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Artikel Tagged ‘Forschungsprojekt’

Elektrisches Taxi für tropische Megastädte

28. April 2015 Juliane Keine Kommentare

In der Metropole Singapur sind die Straßen überfüllt. Dichter Verkehr sorgt für hohe Luftverschmutzung und Lärmbelästigung. Elektroautos wären eine Lösung für diese Probleme. Wegen der hohen Kosten besitzen jedoch nur wenige Menschen dort ein eigenes Auto. Daher arbeiten Forscher der Technischen Universität München (TUM) und der Nanyang Technological University (NTU) in Singapur seit 2011 an einem Taxi mit Elektroantrieb. “EVA” ist speziell auf die Anforderungen der tropischen Stadt zugeschnitten. Bereits 2013 hatten die Wissenschaftler einen Prototyp auf der 43. Tokio Motor Show vorgestellt. Nun fand die erste offizielle Testfahrt an der NTU Singapur statt.

Große Herausforderungen bei der Konzeption des Autos waren für die rund 30 wissenschaftlichen Mitarbeiter und Experten sowie 40 Studierende vor allem dessen Reichweite und die Ladegeschwindigkeit des Akkus. Die Batterie von “EVA” kann innerhalb von 15 Minuten so weit aufgeladen werden, dass das Taxi eine Distanz von mindestens 200 Kilometern zurücklegen kann. Das Auto ist 4,32 Meter lang, es misst vom Boden bis zum Dach 1,68 Meter und ist 1,79 Meter breit (ohne Seitenspiegel). Um Gewicht zu sparen, besteht die Fahrgastzelle fast ausschließlich aus karbonfaserverstärktem Kunststoff. Die sogenannte Zonenklimaanlage ist ebenfalls energieeffizient. Jeder Sitz im Auto hat seine eigene Zone, in der die Kühlung individuell geregelt werden kann. Weitere Informationen rund um “EVA” finden Sie hier.

Elektrische Flottenfahrzeuge für Baden-Württemberg

16. März 2015 Juliane Keine Kommentare

Das erste Jahr des Projekts „InitiativE-BW – Elektrische Flottenfahrzeuge für Baden-Württemberg“, das vom BEM-Mitgliedsunternehmen e-Motion Line koordiniert wird, ist erfolgreich abgeschlossen worden.Seit Beginn 2014 verzeichnet das Projekt reges Interesse. „Wir können sehr zufrieden auf das erste Projektjahr zurückblicken und freuen uns auf die kommenden zwei Jahre“, sagt Franz Philipps, Projektleiter InitiativE-BW vom Institut für Fahrzeugkonzepte des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt.

Das erste Elektrofahrzeug im Projekt wurde bereits im April 2014 ausgeliefert. Der erfolgreichste Monat, gemessen an den Fahrzeugauslieferungen, war bis zum heutigen Stand der Dezember 2014. In Summe wurden auf Grund des großen Interesses am Projekt bis Januar 2015 83 Fahrzeuge bestellt, wodurch die internen Zielvorstellungen für das erste Projektjahr bei weitem übertroffen werden konnten. Ein Höhepunkt im Jahr 2014 waren die Fahrzeugbestellungen der Erzdiözese Freiburg: Seit Mitte 2014 betreibt sie 12 Elektrofahrzeuge, die sie in der mobilen Pflege sowie als Dienstfahrzeuge in Freiburg und in der Bodenseeregion einsetzt. Den vollständigen Statusbericht zum Projekt finden Sie hier.

Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit beim Einsatz von eAuto

3. Februar 2015 Juliane Keine Kommentare

Bei ZEISS ist im Rahmen der Forschungstätigkeit das erste Elektrofahrzeug im Einsatz, das mit selbst erzeugtem Strom fährt. Bei der Zusammenarbeit mit der Hochschule Aalen geht es darum, herauszufinden, inwieweit eMobiltät für den Fuhrpark bei ZEISS künftig eine bedeutendere Rolle einnehmen könne. „Die Möglichkeit besteht, zumal wir unseren eSmart mit Strom versorgen, den wir selbst erzeugen“, so Hellmuth Aeugle, Leiter Business Services & Infrastructure bei ZEISS. Der Strom stammt aus Photovoltaikanlagen, die auf dem firmeneigenen Parkhaus im Südwerk in Oberkochen installiert sind. „Letztlich geht es um Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit beim Einsatz von Erneuerbaren Energien. Das ist die Zukunft und natürlich auch für uns bei ZEISS sehr interessant“, sagt Aeugle.

