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Artikel Tagged ‘Induktion’

eFahrzeuge kabellos laden und entladen

1. September 2015 Juliane Keine Kommentare

Über ein kabelloses Ladesystem können Elektroautos künftig nicht nur tanken, sondern die Energie ins Stromnetz zurückspeisen. Auf diese Weise helfen sie das Netz zu stabilisieren. Dabei wird die Energie durch die Luft übertragen, genauer gesagt über ein zeitveränderliches Magnetfeld. Herzstück der Technologie sind zwei Spulen – eine ist in der Straße, auf dem Parkplatz oder in der Garage integriert, eine zweite am Unterboden des Autos. Die Spulen bilden – in Kombination mit entsprechenden Kondensatoren – eine Art resonantes »Antennensystem zur Energieübertragung«. Je näher die beiden Spulen beieinander liegen, desto effizienter wird die Energie übertragen.

Forscher am Fraunhofer-Institut für Windenergie und Energiesystemtechnik IWES in Kassel haben solche induktiven Ladesysteme nun kostengünstiger gestaltet. “Wir nutzen bewusst Standardkomponenten, die bereits auf dem Massenmarkt verfügbar sind”, erläutert Dipl.-Ing. Marco Jung, stellvertretender Abteilungsleiter für Stromrichtertechnik am IWES. Zudem verwenden die Forscher Spulensysteme, die mit weniger Ferritplatten auskommen. Die Platten dienen zur Führung und Abschirmung des magnetischen Feldes und sind aufgrund des enthaltenen Eisenoxids recht schwer. Darüber hinaus sind sie teuer. Durch die Reduktion des Ferritmaterials werden die Spulen nochmals leichter und preiswerter. Ein weiterer Vorteil: Dank der speziell ausgelegten Leistungselektronik und Spulensysteme funktioniert das System auch dann mit einem sehr guten Wirkungsgrad, wenn die Spule im Auto etwa 20 Zentimeter von der Spule in der Straße entfernt ist. Das kostengünstige Ladesystem erreicht hohe Wirkungsgrade – über den vollen Leistungsbereich von 400 Watt bis 3,6 Kilowatt. Weitere Informationen dazu finden Sie hier.

BMW und Daimler kooperieren beim induktiven Laden

9. Juli 2014 Juliane Keine Kommentare

Daimler und BMW entwickeln künftig gemeinsam eine Technologie für induktive Ladestationen. Die Automobilhersteller hätten sich auf den Einsatz einer einheitlichen Technologie zum induktiven Laden von Elektroautos und Plug-in-Hybrid-Fahrzeugen verständigt, teilte BMW am 08. Juli 2014 in München mit. Ziel sei die mittelfristige Serieneinführung. Das Projekt sei Teil der bereits seit Jahren laufenden Einkaufskooperation, sagte ein Daimler-Sprecher in Stuttgart. Ein Serienstart sei in zwei bis drei Jahren möglich. Das Induktionssystem besteht aus zwei Komponenten: Einer Spule im Fahrzeugboden sowie einer Bodenplatte mit integrierter Spule, die unter dem Auto platziert wird. Auf diese Weise ist das Laden von Elektrofahrzeugen ohne Kabel möglich. Daimler testet die Technik zunächst an seiner S-Klasse. BMW setzt die Technologie bereits in einem funktionsfähigen Prototyp für den BMW i8 ein. Hier betrage die Ladezeit bereits weniger als zwei Stunden. Neben dem kabellosen Aufladen sei ein weiteres Ziel der Zusammenarbeit die Realisierung möglichst kurzer Ladezeiten. Weitere Informationen rund um die Kooperation finden Sie hier.

Kontaktlose Energieübertragung – Stand der Technik

Bereits heute gibt es zahlreiche Anwendungen im Bereich des induktiven Ladens in der Industrie – besonders im Bereich der Logistik. Auch für den Bereich der Elektromobilität wird das induktive Laden zunehmend konkreter. Die Forschungsaktivitäten sind in letzter Zeit stark gestiegen. Das führt zu immer neuen Anwendungen. Die Vorteile liegen klar auf der Hand. Durch den Verzicht auf Kabel zur Übertragung der elektrischen Energie entstehen ganz neue Möglichkeiten bei der Auslegung. Systeme mit höherer Zuverlässigkeit und Lebensdauer können gebaut werden. Der Wegfall von Schleppkabeln bzw. Stromschienen erhöht nicht nur die Sicherheit der Systeme, die Anordnungen erhalten auch eine höhere Dynamik und zusätzliche Freiheitsgrade.

