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Artikel Tagged ‘Leitmarkt’

Verliert Deutschland den Anschluss?

20. Januar 2015 Juliane Keine Kommentare

Deutschland will Leitmarkt und Leitanbieter für Elektromobilität werden – davon sind wir allerdings noch weit entfernt. Statt um die Tabellenführung spielen wir gegen den Abstieg. Im Herbst hat die Bundesregierung den Entwurf des Elektromobilitätsgesetz (EmoG) verabschiedet. Doch diese Vorschläge sind nicht ausreichend. Mit angezogener Handbremse werden wir den Rückstand zu anderen Ländern und Fahrzeugherstellern nicht aufholen. Länder wie Norwegen oder die Niederlande, mit einem deutlich höheren Marktanteil von Elektroautos, zeigen: wir brauchen mehr Impulse für emissionsarme Mobilität. Wie können wir die finanziellen Anreize für den Kauf emissionsarmer Fahrzeuge besser ausgestalten und wie soll der Ausbau der Infrastruktur erfolgen?

Diese und weitere Fragen sollen am 02. Februar 2015 im Fachgespräch: „Elektromobilität – Verliert Deutschland den Anschluss?“ von 12.30 Uhr bis 17.30 Uhr im Deutschen Bundestag in Berlin diskutiert werden. Zu den interessanten Gastrednern zählt u.a. auch BEM-Präsident Kurt Sigl. Weitere Informationen rund um das Programm und die Anmeldeformalitäten finden Sie hier.

Große Koalition setzt auf zinsgünstige Kredite

26. November 2013 Juliane Keine Kommentare

Das Handelsblatt hat heute eine vorläufige Fassung des Koalitionsvertrags veröffentlicht. Im Bereich Neue Mobilität wird folgendes festgehalten: “Wir halten an dem Ziel fest, Deutschland zum Leitmarkt und Leitanbieter für eMobilität zu machen. Dabei verfolgen wir einen technologieoffenen Ansatz inklusive der Wasserstoff-, Hybrid-, Batterie- und Brennstoffzellentechnologie. Wir werden aus vorhandenen Eigenmitteln der KfW ein Programm mit zinsgünstigen Krediten zur Anschaffung besonders umweltfreundlicher Fahrzeuge auflegen und damit insbesondere auch Elektrofahrzeuge fördern.” Den vorläufigen Koalitionsvertrag können Sie hier einsehen.

BEM fordert Politik zum Handeln auf

1. August 2013 Juliane Keine Kommentare

Die jüngsten Pkw-Verkaufszahlen zeigen, dass durch die breite Palette an Serienfahrzeugen endlich Bewegung in den europäischen Elektroauto-Markt kommt. In Frankreich sind bereits 4 von 1.000 neu zugelassenen Fahrzeugen ein Renault ZOE. In Norwegen ist der Nissan LEAF aktuell das zweit meist verkaufte Auto überhaupt. Die Jahresproduktion des smart fortwo electric drive von 6.000 Stück für alle Märkte ist nach Angaben von Daimler bereits jetzt ausverkauft. Tendenz weiter steigend. Nur in Deutschland will sich der Markt dagegen noch nicht so recht entwickeln. “Dass die Weltpremiere des BMW i3 in dieser Woche nicht im Heimatland des Automobilherstellers sondern in New York, London und Peking statt gefunden hat, ist bezeichnend und verdeutlicht, dass Deutschland bis dato weder Erst- noch Leitmarkt der neuen Technologie ist”, so BEM-Präsident Kurt Sigl.