Von der Kooperation profitieren beide Seiten: Die Hochschule Aalen unterstützt ZEISS dabei, sich im Bereich der Elektromobilität zukunftsorientiert und energieeffizient zu positionieren. Dazu gehört es auch, wirtschaftlich belastbare Geschäftsmodelle zu entwickeln. Dabei geht es unter anderem darum, wie das Laden der Elektrofahrzeuge künftig als Baustein einer temporären Zwischenspeicherung von Ökostrom genutzt werden kann. Im Gegenzug stellt ZEISS der Hochschule technische Daten diverser Eigenschaften wie etwa Reichweite, Service und Ausfallzeiten des eSmarts für Studien und Forschungszwecke zur Verfügung. „Uns bedeutet der Austausch mit einem so innovativem Unternehmen aus der Region wie ZEISS sehr viel. Wir freuen uns auf die weitere Zusammenarbeit“, sagt Prof. Dr. Anna Nagl von der Hochschule Aalen.

Online-Umfrage: SmartGrid & eMobilität

2. Februar 2015 Juliane Keine Kommentare

Wie kann die Ladung von Elektroautos kostengünstig und gleichzeitig umweltfreundlich in den Alltag der Nutzer und in das Energiesystem integriert werden? Mit dieser Frage beschäftigt sich eine Masterarbeit am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) im Forschungsprojekt „Smart Grid Integration“. Die Online-Umfrage richtet sich an Elektroautointeressierte und -besitzer, die Beantwortung dauert ca. 15 Minuten. Als kleines Dankeschön werden unter den Befragten acht Gutscheine über 20 Euro verlost. Sie können das Projekt hier durch Ihre Teilnahme an der Online-Umfrage unterstützen.

Zweites Leben für BMW i3-Akkus

29. September 2014 Juliane Keine Kommentare

Nach einem erfolgreich beendeten sechsmonatigen Probebetrieb hat Frank Horch, Senator für Wirtschaft, Verkehr und Innovation, Mitte September 2014 in der HafenCity zwei von Vattenfall und der BMW Group entwickelte Anwendungen mit “Second Life”-Batterien in den Regelbetrieb übergeben. Die beiden Unternehmen haben im Rahmen des Förderprojektes “Hamburg – Wirtschaft am Strom” gemeinsam eine Möglichkeit entwickelt, Batterien weiter sinnvoll zu nutzen, die zuvor in BMW i-Elektrofahrzeugen verwendet wurden. Die Batterien, die nach dem Fahrzeugleben in der Regel noch über eine hohe Kapazität verfügen, wurden zu stationären Speichersystemen zusammengeschlossen. Nun werden sie als flexible Speicher für Erneuerbare Energien und zur Sicherung der Stabilität des Stromnetzes eingesetzt. Die Belastbarkeit und die Effizienz dieser Speicher werden an zwei Anwendungsfällen untersucht: als Leistungspuffer für Schnellladestationen sowie zur Speicherung von Solarstrom und zur Erhöhung des Eigenverbrauchs.

“Gebrauchte Batterien im realen Anwendungsfall zu erproben, ermöglicht in Zukunft die Brücke zwischen nachhaltiger Elektromobilität und der Energiewende in Deutschland zu bilden. Die Erkenntnisse aus den Projekten können auf viele weitere Anwendungen übertragen werden und so zusätzliche Möglichkeiten an der Schnittstelle von eMobilität und der Nutzung regenerativer Energien schaffen”, sagt Dr. Julian Weber, Leiter Innovationsprojekte Elektromobilität bei der BMW Group. Und Pieter Wasmuth, Vattenfall Generalbevollmächtigter für Hamburg und Norddeutschland, ergänzt: “Unser erklärtes Ziel ist es, diese Batteriespeicher in das Energiesystem zu integrieren und einer Vielzahl solcher kleinen, lokalen Anlagen über den Stromhandel einen Marktzugang zu verschaffen. Dafür wird jetzt zum Beispiel versucht, die Batterien entsprechend den Anforderungen des Stromnetzes zu laden und zu entladen. Am Ende sollen sie unter anderem dem Strommarkt als Primärregelenergie zur Verfügung stehen.”