Die zweitägige Veranstaltung “Kontaktlose Energieübertragung – Stand der Technik”, die das Haus der Technik gemeinsam mit dem Institut für Elektrische Energiewandlung (IEW) der Universität Stuttgart durchführt, findet vom 30. Juni bis 01. Juli 2014 in Stuttgart statt. Nach einer Einführung in die physikalischen Grundprinzipien und die mathematischen Zusammenhänge der berührungslosen Energieübertragung werden den Teilnehmern interessante neuere Projekte und Produkte vorgestellt. Eine Fachausstellung sowie ein Erfahrungsaustausch am Abend runden die Veranstaltung ab. Weitere Informationen zur Anmeldung und zum ausführlichen Veranstaltungsprogramm finden Sie hier.

Berlin: Elektro-Buslinie

6. Oktober 2013 Juliane Keine Kommentare

Bei den Berliner Verkehrsbetrieben (BVG) kommt der Strom bald aus der Straße. Als erstes Verkehrsunternehmen Deutschlands will die BVG von Ende 2014 an eine komplette Buslinie mit Elektrofahrzeugen bedienen. Das kündigte BVG-Busdirektor Martin Koller auf einer Veranstaltung des Berliner Fahrgastverbandes Igeb an. Das landeseigene Unternehmen setzt dabei auf Induktion: statt auf dem Betriebshof stundenlang am Ladekabel zu hängen, ziehen die Busse ihre Energie ohne Kontakt aus Induktionsfeldern, die an den Endhaltestellen installiert werden. Durch die regelmäßige Ladung müssen die Fahrzeuge im Vergleich zu normalen Elektrobussen nur relativ leichte Batterien haben und sind damit effizienter. Voraussichtlich Ende Oktober wird der BVG-Aufsichtsrat den Startschuss für die Umsetzung geben. “Ich hoffe, dass wir dann endgültig das Go bekommen”, sagte Koller. Bereits Ende 2014 soll der erste eBus mit Induktionstechnik rollen. 2015 sollen die für den “Voll-Linienbetrieb” benötigten fünf Busse komplett ausgeliefert sein. Weitere Informationen zu den elektrisch betriebenen Buslinien in Berlin finden Sie hier.

Kabellose eBusse in Korea

8. August 2013 Juliane Keine Kommentare

In der südkoreanischen Stadt Gumi kommen jetzt erstmals Elektro-Busse, die ohne Stops an Ladestation auskommen, im öffentlichen Verkehr zum Einsatz. Das am Korea Advanced Institute of Science and Technology (KAIST) entwickelte Online Electric Vehicle (OLEV) bezieht den Strom über eine Technologie namens Shaped Magnetic Field in Resonance. Dabei beziehen die Fahrzeuge während der Fahrt durch magnetische Induktion kontaktlos Energie von Kabeln, die in den Straßenbelag eingebettet sind. Im Stadtbereich kommen zunächst zwei der Busse auf einer innerstädtischen Rundstrecke von 24 Kilometern Länge zum Einsatz.

Die Busse, bei denen ein Abstand von 17 Zentimetern zwischen Unterboden und Straßenoberfläche besteht, beziehen so laut KAIST 100 Kilowatt bei einer Frequenz von 20 Kilohertz und mit einer maximalen Übertragungseffizienz von 85 Prozent. Um den Betrieb aufrecht zu erhalten, müssen lediglich auf fünf bis 15 Prozent der befahrenen Strecke tatsächlich Versorgungskabel in den Belag eingearbeitet sein. Das System ist intelligent und schaltet die Stromversorgung in einem Bereich nur ein, wenn dort gerade ein OLEV-Bus verkehrt. Das verhindert unnötigen Standby-Verbrauch und auch, dass andere Fahrzeuge unnötig elektromagnetischen Feldern ausgesetzt werden. Verläuft der Testbetrieb in Gumi bis Jahresende erfolgreich, sollen bis Ende 2015 noch zehn weitere OLEV-Busse in Betrieb gehen. Das wirklich Interessante an dem Projekt ist, dass die Technologie erstmals wirklich auf öffentlichen Straßen und im öffentlichen Verkehr zum Einsatz kommt. “Das ist sicher ein Wendepunkt für OLEV, um breitere Kommerzialisierung zu erfahren und im alltäglichen Massentransport Akzeptanz zu finden”, meint Dong-Ho Cho, Leiter des Center for Wireless Power Transfer Technology Business Development am KAIST.

Fachveranstaltung Kontaktlose Energieübertragung

4. Juni 2013 Juliane Keine Kommentare

Im Rahmen des Seminars am 10. Juni 2013 in Stuttgart soll die kontaktlose Energieübertragung mittels induktiver Kopplung als eine Alternative zur Übertragung von Energie mit Kabeln und Schleifkontakten vorgestellt werden. Die physikalische Wirkungsweise und deren Zusammenhänge werden erläutert. Des Weiteren werden Anwendungen aus der Praxis vorgestellt und die Stärken und Grenzen dieser Technologie bezüglich der übertragenden Leistung, der Luftspaltlänge und der erreichbaren Werte für den Wirkungsgrad diskutiert.

