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Artikel Tagged ‘Lithium-Ionen-Batterie’

Schulterschluss für die Zukunft von Hybridantrieben

21. Juli 2015 Juliane Keine Kommentare

MTU Friedrichshafen, einer der weltweit führenden Hersteller von Großdieselmotoren und kompletten Antriebssystemen, hat jetzt eine Entwicklungspartnerschaft mit AKASOL geschlossen. Das BEM-Mitgliedsunternehmen ist einer der führenden Anbieter von Lithium-Ionen-Batteriesystemen für Hochleistungsanwendungen. Ziel der Partnerschaft ist die Entwicklung und Belieferung von Batteriesystemen für hybride und E-Drive-Antriebssysteme von MTU in den Bereichen Marine, Bahn sowie weiteren industriellen Anwendungen. „Ich freue mich sehr, dass wir mit MTU einen der bedeutendsten Antriebshersteller überhaupt als Partner für die Zukunft gefunden haben. Die gemeinsame Arbeit mit einem Global Player der Antriebswelt eröffnet uns ganz neue Möglichkeiten, die Entwicklung von High-Performance-Batteriesystemen auf Lithium-Ionen-Basis voranzutreiben. Für uns ist das ein Quantensprung und ein echter Ritterschlag“, erklärte Lothar Holder, Geschäftsführer von AKASOL, im Rahmen der Bekanntgabe der Kooperationsvereinbarung.

„Wir freuen uns über die noch engere Kooperation zwischen MTU Friedrichshafen und AKASOL, nachdem unsere beiden Unternehmen bereits seit vielen Jahren zusammenarbeiten. Energiespeicher für hybride Antriebssysteme von Off-Highway-Anwendungen erweitern unsere Systemkompetenz um eine weitere für die Zukunft wichtige Komponente. So können wir gemeinsam mit unserem Partner als Anbieter von Komplettsystemen auftreten“, sagt Christos Ramnialis, Executive Vice President für Vertrieb, Service und Netzwerk bei MTU Friedrichshafen.

Hörempfehlung: Deutschlandfunk am Sonntag

26. April 2014 Juliane Keine Kommentare

Batterien sind langweilig, schwer, teuer, unästhetisch. Ein Elektroauto zu fahren mag sexy sein, die Akkus unter der Rückbank und die Suche nach der nächsten Schnellladestation sind es nicht. Oder doch? Durch neue Materialien und geschickte Ladestrategien sind Li-Ionen-Akkus und ihre Varianten viel leistungsfähiger als noch vor wenigen Jahren und die Garanten für die Elektromobilität von morgen. Bloß, warum werden sie nicht in Deutschland gefertigt?

Rund um diese Themen und Fragestellungen dreht sich die Sendung “Wissenschaft im Brennpunkt” am 27. April 2014 ab 16.30 Uhr im Deutschlandfunk. Hier können Sie schon einmal in den Vorspann reinhören. Für alle, die Sonntagnachmittag gern mal das Radio einschalten und dabei noch was lernen möchten.

ZSW-Testzentrum für Fahrzeugbatterien erweitert

20. Februar 2014 Juliane Keine Kommentare

Ob in dezentralen Stromspeichern, Elektrofahrrädern, eMotorrädern oder elektrisch angetriebenen Autos – immer häufiger kommen dafür energiereiche Lithium-Ionen-Batterien zum Einsatz. Das europaweit bekannte Test- und Entwicklungszentrum für Batterien am Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg ZSW in Ulm wurde deshalb um einen Shaker und einen Schockprüfstand erweitert. So sollen Unfälle, mechanische Stöße oder Rütteln auf Kopfsteinpflaster unter realitätsnahen Bedingungen simuliert werden. Auf dem Shaker können Batteriemodule bis 70 Kilogramm Gewicht mit einer Beschleunigungskraft von 25 Kilonewton getestet werden. Eine dreidimensionale Beschleunigungs-Messung erlaubt zudem eine individuelle Schwachstellensuche im Objekt. Der Schockprüfstand simuliert extreme Beschleunigungskräfte, die bis zum 300-fachen des eigenen Gewichts gehen. Diese g-Kräfte treten bei Zusammenstößen auf.

