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Artikel Tagged ‘Forschung’

Forschung für nachhaltige Mobilität

27. März 2015 Juliane Keine Kommentare

Am 26. März 2015 eröffnete das Fraunhofer-Institut für Betriebsfestigkeit und Systemzuverlässigkeit LBF das neue “Zentrum für Systemzuverlässigkeit / Elektromobilität ZSZ-e”. Hier werden die LBF-Forscher neue Prüfprozeduren und -richtlinien für Hochvolt-Batteriesysteme entwickeln und multiphysikalische Prüfungen für komplette Batterien, Batteriemodule oder Komponenten durchführen. Dazu stehen ihnen großzügige Laborflächen in einem eigenen Gebäude, neue Büroarbeitsplätze, Seminar- und Besprechungsräume sowie insbesondere modernste Prüfanlagen zur Verfügung. Im neuen Gebäude für dynamische Prüfungen ist ein in seiner Art einzigartiger multiaxialer Schwingtisch für Traktionsbatterien untergebracht. Dieser Prüfstand bietet neue Möglichkeiten für die laborgestützte Betriebslastensimulation mit überlagerten mechanischen, thermo-klimatischen und elektrischen Lasten. Das Fraunhofer LBF stellt darüber hinaus erstmals sein neues generator-elektrisches Fahrzeug “GEV/one” vor, das derzeit in der Testphase ist und einen Dialogbeitrag für alternative Fahrzeugkonzepte in der Elektromobilität darstellt. 120 Gäste aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft nahmen an dem Ereignis teil. Zahlreiche Gäste nutzten die Gelegenheit für Probefahrten mit einem der Elektrofahrzeuge der Fraunhofer LBF-Forschungsflotte.

Arbeitsschwerpunkt im neuen ZSZ-e wird unter anderem sein, geeignete Prüfprozeduren für Hochvolt-Batteriesysteme zu entwickeln und im Kundenauftrag Tests hinsichtlich sicherer Funktion, Leistung sowie Zuverlässigkeit und Alterungseffekte durchzuführen. Am Fraunhofer LBF ist mit dem ZSZ-e eine moderne Entwicklungs- und Forschungsumgebung entstanden, die den Anforderungen im Bereich der Elektromobilität in besonderer Weise Rechnung trägt.

Forscher steigern Energiedichte von Lithiumspeichermaterialien

16. März 2015 Juliane Keine Kommentare

Ein interdisziplinäres Forscherteam des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) und des Helmholtz-Instituts Ulm (HIU) forciert die Weiterentwicklung von Lithium-Ionen-Batterien: Die Wissenschaftler haben ein neues Kathodenmaterial, basierend auf einem neuen Speicherprinzip entwickelt, das deutlich höhere Energiespeicherdichten als bisher bekannte Systeme bietet. In der Zeitschrift Advanced Energy Materials stellt die Forschungsgruppe das neue Materialsystem vor.

„Die hohe Stabilität der Struktur bei gleichzeitig hoher Defektmobilität, verbunden mit einer sehr kleinen Volumenänderung von nur 3% ist das eigentlich Ungewöhnliche an diesem neuen System. Das Speicherprinzip scheint zudem auf andere Zusammensetzungen übertragbar zu sein. Mit anderen Verbindungen ähnlicher Struktur messen wir derzeit sogar noch höhere Energiedichten als mit dem auf Vanadium basierenden System“, berichtet Forschungsgruppenleiter Maximilian Fichtner.

WTI unterstützt Bildung im Bereich eMobilität

5. März 2015 Juliane Keine Kommentare

“Deutschland hat die Chance, Leitanbieter in der Elektromobilität zu werden“, so die einleitenden Worte von Dr. Johanna Wanka, Bundesministerin für Forschung und Bildung, im Rahmen der 2. Nationalen Bildungskonferenz Elektromobilität in Berlin. Ihr Ziel: Eine Kompetenz-Roadmap weiterzuentwickeln, die Handlungsempfehlungen für die akademische Aus- und Weiterbildung aufstellt. Denn: Gut ausgebildete Fachkräfte sind der Schlüssel für die elektromobile Zukunft in Deutschland. Vor dem Hintergrund der erhöhten Umweltbelastung und Ressourcenknappheit, ist es die Kernkompetenz von WTI, mit schnell zugänglichen, qualitativ hochwertigen Literaturnachweisen Lehrende, Forschende und Unternehmen in der Weiterentwicklung dieser Technologie zu unterstützen. Das BEM-Mitgliedsunternehmen ist als Aussteller im Rahmen des Forum Elektromobilität Kongresses vom 10. bis 11. März 2015 in Berlin vertreten. Weitere Informationen dazu finden Sie hier.

