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Artikel Tagged ‘F-Cell’

Lesetipp: SummSumm vs. Vrooooam

6. Januar 2010 klaus Keine Kommentare

Je intensiver an neuen Antrieben gearbeitet wird, desto mehr rückt deren Wahrnehmung durch den Fahrer in den Vordergrund. Ulrich Mellinghoff, Leiter der Pkw-Gesamtfahrzeugentwicklung Mercedes-Benz, erläutert im Gespräch mit Johannes Winterhagen von der ATZ, wie ein Mercedes zu klingen hatt, selbst wenn ein kleiner Verbrennungsmotor oder eine Brennstoffzelle für den Vortrieb sorgt:

[...] Andererseits wollen wir aber auch, dass der Kunde es hört, wenn er beschleunigt. Und dies elektroautotypisch, also in einem Klangbild, das höherfrequente Anteile behält, aber die tiefen Frequenzen nicht wegdämpft, so dass es nicht nach Straßenbahn klingt. Man muss die einzelnen Komponenten und Systeme analysieren und dann versuchen, die Frequenzen zu eleminieren, die stören, sei es durch Dämpfung, Absorption oder andere Konstruktionen. Das wunderschöne Achtzylinderbrabbeln hat ja nicht der Verbrennungsmotor an sich, sondern wir sorgen dafür, dass das Ansaug-und Abgasgeräusch hörbar wird. Das wird – mit ganz anderen Tonalitäten – beim Elektroauto ganz genauso der Fall sein.

Zum ganzen Interview auf ATZ online

Flexibel: Fiat Phylla

27. Oktober 2009 klaus Keine Kommentare

Fiat_PhyllaVorläufig ist der Phylla noch ein mobiles Labor, wenn das Projekt allerdings im kommenden Jahr in die Fertigung gehen sollte, könnte es den Markt aufmischen. Als “zehnmal günstiger sein als ein vergleichbares Auto mit Benzinmotor”, hatte Fiat-Entwicklungschef Nervio Di Gusto das Projekt bewertet, an dem neben dem Forschungszentrum des Turiner Automobilherstellers auch das Polytechnikum und die Handelskammer Turin, das Europäische Design-Institut, der Biokunststoffproduzent Novamont sowie die Landesregierung des Piemont beteiligt waren. Letztere fördert die Entwicklungsarbeit mit rund 1,2 Millionen Euro.

Das Resultat ist ein unter 3 Meter Länge bleibendes, rund 750 Kilogramm leichtes Elektroauto, dessen Komponenten komplett recyclefähig sein sollen. Die Höchstgeschwindigkeit wird mit 130 km/h, die Reichweite bei Batteriefahrt (Lithium-Ionen-Akkus) wird mit ca. 145 Kilometern angegeben. Es könnte aber auch eine Brennstoffzelle zum Einsatz kommen werden. Unstrittig ist, dass das Dach des Fahrzeugs von Solarzellen geziert wird. Der so gewonnene Strom soll “im Schnitt für 12 bis 18 Kilometer ausreichen. Beinahe wie in alten Zeiten sind bei diesem Projekt wieder Fahrgestell, Karosserie und Fahrgastzelle getrennt aufgebaut, dies gestattet, dass Phylla flexibel beispielsweise als Viersitzer, Pick-up, Kleinstlieferwagen oder auch Behindertenfahrzeug aufgebaut werden kann. Die Erprobungsphase des Fahrzeugs ist auf dem Turiner Flughafen Casalle geplant.

Honda @ Tokyo Motor Show

21. Oktober 2009 klaus Keine Kommentare

Honda setzt langfristig auf die Brennstoffzelle als Antriebskonzept der Zukunft. Im Folgenden eine Zusammenfassung der Rede von Takanobu Ito, Präsident und CEO der Honda Motor Co. Ltd., auf der diesjährigen Tokyo Motor Show:
“Langfristig werden die Weiterentwicklungen im Bereich der Elektrofahrzeuge eine große Rolle beim Reduzieren der CO2-Emissionen spielen. Schaut man sich die möglichen Lösungen der Zukunft an, so glaubt Honda an die Brennstoffzelle als ultimative Form des Automobils der Zukunft. Denn die Vorteile der emissionsfreien Fahrt, das Zurücklegen langer Distanzen und das einfache und schnelle Betanken sind die größten Vorteile der Brennstoffzelle gegenüber dem Elektrofahrzeug. [...]
Bereits 1997 hatte Honda das erste reine Elektrofahrzeug, den EV Plus, in Japan und Amerika im Angebot. Die Erfahrungen flossen in die Entwicklungen der Hybridfahrzeuge und des FCX Clarity ein. Derzeit forscht Honda aufgrund der Batterieleistung von Elektrofahrzeugen vorrangig auf dem Gebiet der Kurzstrecken-Pendlerfahrzeuge als optimales Einsatzgebiet für Elektrofahrzeuge. Der Kleinstwagen EV-N sowie die Roller EV-Cub und EVEneo zeigen hier die Richtung der derzeitigen Honda-Entwicklungen.

