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Artikel Tagged ‘Governmental Organisations’

Frankreich: 50.000 öffentliche Stromer in 5 Jahren?

23. September 2009 klaus Keine Kommentare

Die Regierung in Paris wird französischen Medien zufolge noch in diesem Herbst Ausschreibungen für die Anschaffung von 50.000 Elektrofahrzeugen starten, die künftig von Mitarbeitern öffentlicher Unternehmen (Post, Stromversorger EDF, Eisenbahngesellschaft SNCF) und Bediensteten lokaler und nationaler Behörden genutzt werden sollen. Die Berichte stützen sich auf Aussagen von Industrieminister Christian Estrosi, der am gestrigen Dienstag ein Forschungszentrum des Commissariat à l’énergie atomique (CEA) in Grenoble besuchte. Die Tageszeitung Le Monde berichtetegar von 100.000 Fahrzeugen, die in den kommenden fünf Jahren von öffentlichen Unternehmen und Behörden angeschafft werden sollen. Die französische Post allein soll rund 10.000 Fahrzeuge mit Elektroantrieb erhalten, was einem Viertel ihrer Gesamtflotte entsprechen würde. Laut Le Monde wurden unter Leitung von La-Poste-Chef Jean-Paul Bailly bereits Anforderungsspezifikationen für ein elektrisch betriebenes Post-Nutzfahrzeug erstellt, die in der kommenden Woche Industrieminister Estrosi und Umweltminister Jean-Louis Borloo vorgelegt werden sollen.

Gute Chancen, eine der Ausschreibungen zu gewinnen, dürfte der Renault-Nissan-Konzern haben, der auf der IAA gleich vier rein elektrisch angetriebene Modelle präsentiert: die Kleinwagen Twizzy und Zoe, die Limousine Fluence und eine Elektroversion des Kastenwagens Kangoo.
via Heise.de

Event: 63. IAA

15. September 2009 klaus Keine Kommentare

iaa_2009_dHeute beginnen die Pressetage der bis zum 27. September laufenden 63. Internationalen Automobil-Ausstellung (IAA). 100 Weltneuheiten kündigt der veranstaltende Verband der Automobilindustrie (VDA) an, darunter 55 Produktpremieren deutscher Hersteller. Bemerkenswert ist laut VDA-Präsident Matthias Wissman auch die Innovationskraft der Zulieferindustrie, die auf der IAA 87 Weltpremieren präsentiert – davon stammen 53 von deutschen Zulieferunternehmen. Die Zahl der Aussteller hat sich seit Anfang September noch einmal um vier Prozent auf 781 Aussteller aus 30 Ländern erhöht. Darunter sind 62 Automobilhersteller. Die IAA findet auf dem Gelände der Messe Frankfurt/M. statt und wird am 17.09. von Bundeskanzlerin Merkel offizell eröffnet. Der VDA hofft auf rund 750.000 Besucher. IA-Tickets kosten 13 bis 15 Euro (Wochenendtarif).

Neben der Optimierung klassischer Antriebsarten ist vor allem die Elektromobilität eines der zentralen Themen der diesjährigen IAA – auch wenn “die Großen” noch nichts wirklich Kaufbares vorzuweisen haben: Europas Größter, VW, will ab 2013 ein Elektroauto in Kleinserie fertigen, Opels Ampera wird sich noch bis 2011 Zeit lassen, die Smart-Produktion in Hambach läuft erst noch an, Audi ist noch in der Planungsphase, BMWs erste E-Minis bleiben Leasing-Kunden vorbehalten, Porsche kann sich immerhin mit der Initiative anderer (eRuf “Greenster”) schmücken. Die anderen werden fraglos Studien und ConceptCars ins Rampenlicht rücken. Und das Feld der verfügbaren oder zumindest bereits fahrbaren eCars dem ausländischen Wettbewerb überlassen müssen. Zum Beispiel Mitsubishi (i-MiEV), PSA (iOn, teils baugleich mit dem Mitsubishi).

iaa_i10Hyundai kann den in Indien gefertigten i10 Electric zeigen, der nächstes Jahr in Kleinserie gehen soll. In Korea gibt es bereits Kunden bei Regierungsorganisationen, Verwaltung und Energieversorgern. Eckdaten: 67 PS, 130 km/h Spitze, 160 km Reichweite. Deutlich Studiencharakter hat noch ein elektrisch betriebener Nachfolger des legendären “Trabi”. Der Trabant nT von Herpa soll 250 km Reichweite bewältigen, u.a. durch ein Gewicht von unter einer Tonne. Beteiligt sind Herpa, IAV, Indikar und Polartherm.

