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Artikel Tagged ‘Korea’

Kabellose eBusse in Korea

8. August 2013 Juliane Keine Kommentare

In der südkoreanischen Stadt Gumi kommen jetzt erstmals Elektro-Busse, die ohne Stops an Ladestation auskommen, im öffentlichen Verkehr zum Einsatz. Das am Korea Advanced Institute of Science and Technology (KAIST) entwickelte Online Electric Vehicle (OLEV) bezieht den Strom über eine Technologie namens Shaped Magnetic Field in Resonance. Dabei beziehen die Fahrzeuge während der Fahrt durch magnetische Induktion kontaktlos Energie von Kabeln, die in den Straßenbelag eingebettet sind. Im Stadtbereich kommen zunächst zwei der Busse auf einer innerstädtischen Rundstrecke von 24 Kilometern Länge zum Einsatz.

Die Busse, bei denen ein Abstand von 17 Zentimetern zwischen Unterboden und Straßenoberfläche besteht, beziehen so laut KAIST 100 Kilowatt bei einer Frequenz von 20 Kilohertz und mit einer maximalen Übertragungseffizienz von 85 Prozent. Um den Betrieb aufrecht zu erhalten, müssen lediglich auf fünf bis 15 Prozent der befahrenen Strecke tatsächlich Versorgungskabel in den Belag eingearbeitet sein. Das System ist intelligent und schaltet die Stromversorgung in einem Bereich nur ein, wenn dort gerade ein OLEV-Bus verkehrt. Das verhindert unnötigen Standby-Verbrauch und auch, dass andere Fahrzeuge unnötig elektromagnetischen Feldern ausgesetzt werden. Verläuft der Testbetrieb in Gumi bis Jahresende erfolgreich, sollen bis Ende 2015 noch zehn weitere OLEV-Busse in Betrieb gehen. Das wirklich Interessante an dem Projekt ist, dass die Technologie erstmals wirklich auf öffentlichen Straßen und im öffentlichen Verkehr zum Einsatz kommt. “Das ist sicher ein Wendepunkt für OLEV, um breitere Kommerzialisierung zu erfahren und im alltäglichen Massentransport Akzeptanz zu finden”, meint Dong-Ho Cho, Leiter des Center for Wireless Power Transfer Technology Business Development am KAIST.

Erste Elektrobusse in Seoul

30. Dezember 2010 Juliane Keine Kommentare

Seouls Stadtregierung hat vor Weihnachten die ersten Elektrobusse auf der Rundstrecke des Mount Mamas eingesetzt. Die eBusse sind 11.05 Meter lang und haben eine Reichweite von bis zu 83 Kilometern. Sie erreichen Spitzengeschwindigkeiten von 100 km/h. Nach den ersten fünf eBussen ist geplant, alle 14 Busse auf der Strecke durch eFahrzeuge zu ersetzen. Darüber hinaus will die Stadtregierung bis 2020 insgesamt 120.000 Elektrofahrzeuge in Betrieb nehmen.

GM treibt Entwicklung von Elektrofahrzeugen weiter voran

21. September 2010 Juliane Keine Kommentare

Wie General Motors diese Woche bekannt gab, hat der Konzern ein neues Testprojekt in Korea an den Start gebracht. Ziel des Projekts ist es, weitere Erkenntnisse bezüglich der Marktbedürfnisse sowie der Kundenakzeptanz von elektrisch betriebenen Fahrzeugen zu erlangen. Das Projekt umfasst eine Flotte elektrisch betriebener Fahrzeuge, die auf dem Chevrolet Cruze basieren. Der Cruze EV ist das Ergebnis einer gemeinsamen Entwicklungsarbeit von GM, LG Chemical und LG Electronics und Teil einer Testflotte, die in Koreas Hauptstadt Seoul unterwegs sein wird. Der Beginn des Testprojekts ist für Ende Oktober vorgesehen. GM plant noch in diesem Jahr weitere Testflotten mit zusätzlichen Partnern in verschiedenen Ballungsräumen.

Bosch plant den Bau von Lithium-Ionen-Akkus für Elektroautos

20. Juni 2010 Juliane Keine Kommentare

In Kooperation mit Samsung SDI will Bosch ab 2011 Lithium-Ionen-Akkus für Hybridfahrzeuge und ab 2012 für reine Elektrofahrzeuge fertigen. Das gemeinsame Unternehmen SB LiMotive baut derzeit in Korea eine erste Fertigungslinie auf. Ziel sei es leistungsfähigere und leichtere Stromspeicher als bisher herzustellen. Bosch beliefert bereits Porsche und VW mit seiner Hybridtechnik. Die ist modular aufgebaut und damit für Fahrzeuge von verschiedenen Herstellern geeignet was eine steigende Stückzahl und damit geringere Kosten ermöglicht.