Kurz- und mittelfristig sieht Honda den Hybrid aus Benzin- und Elektroantrieb als beste Lösung an, die CO2-Emissionen und den Verbrauch
effizient zu senken.”

Suzuki erstmals mit Antriebsalternativen

17. Oktober 2009 klaus Keine Kommentare

suzuki_sx4Suzuki rüstet sich erstmals mit Antriebsalternativen für die Tokyo Motor Show (24.10. bis 04.11.). Gezeigt wird u.a. eine Swift-Studie mit Plug-in-Hybridantrieb und Ottomotor mit 660 ccm. Auf Brennstoffzellen-Technologie von General Motors beruht der SX4-FCV (Foto). Aufsehen erregen dürfte auch ein Burgmann-Roller mit Brennstoffzellenantrieb und Wasserstofftank.

Venturi peilt Weltrekord an

9. Oktober 2009 klaus Keine Kommentare

VenturiBulletDie monegassische Spezialfahrzeugschmiede Venturi entwickelt gemeinsam mit der Ohio State University einen Renner, der in Bonneville die 300 Meilen-Grenze (483 km/h) knacken soll. Das “Buckeye Bullet” getaufte Gefährt gewinnt seine beträchtliche Energie aus Brennstoffzellen und soll 750 PS leisten.
via Auto News

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HZwei erweitert das Themenspektrum

4. Oktober 2009 klaus Keine Kommentare

Selbstdarstellung: HZwei ist das Magazin für Wasserstoff und Brennstoffzellen, in dem ausgewiesene Experten kompetent und umfassend über die neuesten Entwicklungen dieser Zukunftsbranche informieren.

Ab der nächsten HZwei-Ausgabe, die Ende Oktober 2009 erscheint, wird auch das Thema Elektromobilität mit einer eigenen Rubrik vertreten sein. Das Heft erscheint quartalsweise, die News-Sektion im Web ist vergleichsweise wenig gepflegt (Anfang Oktober stammt der jüngste Eintrag aus dem Juni 2009). Auf dem Smartphone fummelige Bedienung des Webangebots. Fazit: Beachtenswerte Bereicherung des Spektrums.

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HZwei online

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Doppelt soviele Wasserstoff-Tankstellen bis 2011

25. September 2009 klaus Keine Kommentare

Ein Unternehmenskonsortium will bis zum Jahr 2015 in Deutschland ein flächendeckendes Netz von Wasserstofftankstellen errichten. Eine entsprechende Absichtserklärung haben jetzt Daimler, Shell, Total und OMV, die Energieversorger EnBW und Vattenfall sowie der Industriegase-Hersteller Linde in Berlin unterschrieben.

Bis Ende des übernächsten Jahres soll die Zahl der heute bundesweit knapp 30 Wasserstoff-Tankstellen knapp verdoppelt werden. Bei günstiger Projektentwicklung soll danach der weitere Ausbau beschleunigt werden. Für die Abdeckung einer Großstadt gelten derzeit fünf bis zehn Tankstellen als ausreichend. Die aktuellen Modelle können nach Daimler-Angaben mit einer Tankfüllung eine Distanz von 400 km überbrücken.

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Mercedes BlueZero E-Cell Plus

23. September 2009 klaus Keine Kommentare

merceds_bluezeroMit dem “BlueZero E-Cell Plus” hat Mercedes die dritte Variante seines Elektroauto-Trios näher vorgestellt. Anders als beim reinen Elektroauto Smart Fortwo Electric Drive und dem Wasserstoffmobil Mercedes B F-Cell, die ab Ende des Jahres in Kleinserie gebaut werden, wurden für den Dritten im Bunde noch kein Produktionsstart konkretisiert. Auch äußerlich kommt das Concept Car futuristisch daher, da es der für 2011 erwarteten Generation der kompakten B-Klasse entspricht. Den Antrieb übernimmt auf Kurzstrecken ein 136 PS starker Elektromotor, der von einer Lithium-Ionen-Batterie mit 17,5 kWh mit Saft versorgt wird. So soll eine Höchstgeschwindigkeit von 150 km/h und ein Spurt innerhalb von elf Sekunden auf Tempo 100 möglich sein.

