Die finnische Tageszeitung Helsinki Times berichtete jetzt, dass Finnland eine umweltfreundliche Autobahn mit Ladestationen für Elektroautos bauen wolle. Geplant ist das Projekt an einer rund 130 Kilometer langen Teilstrecke zwischen Turku an der Küste im Südwesten und Vaalimaa an der russischen Grenze, die sich derzeit im Bau befindet. 2016 soll das Stück fertig gestellt werden. Aktuell wird eine Machbarkeitsstudie zu den Plänen durchgeführt, im März 2011 soll dann final über den Bau entschieden werden.
Bereits im letzten Jahr hat die Stadtverwaltung in Seoul mit der koreanischen Verkehrssicherheitsbehörde ein Abkommen über die Herstellung von fünf autobahntauglichen Elektroautos geschlossen. Gleichzeitig plant die Seouler Stadtverwaltung bis Ende diesen Jahres die Einrichtung von mehr als 100 Ladestationen. Diese sollen in den einzelnen Bezirken der Stadt auf den Parkplätzen der Verwaltungseinrichtungen installiert werden. Parallel dazu hat man Abkommen mit drei Einzelhandelsunternehmen getroffen, die bis Ende des Jahres auf ihren Parkplätzen Ladestationen errichten wollen. Dort sollen die Kunden der Geschäfte ihre Fahrzeuge bis Ende diesen Jahres kostenlos aufladen können.
Die bayerische Firma Rohde & Schwarz zeigt mit ihrer E-POWERSTATION, dass Design im Bereich eMobilität groß geschrieben wird. Die Ladestationen wurden mit dem Ziel größtmöglicher Variabilität gestaltet. So gibt es unter anderem ein Modell mit hoch angebrachten LED Indikatoren, das jedem Nutzer auch im Stadtverkehr schon von weitem signalisiert, ob die Station belegt oder frei ist. Weiterhin gibt es Modelle für Parkhäuser und für einen Heimanschluss. Bei der Gestaltung wurde Wert gelegt auf eine klare Formensprache mit hohem Wiedererkennungswert und optimaler Integration in öffentliche Räume. Das äußere Erscheinungsbild kann den Wünschen der Betreiber angepasst werden. An der E-POWER STATION werden alle aktuell möglichen Identifikationsmodelle wie Kreditkarten, automatische Fahrzeugerkennung oder Erkennung via Mobiltelefon angeboten.
Doch die Ideen in Teisnach reichen noch weiter. Gleichzeitig mit der Eröffnung der 1. Ladestation auf dem Technologiecampus wurde Landwirtschaftsminister Helmut Brunner ein Konzept für den „Elektrowald“ überreicht. Rohde & Schwarz Teisnach, Soleg und die Technologietransferzentren der Hochschule Deggendorf in Teisnach, Freyung und Cham haben das Konzept gemeinsam erarbeitet. Weitere Unternehmen sowie Entscheidungsträger auf kommunaler Ebene konnten bereits für das Projekt gewonnen werden. Die bereits ausgearbeitete Idee sieht vor, dass beispielsweise Urlauber am ICE-Bahnhof in Plattling in ein reserviertes Elektroauto umsteigen und damit ihren Urlaubsort im Bayerischen Wald ansteuern. Über Bordcomputer wie das Navigationssystem werden dem Fahrer via GPS Ladestationen und Solartankstellen auf der Strecke angezeigt. Angedacht ist, dass an zentralen Punkten wie Hotels, Parkplätzen, Bushaltestellen und Behörden Ladestationen aufgestellt werden. An einer dieser Ladestationen kann sich der Fahrer dann einen Platz reservieren. Während er im Nationalpark beim Wandern ist oder eine Veranstaltung besucht, kann er das Auto wieder aufladen.
