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Artikel Tagged ‘Frankreich’

Frankreich erhöht Kaufanreiz für eAutos

26. Juli 2012 Juliane Keine Kommentare

Mit hohen Prämien für den Kauf von Hybrid- und Elektroautos will die sozialistische Regierung Frankreichs künftig die kriselnde Autoindustrie im eigenen Land unterstützen: Für Elektroautos soll die Prämie von 5.000 auf 7.000 Euro erhöht, für Hybridautos auf 4.000 Euro verdoppelt werden. Premierminister Ayrault kündigte außerdem an, der Staat werde künftig für den Stadtverkehr nur noch Elektrofahrzeuge kaufen.

Für die staatlichen Hilfen sollen die Autobauer laut Regierungsplan auch eine gewisse Gegenleistung erbringen. So sollen die Prämien für die Hybrid- und Elektroautos nur gezahlt werden, wenn ihr Preis konstant bleibt. Außerdem müssen die Autos in Frankreich produziert sein.

Französische Regierung will eMobilität fördern

20. Juli 2012 Juliane Keine Kommentare

Die französische Regierung will mit ihrem geplanten Hilfsprojekt für die angeschlagene Autoindustrie vor allem Hybrid- und Elektrotechnologien fördern. Eine Möglichkeit sei der Ausbau eines Bonus-Malus-Systems, das den Kauf abgasarmer Autos fördert und den von vergleichsweise umweltschädlichen Wagen verteuert. Eine Wiedereinführung der Abwrackprämie solle es allerdings nicht geben, erklärte Industrieminister Arnaud Montebourg am Mittwoch dem Radiosender France Inter. Die französische Regierung will am kommenden Mittwoch einen Plan zur Stützung der Autoindustrie vorstellen. Hintergrund sind unter anderem die Pläne des landesweit größten Herstellers PSA Peugeot Citroën, rund 8.000 Stellen abzubauen und ein Werk zu schließen.

Mit dem Elektroroller quer durch Frankreich

18. Juni 2012 Juliane Keine Kommentare

Ein französischer Student durchquert sein Heimatland auf einem Elektroscooter. Seit dem 01. Juni 2012 surrt Vianney Bureau mit seinem Elektroroller durch Frankreich – ohne lokale Emissionen und mit dem festen Willen, die Langstreckentauglichkeit von elektrischen Zweirädern unter Beweis zu stellen. Ausgangs- und Zielpunkt der Reise ist Paris. Die 3.500 Kilometer will der 21-Jährige in einem Monat zurücklegen, mit einem Budget von zehn Euro am Tag. Unterstützt wird der BWL-Student von der Firma GOVECS aus München, sie lieh Vianney für die Tour einen Elektroroller vom Typ GOVECS Go S2.4 aus. Pro Batterieladung kann der Scooter bis zu 100 Kilometer zurücklegen, bei einer Höchstgeschwindigkeit von 45 Stundenkilometer.

Auf seiner Facebook-Seite hält Vianney Freunde und Bekannte auf dem Laufenden. Bis zum Zieleinlauf in Paris liegt noch reichlich Weg vor ihm. Auf der Strecke liegen unter anderem Bordeaux, Toulouse, Montpellier, Aix-en-Provence, Cannes, Nizza, Monaco und Lyon. Vorgesehen sind außerdem Stopps im italienischen Turin und in Genf. Am 02. Juli wird der 21-Jährige wieder in der französischen Hauptstadt erwartet. Mehr zur “Tour de Silence” finden Sie auch auf ZEIT Online.

Renault Z.E. Testzentrum in Paris

9. Januar 2012 Juliane Keine Kommentare

Renault eröffnete am 20. Dezember 2011 in Boulogne-Billancourt (am Stadtrand von Paris) sein “Zero Emission”-Testzentrum für Elektrofahrzeuge. Mit einem eigenen Empfangs- und Ausstellungsgelände ist dieses Renault-Zentrum einzigartig in Europa. Der Autohersteller möchte der Öffentlichkeit die Möglichkeit geben, die Elektrofahrzeuge selbst zu testen. Ab Januar 2012 steht das Z.E.-Testzentrum sowohl der breiten Öffentlichkeit als auch seinem Vertriebsnetz zur Verfügung. Partner, Journalisten und Kunden können sich per Internet, Telefon oder direkt am Empfang des Zentrums für eine Probefahrt anmelden. Ziel von Renault ist es, alle von der Technologie der Elektromobilität zu überzeugen. Dem Besucher wird ein wahrer Parcours angeboten: von der Beratung durch Experten zum Auto selbst, der Batterie und den Ladeinfrastrukturen, über einen Showroom und eine Probefahrt auf der 1,8 km langen Teststrecke bis hin zum Abschlussgespräch mit den Beratern.

