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Artikel Tagged ‘Logistik’

Emissionsfreie Paketlieferung für Berlin

9. Juni 2015 Juliane Keine Kommentare

Am 12. Juni 2015 startet der erste eigens für den Paketdienst konzipierte Elektro-Sprinter beim Hermes Paketdienst in Berlin. Mit dem Fahrzeug unterstützt Hermes das Schaufenster Elektromobilität in seinem Teilprojekt „Ressourceneffiziente Distributionslogistik für urbane Räume mit elektrisch angetriebenen Verteilfahrzeugen“, kurz: DisLog. Das Dislog-Projekt zielt darauf ab, den Ausbau von elektrischer Mobilität in Ballungszentren zu fördern. Der Einsatz neuer Fahrzeugtechnik steht dabei genauso im Fokus, wie die Entwicklung neuer Sammel- und Verteilkonzepte wie z.B. die alternative Zustellung an den PaketShop oder die Paketbox.

Das von Hermes eingesetzte Fahrzeug wurde durch die empro Elektromobilität GmbH in Kooperation mit CTM Fahrzeugbau GmbH eigens für die Anforderungen von Hermes in der City Logistik entwickelt. Bei diesem Prototypen handelt es sich um einen Elektro-Sprinter des BEM-Mitgliedsunternehmens German E-Cars, der über den Einsatz einer 40 kWh-Lithium-Ionen-Batterie rund 120 km Reichweite erzielt. Der Sprinter ist das bislang größte eNutzfahrzeug in der Flotte des Hermes Paketdienstes. Das Sprinter-Modell zeichnet sich neben der technischen Zuverlässigkeit durch rund 700 kg Nutzlast sowie rund 15 Kubikmeter Ladevolumen aus. „Hermes hat bei der Erprobung alternativer Antriebe eine lange Tradition. Seit 25 Jahren ist der Einsatz von Elektromobilität eine zentrale Säule bei der zukunftsfähigen Ausrichtung unseres Unternehmens. Über unser WE DO! Programm ist es uns bis heute gelungen, bereits 43% CO2 je zugestellter Sendung effektiv zu reduzieren. Diesen erfolgreich begonnen Weg setzen wir mit dem Schaufensterprojekt nun konsequent fort“, so Hermes CEO Frank Rausch. Hermes testet in Berlin und Hamburg herstellerunabhängig Elektrofahrzeuge verschiedener Hersteller. In London stellt Hermes bereits seit 2014 Pakete zu 100% elektrisch mobil an seine Kunden zu.

Elektromaterial wird jetzt auch elektrisch geliefert

31. März 2015 Juliane Keine Kommentare

Am 26. März 2015 erhielt die Elektro-Fahrzeugflotte des Berliner Elektrogroßhandelsunternehmen Oskar Böttcher GmbH & Co. KG (Obeta electro) weiteren Zuwachs: einen elektrischen Nissan eNV200, der dem Geschäftsführer Thomas Wätzel im Berliner Energie Zentrum übergeben wurde. Der Elektrokombi wird im Rahmen des internationalen Schaufensters Elektromobilität Berlin/Brandenburg im Projekt DisLog eingesetzt. In diesem bis Mitte 2016 laufenden Logistikprojekt werden von der Obeta electro neue Formen der Kunden- und Baustellenbelieferung mittels Elektrotransportfahrzeugen erprobt.

„Obeta als Elektrogroßhandel hat schon früh die Notwendigkeit des Einsatzes von Elektrofahrzeugen im städtischen Wirtschaftsverkehr erkannt und war eines der ersten Berliner Unternehmen, die sich für die Elektromobilität praktisch eingesetzt haben. Dies ist für uns eine Selbstverpflichtung. Durch die leisen Elektrolieferfahrzeuge können wir unser Prinzip der Über-Nacht-Anlieferung an Baustellen umweltfreundlich erledigen ohne die Anwohner zu stören“, so der Geschäftsführer Thomas Wätzel. Der Elektrokombi wird vom Zentrallager in Ludwigsfelde aus die Kunden und Baustellen im südlichen Teil von Berlin und Potsdam beliefern. Insgesamt hat Obeta electro aktuell 6 Elektrofahrzeuge im täglichen Einsatz. Die Gesamtzahl der Fahrzeuge für den regionalen und nationalen Lieferservice beträgt ca. 30 Fahrzeuge.