Hamburg: Elektrofuhrpark ab 2010

5. September 2009 klaus Keine Kommentare

Die Hamburger Umweltsenatorin Anja Hajduk und Umwelt-Staatsrat Christian Maaß kündigten jetzt an, im Rahmen der Klimaschutzziele der Hansestadt solle bereits 2010 eine erste Flotte elektrisch betriebener Fahrzeuge eingesetzt werden. Zunächst sei geplant, ab Mitte 2010 bis zu 70 stadteigene Elektroautos auf die Straßen der Hansestadt zu bringen. Es werde aktuell mit deutschen Herstellern verhandelt, so Maaß. Da serienreife Elektrofahrzeuge von “VW, BMW & Co.” frühestens im Jahr 2012 verfügbar seien, werde an weiterentwickelte Protoypen gedacht. Zudem sollen schrittweise bis zu 100 Ladesäulen im öffentlichen Raum der Stadt aufgestellt werden. Bis 2020 werde mit insgesamt 50.000 bis 100.000 E-Fahrzeugen in Hambug gerechnet.

Auch Bereiche des öffentlichen Nahverkehrs in Hamburg sowie Kurierfahrzeuge von Logistikunternehmen sollen auf die neue Technologie umgestellt werden. Der Strom für die Batteriefahrzeuge solle zu 100 Prozent aus regenerativen Quellen stammen, hieß es. Das Auftanken der Stromer soll dabei bis zu 50 Prozent billiger sein als einmal volltanken mit Benzin, die Kosten über die Stromrechnung abgebucht werden. Hamburg ist eine der acht Modellregionen für Elektromobilität in Deutschland.

In drei Hamburger Parkhäusern des Betreibers APCOA gibt es bereits heute Elektrozapfsäulen. Für 18,49 Cent/kWh kann dort der Fahrer eines Elektrofahrzeugs wieder “nachladen”. Eine monatliche Grundgebühr von 69 Euro soll im ersten Jahr noch nicht erhoben werden.

eMobility – Portugal will Führungsrolle

5. August 2009 frecker Keine Kommentare

Bereits im November 2008 hatte Portugal als erstes europäisches Land eine Zusammenarbeit mit der Renault-Nissan-Allianz vereinbart. Die Partner haben sich auf eine großangelegte Kooperation zur Etablierung einer emissionsfreien Mobilität ab 2010 verständigt. Ende Juni verabschiedete die Regierung gemeinsam mit 25 Städten, den Betreibern der wichtigsten Autobahnstrecken und Parkplatz-Anbietern ein Maßnahmenpaket zur landesweiten Errichtung von Stromtankstellen. Der Plan sieht für die kommenden drei Jahre den Aufbau eines umfassenden Netzes von Batterieladestationen in dem Land vor. „Unserer entschlossenen Initiative ist es zu verdanken, das wir auf dem Weg zu einer Gesellschaft mit emissionsfreier Mobilität eine Führungsrolle einnehmen werden”, sagte Premier Jose Sócrates. Gemäß der Vereinbarung sollen bis Ende 2011 in Portugal 1.300 Fahrzeug-Ladestationen in Betrieb genommen werden, 320 davon bereits 2010. Die Allianzpartner werden dafür Fahrzeuge mit elektrischem Antrieb bereitstellen. Der portugiesische Staat wird die Nachfrage nach Elektrofahrzeugen durch Steuervergünstigungen für Privatkunden und gewerbliche Kunden fördern. Die Anreize werden Ende 2010 eingeführt und auf mindestens fünf Jahre befristet sein. Ab 2011 sollen außerdem 20 Prozent der neu angeschafften öffentlichen Flottenfahrzeuge einen emissionsfreien Antrieb besitzen.