Nissan International SA ist der Partnerschaft von Renault SA mit dem deutschen Energieversorgungsunternehmen RWE beigetreten. Das Ziel ist eindeutig: Die Kooperationspartner wollen der Elektromobilität in Deutschland zusätzlichen Schub geben. Die Allianz von Renault und Nissan verfolgt das Ziel, der weltweit führende Hersteller emissionsfreier Fahrzeuge zu werden, und sieht Deutschland hierfür als wichtigen Markt. RWE ist zurzeit dabei, deutschlandweit ein Netz von öffentlichen Ladepunkten zu installieren. Die RWE Ladetechnologie zeichnet sich vor allem durch ein einfaches, komfortables und schnelles Laden der Batterien aus. Zudem ist sichergestellt, dass der zur Verfügung gestellte RWE Strom zu 100% aus Erneuerbaren Energien stammt. Im Rahmen der Vereinbarung mit RWE wird Nissan im Herbst 2011 Elektrofahrzeuge nach Deutschland liefern: und zwar den kompakten Familienwagen Nissan LEAF, die Limousine Fluence Z.E. und den Kleintransporter Kangoo Rapid Z.E.. Den Renault-Nissan Kunden wird von RWE ein preiswertes Elektromobilitäts-Paket angeboten, welches unter anderem eine sichere Lösung für die Aufladung zu Hause und einen unkomplizierten Zugang zu öffentlichen Ladestationen beinhaltet. ”Mit Nissan gewinnen wir einen weiteren kompetenten Partner, der dazu beitragen wird, Elektromobilität auch in Deutschland zum Markterfolg zu führen”, so Carolin Reichert, Leiterin E-Mobility bei der RWE Effizienz GmbH. “Der Nissan LEAF ist das weltweit erste erschwingliche, reine Elektrofahrzeug für den Massenmarkt, welches in Aussehen und Handhabung einem traditionellen PKW gleicht. Wir sind zuversichtlich, dass die Laufruhe und Beschleunigung sowie das Handling des Fahrzeugs deutsche Kunden beeindrucken wird, ganz zu schweigen von seiner Emissionsfreiheit im Straßenverkehr”, sagte Pierre Loing, Vice President bei der Nissan International SA, zuständig für Produktplanung und Leiter der Nissan-Business-Unit Zero Emission in Europa.
Die Renault-Nissan Allianz, die irische Regierung und der Energieversorger Electricity Supply Board (ESB) haben ein Abkommen zur Einführung von Elektrofahrzeugen in Irland getroffen. Geplant sei ein landesweites Netz mit 3.500 Ladestationen und 30 Schnell-Ladezentren. Außerdem unterstützt die Regierung die Käufer von Elektrofahrzeugen mit 5.000 Euro. Ziel dieser Kooperation sei es, Irland zu einem der fortschrittlichsten Länder bei der Elektromobilität zu machen. Neben der landesweiten Ladeinfrastruktur und dem Kaufbonus profitieren die irischen Elektrofahrzeugbesitzer künftig auch von der Befreiung von der Kfz-Steuer. Die Renault-Nissan Allianz wird 2011 die ersten 2.000 Elektroautos, darunter den Nissan Leaf, den Transporter Kangoo Z.E. und den Fluence Z.E., nach Irland ausliefern.

Kärntens größter Energieversorger Kelag hat einen Online Elektrotankstellen-Finder entwickelt. Mit Hilfe der Online-Plattform sollen es Besitzer von Elektrofahrzeugen leichter haben, Ladestationen in ihrer Nähe zu finden. Auf dem Portal findet man eine aktuelle Zusammenstellung der Stromtankstellen in Österreich. Jeder kann sich unverbindlich auf der Website des Elektrotankstellen-Finders eintragen.
Die Stadtwerke scheinen ernst zu machen: ab 2011 werden in über 33 Kommunen Ladestationen für Elektrofahrzeuge eingerichtet. Die 950 Stadtwerke in Deutschland wollen die Regierung bei ihrem Vorhaben, 2020 zum Leitmarkt für Elektromobilität zu werden, unterstützen. Der Vorstoß soll aus dem aktuellen Dilemma heraushelfen: da es zur Zeit kaum Ladestationen gibt, läuft der Verkauf von Elektrofahrzeugen nur schleppend, was wiederum die Stromversorger zögern lässt, in die nötige Infrastruktur zu investieren. Parallel wollen die Stadtwerke Druck machen, dass bei dem Elektromobilitätsgipfel am 3. Mai im Kanzleramt nicht nur geredet wird, sondern auch konkrete Ergebnisse präsentiert werden. Die kommunalen Anbieter wollen ihre Kunden durch mehr Service und Gratisleistungen rund um die elektrische Mobilität an sich binden. So sollen ihre Kunden ihre Elektrofahrzeuge mit speziellen Karten aufladen können, die Abrechnung erfolge dann über die normale Stromrechnung. Das Stadtwerk in Aachen geht noch einen Schritt weiter und will seinen Kunden zwei Jahre lang den Strom aus Erneuerbaren Energien gratis anbieten.