3. ZEIT Konferenz Logistik & Mobilität

30. März 2015 Juliane Keine Kommentare

Das BEM-Mitgliedsunternehmen Messe Frankfurt Exhibition GmbH und die Convent Kongresse GmbH, eine hundertprozentige Tochtergesellschaft der ZEIT Verlagsgruppe, haben eine strategische Partnerschaft geschlossen, um die Themenfelder Logistik und Mobilität am Messestandort Frankfurt am Main langfristig auszubauen. Im Rahmen der Kooperation wird die Messe gemeinsam mit der ZEIT Verlagsgruppe am 24. November 2015 zur 3. ZEIT Konferenz Logistik & Mobilität in das neue Kongresszentrum „Kap Europa“ einladen. Themenschwerpunkt der Konferenz ist die zunehmende Digitalisierung und Vernetzung von Transport, Verkehr und Infrastruktur. Die Konferenz, zu der Spitzenvertreter aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik erwartet werden, wird von einer begleitenden Fachausstellung zum Schwerpunkt „Intelligente Verkehrssysteme (IVS)“ ergänzt. Das Deutsche Verkehrsforum sowie das House of Logistics and Mobility (HOLM) begleiten die Veranstaltung als Kooperationspartner.

„Für die Messe Frankfurt ist der Ausbau der Aktivitäten im Geschäftsfeld „Mobility & Infrastructure“ von zentraler, strategischer Bedeutung. Mit der ZEIT Konferenz Logistik & Mobilität bieten wir unseren Kunden ein neues Format in diesem für die Wettbewerbsfähigkeit des Wirtschaftsstandorts Deutschland wichtigen Sektor. Gemeinsam mit starken Partnern werden wir das Format konsequent zu einer internationalen Plattform ausbauen“, sagt Detlef Braun, Geschäftsführer Messe Frankfurt. „Mit der Messe Frankfurt haben wir den richtigen Partner an der Seite, um unsere ZEIT Konferenz Logistik & Mobilität als gesellschaftspolitisch relevantes Diskussionsforum weiter zu entwickeln“, so Dr. Mark Schiffhauer, Geschäftsführer Convent.

Österreichische Post investiert in Elektromobilität

21. Januar 2015 Juliane Keine Kommentare

Die Österreichische Post AG hat ihre Elektro-Flotte aufgestockt. Angeschafft wurden laut Unternehmensangaben 59 Nissan e-NV 200 und 20 Mercedes Benz E-Vitos. Damit verfügt das Postunternehmen nun über insgesamt 862 ein- und zweispurige Fahrzeuge mit Elektroantrieben. „Vier der neuen E-Vitos sind für die reine Paketzustellung vorgesehen. Damit setzen wir erstmals auch im wachsenden Markt des Paketservices auf e-mobility“, erklärte Peter Umundum, Vorstand für Paket & Logistik bei der Österreichischen Post.

Die Österreichische Post AG hat eigenen Angaben zufolge bereits rund sechs Millionen Euro in die klimaneutrale und schadstofffreie Zustellung investiert. Gefördert werden die Investitionen durch das Programm „klima:aktiv mobil“ und durch den „Klima- und Energiefonds“ mit den Mitteln des österreichischen Bundesministeriums für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft. „Der motorisierte Verkehr ist zu 95 Prozent vom importierten Erdöl abhängig und für ein Drittel der CO2-Emissionen verantwortlich. Daher müssen wir verstärkt in klimaschonende Mobilitätsangebote investieren“, so Österreichs Umweltminister Andrä Rupprechter.

Förderprogramm: IKT für gewerbliche eMobilität

25. November 2014 Juliane Keine Kommentare

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie hat am 24. November 2014 den Start des Anschluss-Förderprogramms “IKT für Elektromobilität III” bekanntgegeben, das auf die Einbindung von gewerblichen Elektrofahrzeugen in Logistik-, Energie- und Mobilitätsinfrastrukturen abzielt. Die Umsetzung der Pilotvorhaben soll für einen Zeitraum von etwa drei Jahren mit insgesamt bis zu 30 Mio Euro gefördert werden. Detaillierte Informationen rund um das Förderprojekt und die Teilnahmebedingungen finden Sie hier.

