gütern, ein Großteil dabei aus dem Straßenverkehr, insbesondere durch Pkw. „Wer mehr Klimaschutz und weniger Abhängigkeit von importiertem Erdöl will, muss Erneuerbare Energien auch im Verkehrssektor verstärkt zum Einsatz bringen“, so Vohrer. Bei der Elektromobilität sind positive Tendenzen zu sehen: So sind im ersten Quartal 2014 nach Zahlen des Kraftfahrtbundesamtes erstmals mehr als 100.000 Hybrid- und Elektroautos auf Deutschlands Straßen unterwegs gewesen. Insbesondere das Wachstum bei den reinen Elektroautos ist dabei eindrucksvoll: Während zu Jahresanfang insgesamt etwa 12.000 solcher Fahrzeuge in Deutschland zugelassen waren, sind allein zwischen Januar und März dieses Jahres fast 2.000 neue Stromer verkauft worden. Zusammen mit den schon heute hohen Verkaufszahlen von Elektrozweirädern zeigt sich hier die wachsende Akzeptanz der elektromobilen Fortbewegung in Deutschland.

Leuchtturmprojekt BESIC startet in heiße Phase

23. April 2014 Juliane Keine Kommentare

Der HHLA Container Terminal Altenwerder (CTA) wird zum Freiluftlabor der Energiewende. Auf der hoch automatisierten Anlage im Hamburger Hafen transportieren jetzt zehn batteriebetriebene Schwerlastfahrzeuge Container zwischen Schiff und Lager. Die Batterien dieser Containertransporter sollen genau dann geladen werden, wenn norddeutsche Ökostrom-Spitzen im Netz sind. Neben der praktischen Umsetzung steht die Wirtschaftlichkeit des Modells im Fokus.

Dafür wird im Rahmen des Forschungsprojekts BESIC (Batterie-Elektrische Schwerlastfahrzeuge im Intelligenten Containerterminalbetrieb) ein Batterie-Verwaltungs-System entwickelt. Dieses ermittelt im Datenaustausch mit dem Lastprognose-System von Vattenfall und dem Terminalsteuerungs­system des CTA die sowohl ökologisch als auch ökonomisch optimalen Ladezeitpunkte. Herkömmliche Automated Guided Vehicles (AGV) werden in Rahmen von BESIC mit solchen verglichen, die durch konventionelle Blei-Batterien oder durch innovative Lithium-Ionen-Technologie angetrieben werden. Führt die intelligente Ladestrategie zu deutlichen Betriebskosteneinsparungen, kann das richtungweisend für den Schwerlastverkehr sein. Weitere Informationen rund um das Projekt finden Sie hier.

Energie- und Mobilitätswende auf den Kanaren

6. April 2014 Juliane Keine Kommentare

Strom aus fünf Windrädern, Speicherung in einem Pumpspeichersystem und konkrete Planungen für den Umstieg auf eFahrzeuge – El Hierro, die 278 Quadratkilometer große Vulkaninsel im Atlantik ist die erste Insel weltweit, die auf fossile Brenn- und Kraftstoffe verzichten wird. Wolf Michael Dehnert, Regionalmanager beim INSTITUT NEUE MOBILITÄT hat seinen Urlaub auf den Kanarischen Inseln zu einem Besuch beim Projekt Gorona del Viento genutzt. “Die Energie- und Mobilitätswende in kleinem Maßstab hat mich überzeugt”, so Dehnert nach seiner Rückkehr, “El Hierro wird ab diesem Sommer die elektrische Energie für die ca. 11.000 Einwohner komplett aus Windkraft gewinnen und kann die überschüssige Energie für die Meerwasserentsalzung nutzen oder in dem System aus zwei großen Wasserreservoirs mit Pumpen und Turbinen speichern und bei den – seltenen – Flauten zur Stromerzeugung nutzen.”