“Dennoch ist die langersehnte Premiere des BMW i3 sowie die dahinter stehende strategische Marketing-Offensive des deutschen Automobilherstellers ein wichtiges Zeichen für die gesamte Branche. Nach vornehmlich französischen und japanischen Serienmodellen kommt mit dem Verkaufsstart des Elektro-BMW im Herbst 2013 und den 15 angekündigten deutschen Elektroauto-Modellen weiterer deutscher OEMs bis Ende 2014 endlich eine sichtbare Zahl an deutschen Elektrofahrzeugen auf den Markt”, betont Sigl und erklärt weiter: “Das kann zur notwendigen Initialzündung für den deutschen Markt führen. Aber nur dann, wenn sowohl die politischen als auch die rechtlichen Rahmenbedingungen stimmen. Hier ist nach wie vor die Politik gefragt, konkrete Anreize zu schaffen, damit sich eine nachhaltige, klimafreundliche Neue Mobilität erfolgreich in der Bevölkerung verankern kann und wir gesamtgesellschaftlich betrachtet unsere Wettbewerbsfähigkeit, Wertschöpfung und den damit direkt verbundenen Wohlstand in unserem Land sichern und stärken können. Diese Weitsicht ist elementar für eine langfristig ausgerichtete wirtschaftspolitische Führung und versetzt uns in die Lage bei internationaler Sichtbarkeit wieder eine starke europäische Führungsposition im Bereich dieser innovativen Schlüsseltechnologie einzunehmen. Das sollten wir nicht verspielen und unsere Wahlentscheidung auch dahingehend überprüfen.”

Vor dem Hintergrund der bevorstehenden Bundestagswahl am 22. September 2013 hat der Bundesverband eMobilität die im Bundestag vertretenen Parteien um ein ausführliches Feedback zu den Themen Mobilität der Zukunft, Verkehrswende, CO2-Grenzwerte, Anreize zur Verbreitung von Elektrofahrzeugen, zu Elektromobilität in Ersten Flotten sowie zur Installation von Ladeinfrastruktur gebeten. Die vollständigen Antworten aller Parteien finden Sie hier.

Deutschland verpennt eMobilität

29. Mai 2013 Juliane Keine Kommentare

Martin Seiwert von der WirtschaftsWoche bringt es auf den Punkt: Wir müssen aufhören zu konferieren und endlich anfangen zu handeln. “Deutschland macht Konferenzen über das Elektroauto, andere Länder machen Milliardenumsätze damit. Weil Deutschland lieber konferiert als handelt, bleibt für die meisten Autofahrer das Elektroauto auf absehbare Zeit blanke Theorie.” Den vollständigen Artikel finden Sie hier. Sehr lesenswert..!

Herausforderungen und Perspektiven der Elektromobilität in Europa

4. Januar 2013 Juliane Keine Kommentare

Das erklärte Ziel des Entwicklungsplans Elektromobilität lautet 1 Million Elektrofahrzeuge auf deutschen Straßen im Jahr 2020 und damit die Entwicklung Deutschlands zum Leitmarkt für Elektromobilität. Doch auch die europäischen Nachbarn haben ambitionierte Ziele und treten aktuell auf dem deutschen und europäischen Markt deutlich stärker auf, als deutsche Hersteller. Ein Blick auf die Absatzzahlen von Elektromobilen im Automobilsektor verrät Ähnliches. So lagen diese in Frankreich beispielsweise im ersten Halbjahr 2012 um etwa 37 % höher als in Deutschland.

Die AGRION Konferenz am 24. Januar 2013 bietet einen Überblick über Projekte und Einführungsstrategien aus dem europäischen Raum im Bereich der Elektromobilität und bietet die Möglichkeit für eine offene Diskussion. Weitere Informationen zu den Referenten, dem Programm sowie zur Anmeldung finden Sie hier.

Bremst Fachkräftemangel eMobilität in Deutschland?