Logistik: Leise und sauber durch die Stadt

12. November 2014 Juliane Keine Kommentare

Das Transportunternehmen Meyer Logistik setzt die beiden ersten in Deutschland zugelassene Elektro-Lkw mit 18 Tonnen Gesamtgewicht zur Distribution von frischen Lebensmitteln im Großraum Berlin ein. Sie sind jeweils exklusiv für Lidl beziehungsweise Rewe im Einsatz und transportieren Ware von den Logistikzentren in die Filialen. „Wir haben die wichtige Aufgabe, Menschen zu versorgen, indem wir Waren zu den Lebensmittelmärkten bringen“, erklärt Matthias Strehl, Geschäftsführer von Meyer Logistik. „Dabei legen wir besonderen Wert darauf, sie so weit als möglich von den Begleiterscheinungen wie Lärm und Abgasen zu entlasten.“ Ein Elektromotor, der mit nur 45 Dezibel (A) leiser als die Rollgeräusche des Fahrzeugs ist und außerdem keinerlei Schadstoffe ausstößt, ist in diesem Sinne der ideale Antrieb für ein Fahrzeug im Verteilerverkehr.

Meyer Logistik will mit den E-Force genannten Fahrzeugen rund zwei Drittel der Antriebsenergie gegenüber vergleichbaren Diesel-Fahrzeugen einsparen. Grund: Der Wirkungsgrad des Elektroantriebs liegt bei bis zu 97 Prozent. Der Frischelogistiker rechnet mit einem Energieverbrauch von 60 bis 90 Kilowattstunden auf 100 Kilometern im Überland- und Stadtverkehr, was etwa sechs bis neun Litern Dieselkraftstoff entspricht. Obwohl die Anschaffungskosten um das Zweieinhalb- bis Dreifache über denen für vergleichbare Diesel-Lkw liegen und keine Fördergelder fließen, hält es Matthias Strehl für möglich, die E-Force wirtschaftlich zu betreiben. Die Reichweite der Elektro-Lkw beträgt etwa 300 Kilometer, in nur sechs Stunden lassen sich die Batterien vollständig aufladen. So schafft Meyer Logistik problemlos täglich eine Doppelschicht. Pro Tour können dabei 18 Europaletten oder 30 Rollcontainer transportiert werden, genau so viele wie bei einem vergleichbaren Diesel-Lkw. Darüber hinaus sind die E-Force mit einer Nennleistung von 300 KW (408 PS) Diesel-Fahrzeugen derselben Gewichtsklasse sogar überlegen. Weitere Informationen zu den Kooperationspartnern des innovativen Projektes finden Sie hier.

Neuer Logistikpreis für Hessen

30. Oktober 2014 Juliane Keine Kommentare

Die Hochschule Fulda und das BEM-Mitgliedsunternehmen TÜV Rheinland loben in Hessen einen Logistik- und Mobilitätspreis aus. Das haben Prof. Dr. Dorit Schumann-Bölsche, Logistikerin am Fachbereich Wirtschaft der Hochschule Fulda und Dr. Thomas Aubel, Bereichsvorstand Mobilität beim TÜV Rheinland, beim 1. Kamingespräch des House of Logistics and Mobility (HOLM) in Frankfurt beschlossen. Der Preis soll Interesse für die Branchen wecken und Nachwuchskräfte fördern. Die Details wollen die beiden Partner in nächster Zukunft ausarbeiten.

Das 1. Kamingespräch am 21. Oktober 2014 stand unter der Überschrift „Das HOLM als Standort von Start-up-Unternehmen“. Staatssekretär Samson hob in seiner Rede die Bedeutung von Start-ups für die Innovationsfähigkeit und den wirtschaftlichen Erfolg eines Landes hervor. So genannte „Inkubatoren“, die junge Unternehmen auf dem Weg von der Gründung in die Selbstständigkeit begleiteten, erhöhten die Chancen der Gründer, im Markt zu bestehen. „Durchschnittlich haben durch Inkubatoren gestützte Unternehmen eine deutlich höhere Überlebensrate von bis zu 85 Prozent.“ Für den TÜV Rheinland erläuterten Bereichsvorstand Dr. Thomas Aubel und Rolf Wimmer, Geschäftsführer TÜV Rheinland Consulting GmbH, die Geschäftsfelder des Unternehmens. Die Präsenz der Hochschulen im HOLM in Nachbarschaft zu Repräsentanzen von Unternehmen bezeichnete Wimmer als Alleinstellungsmerkmal des House of Logistics and Mobility.

In Hamburg kommt der Fisch jetzt per eBike

Die Deutsche See Fischmanufaktur liefert Gastronomen und Einzelhändlern im Hamburger Stadtgebiet ab sofort frischen Fisch mit dem eBike. Ob frischer Steinbutt, Dorade oder Lachsfilets – alles liegt gut verpackt auf Eis in der Kühlbox des eBikes. Damit die Bestellung so schnell wie möglich beim Gastronomen und Einzelhändler ist, heißt es für den Fahrer in die Pedale treten. Dabei erhält er Schubhilfe vom Motor – Steigungen oder Gegenwind sind so auch mit schweren Lieferungen kein Problem. Kai Jobmann, Leiter der Hamburger Deutsche See-Niederlassung: „Unsere eBike-Fahrer stehen nicht ewig im Stau und fahren bis direkt vor die Tür des Kunden. Besonders praktisch: Die frischen Produkte werden in einer Kühlbox transportiert, die mittels einer Solarzelle betrieben wird.“ Anhand einer Digitalanzeige überprüft der Fahrer die richtige Temperatur in der Kühlbox.

