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Artikel Tagged ‘Erneuerbare Energie’

Elektrotankstelle für lokal selbst produzierten Strom

1. Oktober 2010 Juliane Keine Kommentare

In Deutschlands erstem Bioenergiedorf Juhnke wächst das Interesse, die selbst erzeugte Energie auch für wirklich saubere und CO2-neutrale eMobilität zu nutzen. Bisherige Besucher kamen vereinzelt schon mit dem Elektrofahrzeug, konnten den vor Ort produzierten Strom jedoch nicht tanken. Und dies obwohl Strom reichlich vorhanden ist, denn Jühnde produziert das 2,6-fache seines Eigenbedarfs. Dies änderte sich diese Woche mit der Einweihung der ersten ParkPod-Ladestation in der Gemeinde.
„Für uns war dies der konsequente Ausbau unseres Konzepts“, sagt Eckhard Fangmeier, Vorstandsmitglied der Genossenschaft Bioenergiedorf Jühnde eG. „eMobilität ist ein hochaktuelles und attraktives Thema und erweitert das Energie-Angebot, das wir autark anbieten. Ladestationen großer Energieversorger kamen hier natürlich nicht in Frage. Zum einen ist trotz großer Werbebotschaften deren Strom für Elektrofahrzeuge im bestehenden Energiemix eben doch nicht 100% sauber und regenerativ, zum anderen gibt man dann die Zügel aus der Hand. Uns hat die privatwirtschaftliche Lösung überzeugt, die passt zu unserem unternehmerischen Handeln.“
„Die Installation der ParkPod-Ladestation im Bioenergiedorf Jühnde zeigt auf hervorragende Weise, dass sich nachhaltiges Handeln und wirtschaftliches Denken nicht ausschließen“, sagt Carl Mahr, Leiter Business Development bei der ParkPod GmbH aus Karlsruhe.

Dänemark gibt Strom

19. Mai 2010 Juliane Keine Kommentare

Die Dänen treiben Elektromobilität im großen Stil voran. Die dänische Regierung und die Energieversorger im Land haben sich zum Ziel gesetzt, Elektroautos so schnell wie möglich auf die Straßen zu bringen. Keine andere europäische Nation macht derzeit soviel Druck in diesem Bereich. Ein ausschlaggebender Grund hierfür liegt vor allem darin, dass in Dänemark bereits jetzt über 21 Prozent des Stroms durch Windräder produziert werden. Das ist EU-weit spitze. Die Dänen haben aber aktuell das Problem, die Windenergie auch adäquat zu speichern. In stürmischen Zeiten schaffen die Windturbinen mitunter 100 Prozent des gesamten dänischen Strombedarfs. Aber diese Mengen überlasten die Stromnetze momentan, weshalb die Energieversorger gerade bei viel Wind die Turbinen abstellen müssen und ein Minusgeschäft machen. Künftig wird sich dieses Problem sogar noch verschärfen, wenn bis 2025 etwa 50 Prozent der Energie aus Windstrom kommen wird. Nur durch genügend zusätzliche Energiespeicher und intelligente Stromnetze kann dieses Problem gelöst werden. Künftig sollen diese Aufgabe vor allem Elektroautobatterien übernehmen. Die fungieren als mobile Stromspeicher, die besonders in der Nacht Windenergie zwischen speichern können, wenn der Bedarf gering ist und tagsüber einen Teil der Energie zurück ins Netz einspeisen.

BEM // Bundesverband eMobilität e.V.

24. April 2010 Christian Keine Kommentare

Der Bundesverband eMobilität BEM setzt sich langfristig dafür ein, die Mobilität in Deutschland mit dem Einsatz Erneuerbarer Energien auf Elektromobilität umzustellen. Diese Zielsetzung orientiert sich an dem Vorhaben der Bundesregierung innerhalb der nächsten 10 Jahre zum Leitmarkt für Elektromobilität zu werden. Zu den Aufgaben des BEM gehört die Verbesserung der gesetzlichen Rahmenbedingungen für den Ausbau der Elektromobilität als nachhaltiges und zukunftsweisendes Mobilitätskonzept und die Durchsetzung einer Chancengleichheit bei der Umstellung auf Elektromobilität.

Um diese Ziele zu erreichen, wird der BEM die Akteure aus Wirtschaft, Politik und Medien miteinander vernetzen, die öffentliche Wahrnehmung für Elektromobilität fördern und sich für die notwendigen infrastrukturellen Veränderungen einsetzen. Im Hinblick auf eine sich verändernde Gesellschaft, die ihre soziale und ökologische Verantwortung erkennt, will der BEM die Faszination für Elektromobilität im Alltag der Menschen integrieren und durch praxisnahe Erfahrungen umsetzen.

Bundesverband eMobilität

www.bem-ev.de

e-Solcar System entwickelt Zukunftsvision für Elektromobilität

2. April 2010 Juliane Keine Kommentare

Elektroautos wird die Zukunft gehören, denn sie nutzen Erneuerbare Energie und sind extrem effizient. Während bei einem Verbrennungsmotor rund zwei Drittel der Energie einfach verpuffen, liegt der Wirkungsgrad eines Elektromotors bei rund 80 Prozent. Dennoch sind viele mit dem Elektroauto verbundene Fragen noch nicht geklärt. Dazu gehören die Speicherung von Energie in heute noch viel zu schweren Batterien, die Abgabe der Energie an den Ladestationen und die Gestaltung des Versorgungsnetzes. Ziel des Leitprojekts e-Solcar ist es,  ein Modell für den Einsatz von Elektrofahrzeugen in Städten zwischen 50.000 und 200.000 Einwohnern zu entwickeln und zu erproben. Das Projekt beschäftigt sich zum einen mit technischen Fragen wie der Zwischenspeicherung von aus solarer Strahlungsenergie gewonnenen Elektroenergie in einer Pufferbatterie und dem Stromfluss an der Ladesäule. Zum anderen wird mit einer Flotte von Elektrofahrzeugen erprobt, wie das innerstädtische Versorgungsnetz technisch ausgelegt werden muss. Dafür wird eine 100 Kilowatt Photovoltaikanlage aufgebaut und eine 500 Kilowatt Blei-Gel Batterie entwickelt. Um die strukturellen Aspekte zu untersuchen, werden an der Technischen Universität Cottbus und in der Cottbuser Innenstadt Ladeinfrastrukturen geschaffen und bis zu 50 Elektroautos im Einsatz erprobt. Das Projekt ergänzt das im Bereich Verkehrssystemtechnik gestartete Leitprojekt Modellregion Berlin-Potsdam, in dem es eine Zukunftsvision für die Elektromobilität entwickelt. Die beiden Projekte e-Solcar und Modellregion Elektromobilität Berlin-Potsdam werden stark kooperieren.