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Artikel Tagged ‘intelligente Stromnetze’

Feldtest des »Elektro-Mobilitätssystems Harz« rollt an

6. September 2010 Juliane Keine Kommentare

Der Startschuss für den Feldtest des »Elektro-Mobilitätssystems Harz« ist heute im Magdeburger Wissenschaftshafen gefallen. Ein Jahr lang werden mehr als 20 Elektrofahrzeuge durch Sachsen-Anhalts Landeshauptstadt und den Harz fahren. Zusammen mit intelligenten Stromtankstellen und einem hochentwickelten Mobilitätsleitsystem sollen sie nicht nur für Bewegung sorgen, sondern dem Energienetz der Zukunft auch als mobile Stromspeicher zur Verfügung stehen. Die Elektrofahrzeuge und Ladesysteme sind gleichzeitig Teil eines intelligenten, mobilen Speichernetzes für elektrischen Strom. Die Grundlage dafür wird in erster Linie durch die Rückspeisefähigkeit der neuen Fahrzeugbatterien geschaffen. Dank dieser Technologie können die Elektroautos sowohl Energie speichern, als sie bei Bedarf auch wieder in das Netz zurückgegeben. Damit werden die Fahrzeuge zum Bestandteil eines dezentralen, zum Teil mobilen Energiespeichernetzes, aus dem das Stromnetz etwa zu Spitzenzeiten mit zusätzlicher Energie versorgt werden kann. Entwickelt wurden das Konzept und die dazugehörige Technologie im Rahmen des Forschungsprojektes »Harz.EE-Mobility«, in dem die Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg die Konsortialleitung übernommen hat.

Dänemark gibt Strom

19. Mai 2010 Juliane Keine Kommentare

Die Dänen treiben Elektromobilität im großen Stil voran. Die dänische Regierung und die Energieversorger im Land haben sich zum Ziel gesetzt, Elektroautos so schnell wie möglich auf die Straßen zu bringen. Keine andere europäische Nation macht derzeit soviel Druck in diesem Bereich. Ein ausschlaggebender Grund hierfür liegt vor allem darin, dass in Dänemark bereits jetzt über 21 Prozent des Stroms durch Windräder produziert werden. Das ist EU-weit spitze. Die Dänen haben aber aktuell das Problem, die Windenergie auch adäquat zu speichern. In stürmischen Zeiten schaffen die Windturbinen mitunter 100 Prozent des gesamten dänischen Strombedarfs. Aber diese Mengen überlasten die Stromnetze momentan, weshalb die Energieversorger gerade bei viel Wind die Turbinen abstellen müssen und ein Minusgeschäft machen. Künftig wird sich dieses Problem sogar noch verschärfen, wenn bis 2025 etwa 50 Prozent der Energie aus Windstrom kommen wird. Nur durch genügend zusätzliche Energiespeicher und intelligente Stromnetze kann dieses Problem gelöst werden. Künftig sollen diese Aufgabe vor allem Elektroautobatterien übernehmen. Die fungieren als mobile Stromspeicher, die besonders in der Nacht Windenergie zwischen speichern können, wenn der Bedarf gering ist und tagsüber einen Teil der Energie zurück ins Netz einspeisen.

Green Venture Summit 2010

24. April 2010 Juliane Keine Kommentare

Am 10. Mai 2010 treffen sich in Berlin erfolgreiche grüne Unternehmer, Vordenker und Investoren. Der Cleantech‐Gipfel präsentiert innovative Geschäftsideen für saubere Technologien, grüne Produkte und nachhaltige Wirtschaft.

Die Innovationen junger Unternehmen mit erfahrenen Cleantech‐Investoren zu verbinden und so die Geschäftsentwicklung im Branchennetzwerk voranzutreiben, ist das Ziel des Green Venture Summit, der am 10. Mai 2010 erstmalig in Berlin stattfindet und auf Englisch abgehalten wird. Während des Gipfels stellen Firmengründer neue Geschäftsideen rund um Erneuerbare Energien, Energieeffizienz, Batterien, eMobilität, intelligente Stromnetze, grüne Architektur und nachhaltige Wirtschaft vor, die anschliessend von kritischen Investoren hinterfragt werden. Die Cleantech‐Konferenz wird organisiert von Sarik Weber und Jan Michael Hess. Die beiden Veranstalter haben bereits mehrere erfolgreiche Unternehmen im Internet‐ und Telekommunikationsbereich aufgebaut. Sarik Weber sagt über seine Motivation zum Green Venture Summit: “Es gibt viele aussichtsreiche Investitionsmöglichkeiten in der grünen Wirtschaft, vor allem durch direkte Beteiligung an jungen Unternehmen. Der Green Venture Summit bringt grüne Gründer und Investoren auf einer neuen internationalen Plattform erstmalig zusammen.”

