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Forschungsverbund stellt einachsiges eFahrzeug vor

29. April 2015 Juliane Keine Kommentare

Ein an der Uni Kassel koordinierter Forschungsverbund hat ein einachsiges Elektrofahrzeug entwickelt. Ein Prototyp hat seine Tauglichkeit bereits unter Beweis gestellt. Stabil bleibt das Fahrzeug über minimale, elektronisch gesteuerte Verschiebungen der kompletten Achse, die den Schwerpunkt des Fahrzeugs verlagern. Anders als bei herkömmlichen Einachsern, die im Stehen gefahren werden, verfügt das Fahrzeug über eine Bank mit zwei Sitzen. „Das macht es auch für Senioren und bewegungseingeschränkte Menschen attraktiv“, erklärt Prof. Ludwig Brabetz, Leiter des Fachgebiets Fahrzeugsysteme und Grundlagen der Elektrotechnik und Sprecher des Forschungsverbunds „Elektromobilitätskonzept mit teilautonomen Fahrzeugen“ (E2V). „Die Ergebnisse des Vorhabens helfen dabei, eine Mobilitätslücke in der älter werdenden Gesellschaft zu schließen und erfüllen dabei gleichzeitig die Forderung nach einer umweltverträglichen, individuellen Fortbewegung, die sich durch Erneuerbare Energien speisen lässt.“

Als Einsatzgebiet kommen etwa verkehrsfreie Wohngebiete, Parks und Kulturlandschaften in Frage, wo sich wegen baulicher Gegebenheiten oder bestimmter Umwelt- und Tourismusaspekte der Einsatz herkömmlicher Straßenfahrzeuge verbietet. Das Elektrofahrzeug ist zudem mit Informationstechnik ausgestattet, die aktuelle Informationen zur Umgebung und eine Navigationsplattform zur Verfügung stellt. In einem nächsten Schritt ist eine Funktion zum teilautonomen Fahren geplant, so dass das Fahrzeug die Passagiere künftig selbstständig ans Ziel bringen kann. Konstruiert hat das sehr wendige Fahrzeug ein Konsortium mit vielfältigen Kompetenzen auf den Gebieten Leichtbau, Karosserie und Fahrwerk, elektrische Antriebe, Elektronik, Mensch-Maschine-Schnittstellen und GPS-Navigation.