Durch den Verzicht auf Kabel zur Übertragung der elektrischen Energie können Systeme mit höherer Zuverlässigkeit und Lebensdauer gebaut werden. Dieser Aspekt ist insbesondere bei der Energieübertragung zu den bewegten Einheiten von großer Bedeutung. Der Wegfall von Schleppkabeln bzw. Stromschienen erhöht nicht nur die Sicherheit der Systeme, die Anordnungen erhalten auch eine höhere Dynamik und zusätzliche Freiheitsgrade. Unter Beachtung dieser Perspektiven kann die berührungslose Energieübertragung als eine Technologie betrachtet werden, die in naher Zukunft zunehmenden Einsatz in elektromechanischen Systemen finden wird. Weitere Informationen rund um die Veranstaltung finden Sie hier.

Induktives Laden über die Reifen

7. Dezember 2012 Juliane Keine Kommentare

Eine Forschergruppe aus Japan hat jetzt ein induktives Ladesystem entwickelt, womit Elektroautos über die Räder aufgeladen werden können. Das Konzept der Japaner basiert auf einem Stahlband in den Reifen und einer stromgebenden Leitung im Straßenbelag. Weitere Informationen zu dem Forschungsprojekt finden Sie hier.

Transrapid-Technik soll unsere Straßen erobern

14. Mai 2012 Juliane Keine Kommentare

Die Transrapid-Technik soll jetzt unsere Straßen erobern. Dank Induktionsschleifen in der Fahrbahn könnten Elektroautos auf elektromagnetischen Feldern surfen. “Vor einigen Jahren bekam ich eine Studie über das kabellose Laden von Elektrofahrzeugen durch Induktion in die Hände”, erzählt Jürgen Walter, Professor für Mechatronik an der Karlsruher Hochschule für Technik und Wirtschaft in einem sehr lesenswerten Artikel der Zeitschrift P.M. MAGAZIN. Das Verfahren sollte die Steckdose und das Ladekabel an Stromtankstellen überflüssig machen. Doch Walter dachte weiter: “Mit Induktion wollen wir auch fahren.”

“Wir können unsere Abhängigkeit von fossilen Rohstoffen erst dann beenden, wenn es eine rein elektrische Lösung für das Langstreckenproblem von Elektrofahrzeugen gibt”, sagt der Münchner Industriedesigner Christian Förg. Seine Lösung ist das Verkehrssystem “Speedway”. Es basiert auf dem Induktionsgedanken und der Transrapid-Technologie: Ein so genannter Linearantrieb unter dem Asphalt erzeugt ein wanderndes Magnetfeld, das die Fahrzeuge antreibt.

Kontaktlose Energieübertragung – Stand der Technik

4. April 2012 Juliane Keine Kommentare

Wirklich neue Techniken sind selten geworden. Umso spannender sind anwendungsorientierte Weiterentwicklungen lange vorhandener Grundprinzipien wie bei der berührungslosen Energieübertragung. Die heute bereits realisierbaren Leistungsübertragungen reichen von wenigen Milliwatt bis zu einigen 100 kW. Mindestens ebenso weit erstreckt sich das Anwendungsspektrum vom Fahrerlosen Transportsystem (FTS) in der Industrie bis zu batteriegespeisten Elektrobussen für die Innenstadt oder Sensoren in der Automatisierungstechnik. Die Technologie ist ideal geeignet für die gleichzeitige Übertragung von elektrischer Energie und Steuerinformationen. Ohne stromführende Schienen oder Kabel steigen bei mobilen Anwendungen die Zuverlässigkeit, die Lebensdauer, die Sicherheit und die mögliche Bewegungsfreiheit

Die eintägige Veranstaltung “Kontaktlose Energieübertragung – Stand der Technik” mit namhaften Referenten unter der Leitung von Dr. Neijla Parspour von der Universität Stuttgart findet am 23. Mai 2012 im Haus der Technik in Essen statt. Weitere Informationen zur Veranstaltung finden Sie hier.

Induktives Laden in London

17. November 2011 Juliane Keine Kommentare

Qualcomm verkündet kurz nach der Übernahme von HaloIPT sein erstes Großprojekt. In London startet jetzt ein großer Feldversuch mit induktiven Ladestationen auf Parkflächen. Die Energieübertragung zum Fahrzeug läuft berührungslos über ein Magnetfeld und soll nicht länger dauern als per Kabel. Rund 50 Elektroautos nehmen ab Frühjahr 2012 an den Tests teil. Das induktive Laden soll das Tanken von Elektroautos komfortabler machen. Zahlreiche Hersteller arbeiten an entsprechenden Systemen. Langfristig soll die Stromübertragung auch während der Fahrt funktionieren – etwa auf speziell ausgerüsteten Autobahnabschnitten.

Das britische Transportministerium ruft parallel ein zentrales Register für Ladestationen ins Leben. Die öffentliche Datenbank wird von POD Point entwickelt und soll Anfang 2012 starten. Eine ergänzende Whitelist sammelt Daten zu den verschiedenen Abrechnungsmodalitäten.