Besonders wertvoll sind die Tests in Kombination mit weiteren Belastungen. Die ZSW-Forscher können gleichzeitig zu den dynamischen mechanischen Erschütterungen Temperaturwechsel von -60 bis +150 Grad Celsius erzeugen, die Batterien elektrisch laden und entladen sowie die Luftfeuchtigkeit variieren. Des Weiteren sind auch statische Belastungsprüfungen wie Crush- und Nageltests bis 100 Tonnen Belastung vertikal und 50 Tonnen horizontal möglich. So lassen sich die Belastungsgrenzen und Schwachstellen schnell herausfinden. Ein zusätzlicher Vorteil für Testkunden am ZSW ist die über die Prüfungen hinausgehende Kompetenz der Experten in Ulm. Die Expertise aus Materialforschung, Systemtechnik und Produktionstechnologie ist entscheidend für die Fehlerbewertung und -behebung von Batterieschäden.

Automotive Battery Safety Summit

13. Oktober 2013 Juliane Keine Kommentare

Der Automotive Battery Safety Summit vom 02. bis 04. Dezember 2013 in Wiesbaden ist die einzige Konferenz in Europa mit einem spezifischen Fokus auf sicherheitsrelevante Herausforderungen für die Lithium-Ionen-Batterien im Automobilbereich. Die Veranstaltung bietet einen interaktiven Raum für Wissenstransfer und fachlichen Austausch und liefert den Besuchern Informationen und Fallstudien zu den folgenden Themen liefern:

  • Wichtige Sicherheitsstrategien von Batteriesystemen, um die regulatorischen Anforderungen und Standardisierungen für Elektro- und Hybridfahrzeuge zu erfüllen
  • Neueste Entwicklungen hinsichtlich der Konstruktion von Batterie-Packs, um die Funktionalität, Lebensdauer und Zuverlässigkeit auf jedem Zelllevel der Batterie zu verbessern
  • Testen von Hochvolt-Batterien für eine verbesserte Sicherheit durch die Prüfung von widerstandsfähigen Batterie-Konstruktionen, um interne Kurzschlüsse zu verhindern
  • Intelligente Optionen für Batterie Management Systeme, um Batterieausfälle zu vermeiden
  • Möglichkeiten für thermische Kontrolle von Batterien, um die Wärme zu reduzieren, das Material zu optimieren und das Risiko von thermischer Instabilität zu minimieren

BEM-Mitglieder erhalten 10%-Rabatt auf die Anmeldegebühr. Weitere Informationen finden Sie hier.

Forschungsfabrik für Lithium-Ionen-Batterien

2. September 2013 Juliane Keine Kommentare

Der flächendeckende Einsatz von Lithium-Ionen-Batterien in Elektrofahrzeugen und stationären Speichern könnte der Energiewende zum Durchbruch verhelfen. Fehlende Wirtschaftlichkeit und begrenzte Leistungsfähigkeit behindern aber derzeit noch den Markteintritt. Am KIT ist deshalb nun eine „Forschungsfabrik“ für die Kleinserien-Produktion von Lithium-Ionen-Zellen angelaufen, in der neue Produktionstechnologien entwickelt werden, die den enormen Ansprüchen an Produktqualität und Wirtschaftlichkeit genügen.

„Mit dieser neuartigen Forschungsinfrastruktur gehen wir jetzt daran, noch unreife Produktionsprozesse bereits in einem frühen Stadium zu validieren, zu automatisieren und damit industrietauglich zu machen“, erklärt Prof. Dr. Jürgen Fleischer, der mit seinem Team im Rahmen des Projekts Competence E am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) für den Aufbau der Forschungsfabrik und die Produktionsforschung verantwortlich ist. Sowohl für stationäre Speicher als auch für schnellladefähige Fahrzeugbatterien müssen kostengünstige und leistungsfähige Lithium-Ionen-Zellen zum Einsatz kommen. In der Forschungsfabrik werden daher einzelne Fertigungsschritte für deren Herstellung vollständig neu entwickelt. „Wir verlassen jetzt den Pfad bisher bekannter Fertigungstechnologien und entwickeln völlig neue Produktions- und Integrationsverfahren für Lithium-Ionen-Zellen“, so Fleischer.

