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Artikel Tagged ‘Ladevorgang’

Individuelle elektronische Zertifikate für Ladevorgang

2. April 2014 Juliane Keine Kommentare

Das IT-Unternehmen secunet hat für das BEM-Mitgliedsunternehmen Hubject GmbH, ein Joint Venture der Automobilbranche, IT- und Energiewirtschaft, die weltweit erste produktive emobility-Zertifizierungsstelle für Stammzertifikate aufgebaut. Zertifikate sind erforderlich, um die zukünftige Kommunikation zwischen Elektrofahrzeugen und der Ladeinfrastruktur abzusichern. Damit wird auch die Voraussetzung für Plug&Charge geschaffen, dass das automatische und bargeldlose Abrechnen an jeder öffentlich verfügbaren Ladestation ermöglicht.

Individuelle elektronische Zertifikate sind notwendig, damit Kunden und Ladestationen sich im Kommunikationsprozess während eines Ladevorgangs gegenseitig eineindeutig und sicher authentifizieren können. Die jetzt von Hubject in Betrieb genommene Zertifizierungsstelle (Root CA) erstellt Stammzertifikate für Automobilhersteller, Ladeinfrastrukturbetreiber und Fahrstromanbieter, die wiederum davon abgeleitete Zertifikate in ihren Produkten einsetzen können. Der internationale Standard ISO 15118, der das geregelte Laden von Elektrofahrzeugen an der heimischen Wallbox (die persönliche Ladestation in der Garage) und an öffentlichen Ladestationen beschreibt, setzt eine Root CA (Zertifizierungsstelle) voraus, wie sie von Hubject betrieben und für die europäischen Partnerunternehmen auf der Hubject-Plattform bereitgestellt wird.

Einführungsangebot: Elektronauten Prepaid-Ladekarte

20. September 2013 Juliane Keine Kommentare

Die Prepaid-Ladekarte des BEM-Mitgliedsunternehmens EnBW ist die Erste ihrer Art in Deutschland und dient sowohl als Zugangs- als auch Bezahlmedium. Sie macht das Aufladen eines eFahrzeuges noch einfacher: Zum einen wird beim Ladevorgang kein Bargeld benötigt, daneben hat der Nutzer durch die Prepaid-Funktion stets die Kosten im Griff – und das ohne Grundpreis und ohne Vertragsbindung. Diese speziell für „Gelegenheitsnutzer” entwickelte Karte erlaubt es, ein Elektrofahrzeug an allen über 300 öffentlichen Ladestationen der EnBW und deren Partner in ganz Baden-Württemberg zu laden. Darüber hinaus funktioniert die Ladekarte aktuell auch grenzübergreifend im Rahmen des Pilotprojektes CROME an Ladestationen in Frankreich.

Die Ladekarte gibt es für Endkunden wahlweise mit einem Guthaben von 25 oder 50 Euro. Geschäftskunden können zusätzlich dazu eine so genannte 10 Euro Promotionkarte erwerben, die für Akquisezwecke und zur Kundenbindung, zum Beispiel als Geschenk, genutzt werden kann. Alle Kartenguthaben gibt es auch als Partnerkarte mit eigenem Logo (Branding). Erhältlich ist die Ladekarte online unter https://www.enbw.com/prepaid.

Internationaler Kommunikationsstandard für das Laden

16. April 2013 Juliane Keine Kommentare

Die internationalen Standardisierungsgremien ISO und IEC veröffentlichen morgen den weltweit einheitlichen Standard für die Kommunikation zwischen Elektrofahrzeug und Ladestation. Mit dem Kommunikationsstandard ist ein weiterer Meilenstein erreicht: Bereits im Januar wurde europaweit der Typ-2-Stecker als Standard für sicheres Laden definiert. Dietrich Gemmel, Vorsitzender der Geschäftsführung der RWE Effizienz: „Dies ist ein großer Erfolg. Denn nur der reibungslose Informationsaustausch zwischen Auto und Station sorgt für eine komfortable Elektromobilität. Intelligente Kommunikation ist zudem Voraussetzung dafür, dass Elektroautos netzverträglich laden und Ökostrom für unsere Mobilität genutzt werden kann.“

Der allgemeine Geltungsbereich der Kommunikationsnorm 15118 wird gemeinsam von den Standardisierungsorganisationen ISO (International Organization for Standardization – Internationale Organisation für Normung) für den Automobilbereich und IEC (International Electrotechnical Commission – Internationale Elektrotechnische Kommission) für den Energiesektor in Kraft gesetzt. Ziel ist es, dass Besitzer von Elektrofahrzeugen künftig per Plug & Charge laden können. Vertragsdaten können so direkt zugeordnet werden, um den Ladevorgang komfortabel zu starten. Auch auf Mobilitätsservices wie die Reservierung von Ladepunkten oder die Steuerung eines Ladevorgangs über ein Smartphone erstreckt sich die neue Norm.