Swatch Group entwickelt Batterie für Elektrofahrzeuge

26. Februar 2015 Juliane Keine Kommentare

Die Swatch Group und ihre Tochter Belenos Clean Power wollen zu einem der größten Produzenten einer neuen Generation von Batterien weltweit werden. Der Uhrenkonzern hofft, bis in drei, vier Jahren ein marktfähiges Produkt für Elektrofahrzeuge zu entwickeln. Belenos Clean Power habe eine Batterie entwickelt, deren Speicherkapazität für elektrische Energie zwischen 50 bis 100% höher sei, als alle heute auf dem Markt befindlichen Produkte. Dies erklärte Swatch-Chef Nick Hayek in einem auf der Internet-Seite der Zeitschrift L’Hebdo veröffentlichten Gespräch. Das vollständige Interview kann hier auf französisch nachgelesen werden.

DRIVE-E-Akademie 2015

9. Dezember 2014 Juliane Keine Kommentare

„Die DRIVE-E-Akademie ist ein gutes Karrieresprungbrett. Sie erleichtert den Berufseinstieg – und macht dabei jede Menge Spaß“, so Victor Schäfer, DRIVE-E-Teilnehmer 2012 und heute Doktorand im Bereich Elektromobilität bei der Porsche AG. Für die sechste Auflage des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und von der Fraunhofer-Gesellschaft initiierten DRIVE-E-Programms können sich Studierende aller deutschen Hochschulen ab dem dritten Bachelorsemester noch bis zum 12. Januar 2015 online unter www.drive-e.org bewerben. Eine Jury wählt 50 Teilnehmer aus, die vom 8. bis 13. März 2015 in Erlangen und der Metropolregion Nürnberg alle Facetten der Elektromobilität in Theorie und Praxis erleben dürfen.

Neuer Elektrolyt ermöglicht Bau von Magnesium-Schwefel-Batterie

25. November 2014 Juliane Keine Kommentare

Das vom Karlsruher Institut für Technologie (KIT) gegründete Helmholtz-Institut Ulm (HIU) treibt die Forschung zu Batterien der nächsten und übernächsten Generation voran: Eine Forschungsgruppe hat nun einen Elektrolyten entwickelt, der den Bau von Magnesium-Schwefel-Batteriezellen ermöglicht. Mit Magnesium lassen sich höhere Speicherdichten erreichen als mit Lithium. Zudem kommt Magnesium häufig in der Natur vor, ist ungiftig und zersetzt sich nicht an der Luft. Weitere Informationen rund um den neuen Elektrolyten finden Sie hier.

M2M Summit – Das internationale Anwenderforum

13. Juli 2014 Juliane Keine Kommentare

Vom 20. bis 21. Oktober 2014 findet der M2M Summit unter dem Motto „M2M – From technology to business“ erneut im Congress Center Düsseldorf statt. Zur 8. Auflage des größten und wichtigsten M2M Events in Europa erwartet die M2M Alliance mehr als 60 Aussteller und über 1.000 Teilnehmer aus 30 Ländern. Der M2M Summit bietet Herstellern, Entwicklern und Anwendern eine exzellente Gelegenheit, sich über den aktuellen Stand der Entwicklung sowie über die Möglichkeiten auszutauschen, die intelligente M2M-Systeme bieten. Als offizielles Partnerland 2014 soll die USA gewonnen werden. Auch die letztjährigen Partnerländer Kanada, Niederlande und Schweden werden erneut mit eigenen Vertretern vor Ort sein und bieten den Teilnehmern die einzigartige Gelegenheit zur Vernetzung.

BEM-Mitglieder erhalten einen Sonderrabatt von 25 Prozent auf die Konferenztickets. Bitte wenden Sie sich dafür an Klaus Bergerfurth in der BEM-Hauptgeschäftsstelle. Alle wichtigen Informationen rund um den M2M Summit 2014 finden Sie hier.

WHZ bringt Elektroautos auf Zwickaus Straßen

28. Januar 2014 Juliane Keine Kommentare

Die Professuren Elektrische Energietechnik/Regenerative Energien und Wirtschaftsinformatik der Westsächsischen Hochschule Zwickau (WHZ) suchen gemeinsam mit dem Autoservice Demmler aus Wilkau-Haßlau nach Umsetzungsmöglichkeiten einer breitenwirksamen Einführung von Elektrofahrzeugen. Dazu sollen im Rahmen des Projektes „Elektromobilität vor Ort aus einer Hand in der Zukunft“ (ZemO) neue Formen der Mobilität mit Elektrofahrzeugen entwickelt und erprobt werden.