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Schlüsselkomponenten für eMobilität von Siemens

23. April 2010 Juliane Keine Kommentare

Siemens stellt auf der diesjährigen Hannover Messe im Rahmen der Leitmesse Mobilitec Schlüsselkomponenten für die Elektromobilität vor. Dazu zählen unter anderem neu entwickelte Ladesäulen als Bestandteile einer künftigen Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge und die dazu notwendige Software und IT. Siemens sieht bei der Elektromobilität auch für Energieunternehmen hohes Potenzial, denn Elektroautos könnten künftig in einem intelligenten Stromnetz als Zwischenspeicher für überschüssige Erneuerbare Energie genutzt werden. „Wir sind auf dem Weg in ein neues Stromzeitalter mit elektrischem Strom als bevorzugtem Energieträger. Der Schlüssel zum Erfolg liegt beim Aufbau von Smart Grids. Studien zufolge können mit intelligenten Stromnetzen bis 2020 mehr als eine Milliarde Tonnen CO2 eingespart werden“, sagte Ralf Christian, CEO der Power Distribution Division im Siemens-Sektor Energy. Smart-Grid-Lösungen kombiniert mit intelligenter Verkehrssteuerung von Siemens machen die Stromnetze fit für die Anforderungen der Elektromobilität. Umweltfreundliche Elektroautos können optimal in intelligente Stromnetze integriert werden. Über eine Verkehrssteuerung werden die Autos direkt zu freien Ladesäulen geführt. Dort über längere Zeit geparkt und an das Netz angeschlossen, können die Elektroautos beispielsweise nachts Stromüberschüsse aus Windkraftanlagen aufnehmen. Damit tragen die Elektrofahrzeuge zur Stabilisierung der Stromnetze bei und helfen, den Anteil Erneuerbarer Energien am Energiemix zu erhöhen.
Damit Elektrofahrzeuge effektiv an ein engmaschiges Netz von Ladevorrichtungen angebunden werden können, ist neben der Steuerung des Elektroautos hin zur Ladesäule eine zentral gesteuerte Vernetzung und informationstechnische Anbindung der Ladesäulen wichtig. Siemens zeigt in Hannover ein solches System, das beispielsweise auch verschiedene Bezahlmöglichkeiten bietet. Die daraus entstehenden Daten werden zur weiteren Verwendung – etwa zur Abrechnung mit dem Energieanbieter – an einen zentralen Computer weitergegeben. Der Einsatz ist vor allem dort sinnvoll, wo mehrere Autos geladen werden, also beispielsweise in öffentlichen Parkhäusern oder auf Firmenparkplätzen. Siemens beschäftigt sich umfassend und intensiv mit dem Thema Elektromobilität. Das Unternehmen deckt als einziges weltweit die gesamte Prozesskette der Elektromobilität ab – von intelligenten Energie- und Verkehrsinfrastrukturlösungen über Ladetechnologien und leistungsfähige IT-Systeme bis hin zur Erforschung der notwendigen Antriebstechnologien.

