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Artikel Tagged ‘induktives Laden’

Siemens und BMW kooperieren in Sachen induktives Laden

12. April 2011 Juliane Keine Kommentare

Siemens stellte auf der Hannover Messe eine zusammen mit BMW entwickelte Induktions-Technologie vor, die auch bei kurzen Stopps funktioniert. Eine vollständig im Boden versenkte Primärspule verbindet durch Induktion über eine Sekundärspule an der Wagenunterseite das Fahrzeug mit dem öffentlichen Energienetz. Dabei müssen sich Boden und Fahrzeug nicht berühren. Startet der Fahrer sein Auto, wird die Primärspule von Strom durchflossen. Es baut sich ein Magnetfeld auf, das in der Sekundärspule einen elektrischen Strom induziert, der die Batterie auflädt. Mit der Energieübertragung kann laut Siemens z. B. das automatische Laden von Fahrzeugen in Taxiwarteschlangen möglich sein. Zudem eröffnet das System Wege zur intelligenten Energienutzung, bei der Stromüberschüsse von Sonnen- und Windenergieanlagen im Elektrofahrzeug zwischengespeichert und wieder an das Netz abgegeben werden können. Im Juni 2011 soll die Leistungsfähigkeit des Systems laut Siemens mit mehreren Fahrzeugen unter Praxisbedingungen in Berlin getestet werden. Das Bundesumweltministerium fördert dieses Projekt.

Allianz für induktives Laden

28. Januar 2011 Juliane 1 Kommentar

Der Autozulieferer Delphi will das Laden von Elektroautos per Induktion vorantreiben. Deshalb ist er jetzt eine Allianz mit dem US-Spezialisten WiTricity eingegangen. Vorgesehen ist die Entwicklung von kabellosen Ladesystemen für Hybrid- und Elektrofahrzeuge. Wann die ersten serienreifen Ladesysteme auf den Markt kommen, steht allerdings noch nicht fest.

TÜV NORD-Dialog in Berlin: Induktives Laden fördert Akzeptanz der Elektromobilität

2. November 2010 Juliane Keine Kommentare

„Wir glauben an die Elektromobilität. Sie wird kommen und erfolgreich ihre Nischen finden, zum Beispiel in den Megacities dieser Welt.“ Das sagte Mobilitätsvorstand Klaus Kleinherbers beim TÜV NORD Dialog “Induktives Laden – der Königsweg für die Elektromobilität?“ in dieser Woche in Berlin.Dabei wurden Alternativen zum Batterie-Ladevorgang mit Kabel und Stecker erörtert. Überall wo die Entfernungen überschaubar sind und feste Plätze zum Laden installiert sind könnte das Induktive Laden erprobt werden – zum Beispiel an Taxiständen und in kommunalen Fuhrparks. Axel Richter von TÜV NORD Mobilität: „Automobilhersteller und Autofahrer legen auf einen einfachen und sicheren Ladevorgang höchsten Wert. Das induktive Laden bietet dafür alle Voraussetzungen. Deswegen sollte diese in der Industrie seit langem bekannte und praktizierte sichere Technologie weiter entwickelt werden. Wenn der Prozess des induktiven Ladens für Mensch und Umwelt sicher ist und die Ladezeit noch verkürzt werden kann, hat sie am Markt gute Chancen. Auswahlmöglichkeiten beim Laden erhöht die Akzeptanz der Elektromobilität insgesamt.“

E-Quicki: Elektrofahrzeug mit drahtloser Energieübertragung

9. August 2010 Juliane Keine Kommentare

Das E-Quickie ähnelt von außen einem Liegefahrrad mit Fahrerkapsel oder einer Segelflugkabine auf Rädern. Selbst konstruiert und gebaut wurde das neue Elektromobil von 14 Studierenden der Bachelorstudiengänge Maschinenbau und Mechatronik sowie des internationalen Masterstudiengangs Mechatronic and Micromechatronic Systems der Hochschule Karlsruhe – Technik und Wirtschaft. Der technische Clou des Elektrofahrzeugs: Es bezieht seine Energie nicht aus mitgeführten Batterien oder Akkus, sondern aus elektrischen Leiterbahnen, die im Boden verlegt sind. An der Fahrzeugunterseite befinden sich entsprechende Abnehmer, die nach dem Prinzip der elektrischen Induktion die Energie aus diesen Leiterbahnen beziehen und an den elektrischen Nabenmotor des Emobils weiterleiten. „Das Prinzip ist eigentlich nicht ganz neu“, so Prof. Jürgen Walter Leiter des Projekts, „in Industrieunternehmen konnten beispielsweise schon Flurförderfahrzeuge auf diese Art betrieben werden. Bisher waren diese jedoch außerordentlich schwer und aufgrund der Sicherheitsanforderungen langsam”. Die Studierenden möchten damit nachweisen, dass sich das Prinzip der drahtlosen Energieübertragung mit modernsten Materialien und einer optimierten Technik auch sehr gut zum individuellen Transport von Personen im Nahverkehr eignet. Das Gesamtfahrzeug wiegt aktuell nur 60 kg und Prof. Walter ist sich sicher, dass man durch weitere Optimierungsprozesse auf 40 kg kommen könne. Der Nabenmotor hat nur eine Leistungsaufnahme von 2 KW und trotzdem erreicht das Fahrzeug eine Geschwindigkeit von 50 km/h. „Wir planen mit unserem Industriepartner SEW auf dem Hochschulcampus eine Teststrecke einzurichten, um die Alltagstauglichkeit des Systems zu untersuchen, aber auch um das Fahrzeug in Sachen Energiebedarf und Gewicht weiter zu optimieren“, so Prof. Walter.