Zusammen mit den Projektpartnern Autoservice Demmler, der Sächsischen Energieagentur (SAENA) und dem BEM-Mitgliedsunternehmen TÜV Rheinland hat sich die WHZ vor diesem Hintergrund zum Ziel gesetzt, einen Pool von 20 mietbaren Elektrofahrzeugen aufzubauen – darunter verschiedene Modelle, wie bspw. auch ein Kleintransporter. Mieten kann diese Elektrofahrzeuge potenziell jeder. Auch die WHZ hat bereits zwei Elektrofahrzeuge bis Ende des Jahres in ihren Bestand aufgenommen. Ansprechpartner in Sachen Vermietung ist der Autoservice Demmler, auf dessen Gelände die Fahrzeuge gewartet werden. Mit Hilfe der Projektmittel können dort in Zukunft auch Elektrofahrzeuge über neu geschaffene Ladesäulen geladen werden. Darüber hinaus besteht die Absicht, ein Geschäftsmodell unter dem Titel „Kaufe deine Mobilität“ ins Leben zu rufen. Dabei würde der Kunde zwar ein Elektrofahrzeug besitzen, könnte sich aber vom Autoservice Demmler im Bedarfsfall, z.B. für Langstrecken, ein passendes Fahrzeug zur Verfügung stellen lassen. Vom Projekt profitiert auch die WHZ. So werden zu Forschungszwecken alle 20 Mietfahrzeuge mit Mess- und Monitoringsystemen ausgestattet, mit deren Hilfe die technischen Daten und auch die Fahrstrecken nachträglich ausgewertet werden sollen.

Forscher entwickeln elektrischen Jet-Antrieb

20. Juni 2013 Juliane Keine Kommentare

Die Flugzeugbauer EADS und Diamond Aircraft wollen zusammen mit Siemens elektrische Jet-Antriebe entwickeln. Die drei Unternehmen schlossen auf der Luftfahrtmesse in Le Bourget eine entsprechende Vereinbarung, wie sie mitteilten. “Heute elektrifizieren wir die Luftfahrt und begeben uns auf die Reise zu den Antrieben der Zukunft. Elektroflugzeuge sind ein zentrales Element unserer Forschung für die Zukunft der Luftfahrt”, sagte EADS-Cef Tom Enders. “Erst in den nächsten Jahrzehnten werden wir erfahren, wohin der Weg uns führt, welche Gestalt und Form der Elektroantrieb annehmen wird. Aber wir wissen, dass wir bei der Erprobung von Alternativen zu fossilen Treibstoffen keine Zeit verlieren dürfen.” Ziel der Partnerschaft sei die Einführung von hybriden Antriebssystemen sowohl für Hubschrauber also auch für Großflugzeuge, hieß es. EADS ist Europas größtes Luft- und Raumfahrtunternehmen. Zu dem Konzern gehören unter anderem Airbus und Eurocopter.

Vielversprechendes Material für Lithium-Ionen-Akkus

7. Juni 2013 Juliane Keine Kommentare

Laptops könnten länger arbeiten und Elektroautos weiter fahren, wenn es gelänge, die Kapazität ihrer Lithium-Ionen-Akkus weiter zu steigern. Einen entscheidenden Einfluss darauf hat ihr Elektrodenmaterial. Bisher besteht die negative Elektrode meist aus Graphit, dessen Schichten eine begrenzte Menge an Lithium einlagern können. Wissenschaftler der Technischen Universität München (TUM) haben nun ein Material aus Bor und Silizium entwickelt, das den Weg zu Systemen mit höheren Speicherkapazitäten weisen könnte. Ähnlich wie die Kohlenstoff-Atome im Diamanten sind die Bor- und Silicium-Atome im neuen Lithium-Borsilicid (LiBSi2) tetraederförmig miteinander verbunden. Doch anders als der Diamant bilden sie zusätzlich Kanäle aus. „Offene Strukturen mit Kanälen bieten prinzipiell die Möglichkeit Lithium ein- und wieder auszulagern“, sagt Thomas Fässler, Professor am Lehrstuhl für Anorganische Chemie der TU München. „Das ist eine wichtige Voraussetzung zur Anwendung als Material für die Anode in Lithium-Ionen-Akkus.“

Im Hochdrucklabor des Departments of Chemistry and Biochemistry der Arizona State University gelang es den Wissenschaftlern, die Ausgangsstoffe Lithiumborid und Silicium zur Reaktion zu bringen. Bei einem Druck von 100.000 Atmosphären und Temperaturen um 900 ° Celsius bildete sich das gewünschte Lithium-Borsilicid. „Es ist eine Menge Fingerspitzengefühl und viel Erfahrung notwendig, um das richtige Verhältnis der Grundmaterialen und die richtigen Parameter herauszufinden“, erklärt Thomas Fässler. Lithium-Borsilicid ist gegenüber Luft und Feuchtigkeit stabil und widersteht auch Temperaturen bis zu 800° Celsius. Da die Struktur des Lithium-Borsilicids bisher einzigartig ist, durften Fässler und Zeilinger ihrem neuen Gerüst einen Namen geben. Zu Ehren ihrer Universität entschieden sie sich für den Namen „tum“. Weitere Informationen rund um die Forschungsergebnisse der TUM finden Sie hier.