Uni Stuttgart untersucht elektrisch betriebene Bürgerbusse

26. September 2014 Juliane Keine Kommentare

Im ländlichen Raum ist eine engmaschige Versorgung durch den Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) nicht flächendeckend rentabel, da die Wegstrecken kurz sind und in kleinen Gemeinden oft nur ein bis zwei Haltestellen bedient werden. Gerade in diesen Orten können Bürgerbusse, die mit bürgerschaftlichem Engagement beispielsweise durch einen Verein betrieben werden, das Angebot im ÖPNV partnerschaftlich ergänzen. Gleichzeitig bieten Bürgerbuslinien aufgrund der kurzen Wegstrecken zwischen 80-120 km/Tag ein optimales Einsatzszenario für die Elektromobilität.

Wissenschaftler des Betriebswirtschaftlichen Instituts und des Instituts für Eisenbahn- und Verkehrswesen der Universität Stuttgart untersuchen gemeinsam mit weiteren Partnern aus der Region, in wieweit durch bürgerschaftliches Engagement und den Einsatz der Elektromobilität der öffentliche Nahverkehr auf dem Land verbessert werden kann. Der Startschuss für das auf zwei Jahre angelegte Projekt „e-Bürgerbus“ ist am 22. September 2014 gefallen. Weitere Informationen rund um das Forschungsprojekt finden Sie hier.

Frankfurts Handwerker fahren elektrisch

20. August 2014 Juliane Keine Kommentare

Ob Bauunternehmen, Orthopädie-Techniker, Kfz-Werkstatt oder Augenoptiker – Wissenschaftsminister Boris Rhein und Stadtrat Markus Frank präsentieren am 22. August um 11.00 Uhr auf dem Frankfurter Römerberg eine Auswahl von 15 Handwerksbetrieben, die Elektrofahrzeuge im Tagesgeschäft in ihren Betrieben einsetzen. Durch das gemeinsame Projekt „erster“ des Landes Hessen und der Stadt Frankfurt am Main erhalten die teilnehmenden Betriebe eine Förderung von bis zu 6.000 Euro je eingesetzten Elektrofahrzeug.

Das Land Hessen, die Städte Frankfurt am Main und Wiesbaden haben gemeinsam mit den Partnern Fachhochschule Frankfurt am Main, der Handwerkskammer Frankfurt-Rhein-Main und Wiesbaden das Projekt „erster! Das Handwerk fährt emobil“ entwickelt, um den Einsatz von Elektrofahrzeugen in Handwerksbetrieben zu fördern. Für dieses Vorhaben stellen das Land und die beiden Städte über eine Million Euro bereit, um die Nutzung von eFahrzeugen im alltäglichen Gebrauch zu unterstützen. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie fördert „erster“ über das von der Wirtschaftsförderung Frankfurt GmbH initiierte Bundes- und EU-Forschungsprojekt E-FACTS (Electric Vehicles For Alternative City Transport Systems). Hierbei werden Nutzerverhalten und –Akzeptanz durch die Fachhochschule Frankfurt wissenschaftlich ausgewertet. Pressevertreter sind herzlich eingeladen..!

Online-Umfrage: Jetzt mitmachen

29. Juni 2014 Juliane Keine Kommentare

Vision des Forschungsprojektes CROME ist es, grenzüberschreitende, sichere, benutzerfreundliche und zuverlässige Elektromobilität zwischen Frankreich und Deutschland zu gestalten, zu ermöglichen und zu analysieren, um Antworten auf Fragestellungen zum europäischen Standardisierungsprozess der Elektromobilitätsinfrastruktur (Netzanschluss, Kabelanschluss etc.) sowie zu Elektromobilitätsdienstleistungen (Authentifizierung, Billing, Roaming, Reservierung, etc.) geben zu können.