Die Kapazität des Akkus reicht nach Herstellerangaben für 100 Kilometer. Danach sorgt ein Verbrennungsmotor (Range Extender) als Generator für Strom-Nachschub. Der 1,0-Liter-Dreizylinder-Turbobenziner leistet 68 PS und soll den Elektromotor mit einer Tankfüllung weitere 600 Kilometer versorgen können.

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Yes we can: Elektro-Hummer

22. September 2009 klaus Keine Kommentare

hummerArnold Schwarzenegger, Ex-Schauspieler und derzeitiger Gouverneur bzw. Insolvenzverwalter des US-Bundesstaaates Kalifornien hatte es vorgemacht, dass man sogar einen Hummer auf Wasserstoffantrieb und -betankung umstellen kann. Die Ingenieure von Raser Technologies hingegen wollten General Motors Hummer H3 rein elektrisch summen lassen. Gemeinsam mit Experten von FEV haben sie einen zu diesem schweren Militärfahrzeug passenden Antriebsstrang entwickelt. Raser steuerte das Grunddesign bei, von FEV stammte die technische Umsetzung. Das resultierende “PHEV Drive System” ist ein Plug-in-Hybrid-Antriebsstrang-Konzept, welches einen H3 oder einen Light Truck ungerechnet 65 km lang rein elektrisch antreiben kann und dank Range-Extender über eine Gesamtreichweite von rund 580 km verfügt. Dazu verfügt PHEV über einen 200 kW starken Wechselstrommotor vom Typ P200 mit einem maximalen Drehmoment von 450 Nm sowie Bremsenergie-Rückgewinnung (Rekuperation).
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Nachhaltigkeitsrating sieht Toyota und Peugeot führend

20. September 2009 klaus Keine Kommentare

sarasinFür die Automobilbranche galten bislang nur bescheidene Umweltauflagen. Dies ändert sich jetzt: in der EU und den USA wurden die Klimagas-Grenzwerte für Neuwagenflotten verschärft. Selbst China arbeitet strengere Standards aus. Damit verstärkt sich der investitionsintensive Wettkampf um die Vorherrschaft bei den emissionsarmen Technologien: Selbst konservative Szenarien rechnen bis 2030 mit an die 40 Prozent an Hybrid-, Plugin-Hybrid- und Elektrofahrzeugen. Die Schweizer Privatbank Sarasin unterzieht die Automobilbranche seit Jahren einer Nachhaltigkeitsbewertung. Im Zentrum der Analyse stehen die Umwelteffizienz der Fahrzeuge und die Tragfähigkeit der Lieferantenbeziehungen. Beides ist im gegenwärtigen Wettbewerbsumfeld von besonderem Interesse. Spitzenreiter im aktuellen Rating der Bank Sarasin sind der Toyota und Peugeot.

sarasin_chart_automotiveBeim Nachhaltigkeitsrating der Bank stehen drei Themen im Zentrum: die Klimaeffizienz der gegenwärtigen Fahrzeugflotte, die Stärke bei der Entwicklung von emissionsarmen Zukunftstechnologien und die Tragfähigkeit der Lieferantenbeziehungen. Gemessen an diesen Kriterien überzeugen Toyota und Peugeot. Sie konnten ihre Position an der Spitze halten. Honda hat sich stark verbessert und ist Drittklassierter. Im oberen Mittelfeld folgen Volkswagen, die übrigen deutschen Hersteller sowie Renault (heruntergestuft) und Ford (aufgerückt). Fiat hat gegenüber dem Vorjahr verloren und schneidet zusammen mit Nissan und General Motors unterdurchschnittlich ab.

In ihrer Beurteilung geht die Bank Sarasin bei der technologischen Entwicklung von einer Transformationsphase aus: Der Verbrennungsmotor dominiert die nahe Zukunft und die Hybridisierung ebnet den Weg für die Elektrifizierung des Antriebsstranges und Neuerungen im gesamten Energiemanagement der Fahrzeuge. Als Übungsfelder der ferneren Zukunft dienen Modellregionen mit Elektrofahrzeugen oder die dezentrale, solare Herstellung von Wasserstoff zur Speisung der Brennstoffzellen. In der jüngsten Zeit hat insbesondere der Elektromotor stark an Profil gewonnen. Die neue Technologie wird laut Sarasin “die Branche stark aufmischen”. Unter den großen Herstellern sieht man die Strategie von Renault-Nissan am stärksten auf Elektrofahrzeuge ausgerichtet.

Die Studie “Automobilhersteller: Branche unter Strom“ kann gegen eine Schutzgebühr von 35 Euro bei gabriela.pace@sarasin.ch bestellt werden.