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Artikel Tagged ‘EU-Parlament’

EU: Grünes Licht für strengere CO2-Grenzwerte

26. Februar 2014 Juliane Keine Kommentare

Die Automobilhersteller müssen in der EU ab 2020 schärfere Klimaauflagen für Neuwagen einhalten, bekommen bei der Umsetzung aber mehr Zeit als ursprünglich geplant. Das EU-Parlament stimmte am 25. Februar 2014 in Straßburg für diesen Kompromiss. Bei neuen Autos soll die Obergrenze für den Ausstoß von CO2 ab 2021 auf 95 Gramm pro gefahrenen Kilometer (g/km) gesenkt werden. Dabei müssen ab 2020 bereits 95 Prozent der Flotte diesen Wert unterschreiten. Ab 2015 soll der zulässige Grenzwert zunächst bei 130 g/km liegen. Die neuen Bestimmungen sollen für Hersteller gelten, die pro Jahr mehr als 1.000 Fahrzeuge produzieren. Supercredits für Neuwagen, die weniger als 50 g/km ausstoßen, werden nur zwischen 2020 und 2022 gewährt: 2020 zählen sie doppelt, 2021 wird der Faktor 1,67 angerechnet, 2022 dann der Faktor 1,33. Weitere Informationen zum Beschluss des EU-Parlaments finden Sie hier.

EU-Parlament: Umweltfreundlichere Lieferwagen bis 2020

16. Januar 2014 Juliane Keine Kommentare

Der Grenzwert für die CO2-Emissionen neuer, in der EU verkaufter leichter Nutzfahrzeuge wird bis zum Jahr 2020 von 203 auf 147 g CO2/km gesenkt. So entschied das Europäische Parlament am 14. Januar 2014. Der Text, der bereits informell mit den EU-Ministern vereinbart wurde, fordert zudem die Einführung zuverlässigerer Testmethoden für CO2-Emissionen.

Das Ziel von 147 g CO2/km bis 2020 ist die höchste zugelassene durchschnittliche Emission für Hersteller in der EU von Nutzfahrzeugen mit einem Leergewicht bis zu 2,61 Tonnen und einer zulässigen Gesamtmasse bis zu 3,5 Tonnen. Parlament und Rat haben sich darauf geeinigt, dass Unternehmen betroffen sind, die mehr als 1.000 Fahrzeuge pro Jahr herstellen. Hersteller müssen daher als Ausgleich für schwerere oder umweltschädlichere Fahrzeuge genügend umweltfreundlichere Modelle produzieren, um den Durchschnittswert zu erreichen. Ansonsten drohen Sanktionen. Zur Erreichung ihrer Ziele können die Hersteller ein System von Begünstigungen (”Super Credits”, Gutschriften für emissionsarme Fahrzeuge) nutzen, welches eine zusätzliche Gewichtung jener Fahrzeuge vorsieht, die weniger als 50 g CO2/km ausstoßen. Weitere Informationen dazu finden Sie hier.

EU treibt Infrastruktur-Ausbau voran

29. November 2013 Juliane Keine Kommentare

Deutschland soll innerhalb von sieben Jahren mindestens 86.000 öffentlich zugängliche Elektrofahrzeug-Ladestationen aufbauen. Dafür hat sich der Verkehrsausschuss des EU-Parlaments in Brüssel ausgesprochen. In der EU soll es bis Ende 2020 rund 450.000 Ladestationen geben. Außerdem sollen die EU-Staaten grundsätzlich garantieren, dass die Entfernung von einer Wasserstoff-Tankstelle zur nächsten nicht größer als 300 Kilometer ist. Mit diesen Zielen will das EU-Parlament die Umstellung der Wagenflotte auf Elektro-, Wasserstoff- und Hybridfahrzeuge vorantreiben. Ohne die nötige Infrastruktur werde es keine Nachfrage nach solchen Fahrzeuge geben. Ihr Anteil soll 2020 bei 3 Prozent der Neuzulassungen liegen. Weitere Informationen dazu können Sie hier bei den Kollegen der Frankfurter Allgemeinen Zeitung nachlesen.

EU-Parlament beschließt strengere CO2-Grenzwerte

25. April 2013 Juliane Keine Kommentare

Trotz des Protests der Autoindustrie will das Europäische Parlament die Abgasgrenzwerte für Autos ab 2025 weiter verschärfen. Der Umweltausschuss des Europäischen Parlaments stimmte am Mittwoch in Brüssel für eine langfristige Obergrenze von durchschnittlich 68 bis 78 Gramm Kohlendioxid-Ausstoß je Kilometer. In einem anderen Punkt kommen die Abgeordneten der Industrie entgegen – allerdings nicht so stark, wie von den deutschen Automobilherstellern erhofft. Besonders emissionsarme Fahrzeuge wie Elektroautos oder Hybride will die EU stärker als von der Kommission vorgeschlagen mit sogenannten Supercredits auf die Gesamtemissionen anrechnen. Das Parlament sprach sich dafür aus, dass Neuwagen mit weniger als 50 Gramm CO2-Ausstoß in die Berechnung aller Emissionen von 2016 bis 2023 mit dem Faktor 1,5 eingehen, während die Kommission einen Wert von 1,3 vorgeschlagen hatte. Weitere Informationen zum Beschluss des Europäischen Parlaments finden Sie hier.

EU-Parlament fordert Standardisierung

Standard-Ladegeräte für Elektrofahrzeuge bilden einen wichtigen Schritt zur Schaffung eines europäischen Binnenmarktes für Elektrofahrzeuge. Am Donnerstag hat das Parlament eine diesbezügliche Resolution dazu angenommen. Die Abgeordneten fordern eine ausgewogene Entwicklung der damit verbundenen Technologien und eine größere Unterstützung der Innovationen seitens der EU. Elektrofahrzeuge und Plug-In-Hybride spielen eine wichtige Rolle, um den CO2-Ausstoß zu drosseln und einen Beitrag zu den Prioritäten der EU 2020-Strategie im Hinblick auf eine ressourceneffizientere und grünere Wirtschaft zu leisten. Die Resolution des Parlaments unterstützt die Absicht, eine europäische Standardisierung von wiederaufladbaren Elektrofahrzeugen bis zum Jahr 2011 festzulegen. Interoperabilität und die Sicherung der Infrastruktur sollen dadurch gewährleistet werden. Ferner ist die Kommission aufgefordert weltweite Standards, wo immer diese möglich sind, anzustreben. Gemeinsames Handeln ist gefragt oder zumindest eine europäische Standardisierung der Infrastruktur, so die Parlamentarier. Die Standardisierung von Ladetechnologien, die Unterstützung bei der Erforschung und Innovation von Batterien sowie der Verbesserung von Stromnetzen durch die Einführung von intelligenten Netzen und aufeinander abgestimmte Fördergelder sollen die Wettbewerbsfähigkeit der Industrie sichern. Kommission und Mitgliedsstaaten sollen die notwendigen Voraussetzungen für einen europäischen Binnenmarkt für Elektrofahrzeuge schaffen und unvereinbare Projekte oder Standards, die nicht vollständig kompatibel sind, vermeiden, so die Abgeordneten.