15. September 2011 Juliane Keine Kommentare

Wird Deutschland zum Leitmarkt der Elektromobilität? Das hängt stark vom Know-how seiner Ingenieure ab. “Neun von zehn Unternehmen in der Elektro- und IT-Industrie sind der Meinung, dass die Elektromobilität die Nachfrage nach Elektroingenieuren weiter erhöhen wird. Gleichzeitig befürchten acht von zehn befragten Unternehmen, ihren Ingenieursbedarf künftig nicht ausreichend decken zu können und greifen jetzt schon auf Absolventinnen und Absolventen verwandter Fächer zurück”, so Dr.-Ing. Hans Heinz Zimmer, Vorstandsvorsitzender des Verbands der Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik (VDE). Klar ist: Deutschland hält in der Elektro- und Automobiltechnik nach wie vor eine internationale Spitzenposition – vor allem mit Blick auf die Antriebstechnik und die Leistungselektronik. Aber globale Wettbewerber, wie China, holen auf. “Für Deutschland geht es nicht um die Frage, ob die Elektromobilität kommen wird. Vielmehr geht es um die Frage, ob Deutschland auch künftig eine Spitzenposition bei dieser Zukunftstechnologie einnimmt”, erklärt Zimmer. So gehen laut einer repräsentativen Umfrage 67 Prozent der VDE-Mitgliedsunternehmen davon aus, dass die deutschen Hochschulen nicht ausreichend auf das Thema Elektromobilität vorbereitet sind. 56 Prozent meinen dies auch in Hinblick auf die Forschung. “Für die Zukunftsfähigkeit unseres Standorts müssen wir deshalb mehr in Bildung und Forschung investieren, sonst sehen wir nur die Rücklichter der ausländischen Konkurrenz”, warnt Zimmer.

BITKOM-Studie: Akzeptanz von eAutos steigt stark

8. September 2011 Juliane Keine Kommentare

69 Prozent der Bundesbürger können sich vorstellen, ein Elektroauto zu kaufen. Das geht aus einer repräsentativen Umfrage im Auftrag des Hightech-Verbandes BITKOM anlässlich der IAA hervor. Im Februar 2010 waren es erst 39 Prozent. Ein Großteil der Bevölkerung (71 Prozent) ist bereits überzeugt, dass Elektroautos an Bedeutung gewinnen. “Den Bürgern ist bewusst, dass Mobilität in Zukunft anders funktioniert als heute”, so BITKOM-Präsdiumsmitglied Martina Koederitz. “Die traditionellen Verhaltensmuster müssen überprüft und in vielen Fällen sehr grundsätzlich verändert werden.” In Zukunft seien Fahrzeuge per Internet mit ihrer Umgebung und anderen Autos vernetzt und würden ständig Informationen austauschen – etwa über Parkplätze, Staus und Unfallgefahren. Auch müsse die Stromversorgung der Autos mit Hilfe von IT intelligent gesteuert und in bestehende Energienetze integriert werden. “Deutschland hinkt mit der Förderung der Elektromobilität hinter anderen Industrieländern zurück”, gibt Koederitz zu bedenken. So haben die USA bis 2015 Investitionen von 22 Milliarden Euro vorgesehen, China von 10 Milliarden Euro. Deutschland dagegen stelle bis 2013 nur 1,5 Milliarden Euro Fördermittel zur Verfügung. “Der internationale Vergleich macht deutlich, dass andere Länder mit enormen Mitteln in den Wettlauf um den Leitmarkt für Elektromobilität eingestiegen sind. Um hier mit den bei uns verfügbaren Mitteln gewinnen zu können, ist eine besonders intelligente und effiziente Förderung nötig”, so Koederitz weiter. “Dabei sollten die Themen E-Mobility und Smart Grids eng miteinander verzahnt werden. Bis dato laufen sie weitgehend losgelöst voneinander.”