Batterien nachhaltig produzieren und recyceln

29. August 2013 Juliane Keine Kommentare

Obwohl die Kosten für einen gefahrenen Kilometer mit einem Elektrofahrzeug sehr gering sind, hat die Elektromobilität immer noch ein Akzeptanzproblem. Die Kaufpreise eines eAutos sind weitaus höher als für Autos mit einem klassischen Antrieb. Der Grund dafür ist der Energiespeicher – aktuell normalerweise ein Lithium Ionen Akkumulator. Die 2. VDI-Fachkonferenz “Batterieproduktion – Transport -Recycling” am 26. und 27. November 2013 in Stuttgart präsentiert aktuelle Möglichkeiten, um die Kosten der Produktion zu senken.

Auf der Veranstaltung diskutieren Fachleute, welche kontinuierlichen Verfahren der Zellenverbundherstellung es gibt und wie sie Zellen- und Modulfertigungslinien aufbauen und optimieren können. Sie befassen sich auch mit dem Einfluss von Material- und Beschichtungsparametern auf die Elektrodenmorphologie. Ein weiterer Schwerpunkt der Veranstaltung ist der Transport von Lithium-Ionen Batterien, da bei einer erhöhten Produktion von Batterien auch der effiziente und sichere Transport ein wichtiger Aspekt ist. Momentan gelten für den Transport individuelle Ausnahmereglungen, da das Gesetz Batterien als Gefahrgut deklariert. Wege, um in Zukunft sicher und legal mit den Batterien agieren zu können, diskutieren Experten auf der Konferenz. Weitere Informationen rund um die Veranstaltung finden Sie hier.

Strom und Daten nutzen denselben Weg

22. August 2013 Juliane Keine Kommentare

Das neue Forschungsprojekt IntLiIon steht für „Intelligente Datenbuskonzepte für Lithium-Ionen-Batterien in Elektro- und Hybridfahrzeugen“ und läuft bis Mai 2016. An dem Projekt ist die Robert Bosch GmbH als Projektkoordinator sowie die Pro Design Electronic GmbH, die Hochschule Hannover und das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) beteiligt.

Bei IntLiIon geht es um die Entwicklung von intelligenten Daten-Übertragungstechniken speziell für Lithium-Ionen-Batterien. Dazu werden neuartige Kommunikationssysteme für die effiziente Regelung und Überwachung jeder einzelnen der bis zu 100 Zellen eines Batteriepacks erforscht. Als Basis für die Datenübertragung wird der vorhandene Strompfad in der Batterie genutzt. Diese „Powerline Kommunikation“ soll es in Zukunft ermöglichen, relevante Informationen an ein zentrales Steuergerät zu übermitteln. Damit kann die teure, zusätzliche Datenverkabelung der Batterie entfallen, wie sie bei allen bisherigen Batteriesystemen eingesetzt wird. „Jede einzelne Batteriezelle soll kontinuierlich überwacht und individuell geregelt werden“, so Dr. Jens Strobel, Projektkoordinator, Robert Bosch GmbH. Zudem lässt sich das Energiepotenzial der Batterie optimal nutzen: Wenn eine Zelle der Lithium-Ionen-Batterie nicht mehr effizient arbeitet, muss nur diese eine Zelle und nicht das gesamte Batteriemodul ausgetauscht werden. Das spart Ressourcen und senkt Kosten.

Bosch will mit Japanern beim Thema Akkus neu starten

21. Juni 2013 Juliane Keine Kommentare

Der Autozulieferer Bosch unternimmt einen zweiten Anlauf, um den Zukunftsmarkt Elektroauto-Batterien zu erobern. Gelingen soll das im Schulterschluss mit den japanischen Konzernen Mitsubishi und GS Yuasa, wie Bosch am Mittwoch in Stuttgart mitteilte. Der erste Versuch von Bosch, den Markt gemeinsam mit dem koreanischen Konzern Samsung SDI aufzurollen, war an unterschiedlichen Geschäftsplänen gescheitert.