Die eMobilität steht zwar noch am Anfang – erst drei eFahrzeuge fahren auf der Insel – aber mit zwei öffentlichen Ladesäulen ist das bekannte Henne-Ei Problem der Ladeinfrastruktur in Relation zur Anzahl der Fahrzeuge auf der Insel schon deutlich besser gelöst als in Deutschland. Eine der beiden Ladesäulen steht am Mirador de la Pena. Das Aussichtsrestaurant ist ein Meisterwerk des berühmten Architekten César Manrique. Der wunderbare Blick auf den Atlantik macht das Laden sicher zum weltweit einmaligen Erlebnis. Im Rahmen des eMobilitäts-Projektes soll bis 2020 die Insel vollständig auf Elektrofahrzeuge umgestellt werden- unterstützt von den Projektpartnern Nissan-Renault und Endesa.

Offener Brief an Bundesminister Gabriel

2. April 2014 Juliane Keine Kommentare

In der Frankfurter Allgemeinen weckte u.a. folgender Artikel dieser Tage unsere Aufmerksamkeit: „Keine Alternative“ zum russischen Gasimport. Darauf Bezug nehmend haben sich BEM-Präsident Kurt Sigl und BEM-Vizepräsident Christian Heep mit einem offenen Brief an Bundesminister Sigmar Gabriel gewendet und weißen darin auf folgendes hin: “Die Krim-Krise hat uns einmal mehr vor Augen geführt, wie problematisch die große Abhängigkeit von russischen Öl- und Gaslieferungen ist. Wie aktuellen Medienberichten zu entnehmen ist, betrachten Sie die russischen Energielieferungen derzeit allerdings als alternativlos. Wir erlauben uns, Ihnen an dieser Stelle zu widersprechen und möchte Ihnen einen alternativen Lösungsweg vorschlagen: Lassen Sie uns doch gemeinsam alle Kräfte bündeln und zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen. Wir reduzieren die Abhängigkeit von Russland nicht, indem wir andere Quellen für Öl und Gas suchen, sondern indem wir die Abhängigkeit von fossilen Rohstoffen durch eine erfolgreiche Energie- und Mobilitätswende reduzieren.”

Den vollständigen offenen Brief können Sie hier einsehen. Viel Spaß beim Lesen..!

Energiewende auf 4 Rädern

19. Februar 2014 Juliane Keine Kommentare

Die wesentliche Voraussetzung für eine erfolgreiche Energiewende ist die Speicherung von Erneuerbarer Energie zu Produktionszeiten und die Rückführung ins Netz zu Lastspitzen. Einen bedeutenden Fortschritt in dieser Richtung hat jetzt das Technologie-Transfer-Zentrum für Elektromobilität (TTZ) der Hochschule Würzburg-Schweinfurt erzielt. Nach einem Jahr Entwicklungszeit wurde unter der Leitung von Professor Dr. Ansgar Ackva mit Elektrofahrzeugen des BEM-Mitgliedsunternehmens Mitsubishi Motors der Prototyp einer „Powerbox“ zur bidirektionalen Anbindung eines Elektrofahrzeugs an das Energienetz entwickelt.

Mitsubishi Motors ist zurzeit der einzige Hersteller, der in Deutschland ein bidirektional ladefähiges Elektrofahrzeuge in Serie anbietet. Mit diesem in Europa einzigartigem System können eFahrzeuge wie der Plug-in Hybrid Outlander als mobile Pufferspeicher im Stromnetz genutzt werden. Der Prototyp ermöglicht das gesteuerte Laden und Entladen der Elektrofahrzeuge und so erstmals die effektive Einbindung von Serienfahrzeugen in Smart-Grids. Mit der bidirektionalen Power Box der Hochschule, steht jetzt ein Pufferspeicher auf 4 Rädern zur Verfügung, der als AC/DC-Wandler für das heimische Laden an der Steckdose genutzt werden kann, und gleichzeitig als Notstromaggregat für Haushaltanwendungen dient.