Im Rahmen der Forschungsaktivitäten untersucht das Karlsruhe Institut für Technologie (KIT) das Nutzungsverhalten privater Anwender von intermodalen Mobilitätsdienstleistungen und deren Umgang mit grundlegenden Elektromobilitätdiensten (z.B. als Webseite oder Smartphone-App). Zu diesem Zweck wurde jetzt ein Fragebogen erstellt, dessen Beantwortung etwa 15 bis 20 Minuten in Anspruch nimmt. Mit der Teilnahme an der Online-Umfrage unterstützen Sie die Forschungsaktivitäten maßgeblich und helfen dabei, die Elektromobilität ein Stück voran zu treiben, hin zu mehr Nutzerfreundlichkeit. Hier können Sie teilnehmen.

Visio.M-Projekt im Fahrtest

26. Juni 2014 Juliane Keine Kommentare

Energieeffizienz ist der Schlüssel zu kostengünstiger Elektromobilität und ist daher ein zentrales Entwicklungsziel für Elektrofahrzeuge. Im Rahmen des Projekts Visio.M werden die Möglichkeiten und Grenzen der Effizienz in den Bereichen Fahrzeuggewicht, Aerodynamik, Antrieb, Rollreibung und Klimatisierung erforscht. Den aktuellen Forschungsstand zeigten die Wissenschaftler der Technischen Universität München nun im direkten Vergleich mit bereits auf dem Markt erhältlichen Fahrzeugen.

„Für die Optimierung der Energieeffizienz haben wir im Wesentlichen drei Stellschrauben: die Aerodynamik, den Rollwiderstand und das Fahrzeuggewicht“, sagt Prof. Markus Lienkamp vom Lehrstuhl für Fahrzeugtechnik der TU München. Beim Test auf dem ehemaligen Flughafen Neubiberg standen die Aerodynamik und das Fahrwerkskonzept im Mittelpunkt. Mit einem cW-Wert von 0,24 und einer Stirnfläche von nur 1,69 Quadratmetern besitzt das Fahrzeug eine hervorragende Aerodynamik. Gleichzeitig verfügt der Visio.M-Versuchsträger über schmale Reifen (115/70 R 16) mit sehr geringem Rollwiderstand. „Ziel unseres Konzeptes ist es, möglichst wenig Energie für die Überwindung der Fahrwiderstände aufwenden zu müssen“, sagt Markus Lienkamp. Der Praxistest bestätigte, dass dies den Entwicklern gelungen ist: Mit der gleichen Energie gestartet, kam das Fahrzeug der TUM beim Ausrollversuch am weitesten. Weitere Informationen rund um den Testversuch finden Sie hier.

RVK unterstützt Vergleichsflottenversuch

22. Mai 2014 Juliane Keine Kommentare

Im Rahmen des Forschungsprojekts NiVVE (Nutzfahrzeuge im Vergleich Verbrennungs- versus
Elektromotor) hat das BEM-Mitgliedsunternehmen e-Wolf drei Pkw und drei Kleintransporter an die Regionalverkehr Köln GmbH (RVK) übergeben. Zwei Fahrzeuge des jeweiligen Typs werden elektrisch betrieben, das andere ist mit einem Dieselmotor ausgestattet. Der Vergleichsflottenversuch verfolgt das Ziel, wissenschaftlich fundierte Erkenntnisse zur technischen und wirtschaftlichen Nutzbarkeit von Elektronutzfahrzeugen im Flotten- bzw. Dauereinsatz zu gewinnen und dadurch die Marktdurchdringung von eFahrzeugen zu fördern. Die RVK setzt die Autos als Dienstfahrzeuge im regulären Betrieb ein. Während des Versuchs werden Distanzen, Fahr,- Lade- und Standzeiten aufgezeichnet sowie Kraftstoff-, Strom- und Wartungskosten ermittelt. Zudem werden die Nutzer regelmäßig über ihre Eindrücke befragt. Im Anschluss an die Testphase erfolgt die Auswertung der Daten.

Für die Teilnahme an dem Vergleichsflottenversuch steht bei der RVK eindeutig der Umweltaspekt
im Vordergrund. „Im Gegensatz zu Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor sind
Elektrofahrzeuge deutlich klima- und umweltfreundlicher“, sagt RVK-Geschäftsführer Eugen
Puderbach
. „Sie verursachen kaum belastenden Feinstaub und sind klimaneutral.“ Zudem muss für den Antrieb dieser Fahrzeuge kein Öl gefördert, raffiniert, transportiert oder entsorgt
werden.