Frankreich: Großauftrag für Elektrofahrzeuge

1. November 2011 Juliane Keine Kommentare

Das Pariser Umweltministerium teilte am Freitag mit, dass Renault in den kommenden vier Jahren rund 15.600 Elektro-Kleintransporter vom Typ Kangoo ZE liefern werde. Davon sind 10.000 für die Post bestimmt, der Rest für andere staatliche und private Unternehmen. Ein zweiter Auftrag ging an PSA Peugeot Citroën, bei dem rund 3.000 Peugeot Ion bestellt wurden. Eine dritte Ausschreibung über fast 40.000 größere Elektroautos ist noch im Gange.

Für die öffentliche Ausschreibung hatten sich im vergangenen Jahr unter der Federführung der Post 20 private und staatliche Firmen zusammengeschlossen – unter anderem die Fluggesellschaft Air France, die Pariser Verkehrsbetriebe RATP, der Energieversorger GDF-Suez, der Baulöwe Bouygues und der Telefonbetreiber France TélécomOrange.

Frankreichs erstes Elektro-Müllauto

5. Dezember 2010 Juliane Keine Kommentare

Dow Kokam und PVI gaben heute ein Abkommen über die Bereitstellung hochentwickelter Lithium-Polymer-Akku-Technologie für die ersten vollkommen elektrischen Müllautos bekannt. Das Elektrofahrzeug und sein Akkusystem – beides wird in Frankreich produziert und montiert – wurden auf der Pollutec 2010 vorgestellt. Das 26 Tonnen schwere, vollkommen emissionsfreie Müllauto wird für die Vermeidung von jährlich 130 Tonnen CO2 pro Fahrzeug sorgen. “Dass wir nun unseren ersten vollkommen elektrischen Müllwagen – vermutlich der grösste Elektro-LKW auf dem Markt – vorstellen konnten, ist ein wichtiger Meilenstein beim Umstieg auf Elektrofahrzeuge, denn diese Wagen wurden speziell für die Städtereinigung konzipiert und stellen daher ganz besondere, schwierige Anforderungen an die Betriebssysteme”, erklärte Michel Bouton, der CEO von PVI. Dadurch, dass alle Antriebselemente der Müllautos sowie die mechanischen Elemente zur Aufnahme der Mülltonnen mit elektrischer Energie funktionieren, wird eine deutlich geringere Lärmbelastung erzielt und lokale Emissionen und sowie Leerlauf bei Stillstand werden vollkommen vermieden. PVI hat beim Design der Fahrzeuge darauf geachtet, mit herkömmlichen Müllwagen vergleichbare Leistungen zu erreichen.

EDF plant Zusammenarbeit mit PSA und Renault

11. Oktober 2010 Juliane Keine Kommentare

Im Rahmen der Internationalen Automobilausstellung in Paris kündigte EDF neue Mobilitäts-Angebote an, um die von Renault und PSA geplante Einführung von Elektrofahrzeugen zu begleiten. Dabei geht es nicht um den Preis der Fahrzeuge oder die Vermietung der Batterie: es handelt sich vielmehr um eine Begutachtung der bereits vorhandenen Elektroinstallationen bei den Endverbrauchern bzw. den Unternehmen. Basierend auf diesen Erkenntnissen wird EDF drei verschiedene Kostenvoranschläge unterbreiten, damit der Käufer eines Elektroautos seinen Hersteller aussuchen kann. Der Kunde kann im Rahmen dieses Angebots seinen Energieversorger frei wählen. Diese Dienstleistungen werden parallel zur Markteinführung der vier Elektro-Modelle von Renault, des Peugeot Ion und des Citroën C-Zero angeboten.

Conenergy übernimmt Elektroautosparte von Heuliez

6. Juli 2010 Juliane Keine Kommentare

Die Conenergy AG gab jetzt gemeinsam mit dem Pharmaunternehmer Prof. Edwin Kohl bekannt, mehrheitlich die gesamte Elektroautosparte des französischen Automobilzulieferers Heuliez übernommen zu haben. Bereits seit einigen Wochen hatten sie den Vertrieb des City-Stromers Heuliez Mia übernommen. Seit gut einem halben Jahr bemüht sich das Konsortium Conenergy/Kohl um den Zuschlag für die Produktion im französischen Cerizay. Die Region Poitou-Charentes bleibt Minderheitsgesellschafter an dem neuen Elektroautohersteller. Ziel sei es Elektromobilität vor allem im städtischen Bereich zu etablieren, Stadtwerke, Kommunen und lokale Unternehmen einzubinden und den Fahrstrom auf Basis Erneuerbarer Energien zu gewährleisten.