Bei dem für das kommende Jahr geplanten Gemeinschaftsunternehmen zur Erforschung und Entwicklung der nächsten Generation von leistungsstarken Lithium-Ionen-Batterien wird Bosch mit 50 Prozent die Führung übernehmen. GS Yuasa und Mitsubishi wollen sich mit jeweils 25 Prozent beteiligen. Die Gemeinschaftsfirma soll ihren Sitz in Stuttgart haben und den drei Partnern auch bei Vertrieb und Marketing helfen. Ziel sei, unter anderem durch Fortschritte bei der Elektrochemie und den Rohstoffen, den Energieinhalt der für Elektroautos wichtigen Stromspeicher deutlich zu steigern, begründete Bosch den Schulterschluss. Gewicht und Größe der Akkus müssten sinken, um die Reichweite von Elektrofahrzeugen zu erhöhen. Im Fokus stehe daher zunächst nicht die Akquise weiterer Projekte bei den Autoherstellern, sondern die weitere Entwicklung der Technik, sagte ein Bosch-Sprecher. Die Kartellbehörden müssten dem Vorhaben noch zustimmen.

Peugeot präsentiert elektrisches Nutzfahrzeug

8. April 2013 Juliane Keine Kommentare

Peugeot bringt im Juni eine Elektroversion des Lieferwagens Partner auf den Markt. Die Preise starten bei 26.000 Euro netto inklusive Batterie für die Variante mit kurzem Radstand. Für den Antrieb sorgt ein 49 kW/67 PS starker Elektromotor mit einem Drehmoment von 200 Nm. Die Stromversorgung läuft über unterflur montierte Lithium-Ionen-Batterien, die eine Reichweite von bis zu 170 Kilometern liefern sollen. Der Kastenwagen ist in zwei Längenvarianten mit 4,38 Metern und 4,63 Metern bestellbar. Das Ladevolumen beträgt 3,3 beziehungsweise 3,7 Kubikmeter. Als Nutzlast gibt der Hersteller 695 Kilogramm an. Schärfster Konkurrent des Partner Electric ist der etwas kürzere Renault Kangoo Z.E. Der Lieferwagen kostet 20.000 Euro netto, die Batterie muss allerdings dazu gemietet werden. Die Gebühr liegt abhängig von Vertragslaufzeit und Jahresfahrleistung zwischen 72 Euro netto und 145 Euro netto.

Massenproduktion von Lithium-Ionen-Batterien

27. März 2013 Juliane Keine Kommentare

Die vollautomatisierte Herstellung von Batteriezellen und damit verbundene produktionstechnische Innovationen sind maßgebliche Faktoren zur Kostendegression von Batterien und damit zur Weiterentwicklung der Elektromobilität. Der Technologieverbund “Produktionstechnik für die Herstellung von Lithium-Zellen – ProTrak” widmet sich dieser Aufgabe und wird Technologien für die Großserienproduktion von kosteneffizienten Lithium-Zellen entwickeln, konstruieren und in wesentlichen Teilen prototypisch herstellen. Dabei konzentriert sich ProTrak auf die Entwicklung von technologischen Innovationen z.B. in den Bereichen Handling, Schneiden, Verpacken, Elektrolytfüllen, Formieren sowie Prüfen und Testen mit dem Ziel diese in ein verkettetes, modulares Anlagenkonzept zu integrieren und aktuell kostenintensive Prozesschritte bezüglich Energieeffizienz und Durchlaufzeiten zu optimieren. Das Vorhaben treibt damit die Entwicklung von batterieelektrisch betriebenen Fahrzeugen voran und dient der Umsetzung des Nationalen Entwicklungsplans Elektromobilität der Bundesregierung sowie der Etablierung eines deutschen Batteriezuliefermarkts. Weitere Informationen zur Arbeit des Technologieverbunds finden Sie hier.