Hyundai und KEPCO kooperieren

2. November 2009 klaus Keine Kommentare

Die Hyundai-Kia-Gruppe wird mit KEPCO bei der Entwicklung von Elektroautos und Ladestationen kooperieren. Hierzu wurde jetzt ein Memorandum of Understanding in Seoul unterzeichnet. Die Markteinführung der Fahrzeuge soll bereits 2011 erfolgen. Vergleichbare Allianzen waren bereits zwischen Daimler und RWE sowie zwischen Mitsubishi und Tokyo Electric Power geschmiedet worden.

Joint Venture von Bosch und Samsung SDI für Lithium-Ionen-Zellen

16. September 2009 klaus Keine Kommentare

Das Gemeinschaftsunternehmen SB LiMotive macht mit dem Spatenstich für einen Produktionsstandort im südkoreanischen Ulsan einen weiteren Schritt in Richtung Serienfertigung von Lithium-Ionen-Batterie-Zellen. Vergangene Woche wurde hier der Grundstein für den ersten der drei Bauabschnitte gelegt. Auf einer Fläche von rund 28.000 Quadratmetern sollen dort ab dem Jahr 2011 Lithium-Ionen-Batterie-Zellen für Hybridfahrzeuge und ab 2012 für Elektrofahrzeuge gefertigt werden. Geplant ist, in den kommenden Jahren etwa 1.000 Arbeitsplätze in der Zellenproduktion zu schaffen. Auftraggeber ist u.a. BMW mit dem Megacity Vehicle-Projekt.

Bosch und Samsung SDI gründeten bereits 2008 das Joint Venture SB LiMotive Co. Ltd, um die Lithium-Ionen-Batterie für den Einsatz in Hybrid- und Elektrofahrzeugen zur Serienreife zu entwickeln und zu fertigen. Bis in das Jahr 2013 wollen die Partner rund 500 Millionen US-Dollar in das Gemeinschaftsunternehmen investieren. Neben Ulsan ist das Unternehmen an den Standorten Giheung (Korea), Stuttgart, Orion und Springboro (USA) vertreten. Aktuell beschäftigt SB LiMotive rund 500 Mitarbeiter.

Event: 63. IAA

15. September 2009 klaus Keine Kommentare

iaa_2009_dHeute beginnen die Pressetage der bis zum 27. September laufenden 63. Internationalen Automobil-Ausstellung (IAA). 100 Weltneuheiten kündigt der veranstaltende Verband der Automobilindustrie (VDA) an, darunter 55 Produktpremieren deutscher Hersteller. Bemerkenswert ist laut VDA-Präsident Matthias Wissman auch die Innovationskraft der Zulieferindustrie, die auf der IAA 87 Weltpremieren präsentiert – davon stammen 53 von deutschen Zulieferunternehmen. Die Zahl der Aussteller hat sich seit Anfang September noch einmal um vier Prozent auf 781 Aussteller aus 30 Ländern erhöht. Darunter sind 62 Automobilhersteller. Die IAA findet auf dem Gelände der Messe Frankfurt/M. statt und wird am 17.09. von Bundeskanzlerin Merkel offizell eröffnet. Der VDA hofft auf rund 750.000 Besucher. IA-Tickets kosten 13 bis 15 Euro (Wochenendtarif).

Neben der Optimierung klassischer Antriebsarten ist vor allem die Elektromobilität eines der zentralen Themen der diesjährigen IAA – auch wenn “die Großen” noch nichts wirklich Kaufbares vorzuweisen haben: Europas Größter, VW, will ab 2013 ein Elektroauto in Kleinserie fertigen, Opels Ampera wird sich noch bis 2011 Zeit lassen, die Smart-Produktion in Hambach läuft erst noch an, Audi ist noch in der Planungsphase, BMWs erste E-Minis bleiben Leasing-Kunden vorbehalten, Porsche kann sich immerhin mit der Initiative anderer (eRuf “Greenster”) schmücken. Die anderen werden fraglos Studien und ConceptCars ins Rampenlicht rücken. Und das Feld der verfügbaren oder zumindest bereits fahrbaren eCars dem ausländischen Wettbewerb überlassen müssen. Zum Beispiel Mitsubishi (i-MiEV), PSA (iOn, teils baugleich mit dem Mitsubishi).

iaa_i10Hyundai kann den in Indien gefertigten i10 Electric zeigen, der nächstes Jahr in Kleinserie gehen soll. In Korea gibt es bereits Kunden bei Regierungsorganisationen, Verwaltung und Energieversorgern. Eckdaten: 67 PS, 130 km/h Spitze, 160 km Reichweite. Deutlich Studiencharakter hat noch ein elektrisch betriebener Nachfolger des legendären “Trabi”. Der Trabant nT von Herpa soll 250 km Reichweite bewältigen, u.a. durch ein Gewicht von unter einer Tonne. Beteiligt sind Herpa, IAV, Indikar und Polartherm.