Frankreich´s Weg in die eMobilität

Elektroautos sollen in Frankreich möglichst schnell in möglichst großer Stückzahl auf die Straße gebracht werden. Aus diesem Grund haben die Regierung, Regionalverwaltungen und die Automobilkonzerne Renault und PSA eine Charta unterzeichnet. Vor diesem Hintergrund soll ein Netz von Ladestationen errichtet werden und eine Sammelbestellung von 50.000 Elektrofahrzeugen getätigt werden. Bis sollen insgesamt 75.000 öffentliche eTankstellen sowie 900.000 private Anlagen entstehen. Bis 2020 soll diese Zahl auf insgesamt 4,4 Millionen anwachsen. Alle zwölf Gebietskörperschaften der Republik verpflichten sich sofort mit der Einrichtung von Stromzapfsäulen zu beginnen. Im Gegenzug garantieren Renault und PSA bis 2012 mindestens 60.000 Elektroautos auf den Markt zu bringen. Der Staat und einige große Unternehmen haben bereits die Abnahme von 50.000 Einheiten zugesagt. Renault will Anfang 2011 den Fluence ZE und den Kargo ZE auf den Markt bringen. PSA will noch Ende 2010 die beiden Elektroautos Peugeot iOn und den Citroen C-Zero anbieten.

Trendstudie 2010

28. April 2010 Juliane Keine Kommentare

Haben die deutschen Hersteller den europäischen Elektroauto-Markt verschlafen? Mehr als die Hälfte der befragten Experten bejaht in der Elektrofahrzeug- Trendstudie 2010 des Beratungsbüros Warnstorf & Partner, dass anfangs Frankreich und nicht Deutschland den europäischen Elektroauto-Markt bei Serienfahrzeugen dominieren wird. Die deutsche Automobilbranche begnüge sich im Gegensatz zu Japan und Frankreich bisher mit Showcars, die eigene Ansprüche nicht wirklich erfüllen könnten. Weil der Markt so lange offen bleibt, hätten laut 54 Prozent der Befragten drei bis fünf Nischenanbieter eine Chance, langfristig überleben zu können. “In der Branche wird derzeit diskutiert, ob die Markteinführung von Elektroautos unbedingt eine bereits verfügbare Lade-Infrastruktur braucht”, sagt Studienleiter Warnstorf. Die frühe Etablierung von Ladestationen werde von den Energiekonzernen stark gepusht, doch sehe man dies zunehmend als Panikmache und Schaffung von Abhängigkeiten. 

”Die Betreiber verlangen in Pilotprojekten einen Kilowattstunden-Preis von bis zu 1,20 Euro. Ein derart verteuerter Strom wäre für den Markteintritt der Elektromobilität kontraproduktiv”, kritisiert Warnstorf. Von den befragten Experten meinten 72 Prozent, dass Serienautos kurzfristig auch mit den Lademöglichkeiten in der eigenen Garage oder am Arbeitsplatz auskommen können. Es würden einfachere, kostengünstigere Ladelösungen erwartet, sobald Szenarien mit mehreren Millionen Elektroautos Wirklichkeit sind. Nach einer Prognose für das Jahr 2020 gefragt, rechnet knapp die Hälfte der Experten zu diesem Zeitpunkt mit ein bis eineinhalb Millionen Elektroautos auf Deutschlands Straßen, elf Prozent tippen auf zwei bis drei Millionen, zwölf Prozent auf vier und acht Prozent sogar auf bis zu zehn Millionen Elektroautos. Allerdings erwarten fast 18 Prozent in 2020 weniger als 500 000 Elektroautos in Deutschland. Forschungsbedarf sehen die Fachleute hauptsächlich bei Akkumulatoren und Leistungselektronik. Oft genannt wurden auch die Themen Leichtbau-Technik, Radnabenmotor, Reichweiten-Verlängerung und erstmals auch induktives Laden. Neu ist auch die Nennung des Themas Design bei der Entwicklung von Elektroautos. Befragt wurden mehr als 400 Experten aus Wissenschaft, Entwicklung, Zulieferung, Finanzwelt sowie der Automobilkonzerne.