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Artikel Tagged ‘Evonik’

Daimler setzt auf eMobilität

3. März 2010 Juliane Keine Kommentare

Nachdem Daimler bereits mit zehn Prozent beim US-Elektroautobauer Tesla eingestiegen ist, will er jetzt mit dem chinesischen Autobauer und Batteriespezialisten BYD gemeinsam ein Elektrofahrzeug entwickeln. Unter einer gemeinsamen neuen Marke soll das Fahrzeug dann etabliert werden. Damit verstärkt Daimler sein Engagement im Bereich eMobilität. Schon mit dem Industriekonzern Evonik, der Lithium-Ionen-Batterien herstellt, hat Daimler in dem Bereich eine strategische Partnerschaft geschlossen. Noch in diesem Jahr wollen beide eine Kleinserie von rein-elektrisch betriebenen A-Klasse-Modellen auf die Straße bringen. Mit dem neuen chinesischen Partner sei ein eigenes Technologiezentrum geplant. “Daimler und BYD werden das Wachstum von Elektromobilität in China beschleunigen”, betonte Daimler Chef Dieter Zetsche. BYD ist bereits heute einer der größten Hersteller von Lithium-Ionen-Batterien und baut erst seit 2003 eigene Autos. Daimler wird innerhalb der Kooperation sein Know-how in Sachen Fahrzeugarchitektur einbringen, wohingegen BYD seine Expertise bei Batterien und Fahrsystem mit einfließen lassen wird.

Evonik: größte Lithium-Keramik-Batterie der Welt

1. März 2010 Juliane Keine Kommentare

Strom aus Wind und Sonne soll künftig auch im großen Maßstab effizient speicherbar werden. Zu diesem Zweck entwickelt Evonik Industries in Deutschland gemeinsam mit Partnern die größte Lithium-Keramik-Batterie der Welt. Möglich wird dies dank der CERIO® Technologie, einer speziellen Kombination von Keramik-Materialien und hochmolekularen Ionenleitern, die stark erhöhte Sicherheit bei gleichzeitig geringem Platzbedarf und hoher Zykluslebensdauer garantieren. Am saarländischen Kraftwerks-Standort Völklingen entsteht in einem ersten Schritt ein Stromspeicher mit einer Leistung von einem Megawatt (MW) und einer Speicherkapazität von etwa 700 kWh. Zur Einordnung: Würde dieser Speicher viertelstündlich be- und entladen, könnten hiermit theoretisch 4000 Haushalte pro Jahr versorgt werden. Im Anschluss an den 1-Megawatt-Speicher ist eine Erweiterung auf 10 MW geplant. “Wir nutzen unsere einzigartige Lithiumionen-Kompetenz, die schon heute die Elektrifizierung des Automobils revolutioniert, um in einen ganz neuen Markt einzutreten”, sagt Dr. Klaus Engel, Vorstandsvorsitzender der Evonik Industries AG. “Damit ließen sich erstmalig Erzeugung und Verbrauch von Strom mit Hilfe der Lithium-Keramik-Technologie kostengünstig entkoppeln. Wir können die durch die Energiegewinnung aus Sonne und Wind verursachten Netzschwankungen stabilisieren und so die Energieerzeugung insgesamt erheblich effizienter gestalten. Hier entsteht ebenso wie im Automobilbereich ein Milliardenmarkt”, so Engel. Experten schätzen das Marktvolumen für moderne Energiespeicher langfristig auf über 10 Milliarden Euro.
Allein für Deutschland liegt der künftige Leistungsbedarf an modernen Speichersystemen im hohen dreistelligen Megawattbereich. Das im Rahmen der Forschungsinitiative LIB 2015 vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderte und auf drei Jahre angelegte Projekt zielt auf die wirtschaftlich-technische Realisierbarkeit solcher Mega-Batterien für stationäre Anwendungen. “Stromspeicher dieser Art haben enorme Vorteile zur flexiblen Integration von erneuerbaren Energien.”, so Carsten Kolligs, der das Projekt im Science-to-Business Center Eco² der Creavis Technologies & Innovation innerhalb von Evonik leitet.