Einmal aufladen bitte – einfach und praktikabel

24. Februar 2012 Juliane Keine Kommentare

Die Entwicklung von alltagstauglichen Aufladesystemen ist für Volvo ein wichtiger Bestandteil der Elektromobilität. Aus diesem Grunde beteiligt sich der schwedische Hersteller auch an dem Forschungsprojekt ELVIIS (Electric Vehicle Intelligent Infra Structure). Gemeinsam mit seinen Partnern arbeitet Volvo an zukunftsfähigen Lösungen, die das Handling und den Aufladevorgang so einfach und praktikabel wie möglich machen sollen. Der Entwicklungsschwerpunkt liegt dabei auf einem On-Board-System, das orts- und formatunabhängig den gesamten Ladevorgang bis hin zur Bezahlung des gelieferten Stroms selbständig abwickeln kann. An dem Forschungskonsortium ELVIIS sind neben Volvo das schwedische Unternehmen Ericsson, der Energieversorger Göteborg Energi und das Viktoria Institute beteiligt, das sich auf die Forschung im IT-Bereich spezialisiert hat.

Jugendliche präsentieren Mikrochips für eMobilität

16. Oktober 2011 Juliane Keine Kommentare

Seit zehn Jahren richten das Bundesministerium für Bildung und Forschung
(BMBF)
und der Verband der Elektrotechnik, Elektronik und Informationstechnik (VDE) “Invent a Chip” aus. Der Wettbewerb startete im Frühjahr mit einer Rekordbeteiligung von 2.900 Teilnehmern. Jetzt stehen die Sieger dieses Wettbewerbes für Schülerinnen und Schüler ab der 8. Jahrgangsstufe fest.

Die wichtige Rolle der Mikrochips im Bereich der Elektromobilität zeigt besonders anschaulich das Sieger-Projekt “IndukLoad”. Colin de Vrieze (18) vom Carl-Fuhlrott-Gymnasium in Wuppertal landete mit seinem Mikrochip, der das Laden von Elektromobilen effektiver gestalten soll, auf Platz Eins und erhält ein Preisgeld in Höhe von 3.000 Euro. Der von ihm entwickelte Chip hat die Aufgabe, den berührungslosen Ladeprozess über Spulen zu steuern und dabei die Energie aus dem Netz möglichst effektiv einzusetzen. Der Schüler hat bereits Kontakte zur Industrie hergestellt und Interesse daran, seine Idee auch nach dem Wettbewerb fortzuführen.

Den mit 2.000 Euro dotierten Sonderpreis des BMBF für das Projekt mit der größten Industrierelevanz gewannen Patrick Moog (15), Benedict Schleyer (15) und Adrian Gehrig (16) vom Alexander-von-Humboldt-Gymnasium in Schweinfurt für ihren “Autoenergiesparchip”. Der Chip berechnet aus Umdrehungszahl, Geschwindigkeit, Art und Länge der Strecke, Tankinhalt, Akkustatus und Sonneneinstrahlung, ob ein Vollhybridauto mit Solarzelle am Zielort ankommt, und ermöglicht damit eine möglichst sparsame Fahrweise.

Elektrofahrzeuge per SMS laden

14. September 2011 Juliane Keine Kommentare

Bisherige Ladesysteme sind noch regionale Insellösungen in Form von geschlossenen Autorisierungs- und Abrechnungssystemen. Während zu Hause die Abrechnung denkbar einfach über die eigene Stromrechnung funktioniert, müssen sich Fahrer an fremden Ladestationen oftmals aufwändig registrieren. Spontane Ladevorgänge werden dadurch unmöglich, was die tatsächliche Mobilität von Elektroautos stark einschränkt. Für Betreiber ist zum einen die Entwicklung eigener Systeme zur Rechnungsstellung und Bezahlung äußerst kostenintensiv. Die Erfüllung der eichrechtlichen Anforderungen bedingt zum anderen bei einer Abrechnung nach Menge einen erheblichen technischen Aufwand. Um den Prozess spontaner und wirtschaftlicher zu gestalten, fiel nun der Startschuss für das vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) geförderte Forschungsprojekt für ein zeitabhängiges Abrechnen von Ladevorgängen über die Mobilfunkrechnung. Ziel des Projekts mit dem Namen ZALM (sms&charge) ist die Entwicklung eines innovativen Systems zum Aufladen von Elektroautos mithilfe von SMS. Eine mühsame Vorregistrierung der Kunden entfällt. Wer sein Elektrofahrzeug an den neu entwickelten Säulen laden möchte, benötigt lediglich ein Mobiltelefon. Eine SMS, die an eine auf der Ladestation angegebene Nummer geschickt wird, gibt den Ladeprozess frei. Ein wesentlicher Vorteil des sms&charge-Konzepts ist seine uneingeschränkte Verfügbarkeit. Es kann ohne komplizierte Registrierungsvorgänge überall geladen werden. Auch Handys mit Prepaid-Karten können in das System einbezogen werden. Ergänzende Entwicklungen des Systems durch Smartphone-Apps erweitern die Funktionalität und unterstützen den Nutzer u.a. bei der Suche und Reservierung von Ladestationen.