Stadtwerke sind für wichtige Impulse im Bereich der Elektromobilität zuständig: von der Ladestation, über die Erzeugung Erneuerbarer Energien bis hin zum Elektroauto selbst. “Elektromobilität ist ein wichtiges Zukunftsthema für Deutschland und die Stadtwerke spielen für eine hohe Akzeptanz in der Bevölkerung eine wichtige Rolle. Überall zeigt sich, dass Stadtwerke innovative Wege beschreiten und zum Einsatz bringen – zu Gunsten der Kommune, der Wirtschaft und der Bürger”, erklärte Hans-Joachim Reck, Hauptgeschäftsführer des Verbandes kommunaler Unternehmen (VKU) auf einer gemeinsamen Pressekonferenz mit der STAWAG, Stadtwerke Aachen Aktiengesellschaft und der con|energy ag. Den Kooperationspartnern ist es gelungen über 20 Millionen Euro Bundesmittel zur Förderung der Elektromobilität in Aachen zu aquirieren. Dabei spielte der Innovationsstandort Aachen mit der Exzellenzuniversität RWTH und innovativen Unternehmen wie der FEV Motorentechnik eine wichtige Rolle. “Im Rahmen dieser Projekte haben wir bereits im Frühjahr 2009 begonnen, eine kommunale Ladeinfrastruktur aufzubauen, ein Fahrstromprodukt mit hundertprozentigem Ökostrom eingeführt und in einem Feldversuch mit der RWTH Elektroroller in größerer Anzahl auf die Straße gebracht. Jetzt folgt der nächste entscheidende Schritt: die Einführung von Autos”, skizzierte Dr. Christian Becker, Vorstandsmitglied der Aachener Stadtwerke, die Aktivitäten. Ziel sei es aber auch, die Projekte bundesweit zu etablieren. In diesem Sinne setzen die Aachener auf Kooperationen. Gemeinsam mit der Duisburger Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft (DVV) und anderen Partnern wollen sie das “Ladenetz – mein Stadtwerkeverbund” aufbauen. Es soll Stadtwerken einen schnellen und einfachen Einstieg ins Geschäftsfeld eMobilität ermöglichen und den Aufbau einer bundesweiten kommunalen Ladeinfrastruktur vorantreiben. “Elektromobilität muss vor Ort erprobt werden, gemeinsam mit den Kommunen und den Automobilherstellern. Stadtwerke sind hier die idealen Partner. Das kann man nicht zuletzt an der ständig steigenden Zahl elektromobiler Stadtwerke-Projekte ablesen”, erklärte Reck abschließend.
Die Siemens AG und die Stadtwerke Augsburg haben einen Zweijahresvertrag zum Aufbau von Infrastrukturen für die eMobilität unterzeichnet. Gemeinsam wollen sie öffentliche Ladestationen errichten und neue Mobilitätskonzepte entwickeln. Obwohl Augsburg nicht zu den 8 Modellregionen für eMobilität in Deutschland gehört, will die Stadt einen Beitrag zum Aufbau der dringend notwendigen Infrastruktur für eFahrzeuge leisten. Georg Lutzenberger, Niederlassungsleiter der Siemens AG in Augsburg, erwartet einen Boom in der eMobilität: “In zehn Jahren haben wir 20 Prozent Elektrofahrzeuge, der Markt ist in den nächsten Jahren sehr sehr spannend”. Die Stadtwerke Augsburg wollen die Stadt zur “Pilotstadt für Elektromobilität” machen. In einem ersten Schritt werden weitere Ladestationen auf dem Siemensgelände und an der Fachhochschule aufgestellt. Weitere Projekte seien bereits angedacht, erklärte Stadtwerkechef Norbert Walter, dem dabei Mobilitätszentren an Aus- und Einfallstraßen mit Straßenbahnanschluss, Parkplätzen und Fahrradverleih vorschweben. Zunächst wird der Strom an den Ladesäulen kostenlos sein. Besonders wichtig ist Dr. Claus Gebhardt, Geschäftsführer der Stadtwerke Augsburg, die Stromgewinnung. “Der Strom stammt vollständig aus regenerativen Quellen und ist kein Strommix”.

Leiter Forschung und Entwicklung, Photovoltaikberater, Beirat des Bundesverbands eMobilität e.V.
Die IPM SYSTEM GmbH entwickelt Lösungen für die Solarenergiegewinnung, die dem aufsteigenden Wirtschaftszweig der Erneuerbaren Energie und eMobilität den notwendigen „grünen Strom“ effektiver liefern können. Forschung und Entwicklung für eine Energie die bewegt..