Li-Tec bringt Cerio

10. Oktober 2009 klaus Keine Kommentare

Die Li-Tec Battery GmbH, ein Tochterunternehmen der Evonik Industries AG, macht nach eigenen Angaben im Rennen um die beste Batterielösung für die Automobilindustrie der Zukunft große Fortschritte: Das Unternehmen aus Kamenz ist in Europa der erste Hersteller serienfähiger Lithium-Ionen-Batteriezellen mit keramischer Speichertechnologie für automobile Anwendungen. Ab 2011 sollen in Sachsen mehrere Millionen Zellen in Serie gefertigt werden. Noch in diesem Jahr will Li-Tec die Produktionskapazität für Batteriezellen auf 300.000 Stück pro Jahr hochschrauben. Der patentierten Technologie hat der Hersteller nun den Markennamen Cerio® gegeben. Cerio basiert auf einer speziellen Kombination von Keramik-Materialien und hochmolekularen Ionenleitern.

Seit Dezember 2008 bündeln Evonik Industries AG und Daimler AG bei der Li-Tec ihre Kompetenzen auf dem Gebiet der Lithium-Ionen-Batterietechnik. Li-Tec ist aber ausdrücklich auch offen für andere Anbieter.

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Süd-Chemie und Evonik kooperieren für automobile Elektroantriebe

24. September 2009 klaus Keine Kommentare

Evonik Industries AG und Süd-Chemie AG sind eine Lieferantenpartnerschaft für den Einsatz neuer Materialien in der nächsten Generation von Lithium-Ionen-Batterien in Automobilen eingegangen. Damit haben beide Konzerne den Grundstein gelegt für eine bevorzugte Lieferung des leistungsfähigen Speichermaterials der Zukunft: Lithiumeisenphosphat (LiFePO4, auch als LFP bezeichnet) für die Verwendung in wieder aufladbaren Lithium-Ionen-Batterien durch Süd-Chemie an Evonik. Der Einsatz von Lithiumeisenphosphat in Lithium-Ionen-Batterien soll die Bedingungen für eine schnelle und breite Einführung leistungsfähiger Elektroantriebe für Hybrid- und Elektrofahrzeuge der nächsten Generation maßgeblich verbessern.

Süd-Chemie, München, ist für die anforderungsgerechte Herstellung des hochwertigen Lithiumeisenphosphats und den technischen Kundenservice verantwortlich. Evonik, Essen, beabsichtigt mit ihrer Konzerngesellschaft Evonik Litarion GmbH leistungsstarke Zellkomponenten für mobile als auch für stationäre Anwendungen mit Hilfe des Kathodenmaterials Lithiumeisenphosphat bis zur Marktreife zu entwickeln und sich dabei zunächst auf den europäischen Markt zu fokussieren.

Magna-Chef Stronach mit ÖkoGlobe geehrt

10. September 2009 klaus Keine Kommentare

Frank Stronach, Chef des österreichisch-kanadischen Autozulieferers Magna, ist gestern in Köln mit dem Umweltpreis “ÖkoGlobe” ausgezeichnet worden. Damit wurde das Lebenswerk des 77-Jährigen sowie die von ihm gesetzten Impulse in der weltweiten Automobil- und Zulieferindustrie gewürdigt, wie die Jury begründete. Außerdem habe Magna bereits wichtige Schritte in das Zeitalter der Elektromobilität getan.

okoglobeMit dem “ÖkoGlobe” werden seit 2007 umweltfreundliche Innovationen und Innovatoren im Bereich Verkehr ausgezeichnet. Er wird von den DEVK- Versicherungen, dem ÖkoGlobe-Institut der Universität Duisburg-Essen und dem Automobil-Club Verkehr (ACV) verliehen (UPDATE 11.09.: Und das wurde gestern sogar noch davon gekrönt, dass sich GM und Opel-Treuhand auf einen Verkauf an Magna und die russische Sberbank einigen konnten!). Der Preis besteht aus einer vom Aktionskünstler HA Schult geschaffenen Weltkugel.