Revolution in der Batterietechnologie?

11. Juni 2011 Juliane Keine Kommentare

Studenten des Massachusetts Institute of Technology ist vielleicht die Revolution im Bereich der Batterietechnologie gelungen. Um Elektrofahrzeuge aufzuladen, verwenden die Studenten nicht Batterien auf Lithium oder Nickel Basis, sondern befüllen die Batterie mit einer Flüssigkeit, die elektrisch aufladbare Partikel enthält. Die neue “Flüssig-Batterie” soll 10 mal effizienter und ihre Produktionskosten um bis zu 50 Prozent geringer sein, als bis lang eingesetzte Stromspeicher. Wenn die Batterie hält, was die Studenten versprechen, soll die Batterie wie an einer Benzinzapfsäule betankt werden können. Die im Stromspeicher verbrauchte Flüssigkeit soll abgepumpt werden und durch frisch aufgeladene ersetzt werden. Der Ladevorgang eines Elektrofahrzeugs soll damit nicht länger dauern, als der eines konventionellen Autos. Am ersten Prototypen wird bereits gearbeitet – in 18 Monaten soll er einsetzbar sein. Dann wird sich zeigen, ob dem Massachusetts Institute of Technology damit eine Revolution gelungen ist.

Mobilfunk-Roaming in der Elektromobilität

28. Februar 2011 Juliane 1 Kommentar

Es gibt in Deutschland mehr als 800 regionale und überregionale Stromanbieter. Hat ein eFahrzeugbesitzer mit seinem Energieversorger einen Auto-Stromvertrag geschlossen, will er auch in Deutschland oder gar in ganz Europa zu den jeweils vereinbarten Tarifen Strom tanken können. Lädt der Autobesitzer zum Beispiel sein Fahrzeug in einem Parkhaus mit dem Strom eines anderen Versorgers auf, müssen die Stromlieferanten den verbrauchten “Kraftstoff” untereinander abrechnen. Dazu braucht es stabile Softwaresysteme und Datennetze, um den Stromverbrauch beim Aufladen zuverlässig abrechnen zu können. In diesem Bereich sieht der Kommunikationskonzern Telekom seine Marktchance. Sein Konzept soll wie das Roaming beim Mobilfunk funktionieren. Das Auftanken eines Elektroautos beginnt mit der Identifikation des Verbrauchers an der Steckdose. Erst nach Prüfung der Kundendaten startet der Ladevorgang. Dafür müssen die Stromsäulen mit den IT-Systemen der Versorger und der Abrechnungsstelle vernetzt sein. Ist der “Tank” voll, muss der Kunde die korrekte Strommenge und den Preis prüfen können. Laut Telekom sei es technisch machbar, den Ladevorgang auf dem Bordcomputer des Autos zu überwachen und die Quittung im Display des Navigationssystems anzuzeigen. Die Telekom geht davon aus, dass mit der Großserienproduktion von Elektroautos ein Internetzugang im Fahrzeug zum Standard werden wird.

TÜV NORD-Dialog in Berlin: Induktives Laden fördert Akzeptanz der Elektromobilität

2. November 2010 Juliane Keine Kommentare

„Wir glauben an die Elektromobilität. Sie wird kommen und erfolgreich ihre Nischen finden, zum Beispiel in den Megacities dieser Welt.“ Das sagte Mobilitätsvorstand Klaus Kleinherbers beim TÜV NORD Dialog “Induktives Laden – der Königsweg für die Elektromobilität?“ in dieser Woche in Berlin.Dabei wurden Alternativen zum Batterie-Ladevorgang mit Kabel und Stecker erörtert. Überall wo die Entfernungen überschaubar sind und feste Plätze zum Laden installiert sind könnte das Induktive Laden erprobt werden – zum Beispiel an Taxiständen und in kommunalen Fuhrparks. Axel Richter von TÜV NORD Mobilität: „Automobilhersteller und Autofahrer legen auf einen einfachen und sicheren Ladevorgang höchsten Wert. Das induktive Laden bietet dafür alle Voraussetzungen. Deswegen sollte diese in der Industrie seit langem bekannte und praktizierte sichere Technologie weiter entwickelt werden. Wenn der Prozess des induktiven Ladens für Mensch und Umwelt sicher ist und die Ladezeit noch verkürzt werden kann, hat sie am Markt gute Chancen. Auswahlmöglichkeiten beim Laden erhöht die Akzeptanz der Elektromobilität insgesamt.“