Kooperation von TÜV SÜD und E.ON im Bereich Elektromobilität

12. Juli 2010 Juliane Keine Kommentare

TÜV SÜD und E.ON arbeiten eng bei der Weiterentwicklung der Elektromobilität zur Marktreife zusammen. Im Mittelpunkt der strategischen Partnerschaft steht ein breites Spektrum von Ladesystemen für Elektrofahrzeuge. Die Entwicklung benutzerfreundlicher Stromtankstellen mit höchsten Sicherheitsstandards ist ein wesentlicher Beitrag zum Aufbau der Infrastruktur, die künftig für einen breiten Einsatz von Elektroautos erforderlich sein wird. Die beiden Unternehmen arbeiten im Rahmen ihrer Partnerschaft zum einen an der Weiterentwicklung bereits bestehender Konzepte und Standards für kabelgebundene Stromtankstellen. In diesem Zusammenhang hat E.ON im wieder eröffneten TÜV SÜD Service-Center Starnberg bei München eine neu entwickelte Stromtankstelle mit Kabelanschluss errichtet. Diese Stromtankstelle soll als erste Anlage dieser Art ein TÜV-Zertifikat erhalten. E.ON will bei der Vermarktung einer neuen Generation von Stromtankstellen gezielt auf dieses Gütesiegel setzen und so seine Vorreiterrolle bei der Entwicklung von Stromtankstellen unterstreichen. Zum anderen untersuchen E.ON und TÜV SÜD systematisch die Einsatzmöglichkeiten und -perspektiven kabelloser Ladestationen. In einem mehrmonatigen Testbetrieb wird dazu eine ebenfalls im Starnberger Prüfzentrum installierte Testanlage für das induktive Laden auf Herz und Nieren geprüft. Die Testergebnisse werden eine wesentliche Grundlage für die erstmalige Festlegung allgemeingültiger sicherheitstechnischer Anforderungen an solche Ladesysteme sein. Die dabei festgelegten Kriterien können künftig weltweit als Leitlinien für die Entwicklung und den Betrieb solcher Anlagen gelten.

Energie über den Straßenbelag

22. März 2010 Juliane Keine Kommentare

Elektroautos sind umweltfreundlich, machen Spaß, aber sind immer noch in ihrer Reichweite beschränkt. Dagegen wollte Christian Jörgs etwas unternehmen. In seiner Diplomarbeit entwickelte der Industriedesign-Absolvent das Konzept “Speedway” an der Hochschule München. Die Arbeit scheint sich gelohnt zu haben, mittlerweile betreibt Jörgs eine eigene Design-Agentur. “Der Mensch ist zu bequem, um seine Gewohnheiten einfach so zu ändern. Öffentliche Verkehrskonzepte können noch so ausgereift sein – solange der Ölpreis nicht unglaublich steigt, werden die wenigsten ihr lieb gewonnenes Auto aufgeben”, lautet sein nüchternes Fazit. Sein Alternativvorschlag im Kampf gegen die Bequemlichkeit: ein Elektroauto, das sich in zwei Modi bewegen kann. Im Stadtmodus mit Hilfe eines Elektromotors und im “Speedway”-Modus auf der Autobahn, auf der ein elektromagnetisches Feld das Fahrzeug antreibt und gleichzeitig die Batterie auflädt. Genutzt werden sollen Linearmotoren, die auch bei Magnetschwebebahnen eingesetzt werden. “Da die Linearmotoren unter der Autobahnoberfläche sind, wird niemand verprellt. Auch normale Autos mit Benzinmotor können weiter auf der Strecke fahren”, erklärte Förg. Jetzt bleibt nur noch abzuwarten, ob das innovative Konzept auch auf unseren Straßen umgesetzt werden wird.

Kabelloses Aufladen von eAutos

20. März 2010 Juliane Keine Kommentare

In Korea wurde ein kabellos aufladbares Elektroauto im Themenpark Seoul Grand Park in Betrieb genommen. Das Fahrzeug ist bekannt als das On-Line Electric Vehicle (OLEV) und erhält Strom über einen elektrischen Ladestreifen, der ungefähr 5 cm unter der Strasse eingelassen ist. Es ersetzt einen der “Elefanten-Züge”, die bisher von Dieselmotoren angetrieben wurden. Das OLEV wurde vom Korea Advanced Institute of Science and Technology (KAIST) entwickelt; es wird kabellos über eine 400 Meter lange Strecke mittels Elektrostreifen aufgeladen und kann weitere 400 Meter mit vollgeladenem Akku zurücklegen. Der spezielle Elektrostreifen erzeugt ein Magnetfeld, durch dass eine Magnetkraft entsteht. Die Magnetkraft wird kabellos an das Fahrzeug übertragen und in Elektrizität umgewandelt, die dann zum Antrieb des Fahrzeugs genutzt wird. In Korea denkt man jetzt schon weiter: die Stadtregierung von Seoul denkt darüber nach, die OLEV-Technik für Teile des öffentlichen Busverkehrs, Flughäfen und Shopping Mals zu nutzen. Das kabellose Laden hat zwar den Nachteil, dass der Ladevorgang immer auch mit Energieverlusten verbunden ist, bietet aber gleichzeitig auch viele Vorteile. So gibt es beim induktiven Laden keine offen liegenden Stromleitungen mehr, die Batterien können dabei kleiner ausgelegt werden, was Gewicht und Kosten spart und das Problem der langen Ladezeiten entfällt. Auch in Deutschland wird bereits am Konzept des induktiven Ladens geforscht. Im Gegensatz zu Korea fehlen hierzulande bisher jedoch die notwendigen Investitionen.