3. Kompetenztreffen Elektromobilität fordert noch stärkere politische Unterstützung

25. Februar 2011 Juliane Keine Kommentare

Einen regen Zuspruch registrierten das 3. Kompetenztreffen Elektromobilität des ZVEI – Zentralverband Elektrotechnik- und Elektroindustrie und die begleitende Fachausstellung elektro:mobilia, organisiert von der Koelnmesse, die am 23. und 24. Februar 2011 in Köln durchgeführt wurden. Mit insgesamt über 600 Kongressteilnehmern und Fachbesuchern wurde das bisher beste Ergebnis verzeichnet. Dabei diskutierten und analysierten rund 350 angemeldete Experten und Verantwortliche aus der Automobil-, Energie-, Elektro- und Elektronikindustrie zwei Tage lang den aktuellen Entwicklungsstand zum Thema Elektromobilität. Zur parallel stattfindenden Fachausstellung elektro:mobilia zeigten 34 Unternehmen ihre Produkte, Lösungen und Neuentwicklungen rund um das Themenfeld Elektromobilität. „Die deutsche Elektroindustrie ist weltweit führend bei Systemlösungen. Auf diese kommt es an, wenn Deutschland seine starke industrielle Stellung in der Welt wahren und zum Leitmarkt und Leitanbieter auch für Elektromobilität werden will. Aber die Politik muss den Prozess zur vernetzten Elektromobilität noch stärker unterstützen“, fordert Friedhelm Loh, Präsident des ZVEI und Vorstandvorsitzender der Friedhelm Loh Group. Ähnlich äußerte sich Prof. Dr. Henning Kagermann, Vorsitzender der Nationalen Plattform Elektromobilität. Er betonte, dass Elektromobilität eine nationale Aufgabe und staatliche Unterstützung daher unverzichtbar sei.

Elektromobilität – Neue Marktchancen für die Industrie

24. Februar 2011 Juliane Keine Kommentare

Die HANNOVER MESSE 2011 (4. bis 8. April) bietet eine branchenübergreifende Plattform für das gesamte Technologie-Spektrum der Elektromobilität. Um dieses Thema zu stärken, wurde vor einem Jahr erstmals die MobiliTec – die Internationale Leitmesse für hybride und elektrische Antriebstechnologien, mobile Energiespeicher und alternative Mobilitätstechnologien im Rahmen der HANNOVER MESSE implementiert. Dr. Henning Kagermann, Vorsitzender der Nationalen Plattform Elektromobilität (NPE), Präsident der Deutschen Akademie der Technikwissenschaften und Schirmherr der Leitmesse MobiliTec, sieht in der spartenübergreifenden Ausrichtung der Messe die besondere Chance, ein so zukunftsträchtiges Thema wie die Elektromobilität in seiner ganzen Vielfalt zu präsentieren. “Der Durchbruch der Elektromobilität ist durch veränderte Rahmenbedingungen vorgezeichnet. Es wird aber noch dauern, bis wir wirklich flächendeckend eMobilität in Deutschland sehen werden. Mit der Ausrichtung der Messe auf die vielfältigen Chancen für Deutschland als Leitmarkt und Leitanbieter nimmt die MobiliTec daher ein gutes Stück Zukunft voraus”, ergänzt Kagermann.

Im Rahmen der HANNOVER MESSE 2011 präsentieren weit über 300 Unternehmen – davon rund 120 Aussteller alleine auf der MobiliTec – ihre Lösungen zum Thema Elektromobilität.

Kagermann will längeres Mandat für Nationale Plattform Elektromobilität

28. Juli 2010 Juliane Keine Kommentare

Mister Elektroauto Henning Kagermann, der Chef der Nationalen Plattform Elektromobilität, hat sich im Gespräch mit der WirtschaftsWoche dafür ausgesprochen, das Mandat der Nationalen Plattform Elektromobilität über 2011 hinaus zu verlängern. “Wir sollten ernsthaft prüfen, ob wir sie nicht länger nutzen können, natürlich in veränderter Form”, erklärte er im Gespräch mit der Zeitung. “Die Gipfelziele sollten in jedem Fall regelmäßig geprüft werden. Man kann nach 12 Monaten nicht einfach ein Buch zuklappen”, so Kagermann. Er erklärte, dass er sich ein weiteres Engagement im Rahmen der Plattform vorstellen könne. Außerdem betonte er, dass die Regierung über die bisherige Strategie im Bereich Elektromobilität nachdenken müsse. Deutschland solle nicht nur zum Leitmarkt, sondern vor allem zum Leitanbieter bei Elektromobilität werden. “Was ist am Ende also entscheidender? Dass eine Millionen Elektroautos auf deutschen Straßen fahren oder nicht doch lieber zehn Millionen deutsche Elektroautos weltweit?”, so Kagermann.