Elektrofahrzeuge im intelligenten Energienetz

7. April 2010 Juliane Keine Kommentare

Elektrofahrzeuge über innovative Informationstechnologien als mobile Stromspeicher in das Energiesystem zu integrieren – das ist ein wesentliches Ziel von MeRegioMobil. Das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) ist an dem vom Bund geförderten Projekt maßgebend beteiligt. Auf dem Campus Süd entsteht ein “Smart Home”, das Elektrofahrzeuge als Stromspeicher und -verbraucher in die intelligente Steuerung des Haushalts einbindet. Die ersten Testbewohner sollen im Sommer einziehen. Das Gebäude mit einer Fläche von rund 60 Quadratmetern steht bereits; derzeit läuft der Innenausbau. Unter anderem wird das “Smart Home” mit typischen Haushaltsgeräten wie Waschmaschine, Spülmaschine und Kühlschrank ausgestattet. Als Stromerzeuger dienen eine Photovoltaikanlage sowie eine Mikro-Kraft-Wärme-Kopplungsanlage. Eine Ladestation bindet Elektrofahrzeuge als Speicher und Verbraucher ein. Die Batterie des Fahrzeugs kann in Niedriglastzeiten überschüssigen Strom aufnehmen und diesen in Hochlastzeiten ins Netz zurückspeisen. So lassen sich Lastspitzen ausgleichen und regenerative Energien aus schwankenden Quellen in das Energiesystem integrieren. Innovative Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) spielen eine Schlüsselrolle im Projekt MeRegioMobil, das neben dem beschriebenen Laborversuch einen großflächig angelegten Feldversuch im Raum Karlsruhe, Stuttgart und Kehl sowie Simulationen und Evaluationen umfassen wird. Getragen wird MeRegioMobil von einem Konsortium aus Wissenschaft und Wirtschaft unter Führung der EnBW; Partner sind Daimler, Opel, Bosch, SAP und die Stadtwerke Karlsruhe sowie das KIT und das Fraunhofer Institut für System- und Innovationsforschung (ISI).
Das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) fördert das Projekt im Rahmen der Initiative “IKT für Elektromobilität”. Aus dem gleichnamigen Wettbewerb ging MeRegioMobil als ein Siegerkonsortium hervor. Auf der Hannover Messe vom 19. bis 23. April ist das KIT mit seinem Beitrag zu MeRegioMobil am Stand des BMWi präsent.

ZVEI fordert praktikable Rahmenbedingungen

25. März 2010 Juliane Keine Kommentare

Der Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie e.V. (ZVEI) forderte die Bundesregierung auf, mit dem im Herbst angekündigten Energiekonzept die Weichen für eine zukunftsfähige Energieversorgung zu stellen. “Der dazu nötige Umbau der Stromnetze zu intelligenten Netzen ist in den nächsten Jahren eine der größten Herausforderungen der Bundesregierung, wenn sie mehr Klimaschutz haben will”, erklärte Dr. Klaus Mittelbach, Vorsitzender der ZVEI-Geschäftsführung. Die Integration der rasant wachsenden Erneuerbaren Energien haben in den vergangen Jahren neue Anforderungen an die Energieversorger gestellt. Für die Elektromobilität seien leistungsfähige Netze außerdem dringend erforderlich. Laut Mittelbach käme es künftig auf eine intelligente Verknüpfung der fluktuierenden Energieerzeugung mit der Energienachfrage beim Kunden an. Die Industrie brauche für die erforderlichen neuen Technologien verlässliche und praktikable Rahmenbedingungen, um Investitionen in zukunftsweisende Energiekonzepte zu tätigen. Die müsse eine Überprüfung der Praxis der Regulierungsbehörden beinhalten, die bisher Investitionen in neue Techniken behindere.

600.000 Euro Förderung für Fröschl Systems

10. März 2010 Juliane Keine Kommentare

Bereits vor über einem halben Jahr hat Fröschl Systems vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technik eine Absichtserklärung für die Förderung eines Projekts bzgl. der Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge erhalten. Nach einer ausgiebigen Prüfung des Förderantrags fiel nun endgültig der positive Beschluss des Deutschen Bundestags, die Entwicklung der Stromparkplatz-Software finanziell zu unterstützen. Dies wurde in Form eines offiziellen Zuwendungsbescheids bestätigt und Fröschl Systems erhält somit für die Dauer des Projekts eine Zuwendung von knapp 600.000 Euro aus dem Bundeshaushalt Wirtschaftsplan des Sondervermögens „Investitions- und Tilgungsfonds (ITF)“.

Der dafür eingereichte Förderantrag bezog sich auf die BMWi-Ausschreibung „Stromwirtschaftliche Schlüsselelemente: Speicher, Netze, Integration“ für den Bereich Konzepte zur Netzintegration. Im Rahmen des Projekts von Fröschl Systems sollen Stromparkplätze für eFahrzeuge entwickelt werden. Ziel ist hierbei die Schaffung eines unter realen Bedingungen genutzten Test-Systems, in dem sich die drei Bereiche eMobilität, Erneuerbare Energien und intelligente Stromnetze perfekt miteinander verbinden und gegenseitig ergänzen.