Für Kai Jobmann von Deutsche See steht fest: „Mit dem eBike setzen wir ein Zeichen in Sachen nachhaltiger Frischelogistik und optimieren unseren Fuhrpark. Und ganz nebenbei bereichern wir das Stadtbild der Hansestadt.“ Das Konzept frischen Fisch elektrisch auszuliefern, ist in Deutschland einmalig. Als Vorreiter in puncto Nachhaltigkeit setzt Deutsche See in Berlin bereits erfolgreich eBikes sowie einen VW e-Up! für Lieferungen frischer Produkte aus dem Meer ein.

eLieferung: Elektromobilität in der Logistik

13. April 2014 Juliane Keine Kommentare

Unter dem Titel „eLieferung“ wird im Allgäu nun ein weiteres großes Elektromobilitätsprojekt umgesetzt. Stand in den ersten Projekten noch der Einsatz der Elektromobilität im Tourismus, in Kommunen sowie im Carsharing im Vordergrund der Untersuchungen der Hochschule Kempten, so soll nun die Elektromobilität in der Logistik bei einschlägigen Unternehmen betrachtet werden.

Zusammen mit dem Fahrzeugveredler ABT Sportsline GmbH wird ein Elektrolieferfahrzeug entwickelt, das für den kommerziellen Lieferverkehr im Allgäu geeignet ist. Ziel ist es, mit einer Flotte von 40 Fahrzeugen Daten für die Optimierung der Technologie zu gewinnen. Herzstück der Datenanalyse ist dabei ein von Sensor-Technik Wiedemann entwickelter Logger, der mit der an der Hochschule Kempten entwickelten Software sowohl Daten der Fahrzeugelektronik als auch die Bewegungsdaten aufzeichnet. Gemeinsam mit dem Partner Post DHL und weiteren Unternehmen sollen die Fahrzeuge unter Zuhilfenahme von IKT-Technologien bei Kurier-Express-Paket-Diensten sowie im Standard-Lieferverkehr eingesetzt werden. Im Fokus der Forschung stehen weiterhin Energiebedarfe und Alterungsverhalten der eingesetzten Batterien, die Optimierung des Flottenmanagements sowie Nutzerakzeptanzanalysen. Weitere Informationen rund um das Projekt finden Sie hier.

HOLM-Expertenkreis Lithium-Batterie-Logistik tagt im Forum

16. Februar 2014 Juliane Keine Kommentare

Die Regeln für den Transport von Lithium-Batterien müssen weltweit vereinheitlicht, die Bestimmungen vor allem in Europa und in Deutschland vereinfacht und der technischen Entwicklung der Energiespeicher angepasst werden. Das haben Experten bei der jüngsten Tagung des Expertenkreises Lithium-Batterie-Logistik des House of Logistics and Mobility (HOLM) in dieser Woche in Frankfurt gefordert. „Wir brauchen eine weltweite Regelung, auch wenn das ein weiter Weg ist“, sagte Christiane Nothdurft von der Robert Bosch Battery Solutions GmbH.

„Die Regelungen müssen vereinfacht und auf ein vernünftiges Maß zurückgeführt werden“, betonte auch Prof. Dr. Norbert Müller, Welt-Gefahrgut-Beauftragter bei DB Schenker und Honorarprofessor an der SRH Hochschule für Logistik und Wirtschaft in Hamm. Viele Regelungen datierten noch aus der Anfangszeit die Lithium-Batterien, als das Risiko größer gewesen sei als heute. „Da hat es Fortschritte gegeben, Logistikvorschriften müssen an das verminderte Risikopotenzial der Lithium-Batterien angepasst werden.“ Die Regelungen für den Transport von Gefahrgut müssen nach Einschätzung der Experten – zu denen auch BEM-Mitarbeiter Thomas Teschner gehört – außerdem einfacher und klarer formuliert werden. „Hier muss eine Sprache gefunden werden, die der Anwender auch versteht“, sagte Prof. Dr. Müller. Weiter Informationen zum Expternkreis finden Sie hier.