Der “ÖkoGlobe” wurde insgesamt in zehn Kategorien vergeben. Im Mittelpunkt der diesjährigen Auszeichnungen standen Innovationen auf dem Gebiet der Elektromobilität und Hybridfahrzeuge. Die weiteren Preisträger sind: Evonik Industries und die Daimler AG für die gemeinsam entwickelte Lithium-Ionen-Batterie (innovative Energieträger); BMW für den Mini E (Elektro- und Hybridantrieb); Volkswagen für den Twin Charger (Optimierung konventioneller Antriebe); Toyota Prius, 3. Generation (ökologische Großserienfahrzeuge); Ford für den Tourneo BEV (wegweisende Innovationen bei Konzept- und Kleinserienfahrzeugen); Magna International (Zulieferer-Innovation); BOGESTRA (ökologischer Fuhrpark); Daimler für car2go (Mobilitätsprojekte und Visionen); Opel Segway für das Projekt P.U.M.A. (nachhaltige Infrastrukturmodelle und Aktivitäten). Sämtliche Preisträger – inklusive der jeweiligen Plätze 2 und 3 – lassen sich hier nachlesen.

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Smart ed – 2012 in Serie

23. Juli 2009 frecker Keine Kommentare

Nach Flottentests mit dem Smart ed in London und Berlin, startet Ende 2009 eine Kleinserie noch mit Lithium-Ionen-Akkus von Tesla. Ab 2012 ist der Elektro-Smart regulär erhältlich, die Akkus stammen dann aus dem Joint-Venture “Deutsche Accumotive” von Daimler und Evonik. Eine Schlüsselposition bei der Batterietechnik-Allianz kommt der Li-Tec Battery GmbH im sächsischen Kamenz, zu – einem Gemeinschaftsunternehmen von Evonik (50,1%) und Daimler (49,9%). Li-Tec verwendet die wichtigen Batteriekomponenten von Evonik, um Lithium-Ionen-Zellen zu produzieren. Der in London eingesetzte Smart ed basiert noch auf dem alten Modell und weist ältere Nickel-Hydrid-Akkus auf. Der E-Motor leistet 33 kW (41 PS). Der Stromverbrauch wird auf 12 Kilowattstunden pro 100 Kilometer beziffert. Spätestens nach 110 Kilometer muss aufgeladen werden. Aus diesem Grund legt Daimler das Augenmerk auf die Entwicklung einer leistungsstarken Lithium-Ionen-Batterie. Man arbeitet an der Industrialisierung und Standardisierung dieser Batterie-Technologie und will so die Voraussetzungen schaffen, dass künftig interessante Margen erzielt und somit Produkte zu marktfähigen Preisen angeboten werden können. Das Entwicklungsziel ist eine standardisierte, industrialisierte Produktion von Lithium-Ionen-Batterien sowohl für Hybrid- als auch für Brennstoffzellen- und reine Batteriefahrzeuge. Aus diesem Grund kommt 2010 eine Elektro-A-Klasse in Kleinserie, 2011 eine B-Klasse mit Brennstoffzelle. Denn auch im Bereich des Wasserstoffbetriebs sind noch viele Fragen zu Kosten und Infrastruktur offen.

Forschung – Neues Entwicklungslabor

9. Juli 2009 frecker Keine Kommentare

Bundesforschungsministerin Anette Schavan hat am 6. Juli gemeinsam mit dem sächsischen Ministerpräsidenten Stanislaw Tillich ein neues Entwicklungslabor der Firma Li-Tec im sächsischen Kamenz eröffnet. Zugleich wurde ein Projekt zur “Produktionsforschung für Hochleistungs-Lithium-Ionen-Batterien für ElektroMobilität” gestartet. Diese Batterien sind für die erfolgreiche Entwicklung von Elektroautos entscheidend. Gegenwärtig ist Li-Tec das einzige Unternehmen, das in Deutschland automobiltaugliche Lithium-Ionen-Batteriezellen herstellt. Sie sind das Herzstück des Elektroantriebs. Schavan und Tillich überzeugten sich in der Lessing-Stadt von der technologischen Leistungsfähigkeit des Unternehmens. Li-Tec ist ein Gemeinschaftsunternehmen von Evonik Industries (50,1%) und Daimler AG (49,9%) und produziert am sächsischen Standort großformatige Lithium-Ionen-Batteriezellen. Das Unternehmen verwendet dabei wichtige chemische Zellkomponenten von Evonik Litarion (eine 100%ige Tochter von Evonik Industries), die ebenfalls an Standort Kamenz gefertigt werden